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Kommt, sagt es allen weiter!

Messmodelle | Alter: 6-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Hier findest du Bausteine für einen Kindergottesdienst am Ostermontag. An diesem Tag ist das Evangelium von den Emmausjüngern vorgesehen, das euch wie ein Leitfaden durch den Gottesdienst begleiten wird.

Material

Aufbau

Im Eröffnungsteil (Bußakt, Kyrie) bringen wir unser Leben vor Gott, wir dürfen schimpfen und klagen und enttäuscht sein. Wir können aber auch unsere schönen Erlebnisse mit Gott lobend einbringen (Gloria) - wie die beiden Emmausjünger über die enttäuschenden und frohen Erlebnisse mit Jesus gesprochen haben. In Lesung und Evangelium spricht Jesus zu uns, die Predigt deutet diese Erzählungen und bringt sie mit unserem Leben in Verbindung. Und immer schwingt in diesem Hören die Erwartung mit, dass hier Jesus ganz persönlich mit uns spricht und uns die Geschichte Gottes mit den Menschen erzählt und deutet - wie der "Fremde" bei den Jüngern. Bei der Gabenbereitung laden wir Jesus ein, dass er noch bei uns bleibt, um mit uns zu essen. Nach dem gemeinsamen Mahlhalten machen auch wir uns auf den Weg, um allen zu erzählen: Jesus lebt.

Sucht euch einen Weg, wo ihr durch einen Wald oder eine Grünflache gehen könnt. Die ersten drei Stationen sind für den Weg draußen gedacht, die vierte in der Kirche, die fünfte Station vor der Kirche. Das Evangelium (Lk 24, 1-35; Neukirchner Kinderbibel, gekürzt) wird in Teilen bei jeder Station gelesen. Für die Wege dazwischen gibt es jeweils einen Auftrag an die Kinder und an die Erwachsenen.

 

Bibelstellen

Evangelium: Lk 24, 1-25

1. Station: Ankommen


Lied: Unser Leben sei ein Fest (David Nr. 168)

Liebe Kinder, liebe Schwestern und Brüder. Wir haben heute einen ganz besonderen Grund zum Feiern - Jesus ist auferstanden. Das sagt sich so einfach. Das hat Jesus auch seinen Freunden und Jüngern immer wieder gesagt "Ich werde sterben, aber das ist nicht das Ende. Am dritten Tag werde ich auferstehen, anders als ihr mich jetzt seht aber doch mitten unter euch." Seine Jünger haben das gehört, aber nicht verstanden. Wie sollten sie auch. Sie haben ja zuvor noch niemals einen gesehen, der auferstanden ist. Die meisten von euch werden die Erzählung von den Emmausjüngern aus der Bibel kennen. Diese Erzählung werden wir in einzelnen Abschnitten hören.

Die Emmausjünger waren ganz besondere Freunde von Jesus. Sie haben ihre ganze Hoffnung auf Jesus gesetzt. Und sie waren verzweifelt, als Jesus gestorben ist. Aber dann ist etwas geschehen das ihr ganzes Leben verändert hat, sodass sie hinausgegangen sind um allen weiterzuerzählen: Jesus lebt: Wie diese beiden Jünger wollen wir uns auf den Weg machen um zu erahnen, dass Jesus hier unter uns lebt.

Den ersten Teil des Evangeliums lesen.

Rund um uns gibt es in der Natur noch Abgestorbenes vom letzten Jahr, Blätter, die erst zu Erde werden müssen, verdorrte Zweige, Samen, die noch nicht zum Leben erwacht sind. Sie sind Zeichen für all das, was uns traurig macht. Daneben aber finden sich überall Zeichen neuen Lebens.

Auftrag an die Kinder: Sucht unterwegs zur zweiten Station etwas, das euch an den Winter erinnert und etwas, das neues Leben verheißt.

Auftrag an die Erwachsenen: Versetzen sie sich in die Lage der Jünger, die noch ganz im Vergangenen gefangen sind. Überlegen sie: Was hält mich gefangen?

2. Station: besinnen, neu werden


Wir legen aus den Dingen, die die Kinder an den Winter, ans alte Jahr und ans Vergangene erinnert, ein Kreuz.

