• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Modellsuche

Textsuche:

Alter deiner Kinder:
von bis

Aufwand:

Schlagwort

Kategorien
Ausflug
Basteltipps
Bausteine
Gruppenstunde
Lager
Messmodelle
Spiele

0

 

Rausgehaktion Schönbrunn

Ausflug Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Ziel

Im Rahmen einer Spielgeschichte können die Kinder den teilweise neu gestalteten Tiergarten Schönbrunn kennenlernen und erforschen.

Material

  • Stifte
  • 3 große Kuverts, darin:
  • kopierte Leserbriefe (1 pro Kleingruppe)
  • dreigeteilte Papierblätter
  • Vordruck für Gattungsschilder
  • Pläne vom Eingang zum Singvogelhaus; einen für 4 Kinder
  • Weltkarte mit eingezeichneten Bananenanbaugebieten
  • Papieraffen
  • Affenfutter nach Vorlage
  • Klebstoff
  • weiße Straßenkreide
  • Jause für zu Mittag
  • Geld für den Eintritt
  • eine Gesamtskizze vom Tiergarten mit der zu gehenden Route
  • Karten mit vier Fellmusterungen für die Kinder
  • Die Materialien kannst du im JS-Büro (01/51552/3396) ausborgen!

Aufbau

In die Aktion sind Elemente eingebaut, die nur zu bestimmten Zeiten stattfinden; so heulen die Wölfe nur beim Läuten der Kirchenglocken der benchbarten Pfarre Maria Hietzing, und die Fütterung der Mähnenrobben ist immer um 15.30. Wann Du Dich mit Deinen Kindern triffst und sie als Antal Feststehtnicht bzw. Edith Klingtgut begrüßt, hängt natürlich von der Nähe Deiner Pfarre zum Zoo ab; jedenfalls wäre es günstig, um 10.30 den Tiergarten zu betreten (von der U4 — Station Hietzing geht man ca. 10 Minuten). Der folgende Zeitplan gibt nur Richtwerte an; Falls Deine Kinder für manche Stationen länger brauchen, kannst Du zum Beispiel das Eisschollenspiel nach der Mähnenrobbenfütterung machen; Du solltest Deinen Kindern auf jeden Fall genug Zeit zum Beobachten der Tiere geben und sie nicht hetzen!
1)10.30 — 11.45
2)Wolfsgeheul um 12.00;
3)Tirolerhof: Mittagspause bisca. 13.30
4)Raubkatzen 13.30 — 14.15
5)Affen 14.15 — 15.00
6)Eisschollenspiel 15.00 — 15.30
7)Mähnenrobbenfütterung um 15.30

 

Grundsätzliches:
Natürlich ist allein ein Besuch im Tiergarten schon eine Riesenattraktion für die Kinder. Der Tiergarten Schönbrunn hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und die Direktion und die Zooschule achten nun auf eine artgerechtere Tierhaltung. Das nun schon sehr weitläufige Areal ist mit einer Kindergruppe an einem Tag oder Nachmittag nicht mehr so leicht bewältigbar. Schließlich fanden wir es wichtiger, die "Highlights der Tiere" in einer Route unterzubringen und für diese genügend Zeit zu haben, sie auch ein bißchen beobachten zu können und das ein oder andere Wissen spielerisch mitzunehmen, als alles zu sehen.

Wir haben die Aktion für 3-4 Gruppenleiter/innen geplant. Zwei von ihnen schlüpfen in die Rolle von Frau Dozentin Edith Kingtgut und Herrn Professor Antal Feststehtnix (=Spieleiter/innen), die anderen beiden kümmern sich um die Kinder, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und passen auch darauf auf, dass sich die Kinder "zoogerecht" verhalten.Solltest du mit einer kleinen Kindergruppe unterwegs sein, reichen auch zwei Gruppenleiter/innen, wobei es dann nur eine Dozentin oder Professor gibt und eine/n "neutrale/n" Gruppenleiter/in. Falls du mit einer sehr großen Gruppe nach Schönbrunn kommst, empfiehlt es sich, mehr als zwei "neutrale" Gruppenleiter/innen mitzunehmen. Als Richtwert: pro fünf Kinder ein/e Gruppenleiter/in!

