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Vom Ernst der Nachfolge

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Hintergrund

Die Verkündigung soll verständlich machen, warum die Nachfolge Jesu den Verzicht auf Besitz erfordert. Familie wird im Evangelium im Sinne eines Besitzes verstanden. Das Geringachten der Familie würde allerdings das Verstehen der Kinder überfordern und soll deshalb nicht im Vordergrund der Verkündigung stehen.

Vielmehr will das Leben im Sinne Jesu als eine wichtige und große Unternehmung verstanden werden und bedarf deshalb einer richtigen Einschätzung der eigenen Kräfte und einer wohlüberlegten Entscheidung.

Material

  • 2 Plakate mit Bildern von Kirchen (siehe unten)
  • roten und einen schwarzen Dachziegel aus Papier für jedes Kind
  • Klebstoff
  • Geld, Ausweis Lebensmittel, Verbandszeug, Landkarten (zum Herzeigen)
  • Plakat mit einem großen Herz
  • Zettel
  • Stifte

Aufbau

Dazu sind folgende Elemente des Gottesdienstes gestaltet:

  • Spiel zur Eröffnung
  • Tagesgebet
  • Lied zum Evangelium
  • Predigt
  • Fürbitten

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des Zusammenhangs mit dem Evangelium jene aus dem Alten Testament gewählt werden.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Weish 9,13-19

Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen, oder wer begreift, was der Herr will? Unsicher sind die Berechnungen der Sterblichen und hinfällig unsere Gedanken; denn der vergängliche Leib beschwert die Seele, und das irdische Zelt belastet den um vieles besorgten Geist. Wir erraten kaum, was auf der Erde vorgeht, und finden nur mit Mühe, was doch auf der Hand liegt; wer kann dann ergründen, was im Himmel ist? Wer hat je deinen Plan erkannt, wenn du ihm nicht Weisheit gegeben und deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt hast? So wurden die Pfade der Erdenbewohner gerade gemacht, und die Menschen lernten, was dir gefällt; durch die Weisheit wurden sie gerettet.

2. Lesung: Pslm 9b-10,12-17

Lieber Bruder! Ich, Paulus, ein alter Mann, der jetzt für Christus Jesus im Kerker liegt, ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin. Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein eigenes Herz. Ich würde ihn gern bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient, solange ich um des Evangeliums willen im Gefängnis bin.
Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein. Denn vielleicht wurde er nur deshalb eine Weile von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurückerhältst, nicht mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich, um wieviel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn. Wenn du dich mir verbunden fühlst, dann nimm ihn also auf wie mich selbst!

Evangelium: Lk 14,25-33

In jener Zeit, als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kind, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, daß er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Hintergrund Evangelium:

Nachfolge will überlegt sein


Jesus ist als Wanderprediger unterwegs. Viele Menschen begleiten ihn. Er richtet sich an die vielen und nennt die Bedingungen der Nachfolge. Jesus warnt seine Zuhörer davor, die Nachfolge auf die leichte Schulter zu nehmen oder sich dabei zu übernehmen. Jesu Lebensweise ist nicht jedermanns Sache. Sein Anliegen ist nicht nebenbei zu erfüllen. Vor allem muß sich der Jünger im Klaren über die Konsequenzen sein, die ein Leben in der Art seines Meisters erfordert. Der volle Einsatz für die Menschen kann am Kreuz enden. Darum braucht es die rechte Einstellung.

Stellenwert der Familie


Jünger Jesu müssen ihre Familien "hassen" (griechisch: misei). Mt 10,37-39 schwächt ab: darf sie nicht mehr lieben als Jesus, Lukas fügt hinzu: sein eigenes Leben (psyche) lassen, vergleiche 9,23f;17,33. "Hassen" ist im Sinne von Nachordnen zu verstehen, vergleiche 9,59. Das zweite Wort Jesu spricht vom Kreuztragen hinter Jesus her als Bedingung des Jüngerseins. Gemeint ist damit die Bereitschaft zum Martyrium ebenso wie das tagtägliche Darunterbleiben unter der Last einer übernommenen Aufgabe, vergleiche 9,23. Wer Jesus nachfolgen will, muß bereit sein, seinen Weg durch Leiden und Tod mitzugehen.

