• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Modellsuche

Textsuche:

Alter deiner Kinder:
von bis

Aufwand:

Schlagwort

Kategorien
Ausflug
Basteltipps
Bausteine
Gruppenstunde
Lager
Messmodelle
Spiele

0

 

Gott, unser Vater

Messmodelle

Hintergrund

Im Evangelium werden wir daran erinnert, wie gut Gott zu uns ist. Er ist so gut, daß wir mit jeder Bitte zu ihm kommen können. Dabei wird auch überlegt, welche Arten von Bitten es gibt. Der Gottesdienst kann ein Anstoß zu Gestaltung und persönlichen Gebeten von Kindern sein.

Material

  • Bilder zum Thema Gastfreundschaft
  • Bilder: Fisch, Schlange, Ei, Skorpion
  • Zettel und Stifte für alle

Aufbau

Dazu sind folgende Elemente des Gottesdienstes gestaltet:

  • Tagesgebet
  • Lesung
  • Predigt
  • Fürbitten

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir die zweite, kürzere Lesung.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 18,20-32

In jenen Tagen sprach der Herr zu Abraham: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre Sünde, ja, die ist schwer. Ich will hinabgehen und sehen, ob ihr Tun wirklich dem Klagegeschrei entspricht, das zu mir gedrungen ist. Ich will es wissen.
Die Männer wandten sich von dort ab und gingen auf Sodom zu. Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn.
Abraham trat näher und sagte: Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen? Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt: Willst du auch sie wegraffen und nicht doch dem Ort vergeben wegen der fünfzig Gerechten dort? Das kannst du doch nicht tun, die Gerechten zusammen mit den Ruchlosen umbringen. Dann ginge es dem Gerechten genauso wie dem Ruchlosen. Das kannst du doch nicht tun. Sollte sich der Richter über die ganze Erde nicht an das Recht halten? Da sprach der Herr: Wenn ich in Sodom, in der Stadt, fünfzig Gerechte finde, werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf. Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten?
Nein, sagte er, ich werde sie nicht vernichten, wenn ich dort fünfundvierzig finde.
Abraham fuhr fort, zum Herrn zu reden: Vielleicht finden sich dort nur vierzig. Da sprach er: Ich werde es der vierzig wegen nicht tun.
Und weiter sagte Abraham: Mein Herr zürne nicht, wenn ich weiterrede. Vielleicht finden sich dort nur dreißig. Er entgegnete: Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde.
Darauf sagte Abraham: Ich habe es nun einmal unternommen, mit meinem Herrn zu reden. Vielleicht finden sich dort nur zwanzig. Er antwortete: Ich werde sie um der zwanzig willen nicht vernichten. Und nochmals sagte er: Mein Herr zürne nicht, wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife. Vielleicht finden sich dort nur zehn. Und wiederum sprach er: Ich werde sie um der zehn willen nicht vernichten.

2. Lesung: Kol 2,12-14

Schwestern und Brüder! Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben.
Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, daß er ihn an das Kreuz geheftet hat.

Evangelium: Lk 11,1-13

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.
Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote, denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Laß mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Hintergrund Evangelium:

Abba, Vater


Auf die Frage der Jünger "Herr, lehre uns beten" beginnt Jesus mit den Worten "abba..." - "Vater...". Diese Anrede "Vater", aramäisch "abba", ist typisch für das Gottesbild Jesu. Es entspricht der familiären Anrede des Vaters, wie z.B. Papa oder Väterchen. Nur Familienangehörige, besonders die Kinder, nicht aber Knechte durften den Vater so anreden. Als Anrede für Gott kommt das Wort "abba" vor der Zeit Jesu nicht vor, denn ein Jude hätte es nie gewagt, sich so an Gott zu wenden. Somit hat Jesus mit dieser Anrede Gottes, die er gern verwendet, eine neue Wendung in der Gottesbegegnung gebracht. In dieser offenbart sich Gott als zärtlich liebender Vater.