Für die Aktion eignet sich ein schulfreier Tag, oder auch die Ferien. Ihr habt dann einen ganzen Tag zur Verfügung, den Ihr gemütlich nutzen könnt.
Die einladung zur Rausgehaktion sollten die Kinder spätestens zwei Gruppenstunden davor erhalten, damit es zu keinen Terminkollisionen kommt und du das Eintrittsgeld rechtzeitig erhältst.

Hierzu auch gleich die Öffnungszeiten des Tiergartens in Schönbrunn:
Jänner 9.00-16.30
Februar 9.00-17.00
März 9.00-17.30
April 9.00-18.00
Mai bis September 9.00-18.30
Oktober bis Ende der Sommerzeit 9.00-17.30
November 9.00-16.30
Dezember 9.00-16.30

Eintrittspreise (Stand 1.1.1999)
Erwachsene
Einzelpreis ATS 95,-
Schüler, Studenten bis 27 Jahre, Grundwehr- und Zivildiener, Mindestrentner, Behinderte
Einzelpreis ATS 45,-
Gruppen ab 10 Personen ATS 30,-

Es empfielt sich, das Eintrittsgeld bereits in der Gruppenstunde vor der Aktion von den Kindern einzusammeln!

Heulen der Wölfe in Schönbrunn:
Mo, Die, Mi: 7.00, 12.00, 17.45, 19.00
Do, Fr: 7.00, 7.45, 12.00, 19.00
Sa: 7.00, 12.00, 18.15, 19.00
So: 8.15, 9.45, 12.00, 18.15


Zur Spielgeschichte


Ihr begrüßt die Kinder als Prof. Antal Feststehtnicht" bzw. "Frau Doz. Edith Klingtgut" und erzählt, dass in Schönbrunn ein äußerst seltsames Tier gesichtet wurde. Es gibt Tatsachenberichte und Augen- und Ohrenzeugen, doch niemand hat das Tier ganz gesehen. Nachdem was man sich aber so erzählt soll es ein Ungeheuer sein! Man hat euch (den Professor/die Dozentin) um Hilfe gebeten aber ihr wißt nicht recht weiter, und ein bißchen fürchtet ihr euch ja auch, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Ihr bittet also die Kinder, mit euch nach Schönbrunn zu kommen, und ihr zeigt einmal her, was ihr schon so für Indizien gesammelt hat, und was es denn so mit den Zeugenaussagen auf sich hat.

Außerdem richten die Besucher auch noch andere Fragen an euch, mit denen ihr euch in letzter Zeit nicht beschäftigen konntet. Auch dazu bittet ihr immer wiederdie Kinder um Hilfe.


Wo geht´s denn bitte hier hin?


Gleich nach dem Eingang in den Tiergarten versammelt ihr eure Helfer/innen und liest einen Brief vor:

"Lieber Professor, Liebe Dozentin"
Als langjährigen Besucher des Tiergartens Schönbrunn wundere ich mich über Ihre Umbauten. So kann ich nun den Weg zum Singvogelhaus nicht mehr finden, und bitte um Ihre Hilfe. Ich hätte gerne einen Plan, wie man dort jetzt hinkommt.
Vielen Dank
Herr Pokorny

Ihr habt für die Kinder Pläne vorbereitet und Feststehtnix oder Klingtgut sagt dazu in etwa: "Ich habe mir jetzt was überlegt, damit ich dem Herrn helfen kann, und würd vorschlagen, wir probieren diesen Plan gleich einmal aus und schauen, ob der so stimmt..."

Ihr teilt die Pläne (Materialpakete) an Kleingruppen aus, und Ihr setzt Euch in Bewegung. Wichtig ist, daß die Kinder ausprobieren können, ob der Plan zum Singvogelhaus auch stimmt...

