• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Wem ihr die Sünden erlasst

Messmodelle

Hintergrund

Es ist eine befreiende und beglückende Erfahrung, dass uns, auch wenn wir jemandem etwas absichtlich angetan haben, vergeben werden kann. "Sünden erlassen" ist aber nicht nur ein Geschehen zwischen zwei Menschen; überall wo wir in der Welt Schlechtem begegnen, sind wir aufgefordert, dem absichtlich und durch unser Tun entgegenzuarbeiten.

Material

  • Karton mit aufgezeichneter Vase, in 5-7 Teile zerstückelt (hier ein Beispiel)
  • Karton, um die zusammengesetzte Vase darauf zu befestigen
  • Kleber/Tixo

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Vater Unser
  • Schlussgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 5,12-16

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in die Halle Salomos zusammen. Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.

Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

2. Lesung: Offb 1,9-11a.12-13.17-19

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.

Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune. Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden in Kleinasien.

Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.

Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

Evangelium: Joh 20,19-31

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist die verweigert.

Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.
Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen.

Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Hintergrund Evangelium:

Furcht vor den Juden


Im ersten Moment erscheint es eigenartig, daß sich die Jünger vor den Juden verschließen, wo sie doch selbst Juden sind. Es ist wohl so, dass sie vor allem Angst vor den führenden Männern der Juden haben. Durch die Betonung, dass die Türen verschlossen sind, können wir annehmen, daß es zur Zeit Jesu durchaus üblich war, die Türen des eigenen Hauses offen zu halten, sodass jeder eintreten konnte. Davor wollen sich die Freunde Jesu schützen. Der Erzähler spricht hier aber in erster Linie die Situation der johanneischen Gemeinde an. Er hat den Bruch zwischen der wachsenden christlichen Gemeinde und der jüdischen Mutter-Gemeinde erlebt. Er möchte damit zeigen, daß die Jünger in einer vergleichbaren Situation sind mit der jungen Gemeinde in Ephesus, für die der Erzähler schreibt.

Schalom!


Der hebräische Gruß "Schalom alekem" ist zur Zeit Jesu ein sehr gebräuchlicher. Wörtlich übersetzt heißt er "Friede über euch!" Jesus verleiht diesem Gruß eine weitere Dimension. Er wird zum österlichen Gruß als Zuspruch von Heil und Rettung. Jesus sagt später noch einmal "Friede sei mit Euch". Er leitet damit seine Sendungsworte ein. Diese Wiederholung zeigt, dass der Gruß zum intensiveren Zuspruch und zur Gabe wird.

Sendung


Mit den Worten "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich Euch" konkretisiert Jesus seinen Zuspruch. Er überträgt den Jüngern Autorität und Vollmacht, seine Botschaft selbst zu verkünden. Durch den Zuspruch von Heil und Rettung im Zusammenhang mit der Sendung zeigt Jesus, daß er denjenigen, die mit ihm gelebt haben, zutraut, nun allein das Evangelium zu verkünden. Das Ziel dieser Sendung wird nicht genannt. Im Mittelpunkt steht das Gesendetsein der Freunde Jesu.

Übertragung des Geistes


Indem Jesus die Jünger anhaucht überträgt er ihnen den Heiligen Geist. Das Anhauchen war von jeher der Ausdruck dafür, dass Leben gespendet wird. Der Besitz des Geistes ist für die Glaubenden Zeichen und Gewähr dafür, daß sie an der neuen Welt Gottes teilhaben; er äußert sich in zahlreichen verschiedenen Geistesgaben (siehe 1 Kor: 12). Aber schon dass jemand Christus als seinen Herrn erkennen und an ihn glauben kann, ist das Werk des Geistes. Jesus gibt den Jüngern also die Zusicherung, daß sie an der Welt Gottes teilhaben. Johannes schließt die Übertragung des Geistes an die Osterereignisse an, während sie bei Lukas am Pfingsttag stattfindet. Geist und Sündenvergebung gehören traditionell zusammen. Auf welchem Weg die Sündenvergebung vermittelt werden soll - Taufe, Fürbitte, Sündenbekenntnis - bleibt unklar; auf jeden Fall ist sie an die Gemeinde gebunden.

