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Meine Talente

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Hintergrund

Ausgehend vom Gleichnis mit den Talenten orientiert sich die Verkündigung an dem Gedanken, seine Fähigkeiten nicht verkümmern zu lassen, sondern sie zu nutzen und für andere einzusetzen. Falls am 28. Sonntag im Jahreskreis ein Kindergottesdienst stattgefunden hat, kann an das Thema angeknüpft werden (und falls der "Weinberg" noch nicht weggegeben wurde, kann auch dieser vorne Platz finden).

Material

  • Leintuch
  • Diaprojektor

Aufbau

Sollte nur eine Lesung genommen werden, empfehlen wir jene aus dem Thessaloniker-Brief.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Zum Schuldbekenntnis
  • Vor dem Evangelium
  • Nach dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Gabengebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Spr 31,10-13.19-20.30-31

Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und es fehlt ihm nicht an Gewinn. Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie sorgt für Wolle und Flachs und schafft mit emsigen Händen. Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel. Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände den Armen. Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit; nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob. Preist sie für den Ertrag ihrer Hände, ihre Werke soll man am Stadttor loben.

2. Lesung: 1 Thess 5,1-6

Über Zeit und Stunde, Brüder und Schwestern, brauche ich euch nicht zu schreiben. Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Während die Menschen sagen: Friede und Sicherheit!, kommt plötzlich Verderben über sie wie die Wehen über eine schwangere Frau, und es gibt kein Entrinnen. Ihr aber, Brüder und Schwestern, lebt nicht im Finstern, sodass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann. Ihr alle seid Kinder des Lichts und Kinder des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Darum wollen wir nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein.

Evangelium: Mt 25,14-30

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei Talente erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Hintergrund Evangelium:

Das Gleichnis beschreibt einen Mann, der für längere Zeit verreisen will, vorher jedoch seinen Knechten sein Vermögen anvertraut. Jedem übergibt er, je nach dessen Fähigkeiten, einen Betrag, damit er ihn gut verwalte.

Talente


Die Summen, die das Gleichnis nennt, sind für die damalige Zeit unvorstellbar hohe Beträge. Ein Talent entsprach 6.000 Denaren, wobei ein Denar der Tageslohn für einen Arbeiter war. Um ein Talent zu verdienen, müsste der Taglöhner also etwa 16 1/2 Jahre arbeiten, für 10 Talente sogar 165 Jahre. Diese 10 Talente machen — in einem anderen Vergleich — 5% des gesamten jährlichen Steueraufkommens von Galiläa und Ostjordanland aus (200 Talente). Die angegebenen Summen stellen also ein außerordentlich großes Kapital dar.

Die Knechte


Die beiden ersten Knechte nützen dieses Kapital. Sie treiben Handel (griech. "ergazomai" = arbeiten, tätig sein, Geschäfte machen) und erzielen so hohe Gewinne, dass sie ihr Kapital verdoppeln. Ganz praktisch sollten wir auch nicht vergessen, dass dadurch auch viele andere davon profitierten (Stichwort "Arbeitsplatzsicherung").

Vergraben


Der dritte Knecht jedoch vergräbt das ihm anvertraute Talent. Dies ist für die damalige Zeit die sicherste Form der Aufbewahrung. Nach rabbinischem Recht ist er dadurch auch nicht mehr haftpflichtig für das Vermögen. So vermeidet er jedes Risiko. Gerade diese Haltung wird in dem Gleichnis ganz entschieden angeprangert. Der/die/jenige, der/die nur auf seine/ihre eigene Sicherheit bedacht ist, der/die sich selbst nicht aufs Spiel setzt, der/die nur an der Rettung seiner/ihrer eigenen Haut, nicht aber an seinem/ihrem Herrn interessiert ist, der/die wird verstoßen — und das Wenige, das er/sie hat, wird ihm/ihr noch genommen werden. Das heißt für uns: Gottes Gabe kann nie ruhender Besitz sein, sondern sie muss leben und wirken.

