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Ab ins Bad!

Ausflug Lager Gruppenstunde | Alter: 10-12 | Aufwand: mittel

Ziel

Im Sommer, wenn es draußen immer heißer wird, man neben Trinken und Schwitzen kaum noch zu anderem fähig ist und einfach nur noch raus will, dann weiß man: jetzt ist wieder Zeit fürs Freibad. Das Wasser ist nicht nur angenehm erfrischend, es ist gerade für Kinder auch sehr aufregend, in ein anderes Element einzutauchen, in dem alles inklusive der eigene Körper anders zu funktionieren scheint. Noch spannender ist so ein Besuch im Bad, wenn es auch abwechslungsreiches Programm gibt - möglicherweise eine Aktion für die, die während der Sommerferien zu Hause sind, um einen langen Sommer ohne Jungscharstunden zu überbrücken? Hier gibt es für Euch jedenfalls einige Ideen für Spiele und Aktivitäten im Bad.

Material

Aufbau

 

Rechtliches


Wenn Du mit den Kindern ins Bad gehst, solltest Du Dir auf jeden Fall von ihren Eltern bestätigen lassen (am besten schriftlich), daß sie wissen und es ihnen recht ist, daß Du die Kinder im Bad beaufsichtigst, obwohl Du nicht als Schwimmlehrer/in ausgebildet bist.
Auf dieser Bestätigung können die Eltern außerdem ankreuzen, ob ihr Kind gut, das heißt ohne Schwimmbehelfe sicher schwimmen kann, damit Du weißt, auf welche Kinder Du ein besonderes Auge haben mußt.
Das entbindet Dich natürlich nicht von Deiner Aufsichtspflicht - Du solltest die Kinder vor absehbaren Gefahren bewahren und warnen, darauf achten, daß sie sich an die von Dir vorgegebenen Regeln halten (z.B. nicht allein ins Becken zu gehen) und Du solltest immer wissen, wo die Kinder sich aufhalten.

Grundsätzliches


Es ist für Kinder spannend und aufregend, in ein ganz anderes Element einzutauchen - Du solltest dabei aber daran denken, daß Wasser auch einige Gefahren in sich bergen kann - für Kinder meist noch mehr als für Erwachsene: Das Wasser ist für sie tiefer, sie sind weniger kräftig und auch nicht alle Kinder sind erfahrene "Wasserratten". Ihr Blickfeld ist kleiner, viele Kinder können unter Wasser nicht schauen und haben Angst, sich zu verschlucken. "Wasserscheuheit" ist also eine gesunde Reaktion, Deine Aufgabe ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, dass sie ihre persönlichen Grenzen wahrnehmen und sich dann auch nach ihnen richten können, ohne den anderen gegenüber das Gesicht zu verlieren, wenn sie z. B. nicht ins tiefe Becken wollen. Folgende Regeln sollten jedenfalls gelten:

  • Kein Kind soll zu irgendetwas gezwungen oder gedrängt werden. Es sollte deshalb auch immer die Möglichkeit geben, sich an Land mit etwas Interessantem beschäftigen zu können.
  • Kein Kind wird unfreiwillig untergetaucht - Du stehst in jeder Situation auf der Seite des/der Schwächeren und beendest unfaire Situationen sofort.
  • Beim Spielen im Wasser wird immer auf die Kleinsten Rücksicht genommen - so spielt Ihr im für sie brust-, hüft,- etc. hohen Wasser.




Ideen fürs Wasser



Ringebaum


Zwei Kinder stellen sich als "Ringebaum" auf. Die anderen stoßen sich vom Rand ab und versuchen, tauchend oder schwimmend Ringe an den Armen der zwei Ringebäume zu verteilen.
Material: Ringe

Schippern


Die Kinder stellen sich im schulterhohen Wasser mit Handfassung im Kreis auf. Ein Kind verläßt mit den Füßen den Boden und streckt die Beine nach vorne aus. Der/die linke und der/die rechte Nachbar/in versuchen jetzt, das Kind in eine "Schleuse" (also über die Handfassung von zwei anderen Kindern gegenüber) zu schippern, ohne die Handfassung zu lösen. Dort ordnet sich das geschipperte Kind wieder in den Kreis ein und ein anderes Kind ist an der Reihe.

