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Rettet die außerirdischen Gnurgus!

Gruppenstunde Lager | Alter: 8-14 | Aufwand: hoch

Ziel

Der besondere Reiz des Spiels liegt im großen kreativen Freiraum, den es den Kindern lässt. Sie kümmern sich um die Gnurgu-Babys und ziehen sie auf. Was sie den Babys dabei beibringen, hängt ganz von ihnen ab. Dabei erfahren die Kinder über die Bedürfnisse der Gnurgus, was wichtig zum Wohlfühlen ist: neben den elementaren Grundbedürfnissen wie essen und schlafen stehen ebenso wichtig die Bedürfnisse nach Geborgenheit und nach neuen Erfahrungen - natürlich immer in Verbindung mit liebevoller Zuwendung.

Material

  • Verkleidungen für die Gnurgus, den Urgnurgu und den Affen
  • Decken oder Leintücher als Gnurgueier
  • Schokobananen und Gummibären
  • Wohlfühl - Displays aus Kartonscheiben und Splinten

Aufbau

Ein Urgnurgu ist mit seinem Raumschiff auf der Erde abgestürzt. Er bittet die Kinder, auf seine Gnurgubabys zu schauen, bis sein Raumschiff repariert ist und er sie abholen kann. Die Kinder kümmern sich um die Gnurgus, indem sie sie füttern und mit ihnen spielen. Nach der Reparatur des Raumschiffs lädt der Urgnurgu die Kinder zu einem Abschiedsfest, bevor er mit den jungen Gnurgus nach Hause fliegt.

 

Hinweise zur Durchführung:
Die Kinder müssen die Gnurgu-Babys am Beginn des Spiels zuerst im Spielgebiet suchen. Es ist daher wichtig, dass vor Beginn des Spiels das Gebiet klar abgegrenzt ist, und alle Kinder die Grenzen kennen bzw. während des Spiels sehen (z.B. vom Haus bis zum Waldrand). Wie bei jedem Spiel geht es auch hier darum , dass die Kinder Spaß haben. Daher sollten die Gruppenleiter/innen, die die Gnurgus spielen, darauf achten, keine langweiligen oder zu schwierigen Aufgaben zu stellen! Ihr solltet euch also vor dem Spiel einige Anregungen überlegen, was den Babys einfallen kann, falls den Kindern in einem Moment des Spiels die Ideen ausgehen.
Um das Spiel während einer Gruppenstunde durchzuführen sind nur wenige Veränderungen nötig. Je nach der Größe deiner Gruppe solltest du rechtzeitig andere Gruppenleiter/innen fragen, ob sie dir helfen können. Um den "Personalaufwand" zu reduzieren, könnte die Gruppe einen Brief des Urgnurgus finden, anstatt ihn persönlich zu treffen, und die Nahrung für die Babys kann beim Spielleiter/bei der Spielleiterin geholt werden.


Der Absturz des Urgnurgus


Zu Beginn stellt ein/e Gruppenleiter/in, der/die auch im weiteren Spiel als Anlaufstation bei Fragen und als Unterstützung für die Kinder zur Verfügung steht, den versammelten Kindern den Urgnurgu vor: ein uralter Außerirdischer, der erzählt, dass er mit seinem Raumschiff auf der Erde abgestürzt ist. Der Urgnurgu ist phantasievoll verkleidet, zum Beispiel mit einem Leintuch, grauen und schwarzen Klebepunkten im Gesicht und grau gefärbten, hochgegelten Haaren. Wegen seines Unfalls muss er schnell eine interplanetarische Werkstatt aufsuchen. Sein Problem ist, dass beim Absturz Gnurgueier, die in Kürze schlüpfen werden, verloren gegangen sind. Da man das kaputte Raumschiff sofort reparieren muss, weil es sonst nie mehr flott gemacht werden könnte und die Gnurgus nicht mehr nach Hause kämen, kann er sich jedoch nicht selbst darum kümmern, die Eier zu suchen. Er bittet also die Kinder, den Gnurgubabys beizustehen und sich um sie zu kümmern, bis er wieder kommt. Er sagt ihnen auch, wie viele Eier im Spielgebiet verstreut sind, wo die Kinder Nahrung für die Babys finden und woran sie erkennen können, wie es den Gnurgus geht.

