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Drachen haben nichts zu lachen - Faschingsfest

Gruppenstunde | Alter: 6-12 | Aufwand: mittel

Material

  • Kartonkärtchen für Visitenkarten, Schreibzeug,
  • Zeremonienstab
  • Gruppentänze mit Polonaise, Musik für den Sesseltanz
  • ein großer Schlüsselbund
  • so viele Buttons, wie Festgäste erwartet werdenaus Karton und Sicherheitsnadel basteln, oder Buttonmachine aus dem Jungschar-Büro ausborgen) Zutaten für euren Festschmaus

Aufbau

Sämtliche Edelleute, Burgfräulein, Burgherren und Ritter/innen werden von dem/der Zeremonienmeister/in zu einem großen Fest auf das Schloss eingeladen.
Nach der Eröffnungspolonaise, dem Vorstellen der Gäste und dem Werfen der Masken (Maskenwerfen) stellt sich heraus, dass Prinz Fips fehlt. Er wird, so scheint es, vom Drachen Floretto im Verlies gefangen gehalten!
Gemeinsam bereiten sich die Festgäste darauf vor, den Prinzen zu retten (Sesseltanz) und treten dann dem Drachen gegenüber (Wer fürchtet sich vorm Drachen Floretto, Der Drachenschlüssel).
Sobald der Drache sich erschöpft zum Schlafen zurückgezogen hat, macht sich die Gesellschaft auf die Suche nach dem Prinzen (Auf der Suche nach dem Prinzen).
Es stellt sich heraus, dass der Drache verzweifelt war, weil niemand mehr an Drachen glaubt. Er hatte den Prinzen gar nicht entführt, sondern eingeladen, um ihn um Hilfe zu bitten! Die Festgäste erhalten Drachen-Buttons, um die Botschaft zu verbreiten, dass es noch immer Drachen gibt.
Gemeinsam wird bei einem großen Festessen gefeiert.

 

Der Drache kommt in der Spielaktion nicht als tatsächliche Figur vor. Seine Rolle wird in den verschiedenen Spielen abwechselnd von dem/der Zeremonienmeister/in und den Kindern übernommen.

Die Einladung


Rechtzeitig vor dem Fest teilst du den Kindern eine Einladung zum Maskenball auf Schloss Drachenstein aus — unterzeichnet von Prinz Fips, der dazu auffordert, in Ritter/innengewandung, Burgherren/fräuleintracht oder anderem Kostüm zu erscheinen. Ein rauschendes Fest soll gemeinsam gefeiert werden.

Die Begrüßung der Festgäste


Du spielst den/die Zeremonienmeister/in, der/die von Anfang an durch das Spiel leitet und heißt die Gäste auf dem Ball willkommen. (Wenn ihr zwei Gruppenleitende seid, so gibt es zwei Zeremonienmeister/innen, bis eine/r von euch am Ende des Festes die Rolle von Prinz Fips übernimmt.) Du forderst die Kinder auf, sich einen passenden Namen (Radegunde, Edle von Bicyclien, Freiherr Hademar von und zu Stolperstein, Ritterin Rost, Fransenstein,...) zu überlegen und eine passende Visitenkarte zu gestalten. Den Kindern, denen selbst kein Name einfällt, hilfst du bei der Namensfindung.

Die Balleröffnung


Zu Beginn ziehen die Festgäste zu einer Polonaise in den Raum ein und werden anschließend einzeln von dir vorgestellt. Du klopfst dazu mit dem Zeremonienstab auf den Boden und verkündest den Namen jedes Gastes, den du von der Visitenkarte, die er dir zeigt, abliest.

Masken werfen


Auf Bällen war es üblich, sein wahres Gesicht eine Zeit lang versteckt zu halten, um die anderen Gäste über seine wahre Identität zu verwirren. Erst um Mitternacht wurden die Masken abgenommen. Bei diesem Spiel geht es darum, seine (unsichtbare) Maske zu lüften und sie an andere Mitspielende weiterzugeben. Ein Kind beginnt, es hat eine "Maske" auf, das heißt, es macht eine beliebige (heitere, furchtbare, zaghafte,...) Grimasse. Wenn alle anderen die Mimik dieses Kindes genau betrachtet haben, wird die Maske wieder abgenommen, indem das Kind von unten nach oben mit seiner flachen Hand über sein Gesicht fährt. Dann wirft es die Maske einem/r anderen Mitspieler/in zu, der/die sie jetzt aufsetzt, indem er/sie mit der flachen Hand von oben nach unten übers Gesicht fährt und die Grimasse nachmacht. So geht das eine Weile dahin. In einer Erweiterung nimmt das Kind, das an der Reihe ist, die alte Maske ab, erfindet eine neue, die es aufsetzt, nimmt diese wieder ab und wirft sie weiter. Wenn viele Kinder mitmachen, könnt ihr in mehreren Kreisen spielen.