Kunstspringen


Ein paar Kinder sitzen als "Jury" am Rand des Beckens, sie bekommen von Dir Kärtchen aus an Holzstäbchen festgeklebtem Karton mit witzigen Kommentaren oder Zeichnungen. Die anderen Kinder können kunstvolle - oder rasante Sprünge vollführen, wie es sie gerade freut. Nach jedem Sprung wird von jedem Jurymitglied ein Kärtchen gezeigt und natürlich der Sprung beklatscht!
Die Kärtchen sind nicht als Bewertung der Sprünge gedacht und sollten daher auch nur positive Kommentare oder Zeichnungen beinhalten. Kärtchen könnten z. B. sein: eine Wassernixe, ein Goldfisch, eine bildlich dargestellte "Wasserbombe" mit Zündschnur oder Kommentare wie "Oh Du Wasserratte!", "ultra", etc. Eventuell könnt Ihr auch noch gemeinsam Kärtchen gestalten.
Material: Kärtchen mit witzigen Kommentaren oder Zeichnungen (aus Karton an Holzstäbchen)

Got it


Jedes Kind bekommt vier bis sechs Tauchreifen oder ähnliche Gegenstände, die es je nach Belieben an Arme und Beine fädeln kann. Das Spiel braucht ungefähr ein Quadrat als Spielfeld, es ist jedoch nicht erforderlich, dass das Becken sonst leer ist. Gespielt wird im schulterhohen Wasser (immer vom kleinsten Kind ausgehend).
Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen, wobei diese keine Mannschaften darstellen, es muß für das Spiel nur eingeteilt werden, wer an welcher Seite des Beckens startet.
Die eine Gruppe schwimmt von oben nach unten, die andere von links nach rechts. Jedes Kind schätzt für sich vor Beginn eines Durchgangs, wieviele Reifen es auf die andere Seite schaffen kann und merkt sich diese Zahl. Alle Kinder starten gleichzeitig. Dort, wo sich die beiden Gruppen treffen, können die Kinder, wenn sie wollen, (stehend oder schwimmend) um Reifen spielen, nämlich mittels Schere, Stein, Papier.
Reifen, die während des Schwimmens herunterfallen, können auch von anderen aufgenommen werden. Wenn zwei Kinder gleichzeitig einen Reifen aufheben wollen, entscheidet ebenfalls Schere, Stein, Papier. Findet sich dann niemand mehr zum Wetten, schwimmen die Kinder zu ihrem Zielpunkt, zählen die Ringe und vergleichen die Anzahl mit ihrer Schätzung.

Wer hat den Ball?


In einem überschaubar großen, schultertiefen Becken versucht eine Anzahl von Kindern, einen knalligbunten Pingpongball zu verstecken und so weiterzugeben, daß ein am Beckenrand stehendes und beobachtendes Kind den Ball möglichst schwer erspähen kann. Alle bewegen sich dabei im Wasser und dürfen auch vortäuschen, den Ball zu haben. Wenn ein anderes, zuvor dazu bestimmtes Kind "Stop" ruft, muß der/die Beobachter/in am Rand raten, wer den Ball gerade hat. In einer neuen Runde wird ein anderes Kind Beobachter/in.

Wassergymnastik


Wassergymnastik geht am besten mit Musik. Ihr könnt dabei verschiedenes probieren, z.B.: Wasser treten, einfache Bewegungen über und unter Wasser, etc.

Spiele aus der Spielemappe


Verschiedene Spiele aus der Spielemappe gewinnen im Wasser noch zusätzlich an Reiz - zum Beispiel Gordischer Knoten (3.26), Maschine bauen (3.12) oder "Schlange im Wasser" (2.11) in einem eher kleinen Becken mit knietiefem Wasser.

Schlange im Wasser


Ein Kind liegt als Schlange im Wasser. Die anderen Kinder berühren die Schlange mit ihren Fingern. Wenn ein Kind ruft: "Schlange im Wasser!", streckt die Schlange ihre Arme aus und versucht, eines der Kinder zu berühren. Diese laufen natürlich vor der Schlange davon. Die Schlange darf sich nur auf den Händen abstützend oder schwimmend fortbewegen. Berührt sie ein Kind nach dem "Schlange im Wasser"-Ruf, so ist dieses auch eine Schlange. Das Spiel endet, wenn alle Kinder zu Schlangen geworden sind.
Für dieses Spiel solltest Du das Spielfeld begrenzen.

Gordischer Knoten


Alle stehen im Kreis, strecken ihre Arme in die Kreismitte und machen ihre Augen zu. Jedes Kind faßt nun mit seinen Händen je eine Hand von zwei weiteren Mitspielenden. Dann machen alle die Augen wieder auf. Nun ist ein großer Knoten entstanden, den es - ohne die Handfassung zu lösen - zu entwirren gilt, bis alle wieder im Kreis stehen.