Auf dem Weg erzählt ihr von den Zeugenaussagen zu dem Ungeheuer: "Die einen sagen, sie hätten gehört, wie es zu Mittag immer furchtbaren Hunger hat und ganz laut heult. Da flüchten dann alle Tiere und werden ganz nervös.
Eine Frau hat mal das Fell gesehen. Es hatte Streifen am Bauch und kleine Tupfen an den Beinen und bei den Augen schwarze Linien. Sie konnte die Fellarten aufzeichnen. Einer anderen Frau hat es die Jause weggefressen. Sie hatte ein Thunfischsandwich mit und Sardinen. Ein Mann schwört aber, dass das Tier ihm die Banane weggeschnappt hat, aber gesehen hat er es nicht. Es ist alles sehr verdächtig."

In Wahrheit handelt es sich hier natürlich um verschiedene Tiere, die die Zoobesucher gesehen und gehört haben, und das ist es, was die Kinder im Laufe der Zeit auch herausfinden.


Wenn ich ein Vöglein wär....oder: was Besucher in Schönbrunn so alles erleben


Beim Singvogelhaus angekommen freut ihr euch, dass der Plan also gestimmt hat. Ihr könnt die Pläne wieder einsammeln, damit die Kinder wieder die Hände frei haben.
Die nächste Aktion beginnt vor demSingvogelhaus. Geheimnisvoll holt Feststehtnix oder Klingtgut drei Kuverts aus der Jacken/Manteltasche und bittet die Kinder sich in drei Gruppen zu teilen. Auf den Kuverts ist "TopSecret" vermerkt. Leise flüstert der ihr, dass euch seit längerer Zeit schon die Besucher des Tiergartens mit Leserbriefen (Materialpaket) plagen und er/sie einfach nicht dazukommt, diese zu behandeln, weil euch diese Ungeheuergeschichte davon abhält. Ihr bittet die Kinder nun, euch zu helfen, und sich diskret zu verhalten, weil gerade eben wartet ihr wieder auf einen Zeugen, um mit ihm/ihr über das Ungeheuer zu reden. Die Leserbriefe drehen sich um dieWaldrapp, eine Familie der Ibisse, die Elephanten, die Klammeraffen und die Erdmännchen. Alle diese Tiere befinden sich in unmittelbarer Umgebung des Singvogelhauses. Die Kinder finden in den Kuverts: Leserbriefe, die Fragen zu den Tieren beinhalten, die die Kinder kurz beantworten können, bzw. gibt es auch etwas zum Zeichnen, wozu die Kinder dann auch Stifte benötigen.

Für jede Kleingruppe gibt es ein dreigeteiltes Blatt Papier vorbereitet, auf dem die Kinder aus drei Körperteilen von den verschiedenen Tieren, die sie zum Beantworten der Fragen besuchen werden, ein Phantasietier zeichnen um dem Professor/der Dozentin aus dem Schlamassel mit der Ausstellungzu helfen. Diesem Phantasietier können die Kindern auch einen Namen geben. Wenn die Kinder alle ihre Leserbriefe behandelt haben, können sie sie an einem ausgemachten Platz, z. B. hinter einer Bank, ablegen, von wo ihr sie dann mitnehmt.

Es ist nicht wichtig, welche Kleingruppe am schnellsten fertig ist, vielmehr solltet ihr die Kinder ermutigen, die Tiere und ihr Verhalten genau zu beobachten! Bevor di eKinder sich auf den Weg machen, erinnert sie daran, dass sie Absperrungen einhalten sollen.

Hier sagen die Gruppenleiter/innen den Kindern noch dazu, daß dieser Besucher wohl etwas verwirrt war und in den Käfig der Waldrapp geraten ist, in den man ja jetzt auch hineingehen kann, und dann dachte, er wäre in einem Zoo eingesperrt. Für diesen Leserbrief ist auch das Gattungsschild (Materialpaket) gedacht, das sich im Kuvert befindet.

Lösungen:
Elephanten haben eine graue Unterlippe.
Elephanten haben auch am Bauch Falten.
Klammeraffen haben vier lange schlanke Finger, keinen Daumen.
Erdmännchen stehen oft aufrecht und sehen sich um, aber es gibt wohl einige andere typischen Bewegungen.

Als Sammelplatz für die fertigen Kleingruppen eignet sich bei Schönwetter der Aussichtsplatz über dem Elephantengehege, dort geht die Aktion dann auch weiter. Bei Schlechtwetter ist der erste Stock des Elephantenhauses ein günstiger Treffpunkt, denn dort können die Kinder auch im Zoo gezüchtete Amphibien und Reptilien ansehen.


