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Feuer und Streit

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Hintergrund

Für Kinder ist es sehr schwer, zu verstehen, daß Jesus, von dem ihnen meistens erzählt wird, daß er derjenige ist, der Frieden bringt, nun davon spricht, daß er gekommen ist, um Spaltung zu bringen. Und dennoch ist es verstehbar, daß es oft nötig ist, einen Streit zu beginnen, wenn es darum geht, Ungerechtigkeiten und unfaires Verhalten zu kritisieren, und nach Möglichkeit auch zu beseitigen. Die Frage danach, wann es wichtig und nötig ist, um eine Sache zu streiten, steht im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes.

Material

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Tagesgebet
  • Gespräch vor dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Fürbitten

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir die erste Lesung.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jer 38,4-6.8-10

In jenen Tagen sagten die Beamten zum König: Jeremia muß mit dem Tod bestraft werden; denn er lähmt mit seinen Reden die Hände der Krieger, die in dieser Stadt noch übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes.
Denn dieser Mensch sucht nicht Heil, sondern Unheil für dieses Volk. Der König Zidkija erwiderte: Nun, er ist in eurer Hand; denn der König vermag nichts gegen euch. Da ergriffen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Prinzen Malkija, die sich im Wachhof befand; man ließ ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne war kein Wasser, sondern nur Schlamm, und Jeremia sank in den Schlamm. Der Kuschiter Ebed-Melech, ein Höfling, sagte zum König: Mein Herr und König, schlecht war alles, was diese Männer dem Propheten Jeremia angetan haben; sie haben ihn in die Zisterne geworfen, damit er dort unten verhungert. Denn es gibt in der Stadt kein Brot mehr. Da befahl der König dem Kuschiter Ebed-Melech: Nimm dir von hier drei Männer mit, und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne herauf, bevor er stirbt.

2. Lesung: Hebr 12,1-4

Bruder und Schwestern! Da uns eine solche Wolke von Glaubenszeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen.
Laßt uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten und dich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.
Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut
nicht verlieren. Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.

Evangelium: Lk 12,49-53

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muß mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedruckt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Hintergrund Evangelium:

Feuer


In der jüdischen Tradition ist Feuer ein Symbol des (End-)Gerichts. Das Wort Gottes fährt wie ein Feuer durch das Volk und kann sogar in Bedrängnis und Furcht versetzen. Letztendlich führt es aber in das Reich Gottes. Wer das Wort Gottes verkündigt, macht sich angreifbar und kritisierbar. So ergeht es auch Jesus. Sein Auftreten wirkt für viele wie eine Katastrophe. An seinen Aussagen scheiden sich die Geister. Mehr noch, Jesus wünscht die Auseinandersetzung, sie ist ihm noch zu harmlos. ("Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!") Er warnt damit auch vor einem künstlichen Frieden, der Differenzen verdeckt. Wer Jesus begegnet, muß eine klare Entscheidung treffen, der kann nicht neutral bleiben.

Taufe


Das Erwähnen der Taufe könnte ein verhüllter Hinweis auf das Leiden Jesu sein. Im Judentum gab es eine volkstümliche Wendung über Leiden und Bedrängnis, die wie Wasserwogen über den Menschen zusammenschlagen. Diese Formulierung dürfte dem Redakteur im Gedächtnis gewesen sein, als er versuchte, der Gemeinde zu erklären, worum es Jesus geht. Es handelt sich dabei auch um eine Anlehnung an die Bildsprache der Täuferpredigt, die von der Reinigung durch Wasser, Heiligen Geist und Feuer weiß. Für die Gemeinde, die auf das erlösende Leiden Jesu zurückblickt, ist hier der Ursprung der heilsvermittelnden Taufe erkennbar.

Spaltung in der Familie


Das Gegeneinanderstellen von zweien gegen drei, die in einem Haushalt leben, macht die radikale Zerstörung festgefahrener und sicher geglaubter Strukturen deutlich, die eine tiefe Auseinandersetzung mit der Botschaft Jesu auslösen kann Vater und Sohn werden miteinander streiten und Mutter und Tochter. Dabei geht es nicht um einen Generationskonflikt. Beschrieben wird, daß die Zwistigkeiten die ganze Familie betreffen. Im Gegensatz zu Matthäus erwähnt Jesus auch die Frauen, die in derartige Konflikte involviert sind. Sie sind von der Botschaft Jesu in gleicher Weise betroffen wie die Männer und sind ebenso Konfliktpartner, die sich mit "Feuer" an der grundsätzlichen Lebensentscheidung beteiligen. Jesus macht mit seinen Worten deutlich, welche Konsequenzen es haben kann, wenn man sich auf seine Botschaft einläßt und diese ernst nimmt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Tagesgebet


