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Der Herr erscheint in der Welt

Messmodelle

Hintergrund

Da der 6. Jänner meist nur als Fest der Heiligen Drei Könige bekannt ist, soll in diesem Gottesdienst neben dem Drei-Königs-Fest auf den "offiziellen Titel" des Festes "Erscheinung des Herrn" eingegangen werden. In diesem Gottesdienst soll darüber nachgedacht werden, was "Erscheinung des Herrn" für unser Leben bedeutet.

Material

  • Verkleidungen für Herodes, Josef, Maria, 3 heiligen Könige

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Tagesgebet
  • Verkündigung mit Evangelienspiel
  • Fürbitten
  • Gabengebet
  • Präfation
  • Schlußgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 60,1-6

Auf, werde Licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Volker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei. Du wirst es sehen, und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Sie alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

2. Lesung: Eph 3,2-3a

Schwestern und Brüder! Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat. Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis Christi mitgeteilt. Den Menschen früherer Generationen 5-6 war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.

Evangelium: Mt 2,1-12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.

Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg.

Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war: dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Hintergrund Evangelium:

"Die Heiligen drei Könige"


Weise, Magier oder Sterndeuter kamen also nach Jerusalem und suchten den neugeborenen König der Juden. Sie dürften wohl "aus dem Osten" durch die syrische Wüste über Baalbek nach Damaskus und von dort nach Palästina gekommen sein. Sie waren wahrscheinlich nicht zu dritt und auch keine Könige. Insgesamt ist das Rätsel um die Sterndeuter aus dem Osten, die Jesus in Betlehem angebetet haben, nicht gelöst.

Die wissenschaftliche Exegese nimmt an, dass Matthäus den größten Teil dieses Kapitals bereits in der Überlieferung vorfand. Es ist unwahrscheinlich, dass Matthäus mit dem Besuch der Magier, genau wie mit den folgenden Perikopen von der Flucht nach Ägypten, dem Kindesmord in Betlehem und der Rückkehr aus Ägypten nur historische Ereignisse aus der Kindheit Jesu festhalten wollte. Vielmehr muss man annehmen, dass Matthäus eine theologische Wahrheit, nämlich die Geburt Jesu, des Königs der Juden, des Messias anschaulich machen wollte. So sind im Matthäus-Evangelium die "Heiligen Drei Könige" mit keinem Wort erwähnt. Wohl aber wurden sie durch den Wert ihrer Geschenke zu Königen gemacht und durch die Anzahl der Geschenke auf drei Personen festgelegt.

König Herodes


Herodes, genannt "der Große", der als König von Judäa von 37 bis 4 v.Chr. regierte, hatte als Halbjude - er stammte von den Edomitern ab - große Angst vor allen messianischen Bewegungen. Er wurde von seinen Landsleuten nie richtig anerkannt, was noch durch seine Anordnung verstärkt wurde, dass drei seiner sieben Söhne zu ermorden seien und dass bei seinem Tod aus jeder Familie ein Mitglied zu töten sei, damit im ganzen Land wirkliche Trauer herrsche.

Trotz seines Größenwahns und seiner unbestreitbaren Grausamkeit ist der angebliche Kindermord des Herodes durch außerbiblische Quellen nicht belegbar. Ganz eindeutig hat sich Matthäus hier an das Alte Testament angelegt und den Kindermord in Betlehem mit dem in der ägyptischen Sklaverei parallelisiert. Die Magier, Fremde also, stellen die entscheidende Frage an Herodes und die Schriftgelehrten: "Wo ist der neugeborene König der Juden?" Herodes sieht sich dadurch in seiner Macht bedroht und versucht alles, um seinem vermeintlichen Gegenspieler auf die Spur zu kommen.

Gold, Weihrauch und Myrrhe


Nachdem die Magier vor dem gottgesandten König auf die Knie fielen und dem Kind huldigten, übergaben sie ihre Geschenke. Diese Geschenke galten in der damaligen Welt als "Königsgaben". Myrrhe ist ein aus einem arabischen Strauch gewonnenes Harz, das sehr gut riecht. Es wurde auch als Ehrenzeichen zur Huldigung eines Menschen verwendet; so brachte zum Beispiel Nikodemus Myrrhe zum Grab Jesu (Joh 19,39). Bei Weihrauch handelt es sich um eine harzige Substanz, die durch Einschnitte in der Rinde eines weißen Baumes gewonnen wird und ebenfalls sehr gut riecht. Gold ist das Zeichen des Königs schlechthin: ein kostbares, glänzendes, wertvolles Metall. Matthäus will mit diesen drei Geschenken zeigen, dass die Magier von Beginn an Jesus als einen König anerkennen.

