• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Lassen wir sie doch was malen...

oder warum es sich auszahlt, darüber nachzudenken, wie Kinder an Projekten beteiligt werden können

Diesen Satz hab ich schon öfter gehört, wenn es darum ging, die Meinung von Kindern einzubeziehen. Vielen fehlt nämlich die Vorstellung, wie denn Kinder einbezogen werden können. Dadurch sind dann auch die Ergebnisse nicht zufrieden stellend. Beteiligung an konkreten Projekten ist aber durchaus eine gute Sache, wenn man dabei einige Dinge berücksichtigt.

Kinder denken konkret

Kinder entwickeln erst ab dem 12. Lebensjahr die Fähigkeit abstrakt zu denken. Bis dahin ist denken und tun untrennbar miteinander verbunden. Das Denken bezieht sich immer auf bisher gemachte Erlebnisse und Erfahrungen. Was heißt das nun konkret: Werden Kinder gefragt, wie denn der Pfarrplatz umgestaltet werden soll, dann werden vermutlich viele undurchführbare Vorschläge und wenig "Realistisches" dabei herauskommen. Das liegt an der Art der Frage.
Zielführender ist es zu fragen, was man auf dem Pfarrplatz alles tun können sollte. Noch besser wäre es, mit einem Modell oder einem Plan oder direkt vor Ort zu überlegen, welche Dinge man an welchen Orten tun könnte. Konkrete Anregungen dazu kannst du dem Modell [auf der neben stehenden Seite] entnehmen.

Kinder sprechen für sich

Kindern fällt es schwer, sich in andere Menschen hineinzuversetzen (dabei geht es ihnen nicht anders als vielen Erwachsenen). Deswegen ist es für Kinder auch sehr schwer, wenn sie für andere Kinder sprechen sollen und die Interessen einer Gruppe von Kindern vertreten sollen. Bei einem Projekt sollte also jedes Kind nur seine eigene Meinung vertreten müssen.

Kinder ernst nehmen

Wenn Kinder beteiligt werden sollen, sollte den Kindern von Anfang an klar sein, wer was und in welchem Umfang entscheidet. Dadurch wissen die Kinder, was mit ihren Ideen passieren wird, und es fällt leichter abzuschätzen, was denn nun realistisch geplant werden kann.
Kinder ernst zu nehmen heißt auch, klar zwischen ihren Ideen und eigenen Ideen zu unterscheiden. Beide haben ihre Berechtigung, sollten aber nicht vermischt werden.

 

Share |