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Jungschar kostet auch Geld

Jungschar ist gratis, trotzdem kostet sie Geld und manchmal ist es doch beachtlich, wie viel Geld in einem Jungscharjahr umgesetzt wird. Im Laufe eines Jungscharjahres fallen immer wieder Kosten an - neue Spielmaterialien, Bastelmaterial, Verpflegung für Gruppenleiter/innen-Besprechungen, usw. Auf der anderen Seite kommt Geld in die Jungscharkassa - z.B. von der Pfarre, von Eltern, von Firmen oder aus dem Spendenkörberl eines Pfarrcafés. Wie das alles im Überblick gehalten werden kann, ohne dass ein Euro verloren geht, erfährst du in diesem Artikel.

Die Pfarre ist laut dem Diözesangesetz zur Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit von 1980 dazu verpflichtet, die Jungschararbeit zu finanzieren.
Dies geschieht einerseits durch das zur Verfügung stellen eines Gruppenraums und die Übernahme damit verbundener notwendiger Betriebskosten (Miete, Instandhaltung, Heizung, Licht, Wasser, Strom, etc.). Außerdem ist die Pfarre verpflichtet, für Papier, Kopien, Gruppenstundenbehelfe, Veranstaltungen und Schulungen (Grundkurse, Boarding now...) Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Diese sind im ordentlichen Haushaltsplan, der jedes Jahr erstellt wird, unter der Position Seelsorge veranschlagt.

Abgesehen von materieller und finanzieller Unterstützung der Pfarre gibt es für die Jungschargruppen selber zahlreiche Ideen, wie die JS zu Geld kommen kann, z.B. durch einen Spendenbrief an die Eltern, einen Flohmarkt, Gruppenleiter/innen, die als Nikoläuse Kinder besuchen, ein Pfarrcafé, das von der Jungschar ausgerichtet wird, usw. Auf keinen Fall solltest Du von den Kindern Mitgliedsbeiträge einheben.

Zuschuss fürs Lager

Der Verein Wiener Jugenderholung (für Kinder die in Wien wohnen), sowie die Wiener bzw. die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse (im Rahmen einer Versicherungsleistung) gewähren Zuschüsse für Kinderlager. Die Kriterien sind unterschiedlich. Prinzipiell muss das Lager aber mindestens 14-tägig sein. Die Turnusse sollten bis spätestens 15. Mai bei uns angemeldet werden. Nach Beendigung des Lagers brauchen wir eine Teilnehmerinnenliste. Für genaue Informationen bzw. Fragen über die jeweiligen Zuschusskriterien und Anmeldeformulare wende dich ans Jungscharbüro.

Zuschuss für Renovierungsarbeiten

Falls ihr vorhabt, euren Jungscharraum zu renovieren oder ihr gerade mitten im Umbau steckt, gibt es eine Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die MA 13 unterhält einen Fond zum Ausbau und zur Erhaltung von Kinder- und Jugendgruppenlokalen in Wien. Genauere Informationen erhältst du im Jungscharbüro. (Achtung: Anträge sind immer nur bis 31. Mai für das jeweilige Jahr möglich. Umbauvorhaben müssen prinzipiell vor Baubeginn beantragt werden, damit ein Zuschuss gewährt werden kann.
Niederösterreichische Pfarren hingegen können sich im niederösterreichischen Landesjugendreferat unter 02742/200-3062 od. 3263 oder per e-mail über Zuschüsse informieren.

 

Was passiert aber nun mit dem Geld, das der Jungschar zusteht bzw. das sie verwendet?

Damit vorhandenes Jungschargeld sinnvoll und nützlich verwendet wird, braucht es eine/n Gruppenleiter/in, der/die sich um die Jungscharfinanzen kümmert. Das müssen nicht gleichzeitig die Pfarrverantwortlichen sein, es kann auch eine eigene Aufgabe für eine/n andere Gruppenleiter/in sein.

Was hat ein/e Finanzverantwortliche/r so alles zu tun?

Er/Sie soll den Überblick über das Jungschargeld haben, um auch regelmäßig die Gruppenleiter/innen-Runde oder die Pfarre über den finanziellen Stand der Jungschar zu informieren. Da die Jungscharkasse Teil der Pfarrrechnung ist, hat die Pfarre auch das Recht, in die Jungscharfinanzen einzusehen.

Um einen Überblick über die Jungscharfinanzen zu behalten, eignet sich ein Ein- und Ausgaben-Buch, in dem alle Geldbewegungen aufgezeichnet werden. Der/die Finanzverantwortliche sammelt alle Rechnungen der Gruppenleiter/innen und begleicht die Rechnungen mit Jungschargeld. Es ist praktisch, wenn im Finanz-Buch Datum und Verwendung (z.B. Faschingsfest 60 Krapfen) eingetragen werden. So kann man über die Jahre vergleichen, wie viele Faschingskrapfen in etwa benötigt werden bzw. wo sie ein Jahr zuvor gekauft wurden. Um eine Ordnung bei den Rechnungen halten zu können, kann man die Rechnungen auch durchnummerieren und findet so ohne langes Suchen die passende Rechnung.

Falls einmal keine Rechnung vorhanden bzw. eine verloren gegangen ist, schreibt man am Besten einen „Handbeleg“, auf dem auch Datum und Verwendung festgehalten werden. Einen solchen Beleg schreibt man auch, wenn Geld in die Jungscharkasse hineinfließt (z.B. Spenden Theaterabend).

Damit möglichst wenige Rechnungen im Mistkübel oder in Waschmaschinen verloren gehen, eignet sich ein eigenes Finanzfach im Jungscharkasten, wo Rechnungen für den/die Finanzverantwortliche/n hinterlegt werden können. Da ist es dann notwendig, dass auch der Name des/der Gruppenleiters/in, der/die das Geld privat ausgegeben hat, auf der Rückseite steht, damit der/die Finanzverantwortliche weiß, wem er/sie das Geld geben muss.

Wenn einmal besonders viel Geld für die Jungschar ausgegeben werden muss, kann der/die Finanzverantwortliche auch schon im Vorfeld des Einkaufs das Geld hergeben, sollte sich das jedoch unbedingt notieren, um sich dann nicht plötzlich wundern zu müssen, wo die fehlenden 150,- Euro geblieben sind.

Viel Freude beim Geldverwalten!

Konrad Zirm

[aus dem context "Anfangen"]

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