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Niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen

Messmodelle

Hintergrund

Nicht die tollen Leistungen sind es, die uns zu "Kindern Gottes" machen, sondern die Tatsache, dass Gott uns liebt. So sind auch nicht die großen Erfolge in unserem Leben miteinander das Ausschlaggebende, sondern das ehrliche Bemühen umeinander.

Material

  • Karton mit großem Kreis darauf (0,5-1m Durchmesser)
  • Dinge für die Herstellung einer Collage (Papierreste, Mosaiksteine, glänzende oder bunte Materialien...)
  • mehrere Tube Leim oder Klebstoff
  • mehrere Kopien des "Mutmacherlieds"

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einzug
  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Schlussgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 13,14.43b-52

In jenen Tagen wanderten Paulus und Barnabas von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien. Dort gingen sie am Sabbat in die Synagoge und setzten sich. Es schlossen sich viele Juden und fromme Proselyten Paulus und Barnabas an. Diese redeten mit ihnen und ermahnten sie, der Gnade Gottes treu zu bleiben.

Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören. Als die Juden die Scharen sahen, wurden sie eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.

Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstoßt und euch des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns jetzt an die Heiden. Denn so hat uns der Herr aufgetragen: Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht, bis ans Ende der Erde sollst du das Heil sein. Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren. Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend. Die Juden jedoch hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf, veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. Diese aber schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen und zogen nach Ikonion. Und die Jünger waren voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist.

2. Lesung: Offb 7,9.14b-17

Ich, Johannes, sah: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. Und einer der Ältesten sagte zu mir: Das sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen, sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.

Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.

Evangelium: Joh 10,27-30

In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Hintergrund Evangelium:

Konflikt beim Tempelweihfest


Das Evangelium dieses Sonntags ist eingebettet in eine Handlung während des Tempelweihfestes in Jerusalem. Die Juden feiern dieses Jahr zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels am 25. Kislew (November/Dezember) 164 v.Chr. Geb. durch Judas Makkabäus, nachdem der Tempel durch Anriochus IV entweiht worden war (vgl. Joh 10,23) wird Jesus von den Juden "umringt", sie fragen ihn: "Wenn du der Messias bist, so sage es uns offen." Nach den Worten Jesu "Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört", beginnt das Evangelium vom 4. Sonntag in der Osterzeit."

"Meine Schafe..."


Jesus bezeichnet sich zu Beginn des 10. Kapitels des Johannesevangeliums als der "Gute Hirte". Darauf bezieht sich auch der 27. Vers:
"Meine Schafe hören auf meine Stimme" und "ich kenne sie". Da es im Land viele wilde Tiere, wie Schlangen, Füchse, Wölfe und sogar Löwen gab, mussten Hirten die Schafherden bewachen. Am frühen Morgen ging der Dorfhirte vor der Herde her und führte sie auf die Weide, abends führte er sie zur Tränke, wo jeder Eigentümer seine Schafe wieder einsammelte, indem er sich durch ein bestimmtes Zungenschnalzen, das die Tiere kannten, zu erkennen gab. In Palästina war es üblich, dass der Hirte sich in der Nacht vor den Eingang des Pferchs legte, um so wilde Tiere am Rauben der Schafe zu hindern (Joh 10,9: "Ich bin die Tür). Der gute Hirte riskiert so sein Leben für die Schafe. So sorgt sich Jesus um die Seinen, er ist den Seinen nicht fremd, sie kennen ihn und folgen ihm nach.

Jesus — der Messias


Es geht (wieder einmal) um die Frage der Messianität Jesu. Die Juden fordern Jesus auf, eine öffentliche Erklärung zur Frage abzugeben, ob er der Messias sei. Die Frage kann aber nicht mit einem eindeutigen Ja oder Nein beantwortet werden, da es verschiedene Messiasvorstellungen gab. Jesus kann darauf verweisen, dass er darauf schon längst geantwortet hat und ihnen darüber hinaus durch seine "Werke", nämlich die messianischen Zeichen und Reden, ein zusätzliches Zeichen gegeben hat. Die Ungewissheit der Juden hat ihren Grund also nicht in mangelnder Information, sondern in ihrem Unglauben. Wo aber die Bereitschaft zum Glauben fehlt, wo Vorurteile und Misstrauen herrschen, da können weder Worte noch Werke überzeugen. An ihrer Weigerung, ihm zu folgen, zeigt sich, dass sie nicht zu "seinen Schafen", also zu den Erwählten gehören, denn diese "hören auf seine Stimme".

