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Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf

Messmodelle

Hintergrund

In diesem Gottesdienst wird auf einen Satz des Evangeliums näher eingegangen. Dort heißt es: "Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf." Dieser Satz soll von zwei Seiten bedacht werden. Einmal geht es darum, wo ich aufgenommen werde, ein anderes Mal darum, wo ich jemanden aufnehme.

Material

  • Plakat
  • Doppelklebestreifen
  • kleine Papiermaxln
  • Stifte

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir jene aus dem Brief an die Römer.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Tagesgebet
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Gabenbereitung

 

Bibelstellen

1. Lesung: 2 Kön 4,8-11.14-16a

Eines Tages ging Elischa nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam. Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist. Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sicht dorthin zurückziehen.
Als Elischa eines Tages wieder hinkam, ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen. Er fragte seinen Diener Gehasi, was man für die Frau tun könne. Dieser sagte: Nun, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. Da befahl er: Ruf sie herein! Er rief sie, und sie blieb in der Tür stehen. Darauf versicherte ihr Elischa: Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.

2. Lesung: Röm 6,3-4.8-11

Brüder und Schwestern! Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden. Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

Evangelium: Mt 10,37-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, — Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Hintergrund Evangelium:

Würdig sein


Der Ausdruck "würdig sein" ist bei Matthäus sehr beliebt. Das mit "würdig sein, wert sein, verdienen" übersetzte Wort kommt vom griechischen "axios". Das bedeutet eigentlich "den anderen Waagebalken heraufführen, ihn ins Gleichgewicht bringen", d.h. "gleichgewichtig, gleichwertig". Mit "axios" soll also nicht gesagt werden, dass jemand etwas verdient, sodass er darauf Anspruch hätte, sondern dass zwei Größen — Menschen oder Dinge — einander gleichwertig sind und deshalb zueinander passen.

Die Familie mehr lieben


So stellt Jesus dar, dass diejenigen nicht zu ihm passen, denen die eigene Familie wichtiger ist als das Evangelium. Wer sich den Seinigen so sehr verbunden fühlt, dass er/sie sich ihretwegen außerstande sieht, Jesus nachzufolgen, de/die passt nicht zu ihm. Bemerkenswert ist, dass Matthäus als Parameter der Gleichwertigkeit Eltern und Kinder nennt. Nur bei Lukas sind auch Frau und Geschwister in die Liste aufgenommen. Das griechische Wort, das Matthäus in diesem Vers verwendet, bezeichnet die natürliche Zuneigung zu denen, die einem angehören, also die Liebe zu den nächsten Angehörigen. Das meint aber nicht eine Abwertung der Familie durch Jesus. Jesus ermuntert an manchen Stellen die Jünger zu einem eindeutigen Ja zur Familie. Klargestellt wird, dass die familiären Beziehungen kein Hindernis im christlichen Leben darstellen dürfen.

Das Leben gewinnen


Jesus fordert die Bereitschaft zum Leiden, nicht zum Martyrium, noch weniger dazu, sich kreuzigen zu lassen. Die Jünger müssen viel mehr die Last der Nachfolge tragen, wie man einen Kreuzesbalken trägt. Es geht also darum, auch bereit zu sein, die Unannehmlichkeiten der Nachfolge zu akzeptieren und auf sich zu nehmen. Jesus führt diesen Gedanken noch weiter aus, indem er für diejenigen, die sich zur Nachfolge entschließen, klare Ansprüche stellt. Für wen die Suche nach dem Leben bereits der Vergangenheit angehört, wer also keinen Grund mehr hat, sich weiter auf den Weg zu machen, der wird sein Leben verlieren. Das gilt zunächst ohne jeden Bezug zur Person und zum Wirken Jesu und schon gar nicht mit Hinblick auf das "ewige Leben", für das im Griechischen ein ganz anderes Wort verwendet wird. In dieser Aussage geht es um das eigentliche Leben, um das bewusst gelebte und gestaltete Leben. Damit wird Jesus freilich zum Störenfried für alle, die nicht mehr suchen wollen, die sich davor scheuen, etwas in ihrem Leben zu verändern aus Angst, sie könnten etwas Liebgewonnenes oder Angenehmes verlieren. Jesu Botschaft fordert das harte Arbeiten an sich und am eigenen Leben.

Aufnahme


Von den drei Jesusworten über die Aufnahme, die Matthäus zu einer Einheit verbunden hat, ist das zweite ("wer einen Propheten aufnimmt ...") Sondergut; es bezieht sich auf die konkrete Gemeindesituation. Der Gemeinde wird die Zusage gemacht, dass sie in jeder Aufnahme eines "Gottesmannes", eines Menschen, der das Evangelium repräsentiert und lebt, Jesus selbst aufnimmt. Diese Aufnahme beinhaltet, ihm Gastfreundschaft zu gewähren, ihn anzuhören und ihm zu glauben. Wesentlicher noch ist die Zusage an die Jünger Jesu, dass sie in der sicherlich oft harten Nachfolge nicht allein gelassen sind. Im letzten Vers wird von ihnen sogar als den "Kleinen" gesprochen, weil sie eben weder Macht noch Ansehen besitzen. In der Erfüllung ihrer Aufgabe sind sie auf andere angewiesen. Dies gilt für jeden, der ein "Prophetenamt" übernehmen oder "Gerechtigkeit" verkündigen will. Durch nichts ist er abgesichert, es sei denn durch die Bereitschaft der Menschen, ihm Hilfe zu gewähren. Die Unsicherheit und grundsätzliche Schutzlosigkeit verliert aber an Härte, weil er darauf vertrauen kann, dass sich immer wieder Menschen finden, welche im Tun dieser Jünger das Handeln Gottes erkennen. Letztlich vertrauen sie auch darauf, dass auch sie ihren Lohn erhalten werden. Dieser nach zwei Seiten wirkende Lohn Gottes hebt die Wichtigkeit konsequenter Nachfolge hervor.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Guter Gott, du nimmst alle Menschen bei dir auf. Herr, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.

