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Würdig für das Himmelreich

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Hintergrund

Gott lädt zu seinem Fest, in sein Reich, auch all jene ein, die vorerst nicht zu den Auserwählten zu gehören scheinen. Wir aber müssen auch unseren Teil leisten, damit dieses Fest Gottes in Freude gefeiert werden kann. Um diesen Gedankengang geht es in den gestalteten Elementen dieses Gottesdienstes.

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir wegen des Zusammenhangs zum Evangelium jene aus dem Alten Testament.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Tagesgebet
  • Evangeliumsspiel
  • Verkündigung
  • Friedensgruß

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 25,6-10a

An jenem Tag wird der Herr der Heere auf diesem Berg — dem Zion — für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, mit besten, erlesenen Weinen. Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt. Er beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen. An jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat. Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg.

2. Lesung: Phil 4,12-14.19-20

Brüder und Schwestern! Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt. Trotzdem habt ihr Recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen. Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken. Unserem Gott und Vater sei die Ehre in alle Ewigkeit! Amen.

Evangelium: Mt 22,1-14

In jener Zeit erzählte Jesus den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen: Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.

Hintergrund Evangelium:

Hochzeitsmahl


Matthäus gibt das Gleichnis als "Himmelreich-Gleichnis" an. Mit Hilfe eines Bildes will er eine Aussage über die Größe des Reiches Gottes machen. Das Bild ist das von einer Hochzeit. Um die Bedeutsamkeit dieses Festes hervorzuheben, erzählt Matthäus von einem König, also einem Menschen in gehobener Stellung, der nicht nur — wie in der Parallelerzählung von Lukas — ein gewöhnliches Mahl feiert, sondern gar für seinen königlichen Sohn ein Hochzeitsmahl veranstaltet.

Die Geladenen


Der König schickt zwei Mal seine Diener aus, um Gäste für dieses Fest einzuladen. Wer diese Geladenen sind, bleibt offen. Es dürfte sich aber um Menschen eines gehobenen Standes handeln. Den Zuhörer/innen ist klar, dass hier das Volk Israel angesprochen wird. Nur kurz wird die erste Absage erwähnt, Begründungen werden keine genannt. Anders ist es beim zweiten Mal. Da werden die Geladenen handgreiflich und scheuen sich nicht, die Diener des Königs sogar umzubringen. Warum manche der Geladenen die Knechte töten, wird nicht erklärt und ist auch unbegreiflich.

Zorn des Königs


Das unfreundlich ablehnende Verhalten der Geladenen weckt den Zorn des Königs, der sogar bis zur Vernichtung der Stadt, in der die Mörder wohnen, führt. Zunächst ist auch diese Reaktion des Königs eher unverständlich. Der Schreiber will jedoch den radikalen Gegensatz zwischen dem geduldig werbenden König, der nach einer ersten Absage noch eine Einladung ausspricht, und dem ablehnend feindlichen Verhalten der Geladenen herausstellen. Er ist besonders daran interessiert, herauszustreichen, dass diejenigen, die das Angebot des Königs ablehnen, letztlich unwürdig sind, aus seiner Güte irgendeinen Nutzen zu ziehen.

Die Ungerufenen


Noch ist die Hochzeit bereitet und es gilt, sie zu feiern. Darum wird hier ein neues Motiv eingeführt: Ungerufene werden gerufen. Es werden plötzlich Menschen eingeladen, die nicht nur nicht geladen worden waren, sondern die nicht einmal zu den Stadtbewohner/innen gehören. Es sind wohl Menschen aus dem Bereich unmittelbar vor den Toren der Stadt, von dort also, wo die Stadtstraßen in die Landstraßen übergehen: Fremde, Unbekannte, Namenlose. Es scheint kein besonderes Auswahlkriterium mehr auf.

Hochzeitskleid


Während des Festes trifft der König auf einen Menschen, der kein Hochzeitskleid trägt. Er hat es gewagt, ohne Festgewand zu erscheinen und damit in unverzeihlicher Weise gegen alle guten Sitten verstoßen. Das Tragen eines entsprechenden Kleides bei so hohen Festen wie einer Hochzeit hat in Palästina eine besondere Bedeutung, sodass in manchen Fällen jenen Menschen, die selbst kein passendes Gewand hatten, ein Kleid geschenkt wird. Dieser Mann zeigt also, dass er gar nicht wirklich am Festmahl teilnehmen und mit den anderen Gästen in Freude feiern will. Auf die Frage, warum er kein Hochzeitsgewand angezogen habe, weiß er keine Antwort. Sofort wird er wegen seines ungebührlichen Verhaltens bestraft und aus dem Hochzeitssaal geworfen.

Aufruf an die Gemeinde


In dieser Erzählung wird das theologische Konzept des Evangelisten deutlich: Gottes Heilsangebot bleibt nicht auf Israel beschränkt, sondern überschreitet die vorerst eingehaltenen Grenzen. Es richtet sich auch an Außenseiter, Unbekannte, Nicht-Israeliten, Heiden. Die Gemeinde soll die Öffnung nach außen heraushören und selbst realisieren. Die Gemeinde soll auch verstehen, dass wer die Einladung Gottes einmal angenommen hat, sich ihrer auch würdig erweisen muss.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Tagesgebet


Gott, unser Vater, wenn wir von Jesus hören, können wir verstehen, was es heißt, nach deinem Willen zu leben.
Bitte begleite uns, damit es uns gelingt, so zu leben, wie es dir gefällt.
Wir wollen uns bemühen, zueinander gut zu sein. Bitte hilf uns dabei.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus. Amen.

