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Jesu Zutrauen ist Auftrag für uns

Messmodelle

Hintergrund

Der erste Hinweis in dieser Bibelstelle auf die Auferstehung ist der weggewälzte Stein, den Maria Magdalena vorfindet. So steht im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes der Gedankengang des Steine-Wegrollens, um Auferstehung möglich zu machen.

Material

  • Steine

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 10,34a037-43

In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen: Das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

2. Lesung: Kol 3,1-4

Schwestern und Brüder! Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Evangelium: Joh 20,1-9

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Hintergrund Evangelium:

Hinweise


Der Evangelist steht in der gleichen Tradition wie die übrigen Ostererzählungen und schöpft auch aus ihr. Dennoch gibt er der gemeinsamen Überlieferung seinen eigenen theologischen Akzent. Es liegt ihm nicht an historischer Berichterstattung, er möchte vielmehr das Geheimnis der Auferstehung deuten und damit das Evangelium konsequent abschließen.

Maria


In allen vier Osterberichten begegnet uns Maria von Magdala. Sie ist die erste Verkünderin der Auferstehungsbotschaft, die 'Apostolin der Aposteln". Johannes aber schiebt in ihre Geschichte noch die Erzählung vom Wettlauf zweier Jünger zum Grab ein. Ihm war wohl ein großes Anliegen, dass auch Männer zu den ersten Zeugen gehörten.

Ein Wettlauf


Die Schilderung des Wettlaufs verweist auf einen hintergründigen Sinn. Der Evangelist beschreibt kaum nur eine morgendliche Konkurrenz. Es sind Repräsentanten verschiedener Gemeinden bzw. verschiedener Gruppen, die sich durchaus auch theologisch voneinander unterscheiden. Der andere Jünger, der in der johanneischen Gemeinde als der Bürger der Überlieferung gilt, ist zwar der schnellere. Doch er lässt dem Petrus, dem Haupt anderer Gemeinden, dem Haupt des ersten Jüngerkreises, den Vortritt. Damit wird seine Vorrangstellung anerkannt.

Vielfalt


Die Reaktion des Petrus wird nicht erwähnt. Dem anderen Jünger gilt das Interesse des Evangelisten. Er "sah und glaubte". Er braucht dazu nicht einmal die Botschaft des Engels. Zwar kommt dem Petrus die Vorrangstellung zu, doch der andere Jünger hat das Vorrecht, zuerst zum Glauben zu kommen. Eine gewisse Rivalität zwischen diesen beiden Repräsentanten ist ganz deutlich. Doch es ist keine einander ausschließende Konkurrenz. Beide erkennen einander an, beide sehen ihre besonderen Gaben und Aufgaben und wissen, dass sie einander ergänzen. Diese Widerspiegelung des Lebens der jungen Kirche hat nichts von ihrer Aktualität verloren.

Diebstahl


Exakt werden die Leinentücher beschrieben. Auch dies ist wichtig. Der Tatsache des leeren Grabes begegnen die Gegner später mit dem Vorwurf, der Leichnam sei gestohlen worden (vgl. dazu effata 7/62 und 3/75). Diebe aber hätten die Tücher entweder mitgenommen, aber sich sicher nicht die Zeit genommen, sie sorgsam zusammenzufalten. Der Evangelist widerspricht also mit dieser Schilderung dem Vorwurf des Diebstahls (den Matthäus überlieferte).

Glauben


Der letzte Vers (9) ist auch als Hinweis an uns gedacht. Erst in einem längeren Prozess des Nachdenkens und Reflektierens entdeckte die junge Kirche in den Schriften des Alten Testaments Bezüge zur Auferstehung des Messias. Diese werden in den Schriften dann entfaltet. Doch will der Evangelist zeigen, dass der Auferstehungsglauben seinen Grund nicht im Schriftstudium hat. Zunächst geht es darum, zu "sehen und zu glauben". Erst dies führt zu einem vertieften Verständnis. Auch diese Aufforderung ist noch heute an uns gerichtet.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Verkündigung


(Im Altarraum liegt ein großer Steinhaufen.)
Das heutige Evangelium kennt ihr sicher schon gut. Wir hören es ja jedes Jahr am Ostersonntag. Heute werden wir uns vor allem mit dem Stein auseinandersetzen. Welchen Stein könnte ich denn jetzt meinen? (Den Stein, der vom Grab weggewälzt wurde.) Dieser weggerollte Stein ist also ein ganz wichtiges Zeichen für die Auferstehung. In einem Kirchenlied kommt das auch in einer Strophe vor; da singen wir alle: "Der Stein ist weg, das Grab ist leer! Halleluja!". Erst weil der Stein vom Grab weggerollt ist, können die Frauen und später auch die Apostel erkennen, dass Jesus auferstanden ist. Darum wollen wir diesen Stein zur Hilfe nehmen, uns über die Auferstehung Gedanken zu machen. Heute feiern wir also die Auferstehung Jesu.

Aber eigentlich noch viel mehr. Denken wir noch einmal an die fünf Pfeiler, die im Laufe der Fastenzeit in den Gottesdiensten entstanden sind. Da haben wir gesehen, was Jesus den Menschen alles zutraut. Heute wissen wir, dass er uns noch viel mehr zutraut. Er traut uns zu, selbst daran mitzuwirken, dass die Auferstehung auch schon jetzt in unserem Leben geschehen kann. Schauen wir uns nun diesen Steinhaufen an. Wenn jemand unter einem Stein liegt, dann kann er nicht aufstehen. Es gibt viele solche Steine in unserem Leben. Dinge, die uns bedrücken, die uns daran hindern, dass wir aufstehen können, dass wir uns bewegen können, dass wir Freude miteinander und aneinander haben.

Was meint ihr, welche solche Steine gibt es in unserem Leben? Gibt es da Steine, bei denen auch wir mithelfen können, sie wegzuräumen?
(Jedes Kind, dem etwas dazu einfällt, holt sich einen Stein vom Steinhaufen. Das geht so lange, bis der ganze Steinhaufen weggeräumt ist.)
Seht ihr, jetzt können auch wir rufen: "Der Stein ist weg!" Wenn wir versuchen, all die Ideen, die uns jetzt gekommen sind, auch wirklich in uns in die Tat umzusetzen, dann leisten wir einen ganz wichtigen Beitrag zu jener Auferstehung, die schon in unserem Leben auf der Erde möglich ist.

Fürbitten


Zu den Fürbitten gehen jeweils einige Kinder gemeinsam mit ihren Steinen zum Ambo. Sie sagen dabei: "Lieber Gott, wir bitten dich, uns allen Menschen, die an dich glauben, zu helfen, die Steine ... (hier werden jene Aspekte genannt, die die Kinder zur Verkündigung gesagt haben) wegzuräumen."
Die Steine werden dann in einer Linie zum Altar aufgelegt, sodass eine Verbindung zwischen Ambo und Altar hergestellt wird. Das drückt unser Bemühen aus, das, was wir sagen und was wir glauben, zu verbinden und in die Tat umzusetzen.

Friedensgruß


Als Zeichen der Auferstehung können die Kinder die Kärtchen der Ostergrußaktion austeilen, die in der Diözesanstelle der Katholischen Jungschar erhältlich sind.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Ostersonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern

 

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