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Gott geht mit uns

Messmodelle

Hintergrund

Dieser Gottesdienst gehört zu einer zusammenhängenden Reihe von Gottesdiensten, die aufeinander aufbauen und über die gesamte Fastenzeit bis zum Palmsonntag gehen. Die dazugehörigen Gottesdienste sind:

  • Gott kennt die Menschen
  • Gott gibt viele Chancen
  • Gott verzeiht
  • Gott verurteilt nicht
  • Von Jesus wird viel erwartet



Petrus ist von den Geschehnissen auf dem Berg Tabor so beeindruckt, dass er Zelte bauen und an diesem Ort verweilen will. Doch Jesus fordert ihn auf, aufzustehen. Nach der Zusage seiner Hilfe fordert Jesus die Menschen auf, nicht stehenzubleiben, weiterzugehen und sich weiterzuentwickeln. Jesus traut den Menschen also zu, nicht stehenzubleiben und gibt die Zusage, dass Gott mitgeht. Um diesen Gedankengang geht es in den Elementen des Gottesdienstes.

Material

  • Kartonuhren
  • 1 Holzstütze (sollte nach der Messe ca. so aussehen)
  • Stoffstreifen mit der Aufschrift "GOTT GEHT MIT UNS"

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Tagesgebet
  • Gespräch vor dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Lied nach der Kommunion

 

Bibelstellen

1. Lesung: Gen 15,5-12. 17-18

In jenen Tagen führte der Herr Abram hinaus und sprach: Sieh zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu eigen zu geben. Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme. Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht. Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie. Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf, große unheimliche Angst überfiel ihn.

Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch. An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom, dem Eufrat. Ahmt auch ihr mich nach, Schwestern und Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. Denn viele - von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche -leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn.

2. Lesung: Phil 3,17-4,1

Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann. Darum, meine geliebten Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freunde und mein Ehrenkranz, steht fest in der Gemeinschaft mit dem Herrn, liebe Brüder.

Evangelium: Lk 9,28b-36

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

Hintergrund Evangelium:

Lukas gibt dem Bericht von der Verklärung Jesu im Zusammenhang einen speziellen Charakter. Sie wird zu Jesu Antwort auf das Bekenntnis des Petrus, auf die erste Leidensvorhersage und auf die Aufforderung zur Nachfolge, in der Ausgestaltung der Szene ist der Evangelist besonders um alttestamentliche Anklänge bemüht, sowohl in seiner Sprache, in der Verwendung von Zitaten und in den Bildern.

Exodus


Der Berg ist der besondere Ort der Gottesnähe und Gotteserfahrung. Die Erinnerung an den Sinai ist ganz nahe. Gesicht und Gewand Jesu ändern sich und diese bildhafte Beschreibung will das grundlegende Anderssein Gottes verdeutlichen. Im gleichen strahlenden Licht treten Mose und Elija heran. Beide werden im zeitgenössischen Judentum als Endzeitpropheten verstanden, die Gott wiederkommen lässt am Ende der Geschichte als Vorläufer der Messias. Sie sprechen von seinem "Weggang", von einem "Exodus", der sich in Jerusalem vollenden soll, vom "Auszug" in die Auferstehung Gottes. Parallel dazu bezeichnet Lukas später in der Apostelgeschichte die Himmelfahrt als "Eisodos" = Einzug.

Das Wort


Die Jünger aber schlafen und sehen beim Aufwachen nur die Herrlichkeit, von der Ankündigung des mit Leiden verbundenen "Exodus" haben sie nichts mitbekommen. Petrus missversteht die Vision und möchte diesen herrlichen Augenblick festhalten (das Hüttenbauen erinnert an das Laubhüttenfest). Dieses Missverstehen wird sich erst am Ostermorgen aufklären. Schon jetzt verweist die Stimme aus der Wolke darauf, wenn sie auffordert, auf den Sohn zu hören. Die Himmlischen lassen sich nicht festhalten, Vielmehr soll man am Wort Gottes festhalten. Nur darin liegt das Festhalten der Herrlichkeit auf Erden.

Ostern


Die Jünger aber haben die Tragweite ihrer Erfahrung noch nicht begriffen und schweigen. Erst nach Ostern können sie verstehen und weitersagen. Den unauflöslichen Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen macht Lukas auch durch fein angedeutete Parallelen in der Beschreibung der Szene deutlich: Der Berg - der Ölberg, Jesus betet da wie dort, er nimmt drei Jünger mit, in beiden Situationen schlafen sie ein.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Tagesgebet


Guter Gott, wir wissen, dass wir auf Jesus, deinen Sohn hören sollen. Er hat uns gezeigt, wie wir gut leben können. Öffne unsere Augen und unsere Ohren, damit wir erkennen können, was dir wichtig ist. Gib uns Vertrauen in dich und in uns selbst, damit wir immer wieder aufstehen und weitergehen können. Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Gespräch vor dem Evangelium


Der Priester hat einige Ansichtskarten mitgenommen, die ihm im letzten Sommer oder in den Weihnachtsferien geschickt worden sind. "Schaut, hier habe ich viele Ansichtskarten mit. Die sind mir alle im letzten Jahr geschickt worden. Schauen wir einmal, woher die Karten kommen. (Er schaut sich mit den Kindern die Ansichtskarten an. Die Kinder suchen nun nach den Herkunftsländern.)

