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Wenn ich zaubern könnte...

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Wir alle haben im Laufe unseres Lebens größere und kleinerer Wünsche, Wünsche, die leicht erfüllbar sind und welche, für die ein bisschen Zauberei nicht schaden könnte.

Ziel

Ja, was wäre denn, wenn wir einen Tag lang zaubern könnten? Dieser Frage könnt ihr in der Gruppenstunde nachgehen und dabei gemeinsam überlegen, ob ihr der Erfüllung vom einen oder anderen Wunsch mit ein bisschen Zauberhilfe der anderen Kinder nicht doch ein wenig näher kommen könnt.

Material

  • Zauberstab, Zauberumhang, großer Zauberstab (z.B. aus Holz), Stifte, Zauberhut (für Jüngere)
  • zusätzlich für Jüngere: Musik, Kassettenrekorder; für jedes Kind Kärtchen in einer eigenen Farbe, weiße Kärtchen; Stecknadeln o.ä., auf Papier gezeichnete Zauberstäbe, Wolle oder Tixo
  • zusätzlich für Ältere: verschiedenes Material, z.B. bunter Karton, Naturpapier, Klopapierrollen, (Gold-) Folie, Pfeifenputzer,... bunte und weiße Kärtchen, ev. ruhige Musik, Kassettenrekorder; Stäbchen (z.B. aus Holz), Wolle o.ä.; Zutaten für den Cocktail (siehe unten)

Aufbau

Diese Gruppenstunde ist durch ihre unterschiedlichen Bausteine für jüngere und ältere Kinder geeignet.
Nach einer Aufwärmübung, bei der verschiedene Eigenschaften, Stimmungen und Situationen gezaubert werden, überlegt ihr, was ihr gerne für euch zaubern würdet, um dann zu schauen, ob nicht der eine oder andere Wunsch ganz ohne Zauberei erfüllbar ist. Zum Schluss gibt es eine Zauber-Rundumgeschichte oder einen Zaubercocktail.

 

Zauberei - eine Aufwärmübung


Bevor es in der Gruppenstunde mit dem Zaubern so richtig los gehen kann, ist natürlich eine Aufwärmübung vonnöten, die ihr gleich gemeinsam ausprobieren könnt.

für Jüngere
Alle Kinder bewegen sich zur Musik im Raum. In der ersten Zauberrunde übernimmst du die Rolle des Zauberers/der Zauberin, drehst nach kurzer Zeit den Kassettenrekorder ab und nimmst den Zauberstab in die Hand. Du sprichst eine kurze Zauberformel und rufst laut aus, worin sich alle Kinder verwandeln sollen, z.B. in Tiere, die bestimmte Laute von sich geben und Bewegungen dazu machen (grunzende Frösche), in Menschen mit verschiedenen Stimmungen o.ä. Sobald die Musik wieder angeht, bewegen sich die Kinder wieder frei im Raum umher, und du gibst den Zauberstab an eine/n nächste/n Zauber/er/in weiter.

für Ältere
Ein/e Zauber/er/in versucht mit Hilfe des Zauberstabes eine Stimmung (z.B. begeistert, traurig) oder eine Situation (im Fußballstadion nach dem Tor) herbeizuzaubern, die von allen anderen gemeinsam in einer Skulptur dargestellt wird. Ist die Stimmung oder Situation zur Zufriedenheit des/der Zauber/ers/in gelungen, so gibt er/sie den Zauberstab weiter und eine neue Skulptur entsteht.
Klappt's einmal nicht, so ist das kein Malheur, bei den Aufwärmübungen passiert das den größten Zauber/ern/innen!

Wenn ich zaubern könnte, dann...


Nachdem ihr euch bei der ersten Übung gut aufgewärmt habt, geht es nun darum, einmal für sich genau zu überlegen: Was würde ich mir herbeizaubern/wünschen, wenn ich einen Tag lang zaubern könnte?

für Jüngere
Die Kinder haben nun die Möglichkeit, alle Ideen, die ihnen dazu einfallen, auf bunte Kärtchen zu schreiben oder zu zeichnen. Jedes Kind erhält dazu Kärtchen in einer eigenen Farbe. Du erklärst den Kindern, dass diese Wünsche später gemeinsam angeschaut werden sollen. Zauberwünsche, die nicht für die Ohren aller bestimmt sind, können als Zeichnung oder Symbol auf weiße Kärtchen gemalt werden.

Wenn alle Kinder fertig sind, beginnt der große Zauberakt, bei dem die Zauberwünsche in den Zauberhut geworfen werden. Dazu hängt sich das Kind, das gerade dran ist, den Zaubermantel um, wirft seine Kärtchen in den Hut und