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Die Marmeladenreise um die Welt

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Material

  • evtl. Karte mit den eingezeichneten "Orten", wo sich die Zutaten befinden (z.B. Landkarte und in Klammer kann der Ort in den Pfarrräumlichkeiten stehen)
  • mehrere verschieden große Kugeln z.B.: Bälle (Tennisbälle, Fußbälle,...), Murmeln, Luftballons (mit viel/wenig Luft),...
  • 4-5 Bananen, Stangen, Klebeband
  • Topfen (in Portionen), Klebepunkte, weißes Papier und Tixo
  • Rosa Gewand bzw. rosa Seidenpapier
  • CD-Player, CDs, evtl. Gruppentanz-CD
  • Zucker (1 Packung)
  • Schüsseln, Schneebesen, usw. zum Herstellen der Topfencreme
  • Krapfen (Anzahl der erwarteten Jungscharkinder)

Aufbau

Wenn du das Fest in der Gruppenstunde machen willst, empfiehlt es sich, wenn der/die Gruppenleiter/in, der/die den Zuckerbäckermeister spielt, die Gruppe von einer Station zur nächsten begleitet und vor Ort die Informationen zu jeder Station gibt. Der/die zweite Gruppenleiter/in betreut die Stationen und bekommt bei Bedarf vom Bäckermeister Hilfe.

Wenn ihr das Fest mit mehreren Jungschargruppen gemeinsam macht und mehrere Leiter/innen zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, wenn ihr die Kinder in Gruppen teilt und jede Gruppe bei einer anderen Station beginnt. Der Bäckermeister gibt dann jeder Gruppe eine Landkarte, wo die Stationen eingezeichnet sind, und kann danach auch eine Station betreuen. Genauere Erklärungen bekommen die Kinder dann vor Ort bei der Station.

 

Einleitung


Zuckerbäckermeister Hubertus von der Konfitür will den Kindern seine neueste Marmeladenkreation präsentieren, die er aus speziellen Zutaten, welche von ihm an den verschiedensten Orten der Welt gesammelt wurden, kreiert hat. Zum Schrecken aller muss er feststellen, dass die ganze Marmelade verschwunden ist. Er hat auch schon einen Verdacht: die Naschkatzen, eine seltene Tierart, haben seinen Vorrat weggenascht. Da er nun schon zahlreiche Verträge mit anderen Bäcker/innen hat, die ihre Krapfen mit der neuen Wundermarmelade füllen möchten, bittet er die Kinder ihm zu helfen und die Zutaten von den verschiedensten Orten der Welt wieder zu beschaffen.

Aus den einzelnen Zutaten wird dann eine fruchtige Topfencreme gemacht, die als Kreation zu den Krapfen gegessen werden kann.

Die Stationen


Nun kann die Reise zu den 4 Stationen rund um die Welt losgehen.

Die dunklen Höhlen der Himalajabeeren


Auf der Reise durch das Himalajagebirge ist Hubertus auf die besonders süßen Himalajabeeren gestoßen, die in den dunklen Höhlen des Gebirges wachsen. Bei dieser Station wartet ein/e ausgebildete/r Gebirgsführer/in auf die Kinder, der/die sie zu den Höhlen führt, in denen die gesuchten Früchte wachsen.

In einem Raum verstreust du auf dem Boden verschieden große Kugeln (Fußbälle, Tennisbälle, Murmeln, Luftballons mit viel/wenig Luft,...). Eine Art der Kugeln symbolisiert die Himalajabeeren, die die Kinder sammeln sollen. Die Kinder bekommen die Sorte der Beeren vor Betreten des Raumes gut beschrieben (z.B.: Murmeln: Die Beeren sind sehr klein und hart.) Die Kinder betreten mit geschlossenen Augen den Raum und tasten sich vorsichtig am Boden vorwärts, um die richtigen Kugeln einzusammeln. Der/die Gruppenleiter/in hat die Augen offen und hilft mit Hinweisen weiter.

Dabei ist es wichtig, dass den Kindern nicht die Augen verbunden werden bzw. der Raum zur Gänze verdunkelt wird, damit die Kinder, wenn sie sich unsicher fühlen, die Augen öffnen können. Als Gruppenleiter/in musst du besonders Acht geben, dass kein Kind an einem Tisch o.Ä. anstößt!

Wenn alle Beeren gesammelt wurden, kann die Reise weitergehen.

Der Bananen-Graben


Auf den Philippinen gelangen die Kinder zum großen Bananen-Graben. Im Gruppenraum ist am Boden ein großer Kreis mit Klebeband markiert: der große Graben, der nicht betreten werden kann. In der Mitte des Kreises liegen 4-5 Bananen auf einem Hocker: der Bananen-Baum, der in der Mitte des Grabens wächst.

