• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Modellsuche

Textsuche:

Alter deiner Kinder:
von bis

Aufwand:

Schlagwort

Kategorien
Ausflug
Basteltipps
Bausteine
Gruppenstunde
Lager
Messmodelle
Spiele

0

 

Osternacht

Messmodelle

Material

  • großes Bild

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 1, 1- 2,2

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach es werde Licht. Gott sah, daß das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis, und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.
Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide das Wasser von Wasser. Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es, und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: zweiter Tag.
Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammelte sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es. Das Trockene nannte Gott Land, und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, daß es gut war. Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, daß es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.
Dann sprach Gott: Lichter sollen im Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen, sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, daß es gut war. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: vierter Tag.
Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen. Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, daß es gut war. Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehret euch, und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren. Es wurde Abends, und es wurde Morgen: fünfter Tag.
Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es. Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, daß es gut war.
Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.
So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge. Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte.

Evangelium: Mt 28, 1-10

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat ans Grab, wälzte den Stein weg, und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.
Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfaßten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.

Hintergrund 1. Lesung:

Priesterschrift


Der erste Teil der Bibel (Gen 1, 1-2, 4a) ist der Teil der sogenannten Priesterschrift. Diese Schrift des Alten Testaments entstand gegen Ende des 6. Jh v. Chr. und stand ganz im Zeichen einer Neuordnung Israels. Man war dem Exil in Babylon glücklich entronnen, aber weiterhin unter Fremdenherrschaft, nämlich der persischen. Das, was das jüdische Volk nun im weitaus größten Maße zusammenhielt, war - nicht mehr wie früher ein gemeinsamer Staat - die gemeinsame Religion und die damit verbundene Lebensform.

Theologische Anliegen der Priesterschrift


Die Priesterschrift, wahrscheinlich in Jerusalem entstanden, war ein ganz neuer theologischer Entwurf, dessen Einheit gleich zu Beginn im Schöpfungsbericht zum Ausdruck kommt: Die Priesterschrift entmythologisierte und führte alles Geschehen radikal auf das Wirken Jahwes zurück. Die Priesterschrift hat ein großes Interesse an Zahlen und Ordnungen, die dann auch weitgehend das Leben der Juden bestimmte. Die Erschaffung der Welt als ein Geschehen, das in sieben Tagen ablief, darzustellen, hat zum Beispiel auch die Aufgabe, die natürliche Ordnung der Woche in sieben Tagen mit dem Sabbat als Ruhe- und Feiertag darzustellen.

Schöpfungsbericht


Das Werk Gottes, die Erschaffung der Welt, ist genau aufgegliedert: Gott vollbringt acht Schöpfungswerke, je eines am 1., 2., 4. und 5. Tag und je zwei am 3. und 6. Tag. Am 7. Tag "feiert" Gott.

1. Licht und Finsternis


"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, ...",also schlechthin alles, was ist. Dieses "Schaffen" - die hebräische Bibel verwendet hier das Wort "barah" - ist ein ganz besonderes Schaffen, eines, das nur Gott kann. Er ist der Anfang aller Dinge und steht hinter allem. Am Anfang ist alles "tohu wa bohu" (hebräisch, es bedeutet "wüst, wirr, chaotisch"), aber Gottes Geist (das Hebräische Wort dafür ist "ruach", damit ist im Ursprung des Wortes der sanfte, der zur Ernte notwendige Regen bringende Westwind vom Mittelmeer gemeint) kann hier Leben schaffen. Neben dem Schaffen Gottes, das nun in der Folge geschildert wird, stehen Vorstellungen der ägyptischen Theologie, aus deren Formen und Mythen die Verfasser schöpften.
"Es werde Licht" (3a). Durch das Licht verliert das Chaos das unheimliche Wesen, Licht schafft Ordnung. Das Licht war im Alten Orient Sinnbild für das Gute und das Schöne, durch das Licht wurde Gottes Spur erst erkennbar. Er schuf so für die Menschen die Möglichkeit für ein Leben in der Gemeinschaft mit der Gottheit. Um von Gott sprechen zu können und sein Tun hinter allem darzustellen, muß die Priesterschrift natürlich die kosmologische Vorstellung ihrer Zeit übernehmen, es geht ihr aber nicht darum, jetzt ein bestimmtes Weltbild vorzuschreiben. Es gibt viel zu viele Widersprüche, als daß man annehmen könnte, den Autoren wäre an der Erschaffung eines einheitlichen Weltbildes gelegen. Sie wollen zum Ausdruck bringen, daß hinter allem Geschehen der ordnende Wille Gottes tätig war - unabhängig vom jeweiligen Stand der Wissenschaft vor der Entstehung des Kosmos.
Die immerwiederkehrende Formel "Gott sah, daß es gut war", will zeigen, daß alles Geschaffene von Gott her einen Sinn hat und als gut angenommen wurde.

