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"Jubiläum der Jugendlichen" im Jahr der Barmherzigkeit

Messmodelle

Hintergrund

Das Jahr der Barmherzigkeit
Die Zeit von 8.12.2015 bis 20.11.2016 stellt Papst Franziskus unter das Motto "Barmherzig wie der Vater" (Lk 6,36). Wir sind alle eingeladen, nach dem Vorbild unseres Vaters im Himmel Barmherzigkeit zu leben, das heißt maßlos Liebe und Verzeihung zu schenken. Im Logo wird deutlich, dass Christus sich den verlorenen Menschen auf die Schultern lädt und mit ihm eins wird (Er sieht mit unserem Auge und wir sehen mit Seinem Auge). Seine Liebe will und kann auch unser Leben verändern.
Das Heilige Jahr soll "den Wunsch lebendig halten, die vielen Zeichen der Zärtlichkeit begreifen zu können, die Gott der ganzen Welt anbietet", so Franziskus. In vielen kleinen und großen Zeichen der Nähe und Gegenwart Gottes soll die Wärme Seiner Liebe spürbar werden, die auch uns verwandeln will zu Zeugen der Barmherzigkeit. Mehr dazu: http://www.erzdioezese-wien.at/barmherzig

"Den Glauben bezeugen und eine Kultur der Barmherzigkeit aufbauen" steht als Motto über dem 24. April 2016. Dieser Tag ist speziell der Feier der Barmherzigkeit der 13- bis 16-Jährigen gewidmet. Hier sind Anregungen für einen Gottesdienst, der rund um diesen Tag stattfinden kann, die aber auch in einem anderen Rahmen eingebaut werden können. Die Bausteine wollen besonders Kinder ansprechen und einbeziehen. Sprecht im Vorfeld mit dem/der Gottesdienstleiter/in, wie das bei euch am besten umgesetzt werden kann und wie die Kinder aktiv werden können, ohne dass sich andere Gottesdienstteilnehmer/innen in ihrer Art zu feiern eingeschränkt fühlen.

Die Bibelstellen zum Tag und Erklärungen dazu gibt es hier.

Material

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 14,21b-27

2. Lesung: Offb 21,1-5a

Evangelium: Joh 13,31-33a.34-35

Liedvorschläge

  • In Deinem Namen wollen wir
  • Meine engen Grenzen
  • Fürchte dich nicht, ich bin bei dir
  • Gottes Liebe ist so wunderbar
  • Gib mir Liebe ins Herz, lass mich leuchten
  • Liebt einander, helft einander
  • Da wohnt ein Sehnen tief in uns
  • Wandle Du mein Herz
  • Misericordias Domini
  • Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt
  • Lass uns in Deinem Namen, Herr
  • Fürchte Dich nicht, den Frieden zu leben
  • Hände, die schenken, erzählen von Gott

Kyrie


Herr Jesus Christus, in Deinem geöffneten Herzen haben alle Menschen der Welt Platz. Egal ob groß oder klein, laut oder leise: alle willst Du in die Geborgenheit unseres gemeinsamen Vaters hineinführen.
Alle: Herr, erbarme Dich unser.

Herr Jesus Christus, Dein Herz ist voller Liebe für jede und jeden einzelnen. Auch wenn wir es nicht bemerken, bist Du für uns da und sorgst voll Hingabe für uns.
Alle: Christus, erbarme Dich unser.

Herr Jesus Christus, Dein Herz sehnt sich nach unseren Herzen. Du willst dass wir mit Dir leben, so verzeihen wie Du und Deine Liebe in Wort und Tat weiter geben.
Alle: Herr, erbarme Dich unser.

Anregungen für die Predigt


Im Evangelium haben wir gehört "Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben." Darin klingt an, dass mit Gottes Liebe begonnen hat. Bei der Erschaffung des Kosmos legt Er Seinen Segen auf alle Kreaturen, Er bindet sich auf ganz spezielle Weise an Seine Schöpfung. Diese Bindung konkretisiert sich in dem Bund, den Gott mit Noach und später mit Abraham schließt. Als Zeichen, dass Er auf der Seite der Seinen (= alle Lebewesen!) steht, setzt er den Regenbogen zwischen den Himmel und die Erde (vgl. Gen 9). Von Seiten Gottes ist also klar, dass Er die Seinen nicht verlässt und ihnen in Seinem Erbarmen entgegen kommt.

