• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Modell für den PGR

Ideen wie sich der PGR mit dem Thema auseinandersetzen kann

Dieses Modell bietet verschiedene Bausteine an, die Anregungen liefern, wie das Thema „Kinder in der Pfarre“ gemeinsam erarbeitet werden kann. Die Bausteine sind untereinander kombinierbar, sodass eine unterschiedlich lange Befassung mit dem Thema möglich ist, sei es im Rahmen einer Klausur oder als Teil einer PGR-Sitzung Eventuell benötigtes Material ist bei jedem Baustein extra angeführt. 

Als ich ein Kind war…

Zu zweit oder zu dritt wird überlegt, was man als Kind am liebsten gemacht hat und wo man damit auf Widerstand gestoßen ist. In weiterer Folge kann man auch überlegen, welche Erinnerungen man an die (oder eine andere) Pfarre hat, was einem damals gefallen und was einen gestört hat.

Wenn ich ein Kind in der Pfarre wäre

Material: pro Person eine Postkarte
Jede/r erhält zu Beginn eine Postkarte. Diese Karte wird nun aus Perspektive eines Kindes an die Pfarre geschrieben. Darin können nun Wünsche geäußert werden z.B. ich will öfter eine Kindermesse,... und Dinge geschrieben werden, die an der Pfarre stören z.B. nach der Messe haben wir keinen Platz zum Spielen.

Haben alle ihre Karten fertig geschrieben können sie nun gemeinsam gelesen werden. Im Anschluss kann überlegt werden, welche konkrete Ideen und Anregungen aufgetaucht sind und wie und ob diese auch durchführbar sind.

Ich würde gerne wissen...

Auch diese Methode ist als Einstieg in das Thema geeignet und hilft, sich an die eigene Kindheit zu erinnern. Es wird jeweils eine Frage gestellt. Dann sucht sich jede/r eine/n Zweite/n. Mit diesem/dieser wird dann über diese Frage geplaudert. Anschließend gibt es eine neue Frage und man sucht sich jemand neuen, mit dem diese Frage erörtert wird. So kann man von mehreren Personen Details aus ihrer Kindheit erfahren.

Fragen könnten sein:
- Wo habe ich als Kind am liebsten gespielt? Gibt es diesen Platz noch?
- Mit wem habe ich als Kind am liebsten gespielt?
- Wo habe ich mich als Kind (außerhalb der Schule) am meisten aufgehalten? Wie war dieser Ort?
- Gab es Erwachsene, die ich besonders mochte? Warum?
- Gab es Erwachsene, vor denen ich mich gefürchtet habe? Warum?

Das find ich wichtig

Material: 7Thesen ev. vergrößert, 3 Klebepunkte pro Person
Jede/r erhält 3 Klebepunkte und ordnet sie jenen Thesen zu, von denen man glaubt, dass sie, der persönlichen Einschätzung nach, momentan in der Pfarre ein Thema sind oder sein sollten. Im Anschluss daran kann es zu einer kurzen Austauschrunde kommen.

Der Austausch kann auch in Kleingruppen erfolgen. Dann wird gleich weiterüberlegt, was denn das für die konkrete Pfarrsituation bedeutet.

Was soll das heißen

Material: pro Person ein Blatt mit den 7 Thesen, Plakat mit den Thesen
Jede/r erhält einen Zettel mit allen Thesen. Darauf sollen nun Kommentare vermerkt werden:
! für das sehe ich genauso
? für Aussagen die unklar sind
X für Ablehnung einer Aussage

Im Anschluss kann man nun zu dritt oder zu viert die untesrchiedlichen Sichtweisen diskutieren bzw. sich über die Thesen austauschen und versuchen zu einem gemeinsamen Verständnis zu gelangen.

In der Gesamtgruppe können die Ergebnisse der Kleingruppen zusammengetragen werden und Meinungsverschiedenheiten diskutiert werden.

Was ich mir wünsche

Material: 7 Thesen, Zettel für die Beschriftung der Achsen, ev. eine Schnur zum Kennzeichnen der Achsen
Gemeinsam ordnen Sie die Thesen in einem Koordinatensystem ein. Auf einer Achse entscheiden Sie zwischen: Das finden wir für Kinder wichtig – das finden wir weniger wichtig. Auf der anderen Achse überlegen Sie zwischen: Das gibt es bei uns in der Pfarre schon in ausreichendem Maß – das gibt es bei uns in der Pfarre gar nicht.

Daraus ergibt sich nun ein Bild. Vielleicht entdeckten Sie Punkte, die Ihnen sehr wichtig sind, die in der Pfarre gar nicht vorhanden sind oder nur sehr wenig. Dann können Sie nun überlegen, was konkret verändert werden könnte und wer (aus der Pfarre) das umsetzen könnte.

Luftschlösser bauen

Material: alles mögliche mit dem man kreativ sein kann: buntes Papier, Stifte, Klebstoff, Scheren, Malfarben, Wolle, Filmdosen, CDs, Zeitschriften, Bockerl, Stoffe, Schachteln,…
Bunte Kärtchen, Stifte
Gruppen die gerne kreativ arbeiten, können ein visionäres Modell der Pfarre entwerfen. Wie könnte die Pfarre aussehen, um ein optimaler Lebensraum für Kinder zu sein? Dabei geht es zuerst nicht darum, ein realistisches Bild zu entwerfen sondern einfach Ideen zu spinnen und diese darzustellen. Bei großen Gruppen ist es sinnvoll, Kleingruppen zu bilden, sodass nicht mehr als 5-6 Personen an einem Modell basteln.

Ist das Modell fertig, dann werden die Modelle einander vorgestellt und gemeinsam überlegt, welche der Vorschläge sinnvoll erscheinen und vielleicht auch umsetzbar sind. Diese werden auf grünen Kärtchen festgehalten und eventuell weitere auftauchende Ideen notiert. Auf roten Kärtchen werden gute, aber ziemlich sicher nicht durchführbare Ideen festgehalten.

Die Modelle können im Rahmen eines Pfarrcafes oder einer anderen Veranstaltung der restlichen Pfarre präsentiert und zu einer breiteren Auseinandersetzung mit dem Thema anregen z.B. indem Kommentare und Ergänzungen auf Kärtchen dazugeschrieben werden sollen.

So kann es weitergehen

Sinnvoll ist es am Ende die nächsten Schritte festzulegen. Das kann die Ernennung von Verantwortlichen sein, das kann die Festlegung eines Termines sein, an dem sich Interessierte weiter mit dem Thema befassen, das kann die konkrete Umsetzung aufgetauchter Punkte sein,... der Fantasie sind hierbei keinen Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Befassung mit dem Thema Kinder keine Eintagsfliege war, sondern, dassdie Ergebnisse auch in die Pfarre hinausgetragen werden. Das kann durch einen Pfarrblattartikel, eine Diskussionsverantstaltung, eine Infotafel in den Pfarrräumlichkeiten oder auch das Einfließen des Themas in diverse Gespräche sein.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Viel Erfolg bei der Umsetzung.

Share |