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Jesus setzt sein erstes Zeichen

Messmodelle

Hintergrund

Wir gehen in diesem Kindergottesdienst von dem Satz Marias aus: "Was er (Jesus) euch sagt, das tut!". Im Gottesdienst versuchen wir, gemeinsam zu überlegen, was und auf welche Weise uns Jesus "etwas sagt", damit sich - wie das Wasser zu Wein - auch in der Welt etwas "wandeln", das heißt verändern kann.

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Kyrie
  • Tagesgebet
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 62,1-5

Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel. Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeit und alle Könige deine strahlende Pracht. Man ruft dich mit einem neuen Namen, den der Mund des Herrn für dich bestimmt. Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes. Nicht länger nennt man dich "Die Verlassene" und dein Land nicht mehr "Das Ödland", sondern man nennt dich "Meine Wonne" und dein Land "Die Vermählte". Denn der Herr hat an dir seine Freude, und dein Land wird mit ihm vermählt. Wie der junge Mann sich mit der Jungfrau vermählt, so vermählt sich mit dir dein Erbauer. Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich.

2. Lesung: 1 Kor 12,4-11

Schwestern und Brüder! Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allem. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern - immer in dem einen Geist - die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkräfte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schließlich die Gabe, sie zu deuten. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.

Evangelium: Joh 2,1-11

In jener Zeit fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

Hintergrund Evangelium:

Hochzeit in Galiläa


Das Hochzeitsfest bei den Juden war eine rein zivile Angelegenheit ohne religiösen Ritus, wobei ein Vertrag geschlossen wird. Diesem Vertrag geht eine Diskussion der Eltern über den "mohar" bevor (Gen 29, 15f; 34,12), also über die Geldsumme, die der zukünftige Bräutigam dem Vater des Mädchens bezahlen muss. Die Familie des Mädchens benutzte gewöhnlich diesen Betrag für die Aussteuer. Wenn diese Verhandlungen abgeschlossen waren, galten die jungen Leute als vermählt, das bedeutet, dass sie juristisch aneinander gebunden waren, auch wenn sie noch nicht zusammen wohnten (Mt 1,18-20). Das Hochzeitsfest fand dann gewöhnlich im Herbst nach der Ernte statt. Der Bräutigam wurde von seinen Freunden begleitet, einer von ihnen war der Zeremonienmeister. Sie holten die verschleierte Braut vom Haus ihrer Eltern ab, wo sie von ihren Eltern den Segen bekam (Gen 24,60). Das Fest, das meist im Haus des Bräutigams stattfand, bestand aus Festmahl, Tanz und anderen Lustbarkeiten und dauerte sieben, manchmal sogar vierzehn Tage lang.

Die Hochzeit in Kana


Bei einem solchen Hochzeitsfest ist Jesus mit seiner Mutter und den Jüngern eingeladen. Das geschichtliche Kana (Chrirbet Kana) lag wahrscheinlich 13 Kilometer nördlich von Nazareth und ist heute nur mehr in Ruinen erhalten. Es muss für den Bräutigam, der zugleich Gastgeber war, sehr peinlich gewesen sein, als der Wein ausging.

Wasser und Wein


Bei der Hochzeit war es notwendig, die strengen jüdischen Reinigungsvorschriften einzuhalten. Deshalb standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, die der vorgeschriebenen Reinigung der Hände und des Geschirrs dienten. In einem Krug hatten zwei bis drei Metreten Platz (1 Metrete = 36,44 Liter). Bei den Juden war Wein kein Alltags-, sondern das Festgetränk. Schon Kanaan, in das die israelitischen Stämme im 13. Jahrhundert v.Chr. einwanderten, war altes Weinbaugebiet. Es war eigentlich ausschließlich Großgrundbesitzern möglich, Wein in Form von monokultureller Bewirtschaftung anzubauen. Wein, der neben Brot und Öl ein Hauptnahrungsmittel war, ist aus dem jüdischen Ritual nicht wegzudenken. Bei vielen Gelegenheiten brachte man Wein als Trankopfer dar (Ex 23,38-41, Lv 23,13, Num 15,2ff), trank ihn beim Gemeinschaftsmahl vor Gott (Dt 14,26) beim Sabbatbeginn und beim Passamahl.

Der Konflikt mit Maria


Maria "war dabei" bei der Hochzeit, während "Jesus und die Jünger" (nur) "eingeladen waren". Maria dürfte von den Brautleuten ins Vertrauen gezogen worden sein. Sie hat sicher schon oft die Erfahrung gemacht, dass Jesus für die Sorgen und Nöte der Menschen offen ist. Als Maria Jesus auf die Situation der Brautleute hinweist und Jesus sagt, dass sie keinen Wein mehr haben, erscheint die Reaktion Jesu direkt schroff. "Was willst du von mir, Frau" heißt eigentlich wörtlich: "Was (ist zwischen) mir und dir?" Auch die Anrede "Frau" vom Sohn zur Mutter ist ungewöhnlich, weist aber genau wie sein nächster Satz ("Meine Stunde ist noch nicht gekommen") auf die Todesstunde am Kreuz hin, in der Jesus zu seiner Mutter sagt: "Frau, siehe da deinen Sohn!" Maria ist beim ersten Wunder Jesu und beim Tod am Kreuz bei ihrem Sohn.