Das "Vater unser"


Das Vater unser ist uns sowohl im Matthäus - als auch im Lukasevangelium überliefert: Bei Lukas ist es ein Teil einer umfangreichen "Gebetslehre", bei Matthäus ist es das Beispiel für das Beten der Jünger Jesu. Auffällig ist ferner, daß Matthäus eine längere Gebetsfassung als Lukas hat. Nach allgemeiner Auffassung kommt der lukanische Text der auf Jesus zurückgehenden Gebetsform näher, wenn auch manche Formulierungen bei Matthäus ursprünglicher sein dürften (beispielsweise die Bitte um das "heutige" Brot und die Rede von den zu vergebenen "Schulden"). Das Vater unser leitet die große Perikope über das Bittgebet bei Lukas ein, die mit der Verheißung der Gabe des Heiligen Geistes in Vers 13 abgeschlossen wird. Nach der Vater(abba)-Anrede folgt die Doppelbitte, Gott selbst möge seinen Namen heiligen und sein Reich kommen lassen, was einem Bekenntnis der Allmacht Gottes nach orientalischer Auffassung entspricht. Es folgen die drei "Wir-Bitten": Die "Brot-Bitte" erfleht im Vers 3 von Gott heute das Brot für morgen, was auf keine lange Zukunftsabsicherung der Menschen hindeutet, sondern betont, daß Gott einer ist, der jeden Tag mit uns ist. Vers 4 bittet um die Vergebung der Sündenschulden durch Gott mit der Begründung, daß auch wir jedem seine Schuld erlassen. Sündige Menschen gewinnen in ihrer Hoffnung auf das Reich Gottes die Freiheit, selbst jedem zu verzeihen. Die letzte Bitte um Bewahrung vor Versuchung hat sicher die Möglichkeit des Glaubenszweifels und des Abfalls vor Augen, obwohl durch Versuchung der Glaube auch reifen und wachsen kann.

Der bittende Freund


Die Charakteristik des Vaterunser-Bittgebets wird durch dieses Gleichnis unterstrichen. Nicht aus Freundschaft, sondern wegen der leidigen Zudringlichkeit wird wohl der Freund dem Freund drei Brote für dessen mitternächtliche Notlage - durch den unerwarteten Besuch - leihen, denn die Gastfreundschaft war ein geheiligtes Recht. Wenn schon Menschen in dieser Welt sich helfen, wieviel mehr wird Gott den Menschen helfen! Das Gleichnis legt also sowohl Gottes Güte als auch eine daraus orientierte Regel für die christliche Gemeinde nahe. Auch Gott gibt jedem glaubendem Menschen "was er braucht", die Kraft des Heiligen Geistes.

Vom Vertrauen beim Beten


Das Thema des "Bi22:03-ttgebetes" wird hier weiter ausgeführt. Auf eine jeweilige Aufforderunq folgt die Verheißung: bitten - empfangen, suchen - finden, klopfen - öffnen. Wenn schon im familiären Vater-Sohn-Verhältnis keine Schlangen (In Palästina gab es 30 Arten von verschiedenen Schlangen, manchmal mit tödlichem Gift; sie sind auch Symbol für die Macht des Bösen) und Skorpione (Es gab 10 verschieden Skorpionarten in Palästina; sie sind Symbol einer feindlichen und grausamen Welt) als Kindernahrung verabreicht werden, wie viel mehr wird Gott seine Geschöpfe nur mit guter Nahrung versorgen (Fisch und Ei gelten als Grundnahrungsmittel der Juden schlechthin). Der Schluß von "bösen Menschen" auf den "guten Gott" verdeutlicht, daß Gott mehr gibt als "das Gute" allgemein, er gibt den "Heiligen Geist", in dem die Gemeinde glaubensstark durchhalten kann bis zum Wiederkommen des Herrn. Auf den Heiligen Geist dürfen auch wir in unserer Kirche heute immer wieder hoffen, denn "unser Vater im Himmel" gibt uns, was wir brauchen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Tagesgebet


Guter Gott,
wir danken dir, daß wir mit all unseren
Bitten zu dir kommen dürfen.
Laß uns darauf vertrauen, daß du unsere
Bitten hörst und ernst nimmst.
Das bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn.

