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Habt ihr kein Vertrauen?

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Hintergrund

Im Sturm am See machen die Jünger die leidvolle Erfahrung, dass sie Angst haben, weil sie meinen, dass Jesus sich zu wenig um sie kümmert. Auch Kinder haben manchmal das Gefühl, dass Gott "schläft", dass er sich nicht immer um die Menschen kümmert. Darum soll dieser Gottesdienst uns Gelegenheit geben, uns zu fragen, wann wir uns von Jesus oder Gott alleine gelassen fühlen.

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Lied zum Beginn
  • Kyrie
  • Evangelien spiel
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Lied zum Friedensgruß

 

Bibelstellen

1. Lesung: Ijob 38, 1.8-11

Der Herr antwortete dem Job aus dem Wettersturm und sprach: Wer verschloss das Meer mit Toren, als schäumend es dem Mutterschoß entquoll, als Wolken ich zum Kleid ihm machte, ihm zur Windel dunklen Dunst, als ich ihm ausbrach meine Grenze, ihm Tor und Riegel setzte und sprach: Bis hierher darfst du und nicht weiter, hier muss sich legen deiner Wogen Stolz?

2. Lesung: 2 Kor 5,14-17

Brüder und Schwestern! Die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben. Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde. Also schätzen wir von jetzt an niemand mehr nur nach menschlichen Maßstäben ein; auch wenn wir früher Christus nach menschlichen Maßstäben eingeschätzt haben, jetzt schätzen wir ihn nicht mehr so ein. Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.

Evangelium: Mk 4,35-41

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

Hintergrund Evangelium:

Innerer Aufbau


Die Wundererzählung vom Sturm am See ist in ihrem Kernbestand im Stil einer Dämonen Austreibung Geschichte gestaltet. Auf die szenische Einleitung folgt die Schilderung einer Notsituation, die Bitte um Errettung, ein Befehlswort durch Jesus, das ein Wunder wirkt, die Reaktion der Anwesenden in Furcht und das Staunen. Der alttestamentliche Hintergrund der Jona-Erzählung deutet auf einen Überbietungseffekt hin: Jesus ist mehr als Jona!

Plötzlicher Sturm


Am See Genezareth waren plötzlich Stürme keine Seltenheit. Ein von den steilen Hängen der Golanhöhen fallender Wind konnte mit seiner Kraft leicht ein Stürmen auf dem See verursachen. Den Jüngern ist also die große Gefahr solcher Stürme durchaus bekannt. Die Schilderung kann uns aber auch darauf hinweisen, dass der Autor die Wetterverhältnisse am See Genezareth selbst gut kennt und möglicherweise eigene lebendige Erinnerungen festgehalten hat.

Jesus schläft


Im Kontrast zum Toben der Wellen wird die Ruhe, die von Jesus aus geht, geschildert. Er ruht auf einem Kissen, das den Ruderern sonst zum Sitzen dient, ohne sich von dem bedrohlichen Sturm stören zu lassen. In diesem Abschnitt des Textes erkennen wir, dass der Schreiber des Markusevangeliums gerne kleine Details beschreibt, um die Ereignisse für die Hörer noch anschaulicher zu gestalten. Die Jünger sind aber durch das Schlafen Jesu noch mehr beunruhigt, sie fühlen sich von ihm allein gelassen, wecken ihn und begegnen ihm vorwurfsvoll, weil sie nicht verstehen können, wie er in derart großer Gefahr schlafen kann.

Nur ein Befehl


Die Erzählung schildert eindrucksvoll, wie ein kurzer Befehl durch Jesus genügt, um den tobenden See zur Ruhe zu bringen. Jesus steht in den Augen des Erzählers der Wundergeschichte an Gottes Stelle. Auch hier zeigt eine Gegenüberstellung mit der Jona-Geschichte, die dem Wunder das Gebet vorausgehen lässt, dass Jesus als einer dargestellt wird, der kraft der ihm zukommenden Vollmacht sogar gegen Naturgewalten auftreten kann.

Angst und Vertrauen


Auf den ersten Blick scheint es, als handle Jesus nicht gerade freundlich seinen Jüngern gegenüber. Wenn wir aber den Text genauer lesen, dann fällt auf, dass Jesus zuerst das beseitigt, was seinen Freunden Angst macht, und dann erst weist er sie im Gespräch auf ihr mangelndes Vertrauen hin. Und doch werden die Jünger eine tiefe Furcht nicht los. Sie können nicht verstehen, was da vor sich geht. Markus drückt hier aus, wie Menschen reagieren können, wenn sie Gott begegnen; Erschrecken und Staunen kennzeichnen die Reaktionen der Menschen.