Guter Gott, du lässt uns nicht allein. Christus, erbarme dich unser.
Christus, erbarme dich unser.

Guter Gott, du willst, dass auch wir einander nicht alleine lassen. Herr, erbarme dich unser.
Herr, erbarme dich unser.

Tagesgebet


Guter Vater, du versicherst allen, die so leben, wie Jesus es uns gezeigt hat, dass sie nicht allein sein werden. Denn wie wir einander aufnehmen, so nehmen wir Jesus auf. Lass uns an diese Worte von Jesus glauben und hilf uns auch, danach zu leben. Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Verkündigung


Der Priester zeigt ein Plakat, auf dem ein Haus gezeichnet ist, in dessen Mitte der Satz steht: "Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf." Rundherum sind auf dem Plakat Doppelklebestreifen angebracht.

Euch ist sicher aufgefallen, dass dieser Satz gerade im Evangelium vorgekommen ist. Darüber wollen wir jetzt gemeinsam ein bisschen nachdenken. Dabei müssen wir uns zuerst fragen, was es denn heißt, jemanden aufzunehmen. Jemanden aufnehmen heißt, mit ihm zusammen sein zu wollen, ihm etwas zu geben, das er braucht. Es kann auch heißen, den anderen ernst zu nehmen und ihm Gutes zu wollen, oder auch einfach, dem anderen zuzuhören. Was meint ihr, was könnte es noch bedeuten? Gespräch mit den Kindern.

Jede/r hat auf seinem Platz ein paar kleine PapiermaxIn liegen.

Uns allen passiert es, dass uns jemand aufnimmt. Will jemand sagen, von wem er schon einmal aufgenommen wurde, wer also so ist, wie wir es uns vorher überlegt haben? Wer uns das sagen will, kann die Antwort auf ein PapiermaxI schreiben, es nehmen und hier auf das Plakat kleben.

Die Kinder und die Erwachsenen erzählen davon.

Es gibt sicher auch Menschen, die wir aufnehmen. Wer gehört denn da dazu?

Auch dabei können die Kinder bei den Antworten PapiermaxIn beschriften und auf das Plakat kleben.

Wenn wir also jemandem Gutes wollen, wenn wir jemandem das geben, was er braucht, wenn wir ihm zuhören, dann nehmen wir auch Jesus auf, weil wir so zueinander sind, wie es Jesus uns gezeigt hat. Und wer uns Gutes will, wer uns zuhört und das gibt, was wir brauchen, auch der nimmt Jesus auf. Denn: Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf.

Fürbitten


Als Fürbitten sind freie Fürbitten gedacht, zu denen Kinder und Erwachsene eingeladen werden. Hilfreich ist es vielleicht, wenn zuvor dazugesagt wird, dass auch ein Wort als Fürbitte reicht.
Als Antwortsatz wird "Jesus nimm unsere Bitte auf!" vorgeschlagen.

Priester: Wir haben nun für viele Menschen Wünsche und Bitten ausgesprochen. Vielleicht haben manche auch noch Bitten für Menschen, die jetzt nicht genannt wurden. Wer dem lieben Gott im Stillen noch einen Wunsch für jemand anderen sagen will, der kann sein PapiermaxI zum Mittelgang weitergeben. Dort wird es auf das Plakat dazugeklebt. Zur Gabenbereitung werden wir das Plakat mit unseren Bitten, Wünschen und Anliegen zum Altar bringen, als Zeichen dafür, dass wir damit zu Jesus kommen dürfen.

Gabenbereitung


Zur Gabenbereitung sollen die Kinder gemeinsam den Tisch decken und die Dinge, die sie dazu brauchen, beim Gabenbringen mittragen:

Sprecher/in: Wenn wir einander aufnehmen, essen wir auch gemeinsam. Wir wollen nun gemeinsam den Tisch decken, um Eucharistie zu feiern.

Ein Kind bringt ein Tischtuch: Zu feierlichen Anlässen deckt man den Tisch mit einem besonderen Tischtuch. Wenn wir Eucharistie feiern, ist dies auch ein ganz besonderer Anlass.

Ein Kind bringt Blumen: Diese Blumen sind draußen in der Natur gewachsen. Sie haben Sonne und Regen gespürt. Nun kommen sie hier als Schmuck auf den Altar, als Zeichen für Gottes Schöpfung.

Ein Kind bringt eine brennende Kerze: Diese Kerze soll auf dem Altar leuchten. Sie soll uns an Gott erinnern, der in unserem Leben leuchtet, und auch an alle, die nicht mehr bei uns sind, weil sie gestorben sind. Auch sie wollen wir hier in die Feier mit einbeziehen.

Brot und Wein werden gebracht.

Mehrere Kinder bringen das Plakat mit den Maxerln darauf und legen es zum Altar: Wir sind ganz nahe bei dir, Jesus, um gemeinsam Mahl zu halten. Wir dürfen uns als ganze Menschen mitbringen, auch unsere Wünsche und Bitten.
Papiermaxl

Publikation: effata

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Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 13. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...