Bußakt


Herr Jesus Christus, deine Jünger haben sich eingeschlossen, als du gestorben bist. Sie waren verzweifelt. Sie haben nur nach rückwärts geschaut und nicht nach vorne. Alle ihre Hoffnungen haben sie mit dir begraben.

In unserer Mitte liegt ein Kreuz - dürre Äste, Samen, alte Blätter, ... - sie erinnern uns daran, dass auch wir manchmal ohne Hoffnung sind und keinen Ausweg mehr sehen, wenn in der Schule nichts mehr gelingt und ich nur noch schlechte Noten heimbringe, wenn ich mit meinen besten Freunden streite, wenn es zu Hause Streit gibt, wenn Eltern sich nicht verstehen, wenn ein Arbeitsplatz verloren geht.... Dann brauchen wir einen Neubeginn.

Kyrie


Du Jesus hast uns gezeigt, dass nicht die Hoffnungslosigkeit das Letzte ist.
Herr erbarme dich, erbarm dich unser. (David Nr. 18)

Du Jesus hast die Jünger begleitet, auch wenn sie es nicht bemerkt haben.
Christus erbarme dich, erbarm dich unser. (David Nr. 18)

Du Jesus, hast dich deinen Freunden gezeigt nachdem du auferstanden bist.
Herr erbarme dich, erbarm dich unser. (David Nr. 18)

Aus den Dingen, die neues Leben verheißen legen wir nun einen Kreis rund um das Kreuz.

Gloria


Blumen, Blüten, Gräser, ...in unserer Mitte sind Zeichen für all das Schöne, das wir erleben dürfen. Herr Jesus dafür wollen wir dich loben und preisen.

Lied: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (David Nr. 35)

Den zweiten Teil des Evangeliums lesen.

Auftrag an die Kinder: Geht zu zweit bis zur nächsten Station und erzählt euch von Jesus, was ihr von ihm gehört habt, wann ihr mit ihm redet.

Auftrag an die Erwachsenen: Haben Sie eine Bibelstelle, die für sie besonders bedeutsam ist? Überlegen sie weshalb. Gehen sie zu dritt zusammen. Wer gerade in der Mitte geht, erzählt den anderen davon. Dann wird gewechselt.

3. Station: von Jesus hören, mit Jesus reden


Die Kinder erzählen nun, worüber sie gesprochen haben.

Den dritten Teil des Evangeliums lesen.

Text: "Der Messias" lesen.

Jesus ist unser Freund. Er verlässt uns nie. Laden wir ihn ein zu einem gemeinsamen Mahl.

Auftrag an die Kinder: Wir ziehen in die Kirche ein und schmücken den Altar mit Blumen und Kerzen und bitten Jesus dass er unser Gast ist und wir seine Gäste sein dürfen.

4. Station: Mit Jesus Mahl feiern


Den vierten Teil des Evangeliums lesen.

Lied: Halleluja klatschet in die Hände jubelt ohne Ende: Jesus lebt
(von P. Raimund Kreidl)

Hochgebet


Es gibt eigene Hochgebete speziell für Kindermessen. Im 3. Kinderhochgebet finden sich spezielle Texte für die Osterzeit, wie z.B.:

Er ist mit den Jüngern nach Emmaus gegangen,
und sie erkannten ihn, als er ihnen das Brot brach.
Er hat uns jetzt zusammengeführt an einen Tisch,
damit wir tun, was er getan hat.

Auf den Vers des Priesters "Gott, du bist gut" antworten alle "Wir loben dich, wir danken dir". Die Antwort kann auch der Refrain des Liedes "Halleluja klatschet in die Hände" sein.

Nach dem Segen wird der fünfte Teil des Evangeliums gelesen.

Lied: Kommt sagt es allen weiter (David Nr. 209)

5. Station: Kommt sagt es allen weiter


Gemeinsam ziehen alle aus der Kirche aus und die Kinder können die Ostergrußkarten an die Erwachsenen verteilen. Eine Agape oder Ostereiersuche lässt den Gottesdienst gut ausklingen und die Freude mit in den Alltag nehmen.

Autor/in: Anna Hintner

Publikation: kumquat "grün" 1/2010

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Jahreskreis: Ostern

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern