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Schminken beim Sternsingen: Tradition, Symbolik und Kritik

Warum werden Sternsinger/innen geschminkt?

In der Bibel ist die Rede von den Weisen aus dem Morgenland. Die Legende, dass es sich dabei um drei Könige aus den drei damals bekannten Erdteilen (Afrika, Asien und Europa) gehandelt hat, ist erst viel später entstanden. Das Schminken soll veranschaulichen, dass Menschen aus der ganzen Welt –  mit unterschiedlichen Hautfarben – den Weg zu Jesus suchen. In den Pfarren haben sich daraus unterschiedliche Traditionen entwickelt. In manchen Pfarren und Regionen werden alle drei König/innen geschminkt, oft wird auch nur ein/e König/in geschminkt. Einige Pfarren schminken überhaupt nicht.

Das Schminken beim Sternsingen wird in vielen Pfarren auch als ein Zeichen der Solidarität gegenüber Menschen mit anderen Hautfarben gesehen: Die alte Symbolik steht dafür, dass alle Menschen egal welcher Hautfarbe, gleiche Rechte und Würde besitzen und wird als Teil des Brauchtums gesehen und praktiziert.  

Traditionen sind wichtig, unterliegen aber immer wieder einem Wandel. Es ist keinesfalls beabsichtigt, dass sich jemand ausgegrenzt oder angegriffen fühlt.

In den Pfarren wird entschieden ob, und wie die Sternsinger/innen geschminkt werden.  

Warum gibt es kritische Stimmen zum Schminken beim Sternsingen?

In den letzten Jahren gab es in den Medien vereinzelt Kritik an geschminkten Sternsinger/innen.  Die kritischen Stellungnahmen zielen auf die Zuschreibung von bestimmten Hautfarben zu bestimmten Kontinenten ab (z.B. „Du bist schwarz, du kommst aus Afrika!“), die gängige Klischees verstärken. Diese sind nicht mehr zeitgemäß. In einer globalisierten Welt, in der in jedem Land der Welt Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe leben, sind solche Zuordnungen falsch. Ein typisches Beispiel dafür ist unser Fußballstar David Alaba: Die Hautfarbe sagt nichts über die Heimat eines Menschen aus.
Darüber hinaus fühlen sich manche  an eine Praxis erinnert, die bis in die 1970ger Jahre auf Theaterbühnen in  Teilen der USA üblich war. Dort haben Weiße das Gesicht schwarz angemalt und Schwarze in herabwürdigender Weise dargestellt („Blackfacing“).
    
Was meinst du dazu?

Wir möchten dich darüber informieren und auch eine Hilfestellung geben falls die Sternsinger/innen in deiner Pfarre mit dem Thema konfrontiert werden. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar nimmt Traditionen, Brauchtum und  kritische Stimmen ernst und sucht den Dialog in alle Richtungen.
Was sind deine Meinungen und Erfahrungen bei der Durchführung der Sternsingaktion in der Pfarre? Schreib uns ein Mail an dlwien@jungschar.at oder ruf uns an, unter 01/51 552 3396!


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