Zusammenhang


Markus richtet sich mit dieser Erzählung deutlich an seine Gemeinde, die offenbar gerade in einer Phase des Zweifels und des Unglaubens ist. Die Jünger sollen ihr zum warnenden Beispiel werden, nicht dem gleichen Unglauben zu verfallen. Markus will seinen Zuhörern Jesus als den Retter in der größten Not nahebringen. Er will die Gemeinde ermuntern, auch in Zeiten der Bedrängnis und der Verfolgung von außen und der Anfechtungen von innen ihr Vertrauen nicht zu verlieren und sagt ihnen: "Jesus ist mit euch im Boot!"

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Guter Gott, es gibt immer wieder Situationen, in denen wir uns alleine gelassen fühlen. Wir glauben dann, dass du gar nicht da bist. Und doch sagt uns Jesus immer wieder, dass du bei uns bist. Herr, erbarme dich unser. Guter Gott, manchmal haben wir Angst, weil wir glauben, dass wir etwas nicht alleine schaffen. Wir fühlen uns dann ganz hilflos. Und doch sagt uns Jesus immer wieder, dass du uns zur Seite stehen willst. Christus, erbarme dich unser. Guter Gott, manchmal sind wir zornig, weil die Dinge nicht so klappen, wie wir uns das vorgenommen haben. Am liebsten wollen wir dann gar keinen Menschen sehen. Und doch sagt uns Jesus immer wieder, dass wir miteinander und mit dir das Leben besser gestalten können. Herr, erbarme dich unser.

Evangelienspiel


Das Evangelium eignet sich, es vorzuspielen. Aus Packpapier oder Karton ist ein Schiff ausgeschnitten, vor dem die Jünger und Jesus sitzen. Ebenfalls aus Packpapier sind Wellen ausgeschnitten, die um den Seesturm anzudeuten von zwei Leuten während des Spiels bewegt werden. Besonders schön wäre, im Hintergrund das Brausen eines Sturmes auf Kassette abzuspielen.

Verkündigung


Die Verkündigung sollte zwei Teile umfassen. Im ersten Teil wird gefragt, ob etwas an Jesu Verhalten schwer zu verstehen ist. Die Jünger haben Angst gehabt, weil sie sich von Jesus allein gelassen fühlten. Aber Jesus hat ihnen dann gezeigt, dass er bei ihnen ist und ihnen hilft, wenn sie etwas brauchen. Im zweiten Teil wird überlegt, ob es in unserem Leben Situationen gibt, in denen Menschen glauben, dass Jesus schläft, er nicht bei ihnen ist. Nach einer kurzen Sammelphase werden Kleingruppen gebildet, die sich jeweils eine Situation aussuchen. Jede Gruppe spielt dann ihre Situation oder Begebenheit vor dem Hintergrund des Packpapierschiffes den anderen Kindern vor. Kleingruppen, in denen eher jüngere Kinder sind, sollten von Jungschargruppenleitern oder Erwachsenen unterstützt werden. In all diesen und noch viel mehr Situationen glauben wir, ganz allein dazu stehen. Und doch will Jesus uns sagen, dass wir uns nicht entmutigen lassen sollen, auch, wenn das manchmal schwer ist. Denn irgendwie ist er dann doch in unserer Nähe und hilft uns, wenn wir es wirklich nötig haben.

Fürbitten


Zu den Fürbitten falten wir aus Papier kleine Schiffchen. Wer will, kann nun auf die Schiffchen schreiben, wen oder welche Menschen Jesus nicht alleine lassen soll, für wen wir jetzt besonders bitten wollen. Wer etwas bitten will, das aber nicht auf das Schiffchen schreibt, kann es einfach den anderen mündlich mitteilen und sein Schiffchen auf das große Packpapierschiff kleben. Wenn sehr viele Gottesdienstteilnehmer Bitten haben, so werden die Erwachsenen gebeten, ihre beschriebenen Schiffchen nach den laut ausgesprochenen Bitten auf das große Schiff zu kleben.

Publikation: Effata

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Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : 12.Sonntag im Jahreskreis

 

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