Prinz Fips ist verschwunden!


Nun kündigst du an, dass Prinz Fips, der Gastgeber, seine Gäste persönlich begrüßen möchte. Er hat zu Ehren des Tages ein Gedicht vorbereitet, das er nun vortragen wird. Mit dem Zeremonienstab klopfst du auf den Boden — aber Prinz Fips tritt nicht auf! Nach kurzem Warten siehst du im Nebenzimmer nach, wo Fips sich eben noch auf sein Begrüßungsgedicht vorbereitet hat — und entdeckst einen Brief vom Drachen Floretto, den du den Festgästen vorliest und zeigst.

Anscheinend ist Prinz Fips entführt worden! Natürlich beschließen die Festgäste, nicht ohne Fips weiter zu feiern, sondern ihn zuerst aus dem Verlies zu holen. Da sie sich nur gemeinsam trauen, dem Drachen gegenüberzutreten, erproben sie zuerst einmal in einem Spiel, wie gut sie zusammen eine Sache anpacken können und wie gut sie es schaffen, auf kleinem Raum gemeinsam Platz zu finden. Um den Prinzen zu suchen, werden sie nämlich ins alte Burgverlies steigen müssen, das womöglich ziemlich eng ist und wo schon seit hunderten von Jahren niemand — außer vielleicht dem Drachen — war.

Sesseltanz (Variation vom "Sesselminimalspiel")


Die ganze Gesellschaft soll auf so wenig Sesseln wie möglich Platz finden. Zur Musik tanzen sie um eine Reihe von Sesseln, die Lehne an Lehne aufgestellt sind. Wenn du die Musik abdrehst, muss jede/r einen Platz finden, zur Not auf dem Schoß eines anderen Kindes. Jede Runde kommt ein Sessel weg, bis schließlich die Gruppe auf so wenig Sesseln wie möglich sitzt.

Wer fürchtet sich vorm Drachen Floretto? ("Rosa Frau")


Die Gesellschaft stellt sich vor dem Eingang zum Burgverlies auf, um den Drachen mit einem Trick herauszulocken. Die Festgäste beginnen nun, sich laut miteinander zu unterhalten, um den Drachen auf sich aufmerksam zu machen. Ein Kind spielt den Drachen Floretto und ruft aus dem Verlies (dem Nebenraum oder einem abgegrenzten Bereich des Raumes): "Wer fürchtet sich vorm Drachen Floretto?" Die Festgäste geben zu: "Alle!" Da der Drache weiß, dass man sich nicht mehr so sehr fürchtet, wenn man mit anderen zusammen ist, em-pfiehlt er: "Dann fürchtet euch zu dritt (viert, zweit, siebt,...)!" Alle Kinder versuchen nun, sich in Dreiergruppen (Vierer-, Zweier-,...) zu finden, haben sie es geschafft, kann sie Floretto nicht fangen. Der Drache kommt nun nämlich aus dem Verlies und versucht, ein Kind zu finden, das in keiner Gruppe steht. Die Gruppen können sich natürlich auch auflösen, um einzelne Kinder vor dem Drachen zu schützen. Wer dann doch berührt wird, spielt als nächstes den Drachen. Wenn ein Kind nicht mehr Drache sein möchte, so zieht es sich ins Verlies zurück und ein anderes Kind übernimmt seine
Rolle.

Der Drachenschlüssel


Der Drache ist erschöpft vom vielen Laufen und lässt sich ausgerechnet vor dem Eingang zum Burgverlies nieder. Den Schlüsselbund, an dem auch der Schlüssel zum Verlies hängt, legt er vor sich auf den Boden. Diesen Schlüsselbund wollen ihm die Festgäste natürlich abknöpfen, damit er das Verlies nicht zusperren kann. Der Drache legt schläfrig seinen Kopf auf die Knie und schließt die Augen. Es wird ruhig im Schloss und die Gäste setzen sich im Halbkreis um den fast schon schlafenden Drachen.

