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Die ersten Worte in der Finsternis

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Diese Aktion hat einen meditativen Charakter, wobei es vor allem auch um ein gemütliches Beisammensein und zur Ruhe kommen gehen soll. Es ist wichtig zu betonen, dass es ein Angebot für die Kinder ist und nicht alle mitmachen müssen.

Material

  • Kerzen
  • Bibeltexte
  • Zimbel, Triangel o.ä.
  • Obst und Gemüse zum Ertasten
  • Sternenkarte
  • großer Karton, dicke Filzstifte
  • Tee zum Abschluss

Aufbau

Jeweils eine Gruppe von Kindern und einen/eine Gruppenleiter/in suchen sich am Abend ein nettes Plätzchen im Freien bei Schönwetter und bei Schlechtwetter einen gemütlichen Ort im Haus und beschäftigen sich mit der Erschaffung der Erde, wie sie in der Bibel beschrieben ist. Für jeweils ca. 5 bis 8 Kinder wird ein/e Gruppenleiter/in benötigt.

 

Am Anfang ...


Wenn es dunkel geworden ist, geht jeweils ein/e Gruppenleiter/in (es können auch zwei gemeinsam machen) mit einer Gruppe von 6-8 Kindern auf die Wiese, und sie suchen sich dort ein nettes Plätzchen (oder bei Schlechtwetter einen Ort im Haus). Nach dem gemütlichen Niederlassen, beginnt der/die Gruppenleiter/in: Wir nehmen uns jetzt ein bisschen Zeit, um uns ein wenig mit einer Geschichte aus der Bibel zu beschäftigen. Ihr kennt sie sicher, es ist die Erzählung von der Erschaffung der Erde. Auch die Israeliten sind sicher so wie wir jetzt manchmal am Abend beisammen gesessen. Und da haben sie auch darüber geredet, wie wohl die Erde entstanden ist. Eines war für sie sicher: Gott hat die Welt und alles, was dazugehört, erschaffen. Von ihrem Glauben daran wollten sie vielen anderen Menschen erzählen. Darum fassten sie die Vorstellung von der Entstehung der Erde in eine Erzählung, die wir heute als Schöpfungsgeschichte kennen. Sie fängt so an:

Der erste Tag


Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, die ganze Welt. Auf der Erde war es noch wüst und unheimlich; es war finster, und Wasserfluten bedeckten alles. Da befahl Gott: "Licht soll aufstrahlen!" und es wurde hell.
Auch wir machen jetzt ein bisschen Licht. Darum bekommt jede/r eine Kerze. (Die Kerzen werden ausgeteilt und angezündet. Wer will, hält die Kerze in der Hand, Wer will, stellt sie vor sich auf den Boden.)
Gott hatte Freude an dem Licht; denn es war gut. Er trennte das Licht von der Dunkelheit und nannte das Licht Tag, die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen:der erste Tag.
(Mit der Zimbel klingen)

Der zweite Tag


Dann befahl Gott: "Im Wasser soll ein Gewölbe entstehen, das die Wassermassen trennt!" So geschah es: Gott machte ein Gewölbe und nannte es Himmel. Dann befahl Gott: "Das Wasser auf der Erde soll sich sammeln, damit das Land sichtbar wird." So geschah es.
Wir können jetzt versuchen, diese Erde und das Gras darauf zu fühlen. Dazu halten wir die Hände offen mit den Handflächen nach unten. Jetzt nähern wir uns mit unseren Händen langsam dem Boden. Spürt ihr schon das Gras? Wann beginnt es zu kitzeln? Was ist anders, wenn wir ganz fest auf den Boden drücken? Ist es angenehm die Erde zu fühlen oder ist es unangenehm?
... In der Bibel heißt es dann weiter:
Und Gott hatte Freude daran, denn es war gut. Er nannte das Land Erde, das Wasser nannte er Meer. Es wurde Abend und wieder Morgen: der zweite Tag.
(Zimbeln)