Evangelienspiel 1. Teil


Zuerst wird der erste Teil des Evangeliums vorgespielt. Dabei liest jemand den Text aus der Schrift vor, und einige Kinder spielen pantomimisch die Handlung mit. Nur wenn im Text eine direkte Rede vorgesehen ist, sprechen die Kinder selbst.

Nach dem Vers "Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich" wird das Spiel unterbrochen.

Verkündigung 1. Teil


Gruppenleiter/in: Diese Geschichte ist eigentlich zum Teil brutal. Da werden Menschen umgebracht, ja sogar eine ganze Stadt wird in Schutt und Asche gelegt. Ich verstehe das nicht.
Priester: Das ist auch nicht leicht zu verstehen. Ich glaube nicht, dass das Wichtigste an dieser Erzählung die Morde und die Zerstörung der Stadt sind. (zu den Kindern:) Was meint ihr? Was findet ihr denn besonders wichtig oder bemerkenswert an der Geschichte? (Der Priester führt ein kurzes Gespräch mit den Kindern. Zwischendurch können auch Erwachsene aufgefordert werden, das zu sagen, was ihnen wichtig erscheint. Es geht dabei nicht darum, dass die Bibelstelle von den Anwesenden gedeutet wird. Man soll bloß sagen, was einem selbst besonders aufgefallen ist.)
Gruppenleiter/in: Eigentlich ist es ja wirklich komisch von den Leuten, dass sie so eine tolle Einladung zu einem königlichen Hochzeitsmahl abschlagen. Ich würde meinen Acker und meinen Laden stehenlassen und feiern gehen. Ich glaube, die wollen gar nicht mit dem König ein Fest feiern und haben bloß eine Ausrede gesucht. Denn verscherzen wollten sie es sich mit so einem hohen Herrn sicher auch nicht.
Priester: Da hast du sicher recht. Vielleicht waren manche auch eifersüchtig, dass da einer ein König ist und viel Macht hat. Sonst hätten sie die Diener ja nicht umbringen müssen.
Gruppenleiter/in: Oder sie haben dann doch ein schlechtes Gewissen bekommen, und weil sie nicht gewusst haben, wie sie aus dieser peinlichen Situation wieder herauskommen können, haben sie sich auf die Diener gestürzt.
Priester: Ja, das könnte so abgelaufen sein. Kann sich noch jemand an den letzten Sonntag erinnern? Da war zwar nicht von einem König und seinen Dienern die Rede, aber von einem Gutsherrn mit seinen Knechten. Was war denn da los? (Falls sich die Kinder nicht mehr daran erinnern können oder am vergangenen Sonntag keine Kindermesse war, antwortet der/die Gruppenleiter/in:)
Gruppenleiter/in: Ja, der Gutsbesitzer hat auch seine Knechte ausgeschickt. Manche Knechte sind von den Winzern umgebracht worden. Und der Sohn des Gutsherrn kam letzten Sonntag im Evangelium auch vor! Soll das heißen, dass der König im Gleichnis der liebe Gott ist? Heißt das also heute, dass Gott zuerst das Volk Israel eingeladen hat, dass aber viele Israeliten gar nicht wirklich ein Leben mit Gott leben wollten?
Priester: Genau das ist es! Nun, und was hat der König gemacht, als die zuerst Eingeladenen nicht kommen wollten? (Die Kinder werden gefragt.)
Priester: Gott lädt also alle Menschen ein, zu ihm zu kommen. Auch diejenigen, von denen es niemand vorher gedacht hätte. Das ist doch schön. Aber die Geschichte von dem Hochzeitsmahl geht noch weiter.

Evangelienspiel 2. Teil


Nun wird das Evangelium in der gleichen Weise wie vorhin fortgesetzt.

Verkündigung 2. Teil


Gruppenleiter/in: Aber warum wird denn der arme Mann hinausgeworfen? Er kann doch nichts dafür, dass er sich nicht so ein schönes Kleid leisten kann!
Priester: Bei einem großen Fest sollen alle mitfeiern können. Auch, wenn sie das Geld nicht für eine entsprechende Kleidung haben. Darum ist dem Mann sicher ein schönes Gewand angeboten worden. Vielleicht wäre es ihm sogar geschenkt worden. Aber er hat es dann abgelehnt. Das heißt, er wollte gar nicht wirklich mitfeiern. Er wollte wahrscheinlich nur das gute Essen genießen und kostenlos zu einem erlesenen Wein kommen. Darüber ärgert sich der König natürlich. Wenn man ein Fest feiern will, muss man mit ganzem Herzen dabei sein.
Gruppenleiter/in: Das heißt also dann auch für uns, dass wir uns nicht einfach nur freuen sollen, dass Gott uns einlädt. Wir müssen auch wirklich dabei sein wollen. Wir müssen also das Kleid das er uns anbietet, anlegen. Sag, da fällt mir gerade ein Satz ein, den ich im Gottesdienst einmal gehört habe: "Zieht Jesus Christus an wie ein Kleid" oder so irgendwie hat es damals geheißen. Hängt es damit zusammen?
Priester: Ja, das kann man sagen. Jesus Christus ist das Kleid, das Gott uns anbietet. Dieses Kleid anzuziehen, heißt, dass wir uns ganz auf ihn einlassen und versuchen, zu leben wie er, so gut wir das halt können. Dem lieben Gott geht es vor allem darum, dass wir uns wirklich bemühen.

Friedensgruß


Zum Friedensgruß werden alle eingeladen, sich die Hände zu reichen. Die Kinder werden eingeladen, um den Altar einen Kreis zu bilden. Gemeinsam wird das Lied "Hevenu Shalom Alechem" getanzt und gesungen.

Publikation: effata

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Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 28. Sonntag im Jahreskreis

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...