Keine Überforderung


An den beiden Beispielen vom Turmbau und Krieg zeigt Jesus, daß Jüngerschaft nüchterne Berechnung und Prüfung der eigenen Möglichkeiten und Kräfte erfordert. Sein Jünger soll nicht ins schwärmerische und leichtsinnige Bewundern verfallen, sondern auch das Angefangene vollenden können. Das Doppelgleichnis ist auch in der philosophischen Ethik der griechischen Lehre der Stoiker bekannt. Werbung für die Nachfolge Jesu darf nicht über die harten Bedingungen hinwegtäuschen, Menschen vordergründig mitreißen und sie dann auf halber Strecke ihrem Schicksal überlassen, nur um statistisch viele für den Kreis der Jünger zu gewinnen, die aber für Aufbau und Kampf zu schwach und ungeeignet sind.

Besitzverzicht


Von keinem persönlichen Vermögen belastet und gebunden zu sein, also totaler Besitzverzicht gehörte zu den notwendigen Bedingungen und harten Voraussetzungen der Jüngerexistenz, vergleiche 12,33;18,22.

Positive Aussage


In der Verkündigung wird darauf zu achten sein, die Hörer/innen nicht mit unverständlichen Forderungen zu überfordern. Was Lukas negativ formuliert, müßte positiv folgendermaßen lauten können: Nachfolge Jesu, so zu leben wie er, ist ein unvergleichbarer und einmaliger Wert, der alles in den Schatten stellt, was dem Menschen sonst wichtig und wertvoll ist. Je freier und ungebundener das Herz ist, desto mehr erfüllt sich das Leben des Menschen. Wenn wir bedenken, wie sehr die Familie damals wie heute einen Menschen am gewohnten Ort und Verhalten festnageln kann, verstehen wir, wie sehr Jesu Forderung zur Freiheit für neue Wege und Verhaltensweisen aufruft und befähigt. Es geht nicht um die Bildung einer christlichen Elite - es geht um eine realistische Einschätzung dessen, was man auf sich nimmt wenn man sich auf Jesus einläßt. Geliebt werden alle - nach ihren je individuellen Möglichkeiten.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


In der Vorbereitung soll geschätzt werden, wieviele Kinder zum Eröffnung Sonntagsgottesdienst kommen werden. Die geschätzten Zahlen werden festgehalten, und zwar eine pessimistische und eine optimistische. Dazu werden dann zwei Dächer in der entsprechenden Größe gezeichnet. Jedes Kind erhält beim Kommen einen roten und einen schwarzen Dachziegel und bedeckt damit das Dach.
Zum Beispiel:

Das Spiel könnte mit folgenden Worten erklärt werden: Wir möchten schauen, ob wir bei der Vorbereitung des Gottesdienstes unsere Kräfte richtig eingeschätzt haben. Wir haben gedacht es kommen 25-60 Kinder. Jedes Kind hat einen roten Ziegel für das große Dach und einen schwarzen Ziegel für das kleine Dach. Schauen wir, ob wir damit die Kirche und den Turm vollenden können.