Aussage


Das Gleichnis geht in seinem Kern wahrscheinlich durchaus auf Jesus zurück. Seine Hauptaussage liegt bei der dem Menschen gegebenen Gabe Gottes, die jetzt genutzt werden muss, weil in Gottes kommendem Gericht der verloren sein wird, der sich selbst absichern will, statt die ihm geschenkten Gaben für das Reich Gottes wirken zu lassen. Jesus erklärt also, dass eine Frömmigkeit, die nur darauf aus ist, ja nichts Falsches zu tun, um nur selber einmal gerecht dazustehen, gerade am Willen Gottes vorbeigeht.

Zusammenhang


In seiner Ausformung hat Matthäus das Gleichnis eindeutig auf Christus und sein Kommen ausgerichtet. Die Aufforderung, jederzeit bereit zu sein, trifft seine Gemeinde, die sich mittlerweile schon "angepasst" hat. Sie soll hier ermahnt werden, die Zeit bis zur Wiederkunft des Herrn ernsthaft für das Reich Gottes zu nutzen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Während des Gottesdienstes werden einige von einer Kindergruppe vorbereitete Szenen pantomimisch dargestellt. Reizvoll wäre es, diese Darstellung als Schattenspiel zu präsentieren. Die Kinder spielen dann hinter einem aufgehängten Leintuch vor dem Licht eines Diaprojektors.

Zum Schuldbekenntnis


Wie oft sind wir nur auf unseren eigenen Vorteil bedacht und nicht daran interessiert, wie es den anderen geht?
Wie oft wollen wir das, was wir haben und können, nur für uns behalten?
Wie oft sind wir zu faul, uns für etwas einzusetzen?
Wie oft sind wir nur auf unsere Sicherheit bedacht, anstatt etwas zu riskieren zugunsten vieler?
Wie oft haben wir uns schuldig gemacht, weil wir etwas nicht getan haben und jemandem etwas schuldig geblieben sind?
Schuld haben heißt nicht nur, etwas Schlechtes getan zu haben.
Schuld haben heißt auch, das Gute nicht getan zu haben.
Guter Gott, verzeih uns unsere Schuld.

Vor dem Evangelium


1. Schattenspiel:
Jemand kommt mit einem Beutel Goldstücke in der Hand. Er sieht sich ängstlich um, ob ihm auch niemand gefolgt ist. Dann legt er den Beutel auf den Boden und hebt dafür eine Schaufel auf. Er beginnt, ein Loch zu graben. Er legt die Schaufel wieder weg und legt den Beutel in das Loch. Dann schaufelt er es zu. Mit der Hand streicht er den Boden wieder eben, sieht weder nach links noch nach rechts und geht dann mit der Schaufel in der Hand ab.

Der Priester fragt die Kinder, ob sie erklären können, was der da jetzt gemacht hat. Offenbar hat er einen Schatz vergraben. Die Kinder werden gefragt, warum man einen Schatz vergräbt — nämlich, damit ihn niemand stiehlt. Eigentlich ist das ja eine kluge Überlegung, aber hören wir dazu die Worte des Evangeliums.

Einleitung zum 2. Schattenspiel: Nach dem Evangelium


Mit einem Schatz soll man etwas anderes tun als ihn vergraben. Ein Talent ist nämlich auch ein Schatz, damals war das sehr viel Geld. Da musste jemand schon sehr viele Jahre arbeiten, um so viel zu verdienen. Der Diener wollte darum auch vorsichtig sein und nichts verlieren. Nach dem Gesetz hat er richtig gehandelt — er hat den Schatz des Herrn gut verwahrt. Aber der Schatz wurde dadurch auch nutzlos. Sehen wir einmal, was man mit einem Schatz sonst machen könnte.