Das Wunder bei der "Hochzeit zu Kana" ist das erste von sieben "Zeichenhandlungen", die Johannes auswählt. Sie sollen den Anspruch Jesu bestätigen und zum Glauben führen. Der "neue Wein des Evangeliums" wird dem "alten Wasser" der jüdischen Religion gegenübergestellt. Jesus hat etwas ganz Neues zu bringen. Dieses erste Zeichen Jesu - bei Johannes heißen die großen Wunder "Zeichen", weil sie die Sendung Jesu durch Gott anzeigen - ist aber auch eine symbolische Ankündigung "der Stunde" des Todes am Kreuz, die "noch nicht gekommen ist".

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Einleitung


Auf einem Transparent oder Plakat steht groß der Satz: "WAS ER EUCH SAGT, DAS TUT!"
Im heutigen Evangelium sagt Maria diesen Satz. Wer, glaubt ihr, ist mit "er" in diesem Satz gemeint? — (Kinder antworten). Ja, natürlich Jesus. Aber für uns ist es gar nicht so leicht, zu erkennen, was Jesus uns sagt. Damit es uns gelingt, das in Zukunft besser erkennen zu können, feiern wir heute diesen Gottesdienst.

Kyrie


A: Jesus, deine Mutter sagt auch zu uns: "Was er euch sagt, das tut!"
B: Sehr oft kümmern wir uns nicht um das, was du von uns willst. Herr, erbarme dich unser.
A: Jesus, deine Mutter sagt auch zu uns: "Was er euch sagt, das tut!"
B: Sehr oft hören wir zwar das, was du uns sagst, sind aber zu bequem, das Gehörte auch zu tun. Christus, erbarme dich unser.
A: Jesus, deine Mutter sagt auch zu uns: "Was er euch sagt, das tut!"
B: Sehr oft sind wir zu schwach, den konsequenten Weg, den du uns zeigst, zu gehen. Herr, erbarme dich unser.

Tagesgebet


Allmächtiger Gott, du schenkst einem jeden von uns verschiedene Fähigkeiten. Auch dadurch zeigst du uns, was wir in unserem Leben tun können und wie wir unsere Talente für uns und andere Menschen einsetzen können. Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir; stärke alle, die sich um Gerechtigkeit in unserer Welt bemühen und schenke uns die Einsicht zu verstehen, was dein Wort für unser Leben bedeutet.

Verkündigung


Stell Dir vor, Du möchtest an Deinem Geburtstag eine große Geburtstagsparty veranstalten. Was brauchst Du alles, damit so ein Fest schön wird? (Kinder zählen auf). Stell Dir vor, Du hast jetzt dieses Fest vorbereitet und Du merkst, als noch gar nicht alle, die Du eingeladen hast, da sind, dass Du zu wenig Getränke eingekauft hast. Sicher eine sehr peinliche Sache.

Genauso oder ähnlich dürfte es dem Hochzeitspaar im heutigen Evangelium ergangen sein, als der Wein ausging. Maria macht Jesus darauf aufmerksam, dass der Wein aus ist. Obwohl Jesus - für uns ungewohnt -ziemlich mürrisch reagiert, sagt Maria zu den Dienern: "Was er euch sagt, das tut!" Sie füllen die Krüge, die zur Reinigung der Hände und des Geschirrs bestimmt waren, mit Wasser. Als die Gäste davon trinken, ist das Wasser zu Wein geworden. Jesus hat sein erstes Zeichen gewirkt. Der Satz Marias "Was er euch sagt, das tut!" war der Ausgangspunkt für dieses Wunder. Für uns erhebt sich die Frage, wie und wo erkennen wir heute, "was Jesus uns sagt, damit wir es tun können".

Es gibt sicher verschiedenste Wege zu erkennen, was Jesus von uns will. Der wichtigste dürfte aber sein, dass wir in der Bibel das Wort Gottes hören und versuchen zu verstehen und überlegen, was es für unser Leben für eine Bedeutung hat. Wem fällt etwas ein, was "Jesus uns sagt"?
Kinder zählen Beispiele auf, was uns Jesus im Neuen Testament sagt. Die einzelnen Beispiele werden auf ein Plakat geschrieben und gesammelt.

Fürbitten


In den Fürbitten wollen wir jetzt darum bitten, dass es uns immer besser gelingen möge, "das zu tun, was Jesus uns sagt". Der Priester formt aus jedem biblischen Beispiel, das auf dem Plakat steht, mit eigenen Worten eine passende Fürbitte.

Nach jeder Bitte wird folgendes Lied gesungen:

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

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