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Was ich gut kann und gerne tue

Messmodelle

Hintergrund

Wenn wir miteinander auf dem Weg sind , werden die Fähigkeiten eines jeden gebraucht: einander mit dem, was wir gut können und gerne tun, helfen - so können wir zu einem freudigen Miteinander-auf-dem-Weg sein, kommen.

Material

  • 2 Puppen
  • 2 Rucksäcke
  • Zettel mit Umrissen eines Menschen darauf (ca. so viele, wie Leute im Gottesdienst sind)
  • Regenschutz, Wanderkarte, Wasserflasche, Jausenbrot, 1 Paar Wandersocken...

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einzug
  • Einleitung und Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten
  • Vater Unser

 

Bibelstellen

1. Lesung: Zef 3,14-17

Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten. An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Laß die Hände nicht sinken! Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.

2. Lesung: Phil 4,4-7

Schwestern und Brüder! Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: "Freut euch' Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott. Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.

Evangelium: Lk 3,10-18

In jener Zeit fragten die Leute den Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle
ebenso.
Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist.
Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen wir denn tun? Und er sagte zu ihnen: Mißhandelt niemanden, erpreßt niemanden, begnügt euch mit eurem Sold!
Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

Hintergrund Evangelium:

Zusammenhang


Johannes fordert die Leute, die zu ihm kommen, zu radikaler Umkehr auf. Diese Umkehr muß sich im konkreten Handeln erweisen. Darauf legt Lukas auch das Schwergewicht seiner Darstellung, wie dem Text dieses Sonntags deutlich zu entnehmen ist.

Was sollen wir tun


Dreimal wird die Frage gestellt "was sollen wir tun?". Mit diesem Aufbau zeigt Lukas, dass er das Evangelium als praktische Handlungsanweisung für das eigene Leben und das Gestalten der Welt versteht. Es gibt Impulse zur konkreten sittlich-sozialen Haltung.

Teilen


So fordert der Täufer von den Zuhörern nicht fromme Übungen, wie es das jüdische Gesetz tut, sondern die Hinwendung zum Mitmenschen in der Not. Als aktuelle Beispiele dienen Nahrung und Kleidung als Grundbedürfnisse des menschlichen Überlebens. Schon geringster Überfluß verpflichtet zur Hilfe und Solidarität.

Gerechtigkeit


Zwei Berufsgruppen, die in den Augen der Pharisäer schon wegen der Tätigkeit, die sie ausüben, Sünder sind, werden gesondert angesprochen. Für Johannes (und für Jesus) gibt es keine grundsätzliche Verurteilung ganzer Gruppen. Nur der einzelne wird durch seine Lebensführung sündig und gottlos. So verlangt Johannes auch nicht, dass sie ihren Beruf aufgeben, sondern dass sie ihr Amt nicht mißbrauchen, dass sie Gerechtigkeit walten lassen, dass sie niemanden mißhandeln und erpressen, dass sie mit ihrem Sold zufrieden sind und keinen militärischen Aufstand anzetteln.

Ein Programm


Damit ist ein für alle gültiges Programm formuliert, in dem Solidarität und Hilfsbereitschaft, soziale Gerechtigkeit und Gewaltverzicht, Genügsamkeit und Nächstenliebe im Vordergrund stehen.

Der Messias


In der Volksmeinung, dass Johannes der Messias sein könnte, spiegelt sich eine spätere Realität. Lukas berichtet in der Apostelgeschichte (18,25f und 19,1-7) von Gruppen, die nur die Taufe des Johannes kennen und seine Tradition fortführen. Demgegenüber wird nun von Johannes - wiederum dreifach ! - betont, dass er der geringere sei, und ein anderer kommen werde, der stärker sein werde. Die drei Begründungen: Er (Johannes) sei nicht wert, ihm den Sklavendienst des Schuhriemen Lösens zu tun. Jener werde mit dem Heiligen Geist taufen und sei auch der endzeitliche Weltenrichter. (Die "Feuertaufe" ist ein Bild dafür):

Spreu und Weizen


Der Bauer hat in den damaligen Kulturen das ausgedroschene Getreide mit einer Schaufel in die Luft geworfen, um mit Hilfe des Windes Spreu und Weizen auf natürliche Weise voneinander zu trennen. Das Bild wird auch in der jüdischen Literatur verwendet. Dort aber wird dabei an die Trennung Israels von der heidnischen Welt gedacht. Im Verständnis dieser Predigt geht diese Trennung aber nun quer durch die Auserwählten. Angesichts des Kommens des Messias ist nun eben die Umkehr jedes einzelnen, die sich in seinem konkreten Tun erweisen muß, gefordert.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Die Ministrant/innen kommen heute mit zwei Rucksäcken herein. Im ersten Rucksack befinden sich Zettel mit den Umrissen eines Menschen darauf (ca. so viele, wie Leute im Gottesdienst sind); im zweiten Rucksack befindet sich ein Regenschutz, eine Wanderkarte, Wasserflasche und Jausenbrot, ein Paar Wandersocken ...
Die Puppen sitzen mit den umgehängten Kompassen wieder im Raum verteilt.