Thomas


Der griechische Name Thomas ("Wunder") fiel mit dem aramäischen Thoma ("Zwilling") zusammen. So bekam der Jünger den Beinamen "der Zwilling". Gesondert genannt wird Thomas nur im Johannesevangelium; einmal als der, der Jesus bis in den Tod folgen will (Joh 11,16) und einmal als Zweifler. Der Apostel genoss im syrischen Raum besondere Verehrung, wie apokryphe (= nicht in die Heilige Schrift aufgenommene) Schriften zeigen, in denen er als Empfänger geheimer Offenbarungen erscheint, weil man, seinen Namen missverstehend, den "Zwilling Jesu" in ihm sah.

Der Glaube des Thomas


Bei Johannes haben die Begriffe "Vertrauen" und "Glaube" eine besonders große Bedeutung. Glaube ist die Antwort auf die Offenbarung Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus. So finden wir in diesem Evangelium auch die Worte "erkennen" und "sehen" sehr häufig. Wenn wir uns die Situation des Thomas vor Augen führen, so müssen wir zunächst feststellen, dass er seinen Freunden gegenüber im Nachteil ist: er hat weniger Informationen und Erlebnisse als sie. Warum Thomas an jenem Abend der ersten Erscheinung nicht anwesend ist, wird nicht erwähnt. Klar ist, dass er für seinen Glauben die selben Voraussetzungen haben will wie die anderen Jünger. (Nur in diesem Zusammenhang erfahren wir übrigens, dass Jesus - zumindest mit den Händen - an das Kreuz genagelt worden war.) Ob Thomas das Angebot Jesu, in dessen Wunden zu greifen, annimmt oder nicht, wird nicht erzählt. Es geht vielmehr um die Erkenntnis des Apostels. Thomas findet die Gnade des Glaubens, so wie viele andere Menschen diese Gnade finden sollen. Er ist es schließlich, der die volle Anwesenheit Gottes in Jesus erkennt, als er ihn anspricht mit "Mein Herr und mein Gott". Thomas ist damit der erste, der den vollen Glauben an den Sohn Gottes erlangt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Kyrie


Als Material wird eine große, auf Karton aufgezeichnete Vase benötig, die in der Art eines Puzzles in 5-7 Teile zerschnitten ist. Wenn zufällig ein alter, in mehrere große Scherben zerbrochener Tontopf vorhanden ist, den man leicht wieder zusammensetzen kann, so wäre es schön, diesen zu verwenden. Der Leiter der Verkündigung erzählt folgende Geschichte:

Hanni und Robert sind Geschwister. Hanni ist 13 und Robert 11 Jahre alt. Eigentlich verstehen sich die zwei recht gut. Einmal in der letzten Zeit sind sie aber ganz schön aneinandergeraten, und das kam so: Bis vor kurzem haben beide in einem Zimmer gewohnt, jetzt ist das große Kinderzimmer aber abgeteilt worden und jeder hat seinen eigenen Raum bekommen. Beide haben sich natürlich so schön wie möglich eingerichtet. Robert hat fast das ganze Zimmer mit Poster austapeziert. Am Boden hat er seine Kakteensammlung aufgestellt. Hanni sammelt Mineralien. Die hat sie in Regalen an den Wänden aufgelegt. In der Mitte des Zimmers hat sie die alte schöne Vase von Oma auf ein Stockerl gestellt. Als die beiden noch in einem Zimmer gewohnt haben, haben sie manchmal miteinander mit einem Tennisball im Zimmer Fußball gespielt. Hanni hatte da in der letzten Zeit nicht mehr so viel Lust dazu, Robert spielt das Spiel aber weiterhin gerne: Ob alleine oder nicht, das ist ihm egal.

Er läuft dann zwischen den beiden Zimmern hin und her, spielt einmal die eine, dann die andere Mannschaft und schießt so ein Tor nach dem anderen. Das Tor ist die Verbindungstür zwischen den beiden Kinderzimmern. Um die alte Vase in der Mitte von Hannis Zimmer kann man herrlich herumdribbeln - links herum, rechts herum, "Gurkerl" -Hanni ist das aber überhaupt nicht recht. "Spiel in deinem Zimmer! Erstens will ich jetzt in Ruhe lesen und zweitens lauf nicht immer um die Vase herum, die kann kaputt gehen. Stell sie weg, wenn du wieder spielen willst."

