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Der geringste Bruder

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Hintergrund

Das Evangelium zu diesem Sonntag zeigt, wie eng die Liebe zu Gott mit der Liebe zu den Menschen zusammenhängt. Dass Gott in jedem Menschen wohnt, und dass darum der Dienst an den Menschen der wahre "Gottesdienst" ist, steht im Mittelpunkt der Verkündigung.
Christkönig ist zugleich der letzte Sonntag des Kirchenjahres und als solcher der Tag der Aufnahme der Kinder in die Jungschar — als neue Jungschargruppe beginnen sie das neue Kirchenjahr. Die Gestaltung dieses Gottesdienstes orientiert sich an diesem Geschehen, ist aber auch ohne die Integration der Aufnahme denkbar.

Material

  • Papierschlangen
  • Kreppstreifen
  • Holzstäbchen (ca. 25 cm lang — etwa die Stäbe kleiner Fähnchen)
  • Tixo
  • Symbol für jedes neue Jungscharkind (Ball, Plakat, Malkasten, schmutziges Leiberl, Gruppenmaskottchen, Handpuppe, Rucksack, was zum Essen usw. — die Symbole sollten möglichst breit gefächert gewählt sein

Aufbau

Sollte nur eine Lesung genommen werden, empfehlen wir wegen des Zusammenhangs zum Evangelium jene aus dem Alten Testament. In Gottesdiensten mit Kindern empfehlen wir, beim Evangelium eine Kurzfassung zu wählen — Mt 25, 31-40 (statt 31-46). Dies kommt der Konzentrationsfähigkeit der Kinder entgegen, da die Verse 41-46 ohnehin nur die negative Wiederholung des Vorangegangenen enthält.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Zusätzliches: Ausstellung zur Jungschar
  • Eröffnung
  • Kyrie
  • Vor dem Evangelium
  • Aufnahme der Jungscharkinder
  • Friedensgruß
  • Agape

 

Bibelstellen

1. Lesung: Ez 34,11-12.15-17

So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben. Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen — Spruch Gottes, des Herrn. Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist. Ihr aber, meine Herde — so spricht Gott, der Herr —, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken.

2. Lesung: 1 Kor 15,20-26.28

Brüder und Schwestern! Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem.

Evangelium: Mt 25,31-40

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zu seiner Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Hintergrund Evangelium:

Das "Gleichnis" — eigentlich ist es keines, sondern eine Erzählung — ist das letzte im Matthäus-Evangelium und steht unmittelbar vor dem Beginn der Passionsberichte.

Alle Völker


"Alle Völker" werden versammelt werden. Dies ist eine bedeutsame Aussage. Waren doch nach jüdischem Verständnis die Heiden vom eschatoligischen Heil ausgeschlossen. "Alle Völker" meint aber hier nicht nur die Heiden im Gegensatz zu den Juden, nicht nur die Jünger Jesu im Gegensatz zu anderen, sondern tatsächlich "alle", also Heiden, Juden und Christ/innen.

Die Scheidung


Das Bild der Trennung der Herde ist aus der Hirtensprache genommen und bezeichnet sicher einen für palästinensische Herden alltäglichen Vorgang. Wir können heute nicht mehr sicher entscheiden, ob es dabei um die Scheidung von Schafen und Ziegen geht — beide weideten tagsüber zusammen, wurden aber nachts getrennt, da die Ziegen Wärme, die Schafe aber frische Luft suchen. So verstanden sieht der Erzähler in den weißen Schafen gegenüber den schwarzen Ziegen die wertvolleren Tiere oder denkt auch an das Bild der Schafherde für das Gottesvolk. Es kann aber auch die Trennung von Mutterschafen und Schafböcken gemeint sein. Diese Trennung ist auch schon der Akt des Gerichts.

Tat der Liebe


Matthäus liegt in seinem ganzen Evangelium sehr daran, dass Gottes Wille nicht nur gehört, sondern überall getan wird. Nur die Tat der Liebe wird vor Gottes Gericht Gewicht haben. Das ist die zentrale Aussage dieser Stelle. Dabei wird gerade der/die bestehen, der/die sich seiner/ihrer guten Werke gar nicht bewusst ist, die er/sie zu seinen/ihren Gunsten vorbringen könnte. Die Beispiele des guten Verhaltens stehen ganz in der alttestamentlich-jüdischen Tradition (Jes 58,7; Ez 18,7; Spr 25,21; Ijob 22,7; Tob 4,16; Sir 7,35). Um so auffälliger ist also, dass die bei den Rabbinern hochgeschätzten Liebeswerke der Totenklage und des Grabgeleits nicht angeführt werden, dafür aber der Besuch der Gefangenen. Jesus geht es also ganz klar nicht bloß um "Liebeswerke" (schon gar nicht um solche, die den Toten erwiesen werden), sondern um den Menschen, der Hilfe nötig hat.