In der Bibel lesen wir weiters, dass es Menschen immer wieder schwer gefallen ist, diese Liebe zu erkennen und auf diese unglaubliche Verheißung Gottes zu vertrauen. Es gibt beeindruckende Erzählungen von Menschen, die die heilsame Nähe Gottes gesucht und - früher oder später - auch erlebt haben. Egal ob sich Menschen bewusst von Gott abgewendet oder sich nicht für gut genug empfunden haben: Seine Zusage steht vor jeder Leistung und trotz aller Schuld. Gott kann nicht anders als lieben. Er selbst ist die Liebe. Diese Liebe wird Mensch in Jesus, der gelebt hat und gestorben ist, damit wir leben (vgl. 1 Joh 4).

Die Liebe Gottes ist eine Gabe und auch eine Aufgabe. Die Erfahrung dieser bedingungslosen Liebe will uns dazu motivieren, diese Liebe auch für andere erlebbar zu machen. Was das konkret heißen kann, ist in den sieben leiblichen und den sieben geistlichen "Werken der Barmherzigkeit" zusammengefasst.

Aktion im Zuge der Predigt


In den Bankreihen habt ihr sicher schon die roten Karten mit den insgesamt 14 Werken der Barmherzigkeit entdeckt. Diese sind: Hungrige speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Gefangene besuchen, Tote begraben, Almosen geben, Unwissende belehren, Zweifelnde beraten, Trauernde trösten, Sünder zurechtweisen, Beleidigern gerne verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten. Manches habt ihr wahrscheinlich schon selbst erlebt, z.B. dass ihr hungrig ward und jemand euch etwas zu essen gegeben hat oder dass für euch gebetet wurde. Anderes habt ihr vielleicht sogar schon selbst getan, z.B. Kranke besuchen, Lästige möglichst geduldig ertragen oder etwas spenden (Almosen geben). Oder ihr habt es schon erlebt und auch selber getan, z.B. getröstet werden und jemanden trösten oder dass euch nach einem Streit verziehen wurde und ihr jemandem verziehen habt. Andere Situationen sind euch vielleicht ganz fremd und ihr könnt wenig damit anfangen, z.B. Gefangene besuchen oder Nackte bekleiden (vielleicht noch am ehesten wenn man Kleidung aussortiert und einem guten Zweck zur Verfügung stellt). In der großen Bandbreite, wie wir ganz konkret die Liebe Gottes weiter geben können, gibt es vielleicht eines unter diesen Werken der Barmherzigkeit, das euch jetzt besonders anspricht. Sei es weil ihr Profis darin seid oder es für euch sehr wichtig ist dass das jemand für oder an euch tut. Oder weil es euch irgendwie lockt das mal aus zu probieren oder ihr euch fragt, was daran barmherzig ist. Sucht euch also eines dieser Werke aus und dreht euch zu zweit oder zu dritt zusammen und erzählt einander. Auch die Erwachsenen sind herzlich eingeladen darüber ins Gespräch zu kommen.

Nach einer Murmelphase von ca. 5 Minuten sammelt der/die Gottesdienstleiter/in oder die Person, die diesen Teil leitet die Aufmerksamkeit wieder.

Eines der Werke der Barmherzigkeit wollen wir jetzt miteinander tun: für andere beten. Ihr habt sicher schon über viele Situationen und Menschen nachgedacht, die Hilfe brauchen oder die für andere da sind, sei es offensichtlich oder auch versteckt. Für all diese Menschen wollen wir nun eine Kerze anzünden und für sie beten. Ein Kind nach dem anderen kommt nun bitte nach vorne, zündet eine Kerze an und stellt sie auf das vorbereitete Tuch vor den Altar (oder an einem anderen geeigneten Ort). Sehr gerne könnt ihr auch dazu sagen, an wen ihr jetzt denkt oder wofür ihr betet.

Als Abschluss betet der/die Gottesdienstleiter/in:
Du zärtlicher Gott,
Du liebst alle Menschen
und willst nicht, dass es auch nur einem schlecht geht.
Zeige Dich und Deine maßlose Barmherzigkeit den Armen und Leidenden
und schenke ihnen immer neu die Hoffnung auf Dein Heil.
Sei auch jenen nahe, die sich für andere einsetzen und Deine Liebe weitergeben wollen
und schenke ihnen Mut und Phantasie dazu.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Bruder und Erlöser.
Amen.

Fürbitten


Papst Franziskus will uns in dem Jahr der Barmherzigkeit ermuntern nach dem Vorbild des Vaters zu leben, das heißt maßlos Liebe und Verzeihen zu schenken.