Der dritte Tag


Dann befahl Gott: "Die Erde soll grün werden alle Arten von Pflanzen und Bäumen sollen darauf Wachsen und Samen und Früchte tragen!" Da brachte die Erde alle Arten von Pflanzen hervor bis hin zu den großen Bäumen.
Ich habe hier auch ein paar Früchte mitgebracht. Probiert einmal, nur durch Abtasten und Fühlen zu erraten, was für Früchte das sind. (Wenn es nicht dunkel genug ist, können zum Abtasten die Augen geschlossen werden, oder die Früchte werden hinter dem Rücken weitergegeben.)
Gott hatte Freude daran; denn es war gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der dritte Tag.
(Zimbeln)

Der vierte Tag


Dann befahl Gott: "Am Himmel sollen Lichter entstehen, die Tag und Nacht voneinander trennen! Sie sollen am Himmel leuchten und der Erde Licht geben." Er machte zwei große Lichter, die Sonne für den Tag und den Mond für die Nacht, dazu auch alle Sterne.
Mithilfe einer Sternkarte schauen wir, welche Sterne und Sternbilder wir am Himmel finden.
Gott hatte Freude daran; denn es war gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der vierte Tag.
(Zimbeln)

Der fünfte Tag


Dann befahl Gott: "Im Wasser soll sich Leben regen, und in der Luft sollen Vögel fliegen!" Er schuf die großen Seeungeheuer, aller Arten von Wassertieren und die Vögel. Dann befahl Gott: "Die Erde soll Leben hervorbringen: Vieh, wilde Tiere und alles, was auf dem Boden kriecht!" Und er machte alle Arten von Tieren.
Wir versuchen, ganz still zu sein und zu hören, ob wir die Laute von Tieren hören. Wir können auch selbst versuchen, Nacht-Tier-Stimmen nachzumachen, z.B. Eulen, Grillen, etc.
Gott hatte Freude daran; denn es war gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der fünfte Tag.
(Zimbeln)

Der sechste Tag


Dann sagte Gott: "Nun wollen wir den Menschen machen, ein Wesen, das uns ähnlich ist! Er soll Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft und über alle Tiere auf der Erde." Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, er schuf Mann und Frau.
Wir machen jetzt auch ein Menschenbild, eines, auf dem wir alle drauf sind. (Jeweils zwei Kinder halten den Karton, eines stellt sich davor; die Gruppenleiterin zeichnet mit dem Filzstift die Silhouette des Kindes. Alle werden so auf das Plakat gezeichnet, wobei es durchaus beabsichtigt ist, dass es ein Bild der sich überschneidenden Konturen wird. Das Bild wird dann in die Mitte gelegt.)
Er segnete die Menschen und sagte zu ihnen: "Vermehret euch! Breitet euch über die Erde aus! Ich setze euch über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere und vertraue sie eurer Fürsorge an." Er fügte hinzu: "Ihr könnt die Früchte aller Pflanzen und Bäume essen; den Vögeln und Landtieren aber gebe ich Gras und Blätter zu Nahrung."
(Zimbeln)

Der siebente Tag


So entstanden Himmel und Erde mit allem, was lebt. Am siebten Tag hatte Gott sein Schöpfungswerk vollendet und ruhte von seiner Arbeit aus. Deshalb segnete er den siebten Tag und erklärte: "Dieser Tag ist heilig, er gehört mir."
So entstanden Himmel und Erde; Gott hat sie geschaffen. Wir haben gerade gehört: "Gott segnete die Menschen." Um diesen Segen können wir auch jetzt bitten:
Lieber Gott, schau auf uns und auf alle, die wir gerne haben.
Bleib auch in der Nacht bei uns und beschütze uns, wenn wir in Not sind.
Bitte schenke uns deinen Segen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
- Amen.

Nach der Rückkehr ins Haus gibt es Tee für alle zum Aufwärmen.

Publikation: Lager - Alltag und Programm 2

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Lager-Kategorie: Spiele am Abend un in der Nacht

Schlagwörter: Kinderpastoralwoche, Nacht, Religiöses