Maschine bauen


Das Ziel dieses Spieles ist es, gemeinsam eine Maschine zu bauen. Ein Kind beginnt und stellt einen Teil der Maschine dar. Dabei macht es eine Bewegung und ein Geräusch dazu. Das nächste Kind baut an dieser Maschine weiter, indem es sich mit einer eigenen Bewegung und mit einem eigenen Geräusch an das vorige Kind, also den vorigen Maschinenteil anhängt. Nach und nach bauen die anderen Kinder an der Maschine in gleicher Weise weiter, bis alle mit Bewegungen und Geräuschen eine große Maschine darstellen.
Ist die Gruppe sehr groß können auch mehrere Maschinen gebaut werden.


Was man noch so alles im Wasser ausprobieren kann...


  • den Safety - Sprung üben - jener Sprung vom Stockerl oder 1m - Brett, bei dem der Kopf des/der Springers/in nicht unter Wasser kommen darf, damit er/sie die Person in Not, die gerettet werden soll, nicht aus den Augen verliert,
  • Rolle vorwärts, Rolle rückwärts
  • im Handstand gehen
  • versuchen, in die verkehrte Richtung zu schwimmen (am Bauch liegend rückwärts, am Rücken liegend mit den Füßen voraus)
  • zwischen gegrätschten Beinen durchtauchen,...




Ideen an Land



Da nicht alle Kinder immer ins Wasser gehen wollen/dürfen/können und auch die ärgsten "Wasserratten" nicht bis zur ultraviolettblauen Lippe im Wasser bleiben sollen, ist es gut, auch ein tolles Outwater - Programm zu haben. Ein paar Vorschläge:

Eistest


Ihr könnt zusammen verschiedene Sorten Eiscreme kaufen, probieren und sie nach verschiedenen Kriterien bewerten: Wie erfrischend, cremig, optisch ansprechend, wohlschmeckend, billig ist das jeweilige Eis? Für die Auswertung könnt Ihr z.B. Klebepunkte und ein kleines Plakat verwenden.

Spielen mit "Waberbällen"


Du steckst eine Wasserbombe so in einen Luftballon, daß ihre Öffnung noch herausschaut, und füllst sie dann, nicht zu prall, mit Wasser. Nachdem Du die Bombe zugeknotet hast, läßt Du sie ganz im Luftballon verschwinden, indem Du ihn aufbläst und zuknöpfst.
Der so entstandene "Waberball" bewegt sich lustig torkelnd, wenn man ihn wirft. Man kann verschiedenes mit ihm ausprobieren, z.B.:
Wie weit könnt Ihr auseinanderstehen, ohne daß der Ball beim Zuwerfen auf den Boden fällt?
Wie stark könnt Ihr den Ball zum Drehen bringen?

Einschmierkreis


Man setzt sich im Kreis so auf, daß jeder den "Vorderrücken" gut einschmieren kann - eine Übung, die man bei starker Sonne immer wieder wiederholen kann. (Für den Einschmierkreis sollte sich die Gruppe schon länger und gut kennen.)

Spiele aus der Spielemappe


Vor Eurem Badbesuch kannst Du Spiele aussuchen, die Du gerne mit den Kindern an Land ausprobieren möchtest - zum Beispiel Wasserreichen (3.41), alle Ball- oder Fangspiele und vieles mehr. Es gibt bestimmt Spiele, die auch Deine Kinder noch nicht kennen.

Wasserreichen


Die Kinder stehen im Kreis. Jedes hält mit seinen Zähnen einen Pappbecher im Mund fest. Der Becher eines Kindes ist mit Wasser gefüllt. Es gießt nun ohne Verwendung seiner Hände den Inhalt seines Bechers in den Becher seines rechten Nachbarn, der wiederum das Wasser weiterreicht. Es soll versucht werden, im Laufe des Spiels möglichst wenig Wasser zu verschütten.

Vorlesen


Wenn Ihr im Bad einen ruhigen Platz findet, ist es besonders nett, sich beim Vorlesen zu entspannen, sich in der Wärme trocknen zu lassen und einmal Pause zu machen - vielleicht hast Du ja sogar eine Geschichte, die zum Thema Wasser paßt?

Jetzt bleibt nichts mehr, als viel Spaß zu wünschen - im, am, auf, mit und ohne Wasser!

Autor/in: Martin Lacroix

Publikation: KiK 106

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Schlagwörter: Spaß, Sommer