Jesus — König der Juden


Die Magier huldigten Jesus, wie einem König gehuldigt wird. Sie, die Fremden und Heiden, kündigen dem jüdischen Volk die Geburt seines Messias an. Die Schriftgelehrten kannten ihre heiligen Schriften genau und wussten, wo der Messias geboren wird und welche Funktion er nach dem Willen Gottes erfüllen soll. So können wir beim Propheten Micha (5,1-3) nachlesen: "Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen ...". Trotz dieser eindeutigen Prophetenworte lassen sich die Fremden, die außerhalb der jüdischen Lehre Stehenden, durch die Geburt des Messias mehr bewegen und beeindrucken als diejenigen, an die diese Kunde vor allem gerichtet war. Die Gegenüberstellung von Herodes und Jesus, gestaltet nach dem Vorbild Pharao-Moses, betont die Parallele zwischen Moses und Jesus. Wie Moses - und noch mehr als dieser - ist Jesus gesandt zur Rettung seines Volkes, das alle Völker der Erde beinhaltet.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Kyrie


Jesus, unser Bruder, zu Weihnachten ist Gott den Menschen erschienen. Wo von dir etwas aufscheint und durchscheint, da ist "Erscheinung des Herrn". Herr, erbarme dich unser. Jesus, unser Bruder, die suchenden Sterndeuter kommen mit ihren Gaben zu dir und gehen als Beschenkte. Wo Menschen versuchen, wie Jesus zu leben und Freude zu schenken, da ist "Erscheinung des Herrn". Christus, erbarme dich unser. Jesus, unser Bruder, weil du geboren wurdest, gibt es für alle Menschen, auch für die in der Ferne, Hoffnung. Wo Menschen Vergebung und Frieden schenken, da ist "Erscheinung des Herrn". Herr, erbarme dich unser.

Tagesgebet


Gott, du hast die Sterndeuter durch den Stern nach Betlehem geführt. Dadurch hast du ihnen deinen Sohn Jesus Christus gezeigt. Wir glauben an dich, trotzdem brauchen wir immer mehr deine Hilfe, damit wir es schaffen, dass auf unserer Erde immer mehr "Erscheinung des Herrn" passiert. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unserem Herrn.

Verkündigung mit Evangelien - Spiel
Es wirken mit: der Priester oder ein Lektor, 3 Sterndeuter (Könige), Maria und Josef, Herodes