...das ist doch zum Heulen...


Über dem Elephantenaussichtsplatz beginnt das Wolfsgehege.
Der Professor/Die Dozentin erzählt den Kindern, ihm/ihr sei zu Ohren gekommen, daß das gesuchte Ungeheuer um zwölf Uhr mittags lauthals Essenszeit verkündet. Wenn Ihr rechtzeitig da seid, werden beim Läuten der Kirchenglocken von Maria Hietzing die Wölfe zu heulen beginnen. (Sie halten die Glocken für ein anderes, fremdes Rudel und heulen, um ihr Revier zu verteidigen.) Tja und so stellt sich also herraus, daß es ja gar kein ungeheuer ist, das da heult, sondern das Wolfsrudel. Da Ihr wahrscheinlich auch schon hungrig seid und bald selbst mittagessen werdet, könnt Ihr mit den Wölfen mitheulen!

Eine Spezialfrage für Unermüdliche: Welches Tier ist Rudelführer/in?
Den /die Rudelführer/in erkennt man an der aufgestellten Rute (=Schwanz).
Das ist auch an der großen Tafel zu lesen, die beim Wolfsgehege aufgestellt ist.


Brettljause


Der Tirolerhof, ein echtes Bauernhaus von 1722, befindet sich den Hang hinauf in unmittelbarer Nähe und eignet sich als Jausenplatz zu Mittag ; bei Schlechtwetter könnt Ihr Euch auch in die Stube setzen. Beim Tirolerhof gibt es alte Haustierrassen zu sehen. Du solltest darauf hinweisen, dass die Kinder die Tiere nicht mit ihrer Jause füttern sollen! Vielleicht eine ganz gute Gelegenheit, ein paar Erinnerungsphotos zu schießen.


Mietz, mietz, mietz, komm Mietzekatze...


Ihr holt dann die Kinder wieder zusammen, um ihnen noch das Ergebnis von dem Treffen mit dem letzten Zeugen, in etwa so, zu berichten: " Ja, dieser Herr sprach wieder einmal von der Fellfarbe des Tieres, gestreift, getupft, mit Kringeln und Rosetten, schwarzen Linien bei den Augen und manchmal ganz schwarz. Wer soll sich denn da auskennen? Außerdem hat es geschnurrt und gepfaucht und hatte einen langen, dünnen Schwanz und blitzende, große Zähne. Und dann hat er noch ganz poetisch dazugesagt: "KEIN TIER, KEIN MENSCH, ob groß oder klein, wird je auf einem Bild mit diesem UNGEHEUER sein! War wohl ein Dichter. Also ich hab da ja schon eine Idee, ihr sicher auch! Was hat er denn da wohl gesehen? Er hat mir die Fellfärbungen genau beschrieben und ich hab sie hier aufgezeichnet".
Ihr zeigt den Kindern die Fellmuster von Tiger, Gepard, Leopard und Jaguar. Wenn die Kinder auf "Raubkatzen" kommen, was ziemlich schnell gehen wird, dann begebt Euch doch gleich einmal vor Ort zu der doch recht weitläufigen Großkatzenanlage. Im Haus drinnen gibt es in der Nähe des Eingangs beim Affenhaus eine Tafel, auf der die verschiedenen Fellmuster der Großkatzen aufgezeichnet sind, jedoch keine Namen dabei stehen. Ihr teilt den Kindern nun Karten mit den Fellzeichnungen aus und meint dann ganz verschmitzt, dass der gute Herr sich eurer Meinung nach ganz schön getäuscht hat, weil er angeblich alle vier Großkatzenarten gesehen hat, wo es doch nur drei gibt, hier in Schönbrunn. Es gibt ja nämlich keinen Jaguar. Aber welcher war das nun schnell und welches Fell gehört zu ihm? Ihr macht Euch mit den Kindern wieder einen Treffpunkt aus, z.B im Haus bei den Tigern und schickt sie, natürlich wieder in Begleitung los, um herauszufinden, welche Katzen es hier gibt, Sie benutzen dazu die Fellmuster und die Tafeln bei den Gehegen, wo die Namen der Tiere verzeichnet sind. Zurück bei Feststehtnix und Klingtgut können die Kinder sich dann noch neben einem Tiger/Geparden/Leoparden/Panther photographieren lassen (was recht gut geht, denn sie liegen oder stehen oft unmittelbar neben der Glasscheibe), um zu zeigen, daß dieses "Ungeheuer" doch neben einem Menschen auf einem Bild sein kann.