2. Himmel


"Gott nannte das Gewölbe Himmel" (8a). Hinter dieser Schilderung steht die antike Vorstellung vom Aufbau der Welt. Der Himmel ist eine Halbkugel, die "das Wasser unterhalb ... vom Wasser oberhalb" (7) trennt. Durch kleine Öffnungen im Firmament, die Himmelsschleusen, drang dann der Regen. Eine andere Vorstellung dachte, daß die Wolken eine Art von Schläuchen zum Himmelsozean waren, durch die dann der Regen zur Erde kam.

3. Festland und Meer; Pflanzen


"Das Trockene nannte Gott Land, und das angesammelte Wasser nannte er Meer" (10a). Gott teilte also die Erde in Festland und Meer auf.
"Das Land brachte alle Arten von Pflanzen hervor" (12). Hier zeigt sich, daß nicht alles Leben unmittelbar von Gott geschaffen werden muß. Gott hat in seine Schöpfung die Fähigkeit hineingelegt, daß sich aus eigener Kraft etwas entwickeln kann. Am Geschehen der Entstehung der Pflanzen zeigt sich auch nochmals das besondere Interesse der Priesterschrift an Ordnungen: der Autor unterscheidet die für Menschen wichtigen Pflanzen nach ihren Eigenschaften.
Mit dem 3. Tag ist die Schaffung der Lebensräume abgeschlossen. In den folgenden drei Tagen werden die Lebensräume nun mit Leben erfüllt. (Pflanzen werden in der Vorstellung der Israeliten nicht als lebendig gesehen.)

4. Gestirne


"Licht soll am Himmelsgewölbe sein" "Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen." (14) Die Sterne nehmen eine Zwischenstellung zwischen der belebten und der unbelebten Welt ein. Für die anderen orientalischen Völker sind die Gestirne göttliche Wesen, so auch in der mit dem Jahwe-Glauben konkurrierenden Volksreligion Israels. Die Priesterschrift entmythologisiert hier die Sterne, in dem sie sie zu "Lampen" macht, die Jahwe an den Himmel gehängt hat. Obwohl das "Licht" (wie oben beschrieben) eine besondere Größe für sich ist, weiß natürlich die Priesterschrift auch, daß Sonne und Mond eine entscheidende Rolle bei der Verteilung von Licht und Finsternis spielen.

5. Fische und Vögel


"Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen am Himmelsgewölbe dahinfliegen." (20) Auch hier unterscheidet die Priesterschrift in typischer Art und Weise die verschiedenen Wasserlebewesen. Die Vögel fliegen am "Himmelsgewölbe" dahin, weil der Altorientale kein Wort für Luft hatte. Erstmals werden am fünften Tag Lebewesen gesegnet. Segnen meint eine Handlung, die für den oder die Betroffenen Gutes bewirkt.