Einleitung und Kyrie


Heute ist schon der dritte Sonntag unseres gemeinsamen Weges im Advent.
(Eventuell kann hier kurz rekapituliert werden, was bisher alles geschah.)
Heute ist ein besonderer Sonntag. Nicht nur, weil die Ministranten mit Rucksäcken kommen - dieser Sonntag heute heißt "Gaudete" - das ist lateinisch und heißt übersetzt: "Freut euch!" Weihnachten ist schon ziemlich nahe, aber wir haben auch noch einen anderen Grund zur Freude - das werden wir heute sehen.

Wir werden heute auch einmal in einer besonderen Art und Weise anfangen.
(Die Ministrant/innen und die Kinder teilen die Zettel mit den Menschenumrissen, die in den Rucksäcken mitgebracht wurden, an alle in der Gemeinde aus. In jeder Bankreihe liegen einige Schreibutensilien.)
Wir wollen uns heute zu Beginn einmal folgende Frage stellen: Was tun wir eigentlich gern? Und weiters: Was können wir recht gut? Das, was uns da einfällt, schreiben wir in die Figur auf dem Stück Papier hinein.

Wenn wir miteinander Messe feiern, dann tun wir das auch deshalb, weil wir uns über all das, was wir gut können und auch miteinander tun, freuen. Wir sind Gott dankbar, weil er uns das alles geschenkt hat. Damit wir diese Gaben richtig füreinander einsetzen, rufen wir: "Kyrie eleison" - "Herr, erbarme dich unser".
Kyrie eleison
Christe eleison
Kyrie eleison (siehe Gotteslob Nr. 104)

Verkündigung


Wenn man miteinander unterwegs ist, dann muß man auch einiges mitnehmen. Vor allem, wenn man zu Fuß unterwegs ist, hat man da einen Rucksack mit, in dem einiges drinnen ist.
(Gemeinsam wird überlegt, was denn so alles in einem Rucksack drinnen sein kann, und was sich als nützlich auf dem Weg erweisen kann. Wenn Dinge erwähnt werden, die sich im mitgebrachten Rucksack befinden, dann werden die herausgenommen und vorgezeigt. Weiters überlegen wir, wozu denn die einzelnen Utensilien wichtig sind.)

Auf unserem gemeinsamen Weg Weihnachten entgegen - heute gehen wir schon den dritten Schritt - brauchen wir auch so manche Dinge. Wenn wir da unterwegs sind - zueinander und miteinander - könnte es manchmal sein, dass wir uns verirren, dann brauchen wir eine Landkarte, die uns zeigt, wo es richtig weitergeht. So eine "Karte" ist zum Beispiel die Bibel. Es kann sein, dass es regnet, dass wir einen Schutz, einen Regenmantel brauchen. So Regenmäntel auf unserem Weg, das können zum Beispiel Menschen sein, bei denen wir uns sehr wohl und geborgen fühlen.

Die wichtigste "Sache" aber, die wir mitnehmen müssen, das sind wir selbst, das sind unsere Fähigkeiten, das ist das, was wir gut können. Unsere Fähigkeiten sollen wir dann auch füreinander einsetzen; uns eben mit dem, was wir gut können und gerne tun, helfen. Das wollte Johannes der Täufer auch, als er den Menschen erzählte, was sie tun sollten, als sie ihn danach fragten.
Wir wollen nun unseren treuen Begleitern, den zwei Puppen, die Rucksäcke, gefüllt mit den Papierfiguren, die jetzt dann gleich eingesammelt werden, umhängen.
Das soll uns auf unserem Weg daran erinnern, dass wir unsere Fähigkeiten nicht nur für uns bekommen haben, sondern vor allem auch dafür, einander zu helfen - auf unserem gemeinsamen Weg.

Fürbitten

  • Für alle Kinder, denen niemand zeigt, welche Fähigkeiten in ihnen stecken. Schenk ihnen bitte Menschen, die mit ihnen gemeinsam entdecken, was sie alles können.
  • Es ist manchmal nicht leicht, etwas Neues, das man noch nie gemacht hat, auszuprobieren. Schenk uns Menschen, die uns Mut machen.
  • Gib allen Menschen, die sich daran stoßen, dass andere Menschen anders sind, die Einsicht und die Freude, dass gerade diese Vielfalt schön und interessant ist.

Vater Unser


Ein Zeichen dafür, dass man einander helfen und beistehen will - auch dafür, dass man miteinander geht - ist das Einander-die-Hand-geben. So wollen wir uns heute beim Vater Unser alle die Hände reichen.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Advent

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 3. Adventsonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Advent/Weihnachten

 

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