Robert ist verärgert. ER will jetzt spielen - in beiden Zimmern und mit der Vase in der Raummitte. Also tut er weiter, als hätte er nichts gehört. Hanni wird das zu viel. Als Robert gerade wieder in seinem eigenen Zimmer drüben ist, macht sie schnell die Verbindungstür zu. "Endlich Ruhe" denkt sie sich. Für 3 Minuten ist es ruhig. Plötzlich kommt Robert aus seinem Zimmer herausgerannt, schreit wütend: "Du und deine blöde Vase!" und stößt sie vom Stockerl, so dass sie zu Boden fällt und in mehrere große Scherben zerspringt. Dann verschwindet er wieder in seinem Zimmer und knallt die Tür hinter sich zu. Hanni weiß im ersten Moment gar nicht, was sie sagen soll. Sie springt auf, will zuerst schreien, dann kommen ihr die Tränen, als sie die schöne Vase zerbrochen am Boden liegen sieht.

Robert hat sich in seinem Zimmer aufs Bett geworfen, im ersten Moment war er ja ganz zufrieden, jetzt wird ihm immer mulmiger und irgendwie, so denkt er sich, "war das jetzt ganz schön falsch, was ich getan habe." Hanni hat sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt. Sie schwankt, ob sie ihren Bruder "nie wieder anschauen" oder "lieber eine runterhauen" soll. "Aber irgendwie tut er doch so etwas normalerweise nicht", kommt ihr da auf einmal in den Sinn. Sie hat eine Idee. Nach einer halben Stunde macht sie die Tür zum Zimmer ihres Bruders auf. Der möchte am liebsten im Bett versinken, auf dem er noch immer liegt, einerseits weil er sich so geniert, andererseits aus Angst vor dem, was denn jetzt passieren könnte. "Robert, hilfst du mir, die Vase wieder zusammenzukleben?" Wie der Blitz ist Robert vom Bett aufgesprungen, saust in die Küche und holt Klebzeug. Dann sitzen beide stumm am Boden in Hannis Zimmer und versuchen, die Vase wieder zusammenzustellen. Das ist wie ein großes Puzzlespiel. Gott sei Dank ist die Vase nur in große Scherben zerbrochen. Nach einer Viertelstunde ist sie wieder ganz. Man kann die Sprünge kaum mehr erkennen. Robert hat sogar seinen Malkasten geholt und versucht, die paar Stellen, an denen kleine Stücke abgesplittert sind, mit der richtigen Farbe auszumalen, dass man auch die fast nicht mehr sieht. Auf einmal bemerkt er, dass Hanni neben ihm sitzt und ihm zuschaut. Er ist ganz betreten, beugt sich tief über die letzte Stelle, die er gerade anmalt und sagt leise: "Bist du mir auch nicht mehr böse? Weil ..."

"Nein, jetzt nicht mehr", sagt Hanni. "Jetzt nicht mehr; zuerst schon aber jetzt ist es gut." Robert ist sehr froh. Er grinst übers ganze Gesicht und verzieht sich in sein Zimmer. "Super, dass ich so eine Schwester habe", denkt er sich. Hanni grinst auch und ist froh, dass sie so gehandelt hat. (Während die Geschichte erzählt wird, hat der Erzähler die Teile der Kartonvase auf dem Boden zerstreut.)

Jedem von uns ist so etwas wie in der Geschichte wahrscheinlich schon einmal passiert.
(Mit den Kindern wird nun kurz rekapituliert, was in der Geschichte geschehen ist: Was ist passiert? Wie hat Hanni reagiert? Wie ist die Situation für die beiden nachher?)
Wenn wir etwas getan haben, was nicht so ganz in Ordnung ist, ist es trotzdem immer sehr schön, wenn wir nachher merken, dass wir gerngehabt sind. Wenn wir uns das gegenseitig zeigen, dann hilft uns Christus dabei.

Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser.
Wenn Menschen miteinander leben, dann passiert es des öfteren - so wie in der Geschichte - dass etwas in Scherben geht. Wenn etwas in Scherben geht, dann ist es nicht sehr schön, dann ist es kaputt und nicht so, wie es sein sollte.

(Solche Situationen werden nun von den Kindern gesammelt und auf den "Scherben" des Kartonkruges aufgeschrieben).