Tiger und Gepard können die Kinder noch sehr leicht zuordnen, was oft sehr schwierig ist, ist der Unterschied zwischen der Fellzeichnung des Jaguars und des Leoparden. Der Jaguar hat in den schwarzen Kreisen auf seinem Fell auch noch kleine Tupfen, während der Leopard nur Rosetten hat und sein schwarzer Verwandte der Panther ist. Beim Jaguar gibt es zwar auch melanine Formen (=dunkle Exemplare), sie werden aber nur "Schwärzlinge" genannt


Ich glaub mich laust der Affe...


Nach der Aufregung um die Großkatzen führt ihr die Kinder nun ins Affenhaus, wo es einen jungen Orang Utan gibt (derzeit ist er ca ein Jahr alt). Nachdem die Kinder sich ein bißchen umgesehen haben: "Ich hatte mal eine Schulklasse da, die waren ganz verwundert bei der Fütterung, daß die Affen nicht nur Bananen fressen, und da hab ich dann ein Plakat gemacht, eines so wie dieses (Zauber, zauber..), da kann man darauf sehen, wo überall Bananen angebaut werden auf der Welt und jetzt wollte ich von Euch noch wissen, wo denn die Affen so zu Hause sind..." Die kleinen Papieraffen treten jetzt in Aktion und die Kinder können auf den Gattungstafeln nachschauen, wo die Affen denn so leben, und ob das immer im Bananenanbaugebiet ist. Sie können nun die Papieraffen auf den jeweiligen Lebensraum der Affenrasse kleben.Tatsache jedoch ist, daß Affen auch, neben Bananen, auch noch andere Dinge essen, was ebenfalls auf den Gattungskarten steht, und diese Dinge hast Du auch schon vorgefertigt zum Aufkleben mitgebracht. Die Kinder können sie dann zu den Affen dazukleben und erhalten so einen ziemlich guten Überblick über die Weltweite Affenverteilung und was ein Affe so außer Bananen noch frißt. Tip: Sei darauf vorbereitet, daß manche Kinder von den lebendigen Orang-Utan mehr verzaubert sein werden, als von einem Plakat. Es sollte auf jeden Fall wichtiger sein, daß sie diese wunderbaren, vom Aussterben bedrohten Tiere beobachten können.


Es lebt der Eisbär in Sibirien...oder: Als die Pinguine den Eisbären Lars besuchen fuhren


Klingtgut und Feststehtnix sinniert wieder einmal über das Ungeheuer, das sich ja jetzt immer mehr auflöst: "Tja, und wo wir gerade von Bananen sprachen, fällt mir doch diese Frau wieder ein, die von diesem Ungeheuer behauptet hat, daß es ihre Jause gefressen hat. Also wir haben ja jetzt schon sehr viel aufgeklärt: das heulen um 12.oo Uhr waren die Wölfe, die vielen Fellarten waren die Großkatzen, aber wer könnte denn der armen Frau ihren Fisch wegschnabuliert haben? Ich denke wir sollte uns in die Nähe der Tiere begeben, die hier im Zoo Fisch bekommen, vielleicht taucht das Ungeheuer ja auf, und wir können es sehen! Wir könnten eine kleine Polarexpidition machen!"

