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Wir wollen klug sein

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Hintergrund

So wie die klugen Jungfrauen vorgesorgt und reichlich Öl für ihre Lampen mitgenommen haben, so soll jede/r selber klug sein und sich für eine wichtige Sache voll einsetzen — und sich nicht halbherzig auf andere verlassen. Das ist der Kern der Verkündigung dieses Gottesdienstes.

Material

  • eine Tafel aus Styropor oder Karton, auf der das Bild einer Öllampe hängt (mind. 1x1 m)
  • Reißnägeln oder Tixostreifen

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir wegen des Zusammenhangs zum Evangelium jene aus dem Neuen Testament.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Eröffnung
  • Kyrie
  • Einleitung zur Lesung
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Nach der Kommunion

 

Bibelstellen

1. Lesung: Weish 6,12-16

Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; wer sie liebt, erblickt sie schnell, und wer sie sucht, findet sie. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich sogleich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, er findet sie vor seiner Türe sitzen. Über sie nachsinnen ist vollkommene Klugheit; wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei. Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen und kommt jenen entgegen, die an sie denken.

2. Lesung: 1 Thess 4,13-14.16-18

Brüder und Schwestern, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus — und das ist unser Glaube — gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten!

Evangelium: Mt 25,1-13

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Hintergrund Evangelium:

Zusammenhang


Matthäus hat diese Erzählung unter die Wiederkunftsgleichnisse eingereiht (Mt 24,32-25,46). Wer es sehr genau liest, dem werden einige Ungereimtheiten auffallen. Diese zeigen uns deutlich, dass es eine vormatthäische Überlieferung enthält, die vom Evangelisten überarbeitet worden ist. Ob das Gleichnis auf Jesus selbst zurückgeht, kann wohl nicht mehr sicher entschieden werden, ist aber sehr gut möglich. Der älteste Kern des Gleichnisses ist, wie uns sein erster Vers zeigt, ein Bild für das Himmelreich. Dieses wird, wie auch oft an anderen Stellen mit einem Festmahl verglichen. In diesem Fall sogar mit dem ganz besonderen Fest einer Hochzeit. Dieses Bild soll die volle Gemeinschaft mit Gott in seinem kommenden Reich ganz deutlich machen.

Hochzeitsbrand


Das gesamte Gleichnis spielt auf das Brauchtum bei solchen Hochzeitsfeiern an. Noch um die Jahrhundertwende ist es etwa in der Gegend von Bethlehem üblich, dass bei nächtlichen Hochzeitszügen Fackeln verwendet werden. Diese Fackeln sind einfache Stangen, um die Lappen gewickelt werden, die mit Olivenöl getränkt sind. Damit führten die Mädchen Tänze auf, bis die Fackeln erloschen. Es musste also im letzten Augenblick Öl nachgegossen werden, damit sie nicht vor dem Ende des Tanzes ausgingen. Die Mädchen warteten also mit ihren Fackeln bei der Braut und zündeten diese an, sobald der Bräutigam nahte. Zu seinem Empfang führten sie dann ihren Tanz auf. Das Gleichnis kann also in diesem Sinn durchaus auf Jesus zurückgehen und dazu aufrufen, für Gottes herrliche Einladung bereit zu sein.

Das Warten


Die Gemeinde des Matthäus hingegen wartet nun schon einige Jahrzehnte auf das Wiederkommen Jesu. Sie könnte sich vielleicht gefragt haben, was dieses Warten bedeutet. Matthäus hat dann mit diesem Gleichnis eine Antwort versucht. Dementsprechend wird nun die Situation geschildert. Vor dem Hintergrund des oben beschriebenen Brauches können wir uns die Szene, die als Bild dient, vorstellen. In der Nähe des Hauses der Braut warten die Mädchen, um den Bräutigam bei seinem Eintreffen mit ihren Lampen und tanzend zu ihr zu begleiten. Durchaus möglich, dass wir dabei sogar an Lampen denken dürfen als an Stangen befestigte Kupferschalen. Der Bräutigam aber kommt lange nicht. Die Angabe "Mitternacht" soll uns zeigen, wie lange die Mädchen warten mussten. Dem Text können wir entnehmen, dass sie ihre Lampen schon angezündet haben. Die einen haben Reserveöl mit, die anderen hingegen nicht. Dass sie aufgefordert werden, in den Laden zu gehen und welches zu kaufen, ist sicher nicht ironisch oder sogar höhnisch gemeint. In dörflichen Verhältnissen erhält man auch um diese Zeit noch etwas; erst recht bei einem solchen Fest, da sicher noch alle wach geblieben sind.