2. Schattenspiel:
Jemand mit einem Beutel und einer Schaufel tritt auf. Er/sie winkt eine/n Zweite/n heran, der/die tritt näher. Er/sie erhält die Schaufel. Der/die erste deutet ihm/ihr, ein Loch zu schaufeln. Während diese/r schaufelt, geht der/die Erste ab und kommt mit einer Pflanze wieder. Diese wird in das Loch gesetzt. Der/die zweite gibt die Schaufel zurück und erhält dafür eine Münze zum Lohn (die Münze muss überdimensional groß sein, damit sie sichtbar ist). Dann gehen beide ab. Für einige Sekunden ist nur die Pflanze zu sehen. Dann kommt der Mensch mit dem Beutel wieder. Er/sie beugt sich zur Pflanze und pflückt eine Frucht (diese kann aus Karton sein und an der Pflanze festgebunden sein). Jemand zweiter naht, er/sie deutet auf die Frucht. Sie wird ihm/ihr gereicht, und er/sie bezahlt dafür eine Münze. Dann geht er/sie — die Frucht hochhaltend — ab. Der/die Schatzbesitzer/in bleibt stehen und pflückt eine zweite Frucht. Wieder kommt jemand und kauft ihm/ihr die Frucht ab. Dann geht er/sie ab. Der/die Schatzbesitzer/in bleibt stehen und hält seine/ihre beiden Münzen hoch.

Verkündigung


So haben von dem Schatz viele Menschen etwas gehabt. Der/die Arbeiter/in, der/die die Pflanze gepfanzt hat, hat seinen/ihren Lohn, die, die die Früchte gekauft haben, haben etwas erworben, was sie gebraucht haben. Und der/die Besitzer/in des Schatzes hat seinen Schatz noch vergrößert. Natürlich ist er/sie damit auch ein Risiko eingegangen — denn die Pflanze hätte auch keine Frucht tragen können. Was heißt das nun für uns, die wir ja alle keinen Schatz besitzen. Oder haben wir nicht eine andere, besondere Art von Schatz? (Antworten der Kinder abwarten.) Unser Schatz sind unsere Fähigkeiten, ist das, was wir gut können. Jede und jeder von uns hat einen solchen Schatz. Den kann man natürlich vergraben, d. h. man kann die Fähigkeiten einfach nicht nutzen. Damit riskiert man keine Misserfolge. Aber das Gleichnis hat uns gezeigt, dass das nicht der richtige Weg ist. Jesus möchte, dass wir das, was wir gut können, auch tun, damit es für uns und für andere zum Vorteil wird. Wir dürfen nur nicht zu ängstlich sein und denken: Naja, so gut kann ich das auch nicht, lieber tu ich das nicht, bevor etwas schiefgeht. Wenn jede und jeder so dächte, dann würde ja nie etwas geschehen, dann würde ja auch keine und keiner für uns etwas tun. Wir brauchen einander, jede und jeder kann einen Beitrag tun, damit es allen besser geht. Diesen Schatz an Fähigkeiten können wir vermehren. Wir können lernen und Erfahrungen machen. Das ist sicher oft nicht leicht, aber es lohnt sich.

Gabengebet


Herr, wir bereiten die Gaben.
Wir bringen Brot und Wein und decken den Tisch.

Wir bringen aber auch uns selbst.
(Alle, die möchten, sind eingeladen, einen kleinen Gegenstand — Handschuh, Anhänger, Uhr, ... — nach vorne zu legen, als Zeichen, dass wir alle ganz nahe am Geschehen der Eucharistie sind.)

Unsere Fähigkeiten bringen wir mit und sind bereit, daraus etwas zu machen. Du bist für uns da in der Gestalt von Brot und Wein. Wir wollen füreinander da sein, indem wir etwas füreinander tun. Den Schatz unserer Fähigkeiten und Talente wollen wir nicht vergraben, sondern vermehren. Hilf uns, sie richtig einzusetzen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

Publikation: effata

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Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 33. Sonntag im Jahreskreis

 

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