Guter Gott, das, was Jesus uns Menschen mitteilt, kann manchmal wie Feuer wirken; ein Feuer, daß uns begeistert, aber auch ein Feuer, das manche wieder löschen wollen.
Hilf uns, daß wir deine Botschaft richtig verstehen können, auch wenn das manchmal schwer ist, und sei bei uns, wenn wir nun miteinander auf dein Wort hören und darüber nachdenken, damit wir in Freude gemeinsam diesen Gottesdienst feiern können.
Das bitten wir dich durch Jesus Ghristus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Gespräch vor dem Evangelium


Der/Die Gottesdienstleiter/in nimmt ein Streichholz zur Hand und zündet es an. Damit entzündet er/sie dann eine oder mehrere Kerzen, sodaß ein richtiges Feuer entsteht. Dann fragt er/sie die Kinder, was man mit Feuer alles machen kann und was passieren kann, wenn irgendwo Feuer brennt (z.B. wärmen, kochen, erleuchten, aber auch verbrennen, versengen, verletzen, ausräuchern...). Es ist wichtig, daß sowohl die positiven, als auch die negativen Seiten des Feuers erwähnt werden. In unserer Sprache gibt es einige Redewendungen, in denen "Feuer" oder "brennen" vorkommt. Die Kinder können versuchen, ein paar derartige Redewendungen zu sammeln: z.B. vor Liebe brennen, mir raucht der Kopf, mir brennt das Herz, mir wird ganz warm ums Herz, mich trifft der Hitzschlag ...

Dann sagt der/die Gottesdienstleiter/in: "Im heutigen Evangelium sagt Jesus, daß er auf die Erde gekommen ist, um Feuer zu bringen. Wahrscheinlich haben auch die Menschen, die Jesus damals zugehört haben, bei diesen Worten gleich an die verschiedenen Auswirkungen von Feuer gedacht. Wenn irgendwo Feuer brennt, dann kann es auch sein, daß die Feuerwehr kommt und dieses Feuer löscht. Auch das ist mit den Worten von Jesus passiert. Es gab immer wieder Leute, die nicht wollten, daß so viele Menschen von Jesus begeistert sind. Die waren es dann auch, die wollten, daß Jesus stirbt. Aber hören wir nun, was Jesus noch gesprochen hat". Es folgt das Evangelium.

Verkündigung


Wie das mit dem Feuer gemeint sein könnte, haben wir schon vorhin miteinander überlegt. Aber Jesus spricht ja sogar davon, daß die Menschen seinetwegen miteinander streiten werden. Schauen wir uns das noch einmal näher an.
(Der Priester schaut mit den Kindern folgende vier Zeichnungen an und fragt sie, welche der vier Zeichnungen wohl nicht zu den anderen dreien beziehungsweise zum Evangelium paßt.)



Das ist das Bild, das nicht dazugehört:Man streitet, wenn es Sinn haben soll - miteinander, nicht gegeneinander.

Wir sehen also, es geht nicht darum, daß plötzlich viele auf einen losgehen und "niederstreiten". Das wäre nicht fair. Aber oft ist es eben nötig, daß Menschen miteinander streiten, nämlich dann, wenn sie verschiedener Meinung sind. Und das meint Jesus auch, wenn er sagt, daß es Streit geben wird. Die einen - und das kann auch innerhalb einer Familie vorkommen - werden sagen: "So wie Jesus wollen wir auch leben. Das ist gut so." Und die anderen sagen: "Ach geh, das, was dieser Jesus sagt, ist doch dummes Zeug. Das hilft doch keinem." Wenn nun der erste nicht gleich von seiner Meinung abkommt, und darauf hofft Jesus, dann wird er wohl mit dem anderen zu streiten beginnen. Habt ihr schon einmal davon gehört, daß ein Mensch mit einem anderen gestritten hat, weil er von seiner guten Idee nicht abgehen wollte ?
(Die Kinder erzählen einander nun solche Beispiele. Dabei soll es nicht in erster Linie darum gehen, ob sie so eine Begebenheit selbst miterlebt haben, sondern darum, wovon sie von anderen schon gehört haben. In dieses Gespräch können auch gut die Erwachsenen im Gottesdienst miteinbezogen werden.)

Fürbitten


Hier sollte sich der/die Gottesdienstleiter/in selbst einige Beispiele überlegt haben, z.B. ich wünsche ihnen, daß sie sich das trauen, daß sie der Mut nicht verläßt, daß sie Freunde haben; daß sie Erfolg haben; daß sie andere von ihren Ideen begeistern können; daß sie unterstützt werden.

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 20. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...