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Three, two, one... Action!

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Wenn Kinder in der Gruppenstunde raufen, ist das für Gruppenleiter/innen oft mit sehr unguten Gefühlen verbunden. Wie lange macht es wirklich allen Spaß, wann wird es ernst und was, wenn sich jemand wehtut? Das ist auch der Grund, warum Raufen oft prinzipiell verboten bzw. jeder kleinste Ansatz abgewehrt und aus der Gruppenstunde verbannt wird.
In dieser Gruppenstunde soll das Raufen einmal wirklich im Mittelpunkt stehen. Es geht dabei nicht um ein wettkampfmäßiges Gegeneinander oder Kräftemessen, sondern darum, in spielerischer Weise auszuprobieren, wie Raufen fair und eben so ablaufen kann, dass es allen, die mitmachen möchten, Spaß macht.
Um das möglichst zu gewährleisten, werden in der Stunde durch die jeweilige Spielgeschichte (bzw. die dazugehörigen Erklärungen) ganz klare Regeln für das Miteinander-Raufen vorgegeben.
Die Gruppenstunde kann sowohl im Freien auf einer Wiese, als auch in einem (größeren) Raum gemacht werden. Drinnen benötigst Du allerdings einige weiche, rutschfeste Strand,- Turn- oder Isomatten, damit die Aktivitäten am Boden ausprobiert werden können, ohne sich wehzutun.
Da es sicherlich etwas lebhafter zugehen wird, sollten in dieser Stunde - wenn möglich - alle Kinder Hosen (oder sogar Jogginghosen) anhaben bzw. mitbringen. Erinnnere sie am besten in der Stunde davor (vielleicht mit einem kleinen Zettel zum Mitnehmen) daran!

Ziel

In dieser Gruppenstunde geht es darum, innerhalb verschiedenster Spielgeschichten auszuprobieren, nach bestimmten Regeln miteinander zu raufen, sodass es für alle vergnüglich sein kann!

Material

  • weiche, rutschfeste Strand-, Turn- oder Isomatten (ev. mit Teppichstoppern unterlegt), Matratzen (wenn die Gruppenstunde drinnen stattfindet)
  • Das für die Stationen nötige Material findest Du bei den einzelnen Stationsbeschreibungen aufgelistet.

Aufbau

Beim "Stunt(wo)men-Meeting" werden dieses Jahr neue Stunttechniken gezeigt, die die Teilnehmer/innen auch gleich bei verschiedenen Stationen ausprobieren können.
1. Station: Pas de deux
2. Station: Nessie
3. Station: Stunt in Action
4. Station: Monster-Meeting
5. Station: Spiegel-Wand

 

Welcome!



Am Beginn der Stunde begrüßt Du die Kinder beim alljährlichen "Stunt(wo)men-Meeting". Du erklärst ihnen, dass es dieses Jahr um ganz besondere Stunt-Techniken geht, die Ihr gemeinsam ausprobieren werdet.

Die Stationen



Hast Du eine sehr große Gruppe, so wäre es für ein paar Stationen fein, wenn sich die Kinder in dieser Stunde in Kleingruppen aufteilen könnten, die jeweils von einem/r Gruppenleiter/in begleitet werden.

1. Station: Pas de deux



[pa de dö - Tanz zu zweit, Österreichisches Wörterbuch, 37. Auflage, S. 331]
(kann mit allen Kindern gleichzeitig stattfinden)

Material:
1 großes Zeitungspapier für je 2 Kinder

Jeweils 2 Kinder stellen sich gemeinsam auf ein großes Zeitungsblatt. Nun geht es darum, sich zu zweit möglichst kompliziert oder originell zu "verschachteln", zu "verzweigen" und zu "verrenken".

Bedingung ist allerdings, dass dabei keiner der beiden die Zeitung verläßt!
Nach Bedarf kann natürlich auch das Zeitungspapier verkleinert und so die Schwierigkeit des Balanceaktes noch erhöht werden!


2. Station: Nessie



(Für diese Station sollte die Gruppe kleiner sein - etwa 4 bis 6 Kinder.)

Material:
2 Paar Flossen, ev. grüne Pullover, Taucherbrillen und große, grüne Gummihandschuhe für die "Flußmonster"
Strand- oder Turnmatte, Isomatte,...
3 Kugeln silbriger und 3 Kugeln goldener "Entengrütze" (Styroporkugeln in Alu- oder Goldfolie gewickelt)

Die Spielgeschichte:

Ihr befindet Euch im moorigen Sumpf, wo es rundherum gluckert, schlabbert und schlürft. (Die Kinder, die gerade nicht dran sind, können als Hintergrunduntermalung möglichst sumpfige Geräusche und Laute von sich geben.)