Die Geringsten


Dies ist das Außergewöhnliche: Die Geringsten sind die Brüder und Schwestern des Menschensohnes. Jede nationale und religiöse Einschränkung wird hier endgültig aufgebrochen und allen Armen die Verheißung zugesagt — nicht nur den Mitgliedern der Gemeinde oder den christlichen Jüngern.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zusätzliches: Ausstellung zur Jungschar


Wenn eine Jungscharaufnahme gemacht wird, wäre eine Ausstellung zur Jungschar im Kirchenvorraum oder im Pfarrsaal eine gute Möglichkeit, sich vorzustellen. Um der Pfarrgemeinde einen Eindruck zu vermitteln, was Jungschar ist, wer die Gruppenleiter/innen sind, welche Aktionen gemacht werden, könnte eine kleine Ausstellung gestaltet werden — vorteilhaft wäre eine transportfähige Ausstellung. So könnte man sie anlässlich der Jungscharaufnahme erst in der Kirche und anschließend im Pfarrsaal aufstellen.

Was zu sehen sein könnte:

  • Fotos von Festen und Aktionen
  • die Einladung und der Termin fürs nächste Sommerlager
  • Ziele der Jungschar (so ihr in der Gruppenleiter/innen-Runde welche formuliert habt)
  • Vorstellung der einzelnen Gruppen mit ihren Gruppenleiter/innen, besonders der neuen Gruppe
  • Name und Telefonnummer (+ ev. E-Mail-Adresse) einer Kontaktperson, der/des Pfarrverantwortlichen
  • ev. Bewerbung eurer Website
  • Folder zum Mitnehmen
  • ...


Eröffnung


Auf dem Mittelgang liegen etwa zwei Meter lange, bunte Krepp-papierstreifen locker verteilt am Boden.

Beim Einzug ziehen alle Jungscharkinder mit den Ministrant/innen und dem Priester in die Kirche ein. Nach Kreuzzeichen und Begrüßung leitet der Priester den Gottesdienst mit etwa folgenden Worten ein:
Sicher haben sich schon alle gewundert, warum hier so viele Papierschlangen am Boden liegen. Es sieht hier fast ein bisschen aus wie nach einem Fest, das zwar schön war, aber nun vorbei ist — und niemand hat aufgeräumt. Mit dem heutigen Tag geht auch etwas zu Ende, nämlich das alte Kirchenjahr. Heute wollen wir darum auch ein bisschen aufräumen und zurückschauen, aber uns auch auf das einstimmen, was vor uns liegt.

Wenn eine Jungscharaufnahme stattfindet, führt der Priester weiter aus: Denn der heutige Tag ist zugleich auch der Beginn von etwas — heute wird nämlich wieder eine Gruppe von Kindern in die Jungschar aufgenommen. Das ist für uns alle ein besonderer Grund zum Feiern.

Kyrie


Guter Vater, gute Mutter im Himmel! Jesus war ein guter König. Das hat er uns so gezeigt: Er hat sich für die Menschen, die ihm anvertraut wurden, verantwortlich gefühlt. Herr, erbarme dich.

Guter Bruder Jesus! Du warst ein guter König. Denen, die das gebraucht haben, hast du Schutz und Sicherheit gegeben.
Christus, erbarme dich.

Guter Vater, gute Mutter im Himmel! Jesus war ein guter König. Das hat er uns so gezeigt: Er hat sich für das eingesetzt, was für ein gutes Zusammensein der Menschen wichtig ist.
Herr, erbarme dich.

Vor dem Evangelium


Der Priester erklärt: Im vergangenen Jahr hat jeder von uns viel erlebt, wir haben neue Erfahrungen gemacht, haben Dinge dazugelernt, können jetzt Sachen besser, haben Freundschaften geschlossen, Menschen besser kennengelernt u. v. a.

Eventuell könnte der Priester die Kinder fragen, was sie im letzten Jahr gelernt haben, ob sie Freund/innen gewonnen haben. Neue Freund/innen und neue Fähigkeiten sind etwas sehr Schönes und Gutes — sie machen unser Leben reicher und bunter. So bunt wie diese Papierstreifen. Aber die Papierstreifen sind nicht besonders schön, wenn sie da am Boden liegen — auch neue Freundinnen und Freunde soll man nicht links liegen lassen, und Fähigkeiten, die man hat — Sachen, die man gut kann —, die soll man auch ausnützen.

