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Über die Kommunikation mit Erwachsenen

Was Kommunikation eigentlich ist, ist gar nicht so leicht zu sagen. Kommunikation hat etwas mit Verbinden (im Sinn von zwei oder mehrere Menschen miteinander zu verbinden) zu tun; Kommunikation hat etwas mit Beziehungen und Gemeinsamkeiten zu tun.

Gemeinsamkeiten verbinden
Wenn Menschen einander kennen, dann fällt es ihnen im Allgemeinen nicht allzu schwer, irgendetwas miteinander anzufangen, in Kommunikation zu treten. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, welche Gemeinsamkeiten, gemeinsame Interessen und Vorlieben man hat; und die ermöglichen dann gemeinsames Plaudern, Handeln, Arbeiten, Blödeln...

Gemeinsamkeiten ermöglichen neue Kommunikation

Warum ist wohl das Wetter das Hauptgesprächsthema schlechthin? Weil es alle Beteiligten an einem Gespräch zugleich betrifft. Diese Gemeinsamkeit ermöglicht es dann, ins Gespräch zu kommen. Und während des Plauderns über das Wetter stellt sich dann heraus, ob man noch weitere, interessante, gemeinsame Gesprächsthemen finden kann, oder eben nicht. Im zweiten Fall kehrt wieder Schweigen ein.

Diese - eben dargestellten - Grundregeln der Kommunikation haben ihre Gültigkeit auch in allen Bereichen der Elternarbeit. Vor allem dann, wenn man beabsichtigt, einen Elternabend zu veranstalten, die Eltern der Jungscharkinder über irgendetwas zu informieren oder einen Lagerabend zu veranstalten - diese Grundregeln der Kommunikation haben in all diesen Fällen ihre Gültigkeit:
Bei all diesen Vorhaben muss es gelingen, gemeinsame Interessen.
Solche sind zum Beispiel:
- die Sorge um das Wohlergehen der Kinder am Lager;
- die Auseinandersetzung mit dem "Problem" Fernsehen, Handy oder mp3-Player;
- ein Pfarrfest, das man zu veranstalten beabsichtigt ...

Um solche Gemeinsamkeiten herum kann sich dann ein Gespräch entwickeln.
Dabei können natürlich auch noch viele andere Dinge ins Gespräch kommen, Themen, die vielleicht mit dem eigentlichen Anlass gar nichts mehr zu tun haben. Aber das Gespräch darüber ist nur möglich geworden, weil eben zuerst von gemeinsamen Interessen ausgegangen wurde.

Eine Bemerkung dazu: Man kann es sich sehr leicht machen, eine Gemeinsamkeit zu finden, indem man über die „schlimmen Kinder“ spricht. Ausschließlich diese Strategie zu verwenden, sollte man aber vermeiden und stattdessen lieber positive Gemeinsamkeiten suchen. Vielmehr sollten Gruppenleiter/innen versuchen, ein Sprachrohr zwischen Eltern und Kindern zu bilden und nach Möglichkeit die Ansichten der Kinder vertreten, wenn über diese beispielsweise zu ungerecht geschimpft wird.

Gerade als Pfarrverabtwortliche/r wird man viel mit Eltern (oder Erwachsenen) sprechen müssen, sei es bei einem Elternabend, im Pfarrgemeinderat, in der Pfarrkanzlei oder nach der Messe beim Pfarrcafé – das ist eine nicht unwesentliche Aufgabe, vor der man aber auch keine Angst haben muss (Eltern sind auch nur Menschen). Wie sich der/die PVA Erwachsenen in Gesprächen präsentiert wird deren Bild von der Jungschar zu einem guten Teil beeinflussen. Viel Erfolg!

Andreas Baumann

[aus dem context "Elternarbeit"]

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