Die Kinder haben nun die Aufgabe, die Bananen aus dem Graben zu holen, ohne diesen zu betreten. Dafür stehen ihnen 2 längere Stangen zur Verfügung (z.B. 2 Besenstiele). Die Kinder sollen sich so absprechen, dass sie die Bananen (z.B. mit überkreuzten Stangen) vom Hocker heben können und diese, ohne sie zu verlieren, aus dem Kreis hinaus transportieren können. (Wichtig: Vorher selbst ausprobieren, damit ihr wisst wie groß der Kreis bzw. wie lange die Stangen sein müssen.) Fällt eine Banane in den Graben, so gibt es Gott sei Dank nette Graben-Geister (Gruppenleiter/in), die sie wieder zurück auf den Baum hängen.

Der Australische Kängurutopfen


Das nächste Ziel ist der Australische Urwald, wo eine spezielle Gattung Kängurus lebt. Dort wartet bereits der australische Ranger Dundee auf die Kinder, der ihnen einen kleinen Behälter (z.B. kleines Tupperware) für den Topfen gibt: Die Kängurus produzieren nämlich eine ganz tolle Milch, die durch das ständige Springen zu einem feinen Topfen mit vorzüglichem Geschmack wird. Die Kängurus geben den Topfen aber nur einer Gruppe von genau 4 "gleich aussehenden" Kindern. Alle anderen, die sich ihnen nähern, werden von ihnen gefangen und bekommen einen Klebepunkt.

Der/die Gruppenleiter/in spielt das Känguru und springt durch die Gegend. Um den Bauch hat er/sie einen Sack gebunden, in dem sich in kleinen Portionen Topfen befindet. Fängt er/sie ein Kind, so bekommt dieses einen Klebepunkt (z.B. auf ein weißes Blatt Papier, das jedes Kind am Bauch aufgeklebt hat).

Jeweils 4 Kinder können sich zusammentun und das Känguru umkreisen. Gelingt es ihnen, so gibt das Känguru ihnen gerne ein Portion von seinem Topfen. Achtung: Es können sich nur Kinder mit der gleichen Punkte-Zahl dem Känguru ungefährdet nähern. Haben die Kinder eine unterschiedliche Anzahl an Punkten, müssen sich ein paar noch einmal fangen lassen, damit sie als Gruppe eine neue Portion Topfen holen können.

Der Tanz der Flamingos


Die letzte Etappe bringt die Kinder zu den Flamingos nach Afrika. Diese ernähren sich von einer Zuckerpflanze, die auf den Wolken wächst. Damit die Tiere den Zucker freigeben, muss man sich ihnen freundlich nähern. Am besten funktioniert dies, wenn man sich ihnen anpasst, indem man etwas Rosanes an sich anbringt, z.B. ein rosa Tuch umbindet oder sich ein rosa Seidenpapier ansteckt, und ihre Lieblingsbeschäftigung mit ihnen teilt — das Tanzen.

Nun kann der Flamingo den Kindern einen neuen Gruppentanz beibringen. (Die Gruppentanz-CD samt Anleitung bekommst du im JS-Büro.) Die Kinder können natürlich auch selbst kreativ werden. Eine Möglichkeit dazu ist, dass der Flamingo mit den Kindern einen Kreis bildet und in die Mitte den CD-Player (evtl. mit einem Verlängerungskabel) platziert. Nun dreht er ein Lied auf und zeigt eine Tanzfigur vor, welche alle nachmachen. Wenn nun jemand anderer eine neue Figur vorzeigen möchte, geht er/sie zum CD-Player, zeigt die nächste Figur vor und geht dann wieder in den Kreis zurück. Der/die Gruppenleiter/in, der/die den Flamingo spielt sollte darauf achten, dass, wenn es den Kindern keinen Spaß macht, er/sie die Musik abschaltet mehr und sich zufrieden für die gute Unterhaltung bei den Kindern bedankt. Er/sie gibt ihnen nun den gewünschten Zucker und verabschiedet sich.

Abschluss


Nun geht die Reise wieder zurück zum Bäckermeister Hubertus, der schon lange auf seine Produkte wartet. Freudig nimmt er die Zutaten entgegen, vermischt sie mit den Kindern gemeinsam in einer Schüssel und zieht sich dann in seine Bäckerstube zurück.

Nach wenigen Minuten kommt er mit frischen Krapfen zurück, die natürlich mit der vorzüglichen Kreation gefüllt sind (gebacken schmeckt sie erstaunlicherweise nicht nach Topfen, sondern nach Marmelade ). Die Kinder dürfen als erstes die Krapfen als Dankeschön für ihre Hilfe offiziell vernaschen. Die Topfencreme kann von den Kindern dazu genascht werden.

Viel Spaß!

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "mobil" 4/2007

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Jahreskreis: Fasching

Schlagwörter: Essen, Fasching, Spaß, Spiel