Klug und töricht


Das hebräische Wort, das hinter dem Begriff "klug" steht, bedeutet "sehend" oder "mit offenen Augen". Die Klugen sind also diejenigen, die die Augen offen haben für das, was kommt, und die nicht einfach in den Tag hinein leben, nicht nur an die unmittelbare Gegenwart denken. Die Geschichte will deutlich zeigen, dass die Leichtsinnigen nicht zur rechten Zeit bereit sind. Sie sind ihrer Aufgabe nicht gerecht geworden. Jetzt ist es zu spät. Der Bräutigam lässt sie nicht mehr ein. Sein Satz "ich kenne euch nicht" hat hier die Bedeutung "ich habe mit euch nichts zu tun".

Mahnung zum Wachen


Das Gleichnis ist eine ernste Mahnung zum Wachen, wobei Wachen hier nicht als Gegensatz zum Schlafen verstanden wird, sondern als die Bereitschaft für eine längere Wartezeit. Dazu hat Jesus seine Jünger aufgefordert. Sie sollen Gottes Wirklichkeit so ernst nehmen, als könnte sie jederzeit in deren Leben eintreten. Doch wurde dies nach Ostern von manchen auch missverstandener Anlass zur Schwärmerei, alle irdische Arbeit aufzugeben, da das Weltende ohnehin in wenigen Monaten erwartet wurde. Mit zunehmender Zeit und durch die Jahrzehnte kehrte wiederum bei vielen Nachlässigkeit und Laxheit ein. Demgegenüber betont Matthäus für seine Gemeinde das Treubleiben und Bereitsein auch über lange Zeit hinweg.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Eröffnung


Im Altarraum befindet sich — gut sichtbar aufgestellt — eine Tafel aus Styropor oder Karton, auf der das Bild einer Öllampe hängt (mind. 1x1 m). Die Flamme besteht aus mehreren, jeweils kleiner werdenden Flammen, die einzeln mit Reißnägeln oder Tixostreifen befestigt sind. Die größte Flamme hängt zuoberst, sodass — wenn man sie abnimmt — die nächst kleinere sichtbar wird.

Nach dem Kreuzzeichen und der Begrüßung fragt der Priester die anwesenden Kinder, ob sie wissen, was diese Abbildung darstellt. Dann erklärt er die Funktionsweise einer Öllampe. Wenn man nicht klug ist und nicht achtgibt, kann es passieren, dass einem das Öl ausgeht. Wir haben zwar keine Öllampen mehr, aber achtlos sind auch wir manchmal — und das kann schlimme Folgen haben.

Eine Kindergruppe tritt nun ans Mikrofon:
Erstes Kind: Warum soll ich heute schon an morgen denken. Irgendwie wird alles funktionieren.

Nachdem das erste Kind gesprochen hat, nimmt ein anderes Kind die oberste Flamme von dem Bild, sodass die nächste, kleinere Flamme sichtbar wird. Wenn das zweite Kind gesprochen hat, macht es das Gleiche usw.

Zweites Kind: Ich kümmere mich gar nicht um später. Irgendwer wird mir schon helfen, wenn ich etwas brauche.
Drittes Kind: Ich kann doch nicht an alles denken, was unter Umständen passieren könnte. Irgendwie wird das schon klappen.
Viertes Kind: So viel kann da ja gar nicht schiefgehen. Irgendwer wird mir schon aus den größten Schwierigkeiten helfen.
Fünftes Kind: So wichtig kann das doch nicht sein. Irgendwie wird schon alles gut ausgehen, auch wenn ich mich nicht anstrenge.