Je nach Größe der Gruppe können sich nun maximal zwei bis vier Kinder gleichzeitig anschleichen und versuchen, dem Drachen den Schlüsselbund zu nehmen, den er vor sich liegen hat. Der Drache wacht jedoch jedes Mal auf, wenn er ein Geräusch hört, und zeigt in die Richtung, in der er etwas Verdächtiges vermutet. Das Kind, das sich von dort anschleicht, muss zurück auf seinen Platz. Schafft es jemand, den Schlüsselbund zu nehmen, ohne vom Drachen gehört zu werden, wird er/sie zum neuen Drachen.

Am Ende des Spiels ist der Drache völlig erschöpft und zieht sich zum Schlafen zurück — der Eingang zum Verlies ist nun frei.

Auf der Suche nach dem Prinzen (Variation von "Goofie")


Es stellt sich nun heraus, dass das Verlies gar nicht so eng ist, wie vermutet, sondern sogar ziemlich weitläufig! Der Prinz muss irgendwo im Dunkel des Schlossverlieses sein, die Gäste sollen ihn dort finden. Alle Kinder stellen sich im Raum verteilt auf und schließen die Augen, dann bestimmst du durch Berühren unauffällig, welches der Kinder, die gerne den Prinzen spielen wollten, ihn in der ersten Spielrunde darstellt. Mit geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen tappen die Kinder herum und flü-stern, wenn sie jemanden berühren, den Namen des Prinzen: "Prinz Fips?". Der Prinz ist der einzige, der auf das Rufen seines Namens nicht reagiert und an seinem Platz stehen bleibt — er will keinen unnötigen Lärm machen, um den in der Nähe schlafenden Drachen nicht wieder aufzuwecken. Alle anderen antworten, wenn ihnen jemand begegnet und sie mit "Prinz Fips?" anspricht, ebenfalls "Prinz Fips?" und gehen dann mit geschlossenen Augen weiter. Erst wenn man den richtigen Prinzen gefunden hat, (der nicht antwortet) öffnet man die Augen und gibt ihm die Hand. Man bleibt bei ihm stehen und antwortet selbst auch nicht mehr, streckt aber den suchtenden Gästen die Hand entgegen. Du selbst spielst nicht mit, sondern schaust zu und passt auf, dass sich niemand weh tut oder sich allzu sehr "verirrt". Endlich stehen alle in einer Reihe. Die Freude ist groß!

Abschlussfest


Der Prinz, dessen Rolle du nun kurzfristig übernimmst, bittet seine Gäste zurück in den Festsaal. Er erklärt nun, dass Floretto ihn gar nicht entführt hat! Der Drache war in misslicher Lage und völlig verzweifelt, weil niemand glaubt, dass es überhaupt noch Drachen gibt. Deshalb hat er Prinz Fips ins Verlies gebeten, um zu versuchen, in ihm einen Verbündeten zu finden. Prinz Fips hat sich nun tatsächlich mit dem Drachen angefreundet und will auch den Gästen vermitteln, dass es wichtig ist, dem Drachen zu helfen: Fips erzählt, dass er Floretto eingeladen hat, auch auf den Maskenball zu kommen, dass dieser aber abgesagt hat, weil Drachen sich bei lauter Musik nicht wohl fühlen. Bevor Floretto sich schlafen gelegt hat, hat er Fips aber gesagt, dass es ihm großen Spaß gemacht hat, dass die Kinder ihn im Verlies besucht haben, und dass er ihnen deshalb gerne etwas schenken möchte. Jedes Kind bekommt von Fips einen Drachen-Button ausgeteilt, der die Botschaft, dass es Drachen gibt, weiter verbreiten soll!

Nun soll aber das Fest noch weitergehen. Für ihre Mühe werden die Kinder mit einem Festschmaus belohnt. Beim Buffet klingt das Abenteuer aus.

Autor/in: Gabi Starkl

Publikation: Faschingsfeste

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Jahreskreis: Fasching

Schlagwörter: Fasching, Spiel, Spaß