  • wenn jemand erfährt, dass über ihn hinterrücks falsche Geschichten erzählt werden
  • wenn jemand von Menschen, die er gern hat, enttäuscht wird
  • wenn man jemandem einen Scherz spielt, den man an sich selbst nicht erleben wollte


Auch in unserer Geschichte am Anfang gab es mehr Scherben als die, die am Boden liegen: Hanni war vielleicht von Robert sehr enttäuscht; Robert hat sich vielleicht sehr über seine Handlung geschreckt, weil er so etwas eigentlich gar nicht tun wollte. Jesus hat seinen Jüngern im heutigen Evangelium auch etwas eigentlich gar nicht tun wollte.

Jesus hat seinen Jüngern im heutigen Evangelium auch etwas von "Scherben" erzählt. Jesus nannte diese Scherben "Sünden". (Vielleicht kann sich eines der Kinder noch erinnern, was Jesus in diesem Zusammenhang gesagt hat: Wem ihr die Sünden vergebt...) Das heißt, dass wir nicht warten brauchen, dass so ein Scherbenhaufen von alleine wieder ganz wird, Jesus hat uns gesagt, dass wir auch etwas dafür tun können. Er hat uns seine Hilfe - den Heiligen Geist - in solchen Situationen versprochen, wo Menschen so miteinander umgegangen sind, dass da Scherben da sind.

Vielleicht kann uns die Geschichte vom Anfang etwas helfen, wenn wir nun überlegen, wie denn so Scherben wieder zusammengeklebt werden können. Hanni hat die kaputte Vase nicht liegengelassen, aber auch nicht weggeworfen oder alleine zusammengeklebt. Sie hat das gemeinsam mit ihrem Bruder gemacht, der die Vase ja auch heruntergeworfen hat. Das sind zwei wichtige Sachen, um die wir uns bemühen sollten:

Wenn irgendetwas passiert ist, wenn es irgendwo Scherben gibt - ich erinnere an all die Sachen, die wir auf die Teile unserer Vase geschrieben haben - dann sollen wir nicht wegschauen oder lieber nichts tun, sondern überlegen, wie die Scherben wieder geflickt werden können.

Und zwar soll das nicht von uns alleine geschehen, sondern wenn möglich gemeinsam mit demjenigen, der die Sache angerichtet hat. (Hier sollte nun auf die auf den Scherben genannten Beispiele eingegangen werden und gemeinsam mögliche Lösungen gesucht werden).

Wir können aber noch etwas - manchmal gelingt es uns vielleicht, die Scherben erst gar nicht entstehen zu lassen. In unserer Geschichte hätte das vielleicht so aussehen können: Robert könnte seine Schwester fragen, ob es ihr etwas ausmacht, wenn er während des Fußballspiels die Vase wegstellt?

Manchmal wird es nicht so leicht sein, die Scherben zusammenzukleben, das heißt, das, was zwischen zwei Menschen kaputtgegangen ist, wieder ganz zu machen. Das ist dann wie mit einem Puzzle, das aus sehr vielen Teilen besteht: Man braucht dann sehr viel Geduld und Überlegungen. Aber es zahlt sich aus, es zu probieren, wie wir ja in unserer Geschichte gesehen haben. Oft geht es am leichtesten, wenn sich mehrere bemühen, die einzelnen Teile wieder ganz zu machen. So möchte ich jetzt einige Kinder bitten, die Scherben unserer Vase zu sammeln und zusammenzusetzen.

(Der Krug wird zusammengesetzt und auf einen Karton geklebt, so dass ihn alle sehen können).

Fürbitten


  • Wir bitten für alle, die vor einem großen Scherbenhaufen von Schwierigkeiten stehen: Schenk ihnen Menschen, die ihnen helfen, sich wieder zurechtzufinden.
  • Oft ist es schwer, den ersten Schritt zur Versöhnung zu tun. Gib uns Mut und Ideen dazu und lass unsere Bereitschaft zur Versöhnung auch erkannt werden.
  • Schenke uns ein waches Auge füreinander, dass wir so auf uns achten, um schon vorher zu vermeiden, dass etwas zwischen uns kaputtgeht.
  • Lass uns aufmerksamer füreinander werden, sodass wir auch erkennen können, wie wir vermeiden können, dass etwas zwischen uns kaputt geht.


Vater Unser


Wenn wir uns heute beim Vater Unser die Hände reichen, dann soll das ein Zeichen sein, dass wir versuchen wollen, Scherben, die zwischen uns sind, wieder ganz und eins zu machen.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag der Osterzeit

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...