Könnt ihr euch vorstellen, warum ich aus verschiedenen Ländern Karten geschickt bekomme? Genau, dort waren Menschen, die ich kenne und die mich kennen, auf Urlaub. Und so wie sie schreiben, hat es ihnen dort sehr gut gefallen. Ich glaube, manchen hat es so gut gefallen, dass sie am liebsten noch länger dort geblieben wären. Ist euch das auch schon passiert, dass es euch irgendwo so gut gefallen hat, dass ihr gerne noch länger geblieben wäret? Und doch ist es meistens so, dass wir solche Orte, wo wir ein schönes Erlebnis hatten, wieder verlassen müssen. Auch dem Apostel Petrus ist es einmal so gegangen, als er mit Jesus auf einem Berg war. Was sie und ein paar Jünger auf diesem Berg — er heißt Berg Tabor - erlebt haben, das wird uns im heutigen Evangelium berichtet.

Verkündigung


Petrus gefällt es auf dem Berg also gut. Er sagt: "Wie gut, dass wir hier sind. Wenn du willst", das sagt er zu Jesus, "schlage ich hier drei Zelte auf." In dem Land, wo Jesus lebte, gab es viele Nomaden. Das sind Menschen, die kein festes Zuhause haben, sondern immer mit ihren Viehherden umherziehen und immer neue fruchtbare Weiden für ihre Tiere suchen. Für solche Nomaden war das Aufbauen eines Zeltes auch ein Zeichen dafür, dass sie irgendwo länger bleiben wollten, so wie Petrus auf dem Berg Tabor bleiben wollte. Jesus erzählte den Jüngern öfters über das Leben bei Gott. Vielleicht hat sich Petrus gedacht: "Da ist es so schön, bei Gott könnte es so ähnlich sein; und weil es hier so schön ist, möchte ich meine Erlebnisse ganz fest halten, möchte sie immer wieder erleben. Aber Jesus sagt zu Petrus: "Steh auf!" Er meint damit auch: Hier können wir nicht bleiben. Wir müssen doch zu den Menschen gehen und ihnen von Gott erzählen. Bloß weil es uns hier so gut gefällt, können wir nicht einfach bleiben.

Wer von euch hatte denn schon einmal ein Erlebnis, das er oder sie am liebsten öfter erlebt hätte? (Die Kinder erzählen von solchen Erlebnissen.) Seht ihr, und doch kann so ein Erlebnis nicht wiederholt werden. Jesus sagt auch zu uns: "Steht auf! Geht weiter!" Das ist aber nicht nur einfach eine Aufforderung. Er sagt damit ja auch: "Ich traue euch zu, dass ihr immer wieder aufsteht und weitergeht. Ihr könnt das schon. Und außerdem geht Gott ja mit euch, ihr braucht also keine Angst zu haben vor dem Neuen." Wie können wir uns das vorstellen, dass Gott mit uns geht? (Der Priester nimmt nun die kleine Uhr aus Karton zur Hand. Später nimmt er auch die große Uhr.).

Ich habe hier eine Uhr aus Karton. Bei einer Uhr, die richtig geht, bleiben die Zeiger nie stehen, sie bewegen sich immer weiter. Wenn die Zeiger stehenbleiben, dann ist die Uhr kaputt. Stellen wir uns einmal vor, wir Menschen sind wie diese Uhr mit ihren Zeigern, die immer weitergehen. Wie kann dann Gott mitgehen, wenn er doch viel größer ist als wir? Ich zeige euch das mit dieser großen Uhr. Auch ihre Zeiger bewegen sich. Aber die Zeiger gehen nicht schneller, nur weil die Uhr größer ist. Jetzt legen wir diese beiden Uhren übereinander. Die Zeiger sind zwar verschieden lang, aber von 1 Uhr bis 5 Uhr brauchen sie genau die gleiche Zeit. (Er zeigt das vor.) So können wir uns das mit dem lieben Gott vorstellen. Er geht mit uns - und er läuft uns nicht davon, nur weil er größer ist als wir.

Jetzt wissen wir wieder etwas von Gott, nämlich, dass er mit uns geht. Das schreiben wir nun auf den zweiten Holzpfeiler. Von Jesus wissen wir, dass er uns zutraut, weiterzugehen, auch wenn es Situationen und Erlebnisse gibt, die so schön sind, dass wir am liebsten verweilen wollen. Damit wir uns das gut merken, stecken wir die beiden Uhren auf den Pfeiler.

Fürbitten


Guter Gott, an dich dürfen wir uns ohne Angst wenden. So sagen wir nun unsere Anliegen und bitten dich:

  • Für alle Menschen, die dich suchen, dass sie nicht alleine auf ihrem Weg sind.
  • Für alle Menschen, die sich nach einem Erfolg gerne auf ihren Lorbeeren ausruhen, dass sie sich nicht scheuen, aufzustehen und weiterzugehen.
  • Für alle Menschen, die große Enttäuschungen verkraften müssen, dass sie trotzdem Mut haben, immer wieder auf Menschen zuzugehen und sich auf Neues einzulassen.
  • Für alle Menschen, die zurückgezogen und alleine leben, dass sie Menschen treffen, die sie an ihrem Leben Anteil nehmen lassen.
  • Für alle Menschen, die in einem Staat Verantwortung tragen, dass sie sich eine Unzufriedenheit bewahren, aus der heraus neue Ideen entstehen, um den Menschen ihres Landes ein gutes Leben zu ermöglichen.


Denn dein Sohn ist gekommen, um uns zu helfen, auf unserem Weg nicht stehenzubleiben, und den Weg zu anderen Menschen und zu dir leichter zu finden. Dafür danken wir dir, heute und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

Nach der Kommunion kann man folgendes Lied singen:

Publikation: effata

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Jahreskreis: Fastenzeit

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Fastensonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Fastenzeit

 

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