6. Landtiere; Frau und Mann


"Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor." (24) Auch hier ist die von Gott geschaffene Schöpfung fähig, von sich aus Neues, Lebendiges hervorzubringen. Schon an der Sprache "Laßt uns Menschen machen" zeigt sich die Sonderstellung des Menschen in der Schöpfung Gottes. Der hebräische Ausdruck "adam" - Mensch - bezeichnet hier die Menschheit als Ganzes. Und diese Menschen sind Gott ganz "ähnlich". Diese Gottebenbildlichkeit meint mehreres: Die Menschen sollen "herrschen" über die Welt, das heißt dann für die Menschen des Alten Orients: Der Mensch ist Herr der Welt, der Gott wie ein König stellvertritt. Mit gemeint ist aber auch eine erste "Demokratisierung" - jeder Mensch ist Gott ähnlich, das heißt: Jeder Mensch hat königliche Würde. Diese Auffassung vom Menschen liegt ganz in der Linie von Jesus, der aufforderte, jedem Menschen so zu begegnen, als ob man ihm, Jesus selbst, begegnen würde.
Wenn die Priesterschrift schreibt, daß Gott den Menschen als "Mann und Frau" schuf, dann will sie damit ausdrücken und betonen, daß die Frau die gleiche Würde und Gottesähnlichkeit hat, wie der Mann. Gott segnet die Menschen, das heißt er überträgt die Sorge über die Welt, über ihr Wohl und Fortbestehen den Menschen. Heutige Probleme wie Umweltverschmutzung usw. lagen noch überhaupt nicht im Blickwinkel der Autoren, deshalb ist es für sie auch noch nicht notwendig davor zu warnen. Mitgemeint ist aber von der Priesterschaft die eigene Verantwortung, die zur Gottähnlichkeit des Menschen gehört.
Nur die Pflanzen sollen die Nahrung der Menschen sein. Hier übernimmt die Priesterschrift eine der Urzeittraditionen, die von einem anfänglichen Frieden von Mensch und Tier sprechen. Erst nach der Sintflut wird die Situation von der Priesterschrift anders gesehen - vor dem Beginn der Gewalttätigkeit der Menschen erscheint ihr aber die Tötung von Lebendigem, das Gott "gut" fand, sinnwidrig.

7. Sabbat


Wenn "Gott" am siebten Tag "ruht", so meint das Hebräische Wort an dieser Stelle "feiern, aufhören". Diese Stelle ist einer der Belege für die herausragende Stellung des Sabbats für die Juden, der nicht nur eine einzigartige soziale Errungenschaft war, sondern auch immer mehr zu einem Zeichen der Einheit und der Zugehörigkeit unter den in aller Welt verstreuten Glaubensgenossen wurde.

Elemente für einen Gottestdienst mit Kindern


Bei einem Treffen der Kinder der Pfarre (z. B. Jungschargruppenstunde, Religionsstunde, Kindernachmittag in der Karwoche etc.) wurde der Text der Lesung in der Weise bearbeitet, daß mit den Kindern ein großes Bild angefertigt wurde, auf dem jene Lebewesen und Pflanzen zu sehen sind, von denen in der Lesung berichtet wird (Vögel, Tiere des Wassers, Tiere der Erde, Bäume, ...). Dieses Bild wird schon vor dem Vorlesen der Lesung aufgehängt. Wenn es keinen Ort in der Kirche gibt, an dem das Bild aufgehängt werden kann, kann es auch von 2 Erwachsenen während der Lesung gehalten werden, sodaß es alle Kinder gut sehen können. Bevor der Lektor zu lesen beginnt, macht er die Kinder darauf aufmerksam, daß das Bild zu dem paßt, was er jetzt vorlesen wird. Er fordert die Kinder auf, zu schauen, was von dem, was in der Lesung zu hören ist, auch auf dem großen Bild (an dem sicher einige der anwesenden Kinder mitgemalt haben) zu sehen ist.

Publikation: Effata

Share |

 

Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : Osternacht

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...