Lesung


Statt eines vorgelesenen Textes spielen einige Kinder etwas vor.
Drei Kurzszenen:
1.) Zwei Kinder sitzen da und zeichnen. Eines möchte sich einen Buntstift vom anderen ausborgen. Dieses will vorerst keinen hergeben. Als das bittende Kind zu lästig wird, bekommt es einen Buntstift, um endlich Ruhe zu geben.
2.) Die Familie sitzt beisammen. Ein Kind ist krank. Es bittet die Mutter oder den Vater, ihm ein Glas Fruchtsaft ans Bett zu bringen. Sofort bekommt es, was es haben will.
3.) Drei Geschwister schreiben Hausaufgaben. Man hört eine Stimme die ruft: "Kann bitte jemand den Mistkübel ausleeren gehen?" Maria zu Bernhard: "Bitte geh du, ich bin gerade mitten in einer schwierigen Rechnung und brauche damit noch einige Zeit." Bernhard: "Ich will nicht, ich möchte die Geschichte noch fertig lesen, well ich nachher einen Aufsatz darüber schreiben muß. Aber Elisabeth, kannst du bitte gehen?" "Ich hab zwar auch überhaupt keine Lust, aber ich glaube, ich kann meine Aufgabe noch am ehesten unterbrechen. O.K., ich geh dann, (ruft hinaus) Mutti, ich komme gleich."

Gleich an das Spiel schließt das Evangelium an:
In diesem Spiel haben wir gesehen, wie verschiedene Menschen einander um etwas bitten. Auch im Evangelium hören wir von einem Mann, der seinen Nachbarn um etwas bittet. Der will ihm, so wie im ersten und letzten Spiel, nicht gleich seine Bitte erfüllen. Wenn wir ganz genau hinhören, merken wir auch, daß uns Jesus heute auch etwas über das Bitten zum lieben Gott mitteilt.
(Jetzt wird das Evangelium gelesen.)

Predigtskizze


In der Predigt soll noch einmal Schritt für Schritt nachvollzogen werden, was sich in dieser Szene abgespielt hat. Dabei soll deutlich gemacht werden, welchen Stellenwert zu der Zeit damals die Gastfreundschaft hatte und wie die Wohnsituation war. Das könnte mit Bildern unterstützt werden. Wenn keine Bilder zur Verfügung stehen, können wir selber ausprobieren, wie das so ist, wenn viele Leute auf einer Matratze liegen und welche Umstände es macht, wenn einer von ihnen mitten in der Nacht aufstehen muß. Um das Bild von den Fischen und den Eiern zu erklären, haben wir zwei große Bilder. Auf einem ist ein Fisch, auf dem anderen eine Schlange abgebildet. Zuerst betrachten wir die beiden Bilder aus der Ferne. Wir schauen, wie nahe das Bild sein muß, damit wir die Schlange vom Fisch unterscheiden können. Dasselbe machen wir mit Ei und Skorpion.

Jetzt haben wir gesehen, daß es in der Geschichte aus der Bibel für den Nachbarn gar nicht so einfach war, die Bitte des Mannes zu erfüllen. Und Jesus sagt nun: Wenn schon die Menschen einander Bitten erfüllen, wie gut muß dann erst unser Vater im Himmel sein, der doch viel besser zu den Menschen ist, als die Menschen untereinander. Also ist diese Geschichte eigentlich eine Geschichte darüber, wie gut Gott zu uns Menschen ist.

Fürbitten


Auf jedem Platz liegen Zetteln und ein Bleistift. Jeder, der will, kann nun seine persönlichen Bitten an den lieben Gott daraufschreiben oder auch zeichnen. Die Zettel werden dann entweder auf Packpapier, das im Kirchenraum hängt, aufgeklebt oder in Körbchen gesammelt und bei der Gabenbereitung zum Altar vorgetragen.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 17. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...