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Inselhüpfen mit Carlito

Gruppenstunde | Alter: 7-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Carlito ist ein Philippinen-Koboldmaki und lebt im Süden der Philippinen, z.B. auf der Insel Mindanao. Der kleine Koboldmaki wird etwa 15 cm groß und wiegt nur 150 Gramm. Sein besonderes Merkmal sind seine großen Augen. Am liebsten schläft er oder springt von Baum zu Baum und sucht Nahrung. Carlito wird uns heute auf einer ganz besonderen Reise begleiten ...

Material

  • Bild eines Koboldmaki
  • Philippinische Flagge mehrmals ausgedruckt, in mehrere Puzzleteile zerschnitten
  • Philippinen-Karte, ev. auch Weltkarte/Globus
  • Foto von Almira
  • Bilder zum Projekt Child Alert (oder zum Ausborgen im Jungscharbüro)
  • Papier und Stifte
  • Müll-Sackerl
  • verschiedene Reissorten (Wildreis, Basmatireis, Langkornreis, Risottoreis,...), jeweils roh und gekocht

Aufbau

Carlito begleitet dich und deine Gruppe durch das Inselreich der Philippinen. Ihr entdeckt die Philippinische Flagge, die Landessprache Tagalog und erfahrt etwas über das Leben zweier philippinischer Kinder. Dazwischen wird bewegt von Insel zu Insel gehüpft, und zum Schluss untersucht ihr das philippinische Hauptnahrungsmittel: Reis.

 

Einstieg


Hallo! Ich bin Carlito und ich möchte euch heute mein Land und die Menschen, die dort leben vorstellen. Wisst ihr eigentlich, wo die Philippinen liegen? (auf Weltkarte/Globus gemeinsam suchen) Kennt ihr die Flagge meines Heimatlandes?

Flaggen-Puzzle


Oje, da ist etwas schiefgegangen. Könnt ihr mir helfen? (Kinder sollen die Flagge zusammensetzen) Das ist die Flagge meines Heimatlandes, das sind die Philippinen. Blau steht für den Frieden, rot für den Mut und das weiße Dreieck steht für Gleichheit. Die drei Sterne stellen die drei großen Regionen Luzon, Visayas und Mindanao dar (auf Philippinen-Karte zeigen). In Mindanao lebe ich übrigens!

Stellt euch vor, mein Heimatland besteht aus über 7.000 kleinen und größeren Inseln! Und wenn wir heute das Land bereisen wollen, müssen wir von Insel zu Insel hüpfen!

Inselhüpfen


Ein Kind steht auf einer Seite des Raumes. Auf der gegenüberliegenden Seite stehen die restlichen Kinder und fragen: "Carlito, wie kommen wir zur nächsten Insel?” Das einzelne Kind darf entscheiden, wie die Gruppe zur nächsten Insel kommt (zB auf einem Bein hüpfend, auf Zehenspitzen, auf Knien schleichend, rückwärtsgehend,...). Damit alle Kinder mal dran kommen, könnt ihr beliebig viele Runden machen: Oh, jetzt sind wir auf einer unbewohnten Insel angekommen! Weil viele Inseln so klein sind, leben hier gar keine Menschen. Schauen wir, was wir auf der nächsten Insel entdecken!

Super! Ihr seid frisch und munter angekommen, aber könnt ihr euch auch mit den Menschen hier unterhalten? Auf den Philippinen wird nämlich Tagalog gesprochen - neben ganz vielen anderen Sprachen!

Was heißt hier...