2 Kinder übernehmen die Rollen der Moor-Taucher. Sie stehen einander zu Beginn an den schmalen Seiten der Matte gegenüber.
Sie haben nun die Aufgabe, die wertvolle Entengrütze von der jeweils anderen Seite zu holen und auf ihre Seite hinüberzubringen. Dabei gibt es 3 verschiedene Möglichkeiten:
1. Die Moor-Taucher gehen - ganz ohne Schwierigkeiten - außen um die Matte herum.
2. Einer der Taucher wählt den Weg durch den Tümpel (über die Matte) - auch hier geschieht nichts.
3. Oder aber beide Moor-Taucher entscheiden sich, durch den sumpfigen Tümpel zu gehen (sogleich wird das Schmatzen und Gluckern der Zuschauer/innen stärker).
Nun passiert folgendes: Sind beide Kinder auf der Matte, werden sie sogleich zu eigenartigen, flossigen Flußmonstern, die versuchen, einander (vorsichtig!) am Weitergehen zu hindern. Sobald jedoch einer der Taucher von der Matte steigt, verwandelt sich der andere ebenfalls wieder zurück und beide gehen weiter friedlich ihres Weges.

Die Entengrütze ist so beschaffen, daß man jeweils nur eine auf einmal transportieren kann. So hat jedes Kind die Möglichkeit, auf 3 verschiedene Arten den Weg im Moor auszuprobieren!
Sind alle Grütze-Bälle auf der anderen Seite, übernehmen zwei andere Kinder die Rollen der Taucher bzw. Monster.


3. Station: Stunt in Action



(Bei dieser Station können mehr Kinder sein, da die Zuschauer/innen auch eine besondere Rolle haben!)

Material:
2 Cowboyhüte
Kärtchen für die Zuschauer/innen
eine Filmklappe (aus Karton mit Splinten )

Die Spielgeschichte:

Jim und Joe, 2 Cowboys, treffen einander auf der Wiese zwischen ihren Ranches. Alsbald entfacht ein wilder Streit, es dürfte dabei - wie man hört - um irgendeine Kuh gehen. Jedenfalls beginnt nach kurzer Zeit eine gewaltige Schlägerei zwischen den beiden.
2 Kinder spielen Jim und Joe, die die Aufgabe haben, möglichst theatralisch miteinander zu raufen, ohne aber (!) den anderen in irgendeiner Weise zu berühren. 2 weitere Kinder schlüpfen in die Rolle der Synchronsprecher/innen und übernehmen für die beiden Cowboys das "Ächzen und Stöhnen".

Die anderen Kinder können währenddessen die Performance der Stunt(wo)men bewundern und beklatschen, indem sie Kärtchen mit folgenden (positiven!) Ausrufen hochheben, z.B.:
Oskarverdächtig!
Besonders gewagt!
Rekordverdächtig!
Wow!
Yeah, yeah, mehr will ich sehn!
...

Nach einiger Zeit, kurz bevor es Zuschauer/innen und Darsteller/innen fad wird, nimmst Du die Filmklappe in die Hand und ermöglichst 2 anderen Kindern, in die Rolle der Cowboys zu schlüpfen.


4. Station: Monster-Meeting



(Die Station sollte bei einem vorhandenen Polster-Monster von ca. 3 Kindern, bei zwei Monstern von ca. 6 Kindern, usw. besucht werden.)

Material:
je drei Kinder bekommen ein "Monster" aus Handtüchern, Pölstern, Schaumstoffrollen, Schals, Softbällen und anderen weichen Sachen,...

Die Spielgeschichte:

Drei Kinder schlüpfen in die Rolle von Träumenden, die mit einem Polster-Monster (oder später auch mit seinen einzelnen Teilen) raufen bis es schlußendlich "kaputt geht". Zu dem Zeitpunkt wachen alle noch ganz schlaftrunken und torkelnd auf und bemerken ganz überrascht (!), dass alles nur ein Traum war und sie mit ihren Pölstern gerangelt haben.
(Die letzte Sequenz gehört auch wirklich zu der Spielgeschichte dazu, damit die Kinder die Gelegenheit haben, nach dem Raufen wieder "anzukommen".)


5. Station: Spiegel-Wand



(kann mit allen Kindern gleichzeitig stattfinden; Variante von Spiegel, Spielemappe 3.8)

Jeweils zwei Kinder stellen sich gegenüber auf. Ein Kind übernimmt die Rolle des Vorzeigenden, das andere die Rolle des Spiegels. Nun beginnt der/die Vorzeiger/in zu "raufen", ohne wiederum das andere Kind zu berühren. Dieses versucht nun möglichst einem Spiegel gleich die Bewegungen nachzumachen. (Für den Anfang sollten also nicht zu schwierige Dinge vorgezeigt werden!)
Haben die Kinder das Prinzip ausprobiert, können auch noch weitere Varianten eingeführt werden: die Bewegungen können nicht nur gespiegelt, sondern auch vergrößert, verkleinert oder aber
in Zeitlupe/Zeitraffer dargestellt werden.


Goodbye!



Am Ende der Stunde treffen wieder alle Teilnehmer/innen zusammen. Du bedankst Dich sehr herzlich fürs Mitmachen und überreichst allen Kindern eine kleine Urkunde als Erinnerung an das diesjährige "Stunt(wo)men-Meeting".

Autor/in: Andrea Jakoubi, Ursi Schrei

Publikation: KiK 103

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Schlagwörter: Spiel, Ich und die anderen, Konflikte