So bitten wir Dich, Gott, der Du die Liebe bist,
dass Du unsere Herzen verwandelst
um von der Gleichgültigkeit zum Mitgefühl zu gelangen.
Voll Vertrauen kommen wir zu Dir und beten für jene, die uns am Herzen liegen:

Wir beten für alle, die sich allein gelassen und ungeliebt fühlen.
Alle: Wir bitte Dich, erhöre uns.

Wir beten für alle, denen es an den nötigsten Dingen fehlt.
Alle: Wir bitte Dich, erhöre uns.

Wir beten für alle, die sich schuldig fühlen.
Alle: Wir bitte Dich, erhöre uns.

Wir beten für alle, die hinsehen wo andere wegschauen.
Alle: Wir bitte Dich, erhöre uns.

Wir beten für alle, die sich für andere einsetzen.
Alle: Wir bitte Dich, erhöre uns.

Gott unser Vater und unsere Mutter,
Du nimmst alle Menschen voll Liebe an wie sie sind.
Wir vertrauen auf Dein Wort,
dass Du mit uns große Taten vollbringst
und wollen mehr und mehr lieben und verzeihen wie Du.
Dazu stärke uns Christus,
der mit Dir lebt und liebt in Ewigkeit.
Amen.

Friedensgruß


Frieden ist eine Folge von Barmherzigkeit. Wenn wir versuchen zu anderen und zu uns selbst barmherzig zu sein, also nicht auf die Fehler schauen sondern das Gute fördern und Notlagen bestmöglich beseitigen, dann lebt in uns schon der Friede, den Jesus Christus uns verheißen hat.

Bischof Joachim Wanke hat die sieben Werke der Barmherzigkeit neu formuliert. Auf der Karte "Sieben Werke der Barmherzigkeit für heute" (an die Wand projeziert oder mit den anderen Karten in den Bankreihen verteilt) können wir lesen, wie die Werke der Barmherzigkeit als Botschaft lauten können. Zu dem klassischen Friedensgruß "Der Friede sei mit dir" kann noch der Name und einer der Sätze dazugesagt werden, der zur jeweiligen Person und eurer Beziehung passt, z.B.: "Lisa, ich gehe ein Stück mit dir. Der Friede sei mit dir." oder auch "Tom, ich will dir besser zuhören. Der Friede sei mit dir."

Nach der Kommunion passt das Gebet, das Papst Franziskus für das Jahr der Barmherzigkeit verfasst hat. Ihr könnt es entweder miteinander beten (z.B. ausdrucken oder an eine Wand beamen) oder sechs Kinder lesen je einen Absatz vor.

Gebet


Herr Jesus Christus,
du hast uns gelehrt, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater,
und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn.
Zeig uns dein Angesicht, und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes;
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon,
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen;
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu.
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören,
als sei es an uns persönlich gerichtet:
"Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!"

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters
und offenbarst uns den Gott, der seine Allmacht vor allem
in der Vergebung und in der Barmherzigkeit zeigt.
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz,
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind,
damit sie Mitleid verspüren mit denen, die in Unwissenheit und Irrtum leben.
Schenke allen, die sich an sie wenden,
die Erfahrung, von Gott erwartet und geliebt zu sein
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist und schenke uns allen seine Salbung,
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit ein Gnadenjahr des Herrn werde
und deine Kirche mit neuer Begeisterung
den Armen die Frohe Botschaft bringe,
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich,
auf die Fürsprache Marias, der Mutter der Barmherzigkeit,
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

Amen.

Segen


Liebevoller Gott,
in Deiner Botschaft wird deutlich,
dass die Armen die Bevorzugten Deiner Barmherzigkeit sind.
Mit Deinem Sohn Jesus Christus
wollen wir unsere Augen für das vielfältige Leid in der Welt öffnen und erkennen,
wie wir mit Ihm, unseren Erlöser, diese Welt verwandeln können.
Hilf uns in der Liebe zu wachsen
und anderen wie auch uns selbst immer wieder von Herzen zu verzeihen.
Dazu segnet uns der dreifaltige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Beim Ausgang können die beiden Karten ausgeteilt werden, wenn sie nicht für jede/n in der Bank gelegen sind oder an die Wand projiziert wurden.

Autor/in: Sabine Kräutel-Höfer

Publikation: kumquat "kreativ" 1/2016

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 5. Sonntag der Osterzeit

Schlagwort: Gottesdienst

 

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