Die Kinder stehen in der Mitte des Raumes. Der/die Gruppenleiter/in liest ein Wort vor und gibt für jede Ecke des Raumes eine Übersetzungsmöglichkeit vor. Die Kinder stellen sich in die jeweilige Ecke, die sie für richtig halten.
Magandang Hapon: 1. Hallo // 2. Guten Tag // 3. Herr Pfarrer // 4. Zeitung
Kaibigan kong lalaki : 1. Mein Freund // 2. Mein Haus // 3. Mein Kuscheltier // 4. Mein Zimmer
Nanay: 1. Oma // 2. Haus // 3. Badezimmer // 4. Mama
Tatay: 1. Fisch // 2. Kirche // 3. Papa // 4. Lehrer
Kuya: 1. Bruder // 2. Uhr // 3. Haus // 4. Affe
Iskul: 1. Apfel // 2. Schule // 3. Tasche // 4. Haus
Aso: 1. Hund // 2. Katze // 3. Schlange // 4. Affe
Araw: 1. Sterne // 2. Erde // 3. Mond // 4. Sonne
Mahilig din akong kumain ng kanin: 1. Heute ist es heiß // 2. Ich hab dich lieb // 3. Ich esse gerne Reis // 4. Ich gehe in die Schule

Wow, so eine fremde Sprache ist gar nicht so einfach zu verstehen!

Inselhüpfen


Siehe oben

Herzlich willkommen!
Hier lebt Almira mit ihrer Familie. Das Land ist hier sehr fruchtbar und es wachsen viele verschiedene Früchte. Leider haben große Unternehmen das Land gekauft und bauen auf riesigen Feldern Ananas, Bananen und Ölpalmen für den Export an. Für kleine Reisbauern/bäuerinnen wie Almiras Familie bleibt nur mehr wenig Platz. Außerdem macht ihnen der Klimawandel stark zu schaffen. Taifune, Dürren und Überflutungen bedrohen die Reisernte und damit auch das Leben vieler Familien.

Umweltmonster vertreiben


Unser Klima zu schützen ist nicht nur für Almira und ihre Familie wichtig. Klimaschutz geht uns alle an und jede/jeder kann etwas dazu beitragen. Zuerst sammelt ihr gemeinsam Dinge, die wir alle tun können, um das Klima und die Umwelt zu schützen. Ihr könnt sie auf einer Liste zusammeschreiben und sie euch gut einprägen.

Anschließend sollen sich die Kinder frei im Raum bewegen. Ein Kind bekommt ein Müll-Sackerl und ist das "Umweltmonster". Es versucht, die anderen Kinder zu fangen. Wer gefangen ist, kann sich nicht mehr bewegen, bis ein anderes Kind hinkommt und ihr/ihm eine der Aktivitäten von der Liste sagt. Wenn das Umweltmonster keine Lust mehr hat, kann es das Sackerl ablegen und jemand anderer fängt.

Super! Wir alle können unseren Beitrag leisten! Das muss ich gleich meinen Freunden und Freundinnen erzählen! Lasst uns vorher jedoch noch ein letztes Mal zur nächsten Insel weiterhüpfen! Ihr werdet staunen!

Inselhüpfen


Siehe oben

Magandang Hapon in Mindanao, meinem Zuhause! Hier gibt es eine großartige Organisationen: Child Alert. Sie hilft mit, dass sich das Leben von vielen Kindern und Jugendlichen hier verbessert.

Schaut euch gemeinsam ein paar Bilder zum Projekt an und erzählt den Kindern kurz, was Child Alert so alles macht. (Informationen zu Child Alert findest du hier)

Und wisst ihr, was wir hier auf Mindanao am liebsten essen? (Kinder raten lassen) Ja richtig, Reis!

Reissortenrätsel


Weltweit gibt es über 7.000 verschiedene Reisarten. Rätselt, welche Reissorten vor euch liegen, welche Unterschiede erkennt ihr? Könnt ihr die trockenen und die gekochten Körner von der gleichen Sorte zusammenfinden? Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr sie auch verkosten

Ihr habt nun viele spannende Dinge über mein Heimatland, die Philippinen gehört. Das Coolste aber ist: mit dem Geld, das ihr beim Sternsingen sammelt, werden Organisationen wie Child Alert unterstützt. Ihr helft mit, dass das Leben von vielen Kindern und ihren Familien verbessert wird.

Autor/in: ebecca Gerdenitsch-Schwarz, angepasst von Nani Gottschamel

Publikation: kumquat "Sternsingen" 4/2018

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Schlagwörter: Sternsingen, Welt