Ihr startet im Pinguinhaus. Beim Anblick der Pinguine fühlt ihr euch schon so wie einer und watschelt dann zur Tür hinaus, während ihr die restliche "Pinguinkolonie" (die Kinder) einlädt doch auf eure Eisscholle mitzukommen und vom Südpol aus eine Reise zu unternehmen. Ihr kennt da nämlich einen kleinen Eisbären, Lars (Kinderbuch von Hans de Baer), den er gerne mal besuchen möchte. Ein/e Gruppenleiter/in ist schon vorausgeeilt und hat auf dem Boden mit weißer Straßenmalkreide Eissschollen, passend für Eure Jungschargruppe gemalt. Die Reihenfolge: eine große Eisscholle bei den Pinguinen und eine die kleiner ist, kleine Eisscholle bei den Seehunden und eine noch kleinere, dann wieder große Eisscholle bei den Eisbären, damit die Kinder genug Platz zum Anschauen haben und schließlich kleine Schollen in A3-Blattgröße, jedoch so nahe beieinander, dass die Kinder von Scholle zu Scholle hüpfen können bis zu einem Kreidestrich, dort, wo es wieder Richtung Mähnenrobbenbecken geht. Ihr könntet eine Abwandlung des Spiels "Eisscholle" aus der blauen Spielemappe spielen:

Statt dem Packpapier gibt es eben den Kreidestrich in Form einer Eisscholle. Beim Anblick der antarktischen Vögel verwandeln sich die Kinder selbst in Pinguine und stehen eng gedrängt auf einer Eisscholle. Da Ihr ja zu Lars, dem Eisbären wollt, schwimmt Ihr immer von einer zur Nächsten. Hierzu gibt immer der Oberpinguin, nämlich der Klingtgut und Feststehtnix den Anstoß. Es kann auch einer der anderen Pinguine sein, jedoch muss immer gewartet werden, bis auch alle Mitglieder der Kolonie anwesend sind. Weil ihr ja noch am Südpol seid, haben alle genug Platz, aber ihr driftet immer weiter in Richtung Äquator, folglich werden sie immer kleiner und die Pinguine müssen sich immer weiter zusammenpferchen. Von einer Scholle zur Nächsten weiterschwimmend, dahindriftend, seht ihr Seehunde. Wenn die Eisscholle droht zu klein zu werden, seid ihr glücklicherweise schon am Äquator vorbei und driftet in Richtung Nordpol. Dann erreicht Ihr auch die Eisbären und Lars, wo es ja eine große Scholle gibt. Zum Schluß hüpft Ihr über die kleinen "Schöllchen" zum Kreidestrich, der das Festland zu Grönland markiert. Ganz schön weite Reise, für eine Pinguinkolonie!

Doch auch als Pinguine habt Ihr kein Ungeheuer zu sehen bekommen, und nun möchtet Ihr noch die Mähnenrobben besuchen, die vielleicht gerade gefüttert werden. (gegen 15.30)

Jetzt wart ihr also auch dort, wo Fisch gefüttert wird, und kein Ungeheuer weit und breit- Ihr beschließt, dass die Frau wohl unachtsam ihre Jause weggelegt hat und einer der Pinguine sich das leckere Sandwich wohl geschnappt hat. So war dieses Ungeheuer wohl nur ein Mähr, die aus vielerlei Geschichten entstanden ist.

Durch die tolle Arbeit der Kinder, wurde das Ungeheuer nun entlarvt. Die Dozentin Edith Klingtgut und der Professer Antal Feststehtnix sind sehr froh, dass dieses Mysterium endlich aufgeklärt werden konnte und dass sie nun wieder ihre Forschungsarbeit nachgehen können, ohne ständig von verängstigten Zoobesucher/innen Leserbriefe zu erhalten. Auch sie selbst fühlen sich nun wieder sicher.... Als Belohnung für die Entlarvung des Ungeheuers war natürlich eien Prämie ausgesetzt: Feststehtnix und Klingtgut verteilen an die Kinder dankbar beispielsweise "Leibnitz Zoo" Kekse.


Wieder zu Hause


kannst du mit den Kindern gemeinsam, vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, auch noch eine Ausstellung gestalten, oder ein Plakat, über den Besuch im Zoo.

Außerdem kannst du dir vom Tiergarten erstellte Mappe für Kinder, "Hits for Kids", die schöne Bilder und Informatinen sowie einige Rätsel enthält im Jungscharbüro ausborgen oder bei Libro und direkt im Tiergarten käuflich erwerben.

Autor/in: Lisi Paulovics und Marlene Kirchner

Publikation: KiK 105

Share |

 

Schlagwörter: Rausgehaktion, Spiel, Natur