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Wege der Information

Die Möglichkeiten der Kommunikation haben sich innerhalb der letzten zehn, zwanzig Jahre rasant weiterentwickelt. Zurzeit sind soziale Netzwerke im Internet voll im Trend, wie man so schön sagt. Sehen wir einmal, wie gut alte und neue Kommunikationswege für die Elternarbeit zu gebrauchen sind.

Die Einladung
Auf Papier, versteht sich; will man moderner klingen, so nennt man sie Flyer. Sie dient der einseitigen Information und wird entweder den Eltern oder den Kindern zum Beispiel nach der Gruppenstunde mitgegeben. Letzteres hat den Nachteil, dass nicht sicher ist, ob die Einladung auch bei den Eltern ankommt, andererseits aber den unbestrittenen Vorteil, dass erstens die Kinder selber die Einladung sehen und man ihnen zweitens auch ein wenig Verantwortung zugesteht. Einladungen kann man natürlich auch wunderbar in Schaukästen hängen.

Das Pfarrblatt

Mit regelmäßigen Artikeln im Pfarrblatt signalisiert die Jungschar ihre Zugehörigkeit zur Pfarre. Man muss sich um recht wenig kümmern, weil das Pfarrblatt meist ohnehin über die Pfarre verteilt wird. Allerdings erreicht man damit auch nur einen Teil der Jungschareltern, weil das Pfarrgebiet selten alle Menschen abdeckt, die sich einer Pfarre zugehörig fühlen. Außerdem stellt sich die Frage, wie aufmerksam auch Kinder das Pfarrblatt lesen.

Der Brief

Ein Klassiker, sozusagen. Die Information wird in ein Kuvert verpackt, idealerweise an Kind und Eltern adressiert und mit der Post verschickt. Das ist zwar teuer, hat aber von allen Arten der Kommunikation den offiziellsten Charakter. Die Jungschar signalisiert damit auch, dass ihr wichtig ist, dass Kinder und Eltern informiert sind. Nebenbei freuen sich Kinder über jeden Brief, den sie bekommen – in diesem Alter kriegt man noch nicht so viel Post.

Das Telefon
Sehr zeitaufwändig, möglicherweise auch recht teuer, dafür aber sehr persönlich. Ob die Information letztenendes auch beim Kind ankommt, ist zwar auch nicht ganz sicher, aber man bekommt wenigstens gleich ein Feedback von den Eltern und kann mit ihnen möglicherweise über dies und das plaudern.

Das SMS
Kommen wir zu den moderneren Möglichkeiten: SMS-Schreiben ist sehr zeitsparend und kostet in der Regel sehr wenig. Dem gegenüber steht, dass die Kommunikation nur in eine Richtung geht und dass SMS-Nachrichten oft ein sehr unverbindlicher und inoffizieller Charakter zugeschrieben wird; das heißt, sie werden nicht mit Briefen gleichgesetzt. Ob die Information bis zum Kind durchdringt, ist sehr ungewiss, es sei denn, das Kind hat ein eigenes Handy.

Die Email
Die Vorteile sind evident: Zeit- und geldsparend, mittlerweile weitgehend als Kommunikationsmittel akzeptiert, obwohl noch nicht ganz auf derselben Ebene wie der Brief. Das sieht man schon an den stark schwankenden formalen Herangehensweisen. Mittels Datenbanken sind auch persönliche Anreden kein Problem. Allerdings ist man hier von den Internetgewohnheiten der Kinder und Eltern abhängig, weil man nicht weiß, wie häufig die Emails abgefragt werden.

Die Homepage

Die Homepage ist das elektronische Pendant zum Schaukasten: In der Regel kann man nicht sicher sein, wer vorbeikommt. Und bei einer Homepage, die selten aktualisiert wird, halten sich die Ambitionen dazu in Grenzen.

Facebook
Schwingt bei der Verwendung von Emails schon eine gewisse Exklusivität mit (jeder Mensch hat eine Anschrift, aber nicht jeder eine Emailadresse), so wird diese bei der Verwendung von Facebook und dergleichen noch verstärkt. Zwar erreicht man schnell viele Leute, aber eben nicht alle. Kinder und Eltern, die Facebook nicht verwenden können oder wollen, werden damit automatisch ausgeschlossen, selbst wenn die Informationen auch auf anderem Wege verbreitet werden.  

Andreas Baumann

[aus dem context "Elternarbeit"]

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