Der Priester fordert die Kinder auf, einen Kreppstreifen aufzuheben. Handelt es sich um eine Aufnahmefeier, können das die Jungscharkinder sein.

Wenn jedes Kind einen Streifen hat, kommen die Kinder nach vorne zum Priester. Dieser erklärt:
Damit wir etwas mit diesen Papierstreifen anfangen können, brauchen wir vielleicht noch etwas.

Der Priester reicht jedem Kind ein Holzstäbchen (ca. 25 cm lang — etwa die Stäbe kleiner Fähnchen). Mit einem Streifen Tixo kann nun jedes Kind das Ende seines Streifens an solch ein Stäbchen binden. Wenn man mit dem Stäbchen Figuren in die Luft zeichnet, gibt die flatternde, bunte Papierschlange ein reizvolles Bild.

Alte Erfahrungen kann man mit einigen Ideen zu etwas ganz Tollem machen. Das ist für mich gut und auch für die anderen — so wie mir das Spiel mit den Papierschlangen Spaß macht und auch den anderen, die zusehen können. Nichts anderes ist gemeint, wenn wir sagen, wir sollen einander Gutes tun. Das heißt, seine Fähigkeiten ausnützen, Ideen haben und etwas tun, was für mich und für andere interessant und gut ist.

Von der Verkündigung könnte mit folgenden Worten zur Aufnahme übergeleitet werden:

Das ist auch die besondere Aufgabe der Jungschar: In der Jungschargruppe wollen die Kinder neue Freundinnen und Freunde gewinnen und ausprobieren, wie jede und jeder die eigenen Fähigkeiten so einbringen kann, dass es für alle in der Gruppe interessanter und schöner wird. Das haben sich auch die Kinder dieser Gruppe vorgenommen, die heute in die Jungschar aufgenommen werden.

Aufnahme der Jungscharkinder


Der/die Gruppenleiter/in der neuen Jungschargruppe stellt die Gruppe vor: Wir treffen uns nun schon seit ... — wir haben schon einiges miteinander unternommen und freuen uns schon auf die vielen Dinge, die wir noch miteinander erleben werden.

Die neuen Jungscharkinder kommen jedes mit einem Symbol (Ball, Plakat, Malkasten, schmutziges Leiberl, Gruppenmaskottchen, Handpuppe, Rucksack, was zum Essen usw. — die Symbole sollten möglichst breit gefächert gewählt sein, damit die Pfarrgemeinde einen Eindruck davon bekommt, wie vielfältig Jungschar ist) nach vorne zum Altar.

Der/die Gruppenleiter/in stellt jedes Kind namentlich vor und erläutert das Symbol, das es mitbringt (etwa so: Das ist Marie. Sie bringt einen Rucksack mit, weil sie sich schon ganz besonders auf unsere Ausflüge freut). — Das Symbol wird zum Altar gelegt. In einer der Gruppenstunden vor dem Gottesdienst muss natürlich mit den Kindern erarbeitet werden, wer welches Symbol mitbringen möchte und welche Bedeutung es jeweils für das Kind hat.

Der Priester begrüßt nun die neuen Jungscharkinder und segnet die Kinder und falls die Kinder ein Geschenk wie Jungscharpins oder Jungscharzeichen mit Ketterl erhalten auch diese. Nun wird die Pfarrgemeinde oder nur die älteren Jungscharkinder eingeladen, nach vorne zu kommen, um die Jungscharzeichen den Kindern zu überreichen und sie in der Pfarre willkommen zu heißen.

Friedensgruß


Zum Friedensgruß nehmen die Kinder ihre Papierstreifen wieder vom Altar weg und schenken sie den Erwachsenen oder anderen Kindern.
Wir setzen damit ein Zeichen, dass wir das, was wir für andere Menschen tun können, nicht nur für unsere Freundinnen und Freunde tun, sondern hinaustragen und offen sind für alle.

Agape


Nach dem Gottesdienst wird die Pfarrgemeinde zu einer kleinen Jause in den Pfarrsaal eingeladen. Dort besteht in gemütlichem Rahmen auch die Möglichkeit für Eltern von Jungscharkindern, mit Gruppenleiter/innen ins Gespräch zu kommen.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Christkönig

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : Christkönigssonntag

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...