Tagesgebet


(aus dem Meßbuch Nr. 33, S. 317)
Gott.
Du kennst uns besser, als wir uns selber kennen. Du weißt, wie sehr
wir der Änderung und Umkehr bedürfen. Aber du trittst nicht
mit Gewalt an uns heran oder mit List. Du kommst zu uns mit
deinem Wort - deinem offenen und guten, deinem fordernden und
heilenden Wort.
Gib, daß wir dir heute nicht ausweichen, daß wir uns öffnen und dein
Wort annehmen:
Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der
Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Lied zum Evangelium


Die Sache Jesu braucht Begeisterte

Predigt


Wir haben im Evangelium gehört, daß man Besitz und Familie loslassen muß, wenn man mit Jesus gehen will. Solche Worte können uns erschrecken. Aber Jesus will uns nicht erschrecken. Wenn wir genau nachdenken, beschreibt Jesus einen alltäglichen Vorgang. Ihr könnt ja auch nicht eure Eltern überall hin mitnehmen (etwa in die Schule oder auf ein Ferienlager), und wir müssen Haus und Wohnung, unseren Besitz zurücklassen, wenn wir etwas von der weiten Welt sehen wollen.

Um Jesu Wort besser verstehen zu können, wollen wir die Nachfolge mit einer großen Expedition vergleichen.
Warum unternehmen Menschen eine große Tour in ferne Länder, auf große Meere, auf höchste Berge?
Mögliche Antworten der Kinder: Sie wollen Abenteuer erleben, Entdeckungen machen, das große Glück finden, Ehre und Ansehen erlangen.

Eine Expedition muß natürlich vorbereitet werden. Was brauchen wir?
Helft mit: Geld, Ausweis Lebensmittel, Verbandszeug, Landkarten, (solche Gegenstände auch mithaben!) fremde Sprachen.

Aber das ist noch nicht alles an Vorbereitung. Wir müssen auch uns selbst und was uns erwartet, richtig einschätzen können: ob wir genug Mut haben, gesund sind, das Heimweh nicht zu groß wird, ob wir genug trainiert sind usw. (Hier eventuell auf einem großen Herzen die Ideen der Kinder mitschreiben).

Wer einen hohen Berg besteigen will, muß viel ertragen können: Anstrengung, Hitze, Kälte, Schmerzen, schwere Lasten usw.
Wer ein großes Ziel erreichen und etwas erleben will, wird auch auf vieles verzichten. Was z.B.? Das gewohnte Bett, die Eltern, bequemes Leben, gutes Essen (ev. Erfahrungen von einem Ferienlager einbringen). (Die genannten Dinge schreibt der/die Leiter/in auf einzelne Zettel und legt sie in ein "Verzichtskörberl" (Sammelkorb für Geld).

Aber das Ziel und das Erreichte und Erlebte lohnt die Mühe. Am Ende steht das Glück und nicht der Verlust und Verzicht (hier wäre es schön den Kindern Fotos einer Bergansicht oder von prächtigen Landschaften zu zeigen).
Jesus vergleicht sein Leben und die Nachfolge auf seinem Weg mit großen Unternehmungen, bei denen es auch darauf ankommt, sich selbst, seine Kräfte und die Schwierigkeiten des Vorhabens richtig einzuschätzen.
Aber wer jede Mühe scheut, wer nichts riskieren will, der wird auch nicht glücklich sein mit seinem Leben. Wer faul und angenehm leben möchte, wer nichts verändern will, der taugt nicht für ein Leben wie es Jesus gewagt hat.

Fürbitten


Herr Jesus Christus,
du hast dein Leben für unser Glück eingesetzt.
Wir bitten dich nun:

  • Deine Jünger haben alles zurückgelassen, um dir zu folgen. Gib den Christen Mut, ihr Leben nach deinem Sinn zu verändern.
  • Du hast auf den Einsatz von Gewalt verzichtet.
    Laß die Machthaber erkennen, wie sie ohne Gewalt für das Gute in der Welt und für die Freiheit der Menschen arbeiten können.
  • Du hast die Besitzlosen glücklich gepriesen.
    Hilf uns, mit den Armen und Schwachen unser Leben zu teilen.
  • Du hast Leid und Tod auf Dich genommen.
    Vergiß die Toter nicht, die sich auf dich verlassen haben.

Denn auf dich können wir unser Leben bauen. Dir glauben wir und vertrauen wir heute und in alle Ewigkeit.

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 23. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

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