• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Wer oder was ist der Pfarrgemeinderat?

Der PGR ist ein Gremium, das in Zusammenarbeit mit dem Pfarrer für den Aufbau einer lebendigen Pfarrgemeinde und die Verwirklichung des Heils- und Weltauftrags der Kirche, auch in Diözese, Dekanat und gegebenenfalls im Pfarrverband zuständig ist (lt. PGR-Ordnung). Im PGR soll die pastorale Arbeit in der Pfarre grundlegend geplant werden – dabei soll besonders die unterschiedliche Lebenssituation der verschiedenen Gruppen in der Pfarrgemeinde (z.B. Kinder, Senior/innen, Arbeiter/innen, Unternehmer/innen, Alleinerziehende, Trauernde, …) Berücksichtigung finden.

Der PGR kann und soll eine Kommunikationsdrehscheibe der einzelnen Gruppen in der Pfarre (Jungschar, Frauenbewegung, Liturgiekreis, Öffentlichkeitsarbeit, …) sein, sodass Vernetzung stattfinden kann.
Außerdem ist der Pfarrgemeinderat für die kirchliche Vermögensverwaltung zuständig – d.h. im PGR wird das Budget für die Pfarre beschlossen.

Sinnvoll ist es, wenn im PGR möglichst aus allen Gruppen der Pfarre Vertreter/innen sind, sodass möglichst viele Pfarrmitglieder eine/n Interessensvertreter/in im PGR haben.

Mögliche Aufgaben von Kindervertreter/innen im PGR

Im Folgenden findest du mögliche Aufgabengebiete von Kindervertreter/innen im Pfarrgemeinderat. – Daraus wird ersichtlich, wie wichtig es ist, dass es im PGR jemanden gibt, der für die Kinder seine/ihre Stimme erhebt.

Anwaltschaft für Kinder

Als Kindervertreter/in ist man Sprecher/in der Kinder im PGR. Es geht vor allem darum, deren Sichtweise, Bedürfnisse, Erwartungshaltungen ... in die Debatten und Entscheidungen des PGR ausdrücklich einzubringen oder entsprechend bewusst zu machen. Dies auch bei Themen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt Kinder betreffen mögen, wie z.B. Fragen der Kirchenrenovierung oder die Anschaffung neuer Liederbücher für den Gottesdienst.

Koordinierung von Aktivitäten

Arbeit mit Kindern passiert oft ein wenig „im Schatten“ des Gemeindelebens. Das kann ganz gut sein, weil es die Eigenständigkeit Jugendlicher fördert, kann aber auch bedeuten, dass es ein vernachlässigter Bereich ist. In vielen Pfarren gibt es einen Arbeitskreis für Kinderpastoral (mit Vertreter/innen von Jungschar, Ministrant/innen, Kinderliturgieteam, Erstkommunionvorbereitung, Kinderchor, …). Hier kann ein Austausch über Aktivitäten der einzelnen Gruppen stattfinden. Außerdem können über diese Plattform  vor allem Anliegen der Kinder und Jugendlichen artikuliert und gemeinsame Vorhaben in der Gemeinde koordiniert werden.

Sicherung der Ressourcen

Der PGR verwaltet auch das Pfarrvermögen. Deshalb gehört es zu den Aufgaben der/des Kindervertreters/in dafür zu sorgen, dass gerade auch der Kinderarbeit in der Pfarre ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen. Da geht es um geeignete Räume für die Gruppentreffen, deren kindergerechte Einrichtung und Ausstattung, das Organisieren von passendem Material für anregende Aktivitäten, ... aber auch die Finanzierung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Gruppenleiter/innen, den Ankauf von Behelfen, usw. ... Es kann in diesem Zusammenhang durchaus von entscheidender Bedeutung sein, wenn ein/e Kindervertreter/in auch in den relevanten Finanzgremien der Pfarre mitarbeitet.

Tipps & Tricks

Manchmal wird es gerade Jugendlichen im PGR nicht gerade einfach gemacht, die eigenen Anliegen (bzw. die der Kinder) einzubringen. Im Folgenden findest du einige Tipps & Tricks, die dir die Arbeit im PGR erleichtern können:

PGR Gruppenleiter/innen-Runde

Frustrierende Erlebnisse sind vielleicht vermeidbar, wenn du dir von Vornherein im Klaren bist, dass im PGR eine andere Arbeitsweise gilt als in der Gruppenleiter/innen-Runde. Manche Entscheidung dauert vielleicht länger und ist mühsamer errungen. Das gemeinsame Arbeiten mehrerer Generationen mag manchmal vielleicht eine Herausforderung sein, es kann aber durchaus auch eine wertvolle Ressource sein, wenn unterschiedliche Erfahrungen eingebracht werden können.

Erfahrungsaustausch mit Vorgänger/innen

Bei einem Treffen mit einer Person, die schon in der letzten Periode im PGR war, können informell Erfahrungen ausgetauscht werden. Natürlich muss jede/r seine eigenen Erfahrungen machen – doch manchmal ist es hilfreich zu wissen, mit welchen Strategien Anliegen gut eingebracht werden konnten, wie manche Leute oft reagieren, …

Gleichgesinnte suchen

Wenn du ein besonderes Anliegen umsetzen möchtest, geh die einzelnen Mitglieder des PGR durch und überlege, wer zu deinen „Verbündeten“ zählen könnte. Vielleicht kannst du diese Personen schon vor der Sitzung kontaktieren und von deinem Vorhaben, deinen Ideen informieren.

Argumente & Zugeständnisse

Vielleicht hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass dir in einer Diskussion so schnell die richtigen Argumente nicht einfallen. Es kann also hilfreich sein, sich schon vor der Sitzung bei wichtigen Punkten Argumente zu überlegen, die deine Position stützen. Nicht immer kann alles durchgesetzt werden, was man sich vornimmt – überlege dir, welche Zugeständnisse du dir vorstellen kannst und welche nicht.

Wer? Ich?

Vielleicht nutzt ihr eine der Gruppenleiter/innen-Besprechungen im Herbst, um darüber zu beraten, wer sich von euch vorstellen kann, bei der PGR-Wahl zu kandidieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es durchaus auch angenehm ist, wenn man nicht das einzige jugendliche PGR-Mitglied ist, sondern mit einem/r zweiten Person die Anliegen der Kinder und Jugendlichen im PGR vertritt.
Falls du bei der Wahl kandidieren wirst, wünsche ich dir alles Gute für deine Wahl und für dein (neues) Amt!

PGR-Wahl – Wer ist wahlberechtigt?

Aktiv wahlberechtigt sind alle Katholik/innen, die vor dem 17. März 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben oder das Sakrament der Firmung empfangen haben am Wahltag einen Wohnsitz im Pfarrgebiet haben bzw. regelmäßig am Leben der Pfarrgemeinde teilnehmen. Diese Feststellung ist von der Wahlkommission zu treffen.

Kinder vor Erreichung der Wahlberechtigung haben eine Stimme. Das Stimmrecht wird von den erziehungsberechtigten Eltern ausgeübt. Beide erziehungsberechtigten Eltern vereinbaren, wer das Stimmrecht für die Kinder ausübt.

Anfang des Jahres wird es von der Jungschar eine Kampagne zur PGR-Wahl geben, in dem Eltern, Kinder, Pfarrer, Pfarrgemeinderät/innen, usw. über das Wahlrecht der Kinder informiert und ermutigt werden sollen, es zu nützen bzw. es bekannt zu machen.

Jutta Niedermayer mit Ideen von Otto Kromer

Share |