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Lieber, guter Nikolo...

Gruppenstunde | Alter: 6-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Die Figur des Nikolos übt vor allem auf jüngere Kinder eine große Faszination aus. In diesem Modell steht der Heilige Nikolaus als der selbstlose Schenker und Schutzpatron der Kinder im Mittelpunkt. Ausgehend davon überlegt ihr gemeinsam, wie man anhand des Vorbilds dieses Heiligens selbst auch anderen etwas Gutes tun kann.

Material

  • 2 Nikolausmützen aus Karton in verschiedenen Farben
  • Verkleidungen und Material zum Vorspielen der Legende (Nikolausmütze, Bischofsstab, Sack, Goldkugeln, etc.)
  • goldene Rettungsdecke (aus einem alten Erste Hilfe Kasten), in kleinere Rechtecke geschnitten
  • Nikolo-Sack
  • Filzstift oder Edding
  • Evt. Eine hohe, durchsichtige Glasvase
  • Nikolo-Jause (Nüsse, Schokoladefiguren, Lebkuchen, Mandarinen etc.)

Aufbau

Nach einem flotten Wettlauf der Nikolausmützen hört ihr die Legende von den drei Goldklumpen, die ihr auch szenisch spielen könnt. Anschließend beschriftet ihr eure eigenen Goldklumpen mit Ideen, wie man heut zu tage anderen eine schöne Überraschung bereiten könnte. Nach einem Spiel lasst ihr die Stunde gemütlich bei einer Jause ausklingen.

 

Mützenwettlauf


Zu Beginn begrüßt du die Kinder und zeigst ihnen die beiden Karton-Nikolausmützen, die du mitgebracht hast. Sicher erkennen sie, um welchen Heiligen sich die heutige Stunde drehen wird.

Jetzt, so um den Festtag des heiligen Nikolaus, sind sehr viele Menschen als Nikolo verkleidet unterwegs und besuchen Kinder und Familien. Diese Personen haben es teilweise sehr, sehr eilig, fast schon wie ein Wettlauf. Da ist es natürlich besonders wichtig, dass die gesamte Verkleidung der Nikolo-Darstellerin oder des Darstellers sehr aerodynamisch ist, also schnelles Laufen zulässt und nicht herunterfällt. Diese beiden Mützen-Modelle haben den Ruf, diesen Anforderungen sehr gut zu entsprechen, welche aber wirklich die "schnellere" Mütze ist, wollt ihr jetzt gemeinsam herausfinden. Dazu stellt ihr euch in einem Kreis auf. (Es ist wichtig für das Spiel, dass ihr eine gerade Anzahl an Personen seid, falls es also erforderlich ist, spielst du einfach ausnahmsweise nicht mit.) Zwei Kinder, die sich im Kreis gegenüber stehen, setzen je eine der Mützen auf. Auf "Los" laufen beide außerhalb des Kreises nach rechts den Kreis entlang, bis sie wieder auf ihrem Platz sind. Dann nehmen sie sich die Mütze vom Kopf und setzen sie vorsichtig ihrem rechten Nachbar bzw. ihrer rechten Nachbarin auf, der/die dann sofort ebenfalls losläuft. Dabei kann es natürlich sein, dass eine Mütze ihrer Kreise schneller dreht und ihre Träger/innen flotter wechselt als die andere. Falls eine Nikolausmütze die andere aufgeholt oder sogar überholt hat, hat sie gewonnen. (Wenn ihr sehr viele Kinder seid, dann könnt ihr euch auch ausmachen, dass das Spiel zu Ende ist, wenn die erste Mütze schon zehn Träger/innen hatte. Wichtig ist, diese Zahl so auszuwählen, dass jede/r dann schon mindestens einmal dran war.)

Die Legende von den Goldstücken


Nachdem ihr die Mützen auf ihre Schnelligkeit getestet habt, macht ihr es euch im Gruppenraum bequem. Du erzählst den Kindern die Legende von den drei Goldstücken, die davon handelt, dass Bischof Nikolaus jedem Kind einer Familie im Geheimen ein Stück Gold schenkt. Du kannst diese Geschichte natürlich einfach vorlesen oder - falls das zu deinen Kindern gut passt - könnt ihr sie auch vorspielen. Dazu teilst du vorher die vorkommenden Rollen zu und während du vorliest, stellen die Kinder spontan die Handlung nach.

Unsere Goldstücke


Nun sprichst du mit den Kindern darüber, wie sich die Personen in der Geschichte gefühlt haben könnten. Sicherlich waren sie durch die guten Taten des Hl. Nikolaus sehr überrascht. Auch wenn der hl. Nikolaus heute schon sehr lange nicht mehr lebt, ist es wichtig, dass es immer wieder Menschen gibt, die Gutes tun und Menschen Freude bereiten. Gemeinsam wollt ihr jetzt überlegen, was diese Goldstücke in der heutigen Zeit also wären.

Dazu hast du einen Nikolaussack mitgebracht, der aber leider noch leer ist. Bevor ihr also etwas verschenken könnt, müsst ihr ihn erst mit Goldstücken anfüllen. Du hast nun die zu Vierecken geschnittene Rettungsdecke in die Mitte gelegt und ihr zerknüllt sie gemeinsam zu kleinen Klumpen. (Falls es nicht gelingt, dass die Klumpen von sich aus halten, klebt sie mit Tixo fest.)

Wenn ihr damit fertig seid, ziehst du oder ein Kind einen Goldklumpen aus dem Sack. Nun überlegt ihr euch gemeinsam eine Möglichkeit, wie man jemanden eine Freude bereiten kann. Ihr könnt aber natürlich auch Situationen aufschreiben, in denen ihr eine schöne Überraschung erlebt habt. Diese Möglichkeit notiert ihr entweder (mit Permanentstift) auf dem Klumpen oder auf einem Zettel, den ihr auf den Klumpen klebt. Anschließend hängt ihr euer erstes Goldstück gut sichtbar im Raum auf (oder ihr legt es in eine hohe, durchsichtige Glasvase). Nun zieht ihr das zweite Goldstück aus dem Sack, beschriftet es gemeinsam und hängt es ebenso auf (oder tut es in die Vase). Das geht so lange weiter, bis der Sack leer ist.

Platzwart oder der Nikolaus geht um


Abschließend spielt ihr noch das Spiel Platzwart, oder in unserem Fall: Der Nikolaus geht um.

Gut im Raum verteilt stehen Sessel, und zwar genau um einen weniger als Mitspieler/innen. Nun verwandelt sich unser Raum in eine kleine Stadt und die Sessel in kleine Häuser. Alle bis auf eine/n sitzen auf einem Sessel, also in ihrem Haus. Diese/r eine Mitspieler/in, der/die im Moment in keinem Haus sitzt, spielt den Nikolaus. Der Nikolaus trägt seinen Sack mit sich und geht durch die Straßen zwischen den Häusern. Jedes Kind, das er berührt, steht auf und folgt ihm. Lässt der Nikolaus seinen Sack fallen, dann versucht jede/r wieder nach Hause zu laufen, um zu schauen, ob der Nikolaus schon etwas für sie/ihn hinterlassen hat, also irgendeinen freien Platz zu besetzen. Wer im Moment keinen freien Sessel mehr findet, übernimmt als nächste/r die Rolle des Nikolaus.

Falls euch noch Zeit bleibt, könnt ihr die Stunde mit einer gemütlichen Nikolo-Jause mit Nüssen, Schokolade, Lebkuchen und ähnlichem ausklingen lassen.

Autor/in: Veronika Schippani

Publikation: kumquat "lol" 4/2013

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Jahreskreis: Advent