Pr/Lek: Als Jesus in Betlehem geboren war, da kamen weise Männer aus dem Osten nach Jerusalem und fragten:
1. König: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, um ihn zu ehren.
Pr/Lek: Als König Herodes das hörte, da erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm. Er rief alle Hohepriester und Schriftgelehrten zusammen und erkundigte sich bei ihnen.
Herodes: Wann und wo wurde der König der Juden geboren? Steht etwas in der Heiligen Schrift? Sagt es mir!
Pr/Lek: Sie antworteten: Beim Propheten Micha steht geschrieben: Du Betlehem, du bist keineswegs die geringste Stadt in Judäa, denn aus dir kommt der Fürst, der Israel befreien wird. Da ließ Herodes die Weisen heimlich zu sich kommen und fragte sie:
Herodes: Wann ist euch der Stern erschienen? Wann und wo habt ihr ihn zum ersten Mal gesehen? Geht nach Betlehem und sucht das Kind, und wenn ihr es gefunden habt, gebt mir sofort Bescheid! Ich will dann kommen, um es zu ehren.
Pr/Lek: Sie gingen dem Stern nach bis zu dem Ort, wo das Kind war. Die Sterndeuter gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter.
Josef: Wer seid ihr denn?
2. König: Wir sind Suchende, wir sind schon lange unterwegs.
3. König: Wir suchen einen König, das Licht der Welt, das Glück unseres Lebens.
Maria: Hier ist nur unser Kind, es ist vor einigen Tagen hier im Stall geboren. In Betlehem war kein Platz für uns.
1. König: Dieses Kind ist ein Wunder, ein Wunder der Liebe und Güte Gottes. Durch dieses Kind erscheint Gottes Liebe und Güte in der Welt. Dieses Kind ist die "Erscheinung des Herrn".
2. König: "Erscheinung des Herrn" in einem Kind? In einem Kind auf Stroh?
3. König: Ob wir mit diesem Kind nicht eine ganz neue Welt anfangen sollten? Ob wir mit diesem Kind nicht ganz neu beginnen sollten? Mit ihm können wir eine Welt gestalten, in der die Liebe und Güte Gottes sichtbar wird.
2. König: In einem kleinen und hilflosen Kind, das auf Stroh liegt, soll die Liebe und Güte Gottes erscheinen? Kann Gott denn nur in den Kleinen aufscheinen, am Rande der Welt, in einem Stall? Geben wir Menschen ihm keinen anderen Platz, wo er erscheinen kann?
1. König: Wir müssen es allen weitersagen: Gottes Liebe und Güte ist unter uns erschienen. Gott ist erschienen in einem Kind. Erscheinung des Herrn.
Josef: Woher kommt ihr? Warum kommt ihr ausgerechnet nach Betlehem?
2. König: Mein Leben war dunkel und traurig. Ich war mutlos und enttäuscht. Alles habe ich angezweifelt. Mir fehlte der Glaube, ich war einfach hoffnungslos. Als ich den Stern sah, bin ich ihm nachgelaufen, dann traf ich die anderen.
3. König: Wir ließen uns gemeinsam führen vom Licht des Sterns, der aufgegangen war über unserem dunklen Leben.
1. König: Jetzt sind wir beim Stern des Lebens angekommen. Gottes Liebe ist aufgeleuchtet in diesem Kind. Gottes Liebe ist uns erschienen in diesem Kind auf Stroh, auf dem leeren Stroh unserer Welt. Erscheinung des Herrn!
2. König: Gottes Güte und Liebe will allen Menschen erscheinen. Wir Menschen müssen sie durchscheinen lassen - jeder von uns damit die ganze Welt feiern kann: Erscheinung des Herrn!
Pr/Lek: Dann knieten sich die Sterndeuter vor dem Kind nieder und beteten es an. Sie brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Da sie Herodes aber nicht trauten, gingen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.
(frei nach "Freude am Glauben" von Herlburg Laarmann, Mathias Grünewald-Verlag)

Fürbitten


Pr: Herr Jesus Christus, du hast uns durch dein Leben gezeigt, wie wir leben können. Wir brauchen immer wieder deine Hilfe, darum bitten wir dich:

  • Hilf den Menschen, die Erscheinung des Herrn durch das Suchen nach Gerechtigkeit in der Welt zu finden.
  • Stärke unter den Völkern den festen Willen, deine Gaben gerecht zu verteilen.
  • Schenke den Politikern und allen, die Macht haben, die Einsicht, dass bei ihren Entscheidungen die Menschen im Vordergrund stehen.
  • Hilf unseren Gemeinden in ihrem Bemühen, auch für die Sorgen anderer offen zu sein.


Pr.: Herr, wir können auf dich vertrauen. Mit deiner Hilfe wird es uns gelingen, die Erscheinung des Herrn immer mehr Wirklichkeit werden zu lassen.

Gabengebet


Herr, schau auf die Gaben, die wir bringen. Wir bringen kein Gold, keinen Weihrauch, keine Myrrhe. Wir bringen Brot und Wein, die Gaben, in denen deine Liebe und Güte aufleuchten. Nimm uns mit diesen Gaben an und lass deine Güte immer wieder neu in uns aufscheinen. Amen.

Präfation


In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, immer und überall zu danken. Du erscheinst durch alles hindurch, am deutlichsten aber bist du erschienen in der Person Jesu. Deine Liebe und Güte ist erschienen in dem Kind auf Stroh. Du bist die Güte und die Liebe selbst. Wir preisen dich mit allen Engeln und Heiligen und rufen voller Freude: Heilig, ...

Schlußgebet


Gott. Jesus, dein Sohn, zeigt uns den Weg zu dir. Wir haben "Erscheinung des Herrn" gefeiert. Im Zeichen von Brot und Wein hast du, Jesus, uns heute wieder neu deine Liebe und Güte geschenkt. Dafür danken wir dir. Gib, dass wir dich zum Mittelpunkt unseres Lebens machen und dass du in unserem Leben sichtbar wirst. Amen.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Hl. 3 Könige

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Erscheinung des Herrn

Schlagwort: Gottesdienst

 

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