Die Gnurgubabys


Die Gnurgus haben verschiedene Bedürfnisse: sie wollen nicht nur gefüttert werden, Wasser trinken und ab und zu in Ruhe gelassen werden, um zu schlafen. Man muss sich vor allem auch liebevoll um sie kümmern und ihnen immer wieder Neues beibringen, damit sie sich wohl fühlen. Am Anfang können sie schlicht gar nichts: weder sprechen noch gehen, selbst wie man isst, muss man ihnen erst vorführen.
Zum Glück hat jedes Gnurgu ein Wohlfühl-Display: zwei mit Splinten aneinander befestigte, übereinander drehbare Kartonscheiben, von denen die obere ein Sichtfenster hat. Auf der unteren stehen die Zahlen von 0 bis 100, durch Drehen sieht man jeweils eine Zahl im Sichtfenster. Das Wohlfühl-Display hängt jedem Gnurgu an einem Wollfaden um den Hals und zeigt immer an, wie es dem Gnurgu gerade geht. Es wird regelmäßig von ihm nachgestellt. So hat das Gnurgu die Möglichkeit, das Spiel zu beeinflussen: wenn die Kinder etwas mit ihm machen, was ihm gar nicht gefällt, wenn sie es mit etwas füttern, was ihm gar nicht gut tut, so sinkt sein Wohlbefinden. Es kann so den Kindern auch zeigen, was es besonders mag oder wenn es einmal etwas anderes tun will, weil es sich langweilt. Dabei darf es aber die Kinder keinesfalls tyrannisieren, sondern nur selten im Wohlbefinden sinken, sonst wird es stressig und macht den Kindern keinen Spaß mehr!

Sie schlüpfen..


Die Gruppenleiter/innen, die die Rolle eines Gnurgubabys übernommen haben, liegen zuerst verstreut im Spielgebiet und sind in Decken eingewickelt, die Eier darstellen. Immer wenn ein Gnurgu im Wald gefunden wird, so schlüpft es aus diesem Ei. Die Gnurgus sollten ähnlich aussehen wie der Urgnurgu, etwa mit bunt gefärbten Gelfrisuren und bunten Klebepunkten im Gesicht. Jeweils zirka fünf Kinder sollten sich um ein Gnurgu kümmern, wobei es ihnen freisteht, auch zu einem anderen Gnurgu zu wechseln. Was sie dem Gnurgu beibringen - zum Beispiel sprechen, singen, tanzen, Ball spielen oder lesen - liegt ganz an ihnen. Der kreative Freiraum ist nahezu unbeschränkt. Die Gnurgus müssen darauf achten, nicht plötzlich etwas zu können, was ihnen gar nicht beigebracht wurde!

..wollen essen..


Essen für die Gnurgus finden die Kinder an einer zentralen Stelle im Spielgebiet, wo ein schlafender Affe einen Schokobananen- und Gummibärenschatz bewacht. An ihn muss man sich anschleichen, ohne ihn aufzuwecken, dann kann man Nahrung für die Gnurgus besorgen. Wacht der Affe dabei auf, so muss man warten, bis er wieder eingeschlafen ist.

..und miteinander spielen


Besonders spannend wird es dann, wenn Gnurgus, die schon einiges gelernt haben, aufeinander treffen: sie treten dann in Interaktion und können einander zeigen, was sie schon alles können. Natürlich lernen die Gnurgus bei einem Treffen auch voneinander!
Nach angemessener Zeit - bevor den Kindern das Spiel langweilig wird - kommt der Urgnurgu zurück und holt die Gnurgus ab. Er dankt den Kindern sehr für ihre Hilfe und lädt sie zu einer Abschiedsfeier, bei der die Gnurgubabys vielleicht auch zeigen können, was sie gelernt haben. Danach verschwinden alle Gnurgus in den nächsten Wald, wo der Urgnurgu das Raumschiff abgestellt hat, und die Gnurgus fliegen wieder heim.

Autor/in: Martin Lacroix

Publikation: Kumquat_2/00

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Schlagwörter: Lager, Kreativität, Spiel