Jesus und der Vater sind eins


Offensichtlich war die Tatsache, dass viele Juden nicht zum Glauben an Jesus gefunden haben, für Johannes ein großes Problem. Die Beweisführung Jesu in diesem Konflikt um seine Messianität ist getragen von der Voraussetzung, dass er mit dem Vater eins ist. Als Gesandter und Sohn des Vaters führt Jesus den Auftrag des Vaters aus, der "ewiges Leben" (Joh 12,50) ist.

Alle Werke, die Jesus vollbringt, sind letztlich Werke des Vaters. Der Satz "Ich und der Vater sind eins" darf aber nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden und als spekulative theologische Aussage über das göttliche Wesen Jesu verstanden werden. Es geht im Zusammenhang zunächst um das Einssein des Sohnes mit dem Vater im Wirken. Allerdings wird dahinter eine tiefere einzigartige Einheit erkennbar. Die Reaktion der Juden (die im Evangelium des 4. Sonntags der Osterzeit nicht mehr vorkommt) zeigt, dass sie den Anspruch Jesu als Gotteslästerung verstehen.

Darauf war im Gesetz die Todesstrafe durch Steinigung vorgesehen (Lev 24,11-16), die sie jetzt als gesetzestreue Juden an Jesus vollziehen wollen, aber "er entkam ihrer Hand" (Joh 10,39b)

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Einzug


Der Einzug kann von den Kindern alleine gestaltet werden, wenn sich - wenn irgendwie möglich - die ganze Gemeinde beteiligen könnte. Auf einem Tisch vor dem Eingang in den Gottesdienstraum liegen die verschiedensten Dinge, die man für die Herstellung einer Collage verwenden kann: Papierreste, Holzstückchen, glänzende, bunte Materialien, Mosaiksteine,... Vor dem Einzug wird jeder aufgefordert, sich ein Stückchen - das was ihm am Besten gefällt - auszusuchen und in den Gottesdienst mitzunehmen. Auf einem Karton, der vor dem Altar liegt, ist ein großer Kreis aufgezeichnet (ca. 0.5 — 1 Meter Durchmesser). Ebenfalls vorbereitet sind einige Tuben Leim oder Klebstoff. Beim gemeinsamen Einzug klebt dann jedes Kind, die Ministranten, der Priester und alle übrigen, die miteinziehen, den jeweils vorher ausgesuchten Teil an irgendeine Stelle des Kreises, sodass sich dann eine bunt ausgestaltete Scheibe ergibt.

Kyrie


Die Liebe und Geduld Gottes sind viel größer als unsere Fehler.
Egal was passiert, er gibt uns immer wieder neue Chancen. Weil uns das unheimlich viel Mut und Freude machen kann, singen wir jetzt das "Mutmacherlied".

Gott lässt uns das auch immer wieder, zum Beispiel durch Menschen, spüren.

Verkündigung


Heute am Anfang haben wir etwas gemeinsam gemacht - fast so etwas wie ein Kunstwerk. Was fällt uns daran auf, wenn wir uns diesem bunten Kreis, den wir da beklebt haben, anschauen?

(lauter bunte, verschiedene Teile; dadurch, dass nicht alle Teile gleich aussehen, wird das Bild erst so schön und vielgestaltig; wenn ein Teil so anders kleben würde, würde das Bild gleich ganz anders aussehen...)

Dieses Bild, das wir da gemacht haben, ist nicht nur ein Bild von uns, sondern auch ein Bild über uns. Es sagt etwas über uns aus. Im heutigen Evangelium hat Jesus auch über uns, über uns alle, die zu ihm gehören, gesprochen. Er hat dazu einen Vergleich verwendet und von "Schafen" gesprochen. Damit hat er alle Menschen gemeint, die zu ihm gehören. Um diese Menschen kümmert sich Jesus so wie ein Hirte sich damals in Israel um seine Herde gekümmert hat. Wir wissen alle, wie Jesus möchte, dass die Menschen, die zu ihm gehören, miteinander umgehen sollen. Aber genauso gut wissen wir, dass uns das oft gar nicht so gut gelingt, wie es eigentlich schön wäre.

Das wichtigste ist für Jesus aber eben gar nicht, dass wir so tollen Erfolg haben und dass uns alle unsere Bemühungen, gut miteinander umzugehen, gelingen, sondern dass wir uns einfach bemühen und es immer wieder versuchen. "Dabei sein ist alles" könnte man fast sagen. Das ist dann so wie auf unserem Kunstwerk: Es kommt nicht darauf an, dass alle Teile gleich groß sind, dieselbe Farbe haben und an genau derselben Stelle kleben; wichtig ist, dass sie in ihrer Verschiedenheit einfach da sind. Das Bild wird sogar durch die verschiedenen Teile erst richtig schön.

Das meint Jesus, wenn er im heutigen Evangelium sagt, dass die, die zu Jesus gehören, nicht der "Hand des Vaters" entrissen werden können. Wir machen uns oft viele Vorsätze für den Umgang miteinander; mehr Geduld zu haben, uns Zeit zu nehmen, um miteinander zu spielen, nicht hinterrücks über jemanden zu tratschen..., - diese Vorsätze sind gut und wichtig, was aber für Jesus letztendlich wichtig ist, ist nicht, ob uns das auch alles gelingt, was wir uns vorgenommen haben, sondern die Tatsache, dass wir uns immer wieder bemühen und es neu versuchen wollen.

An einer Sache sehen wir sehr schön, dass das so ist: Wir treffen einander jeden Sonntag zur Messe und feiern, singen, denken gemeinsam nach. Wir wissen, dass uns auch in der nächsten Woche manches nicht gelingen wird, dass wir wahrscheinlich dieselben Fehler nochmals machen werden. Aber das ist letztlich nicht so entscheidend. Weil wir das wissen, können wir jeden Sonntag wiederkommen und gemeinsam Messe feiern. "Zu Jesus dazuzugehören" kann so etwas sehr Schönes und Beglückendes sein: Ich darf genau so sein, wie ich bin und es ist gut, dass ich so bin! Wichtig ist, dass ich "da" bin.

Fürbitten


  • Wir bitten dich für alle, die mutlos sind; schenke ihnen Mut, Freude und Hoffnung, indem sie erfahren, dass sie geliebt werden.
  • Wir bitten für alle Menschen, denen oft etwas nicht gelingt und die deshalb immer hoffnungsloser werden; schenke ihnen Mut und Kraft zu neuem Bemühen.
  • Schenke unserer Pfarrgemeinde einen Blick für die Schönheit der Vielfalt, die durch die verschiedenen Menschen, die hier versammelt sind, gebracht werden kann.
  • Es kommt nicht auf unsere Erfolge, sondern auf unser Bemühen an; hilf uns, dass wir uns immer wieder bemühen und anstrengen, wie Jesus, unser Bruder mit den Menschen umzugehen.


Schlussgebet


Allmächtiger Gott, wir sind heute wieder einmal zusammengekommen, um gemeinsam zu feiern, zu beten und nachzudenken. Du lässt uns deine Liebe immer wieder spüren, sodass wir merken: "Wir können nicht aus deiner Hand gerissen werden." Sei diese Woche wieder bei uns in unseren Bemühungen und gib uns Mut und Hoffnung dazu, immer wieder neu anzufangen, wenn uns etwas nicht gelingt. Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder. Amen.

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 4. Sonntag der Osterzeit

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...