Kyrie


Viele Menschen denken so: irgendwie geht schon alles, irgendwer hilft mir schon. Aber wenn wir wirklich ernst nehmen, was Jesus gesagt hat, dann können wir nicht nur irgendwie vor uns hinleben und uns auf andere verlassen. Es kommt darauf an, sich selber voll einzusetzen für wichtige Dinge. Tun wir das nicht, schaden wir uns und anderen.

Jesus Christus, du hast es dir nicht leicht gemacht, deine Botschaft zu verkünden, sondern dich dafür voll eingesetzt. Herr, erbarme dich unser.

Jesus Christus, du wusstest stets, welche Folgen dein Tun haben würde. Du hast nicht gehandelt, ohne vorher zu überlegen.
Christus, erbarme dich unser.

Jesus Christus, du willst, dass auch wir nicht nur so in den Tag hinein leben, sondern uns Gedanken über unser Handeln machen und uns für wichtige Dinge einsetzen.
Herr, erbarme dich unser.

Einleitung zur Lesung


Um richtig zu handeln und abschätzen zu können, was wichtig ist und was die Folgen meines Handelns sind, brauche ich etwas, wovon in der Lesung die Rede sein wird.

Verkündigung


Der Priester fragt die Kinder, ob sie sich erinnern können, worum es in der Lesung gegangen ist — nämlich um die Weisheit. Die klugen Jungfrauen hatten diese Weisheit, sie haben Öl für ihre Lampen mitgebracht. Die törichten Jungfrauen aber hatten kein Öl — sie haben nicht daran gedacht, dass sie es zum Nachfüllen der Lampen brauchen würden. Sie mussten sich welches kaufen und hatten das Nachsehen. Darum will uns das heutige Evangelium sagen: Seid nicht töricht, sondern klug! Das gehört also auch zum Christsein: das Klugsein. Denn ein Christ oder eine Christin ist nicht jemand, der oder die sich denkt, es wird schon alles gut, ich brauche mich um nichts zu kümmern. Das wäre ein falsch verstandenes Gottvertrauen. Auch und gerade eine Christin oder ein Christ soll denken, nachdenken, wie er oder sie sich für etwas Wichtiges einsetzen kann, nachdenken, wie er oder sie es möglichst gut machen kann. Wer klug ist und sich für etwas voll einsetzt, dem wird auch eher etwas gelingen als jemandem, der sich um nichts kümmert.

Dialog mit den Kindern: Wofür könnten wir uns denn einsetzen? Haben wir schon einmal eine Situation erlebt, in der wir uns für jemanden oder etwas eingesetzt haben? (Die Ideen, die die Kinder haben, werden auf die verschieden großen Öllampenflammen geschrieben, diese werden nach der Reihe wieder auf die Lampe geklebt.)

Ein Kind befestigt nun die größte Flamme wieder am Bild mit der Öllampe.
Wenn unsere Flamme als Christin oder Christ brennt, heißt das, dass wir uns auf verschiedene Weise für andere einsetzen und gemeinsam an einer besseren Welt arbeiten.

Fürbitten


Die Fürbitten könnten nun von den Kindern selbst gestaltet werden. Es könnte um Gottes Hilfe gebeten werden für die Dinge, für die man sich einsetzen will.

Nach der Kommunion


Folgender Text könnte von einem Kind vorgelesen werden:
Wir danken dir, guter Gott.
Du machst uns Mut und gibst uns Kraft.
Mit all unserer Kraft wollen wir uns einsetzen:
für andere Menschen, für wichtige Dinge.
Wir wollen klug sein und mit Überlegung handeln.
Aus unseren Erfahrungen wollen wir lernen.
Guter Gott, hilf uns, dass das Licht unserer Lampen niemals verlöscht.
Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

Publikation: effata

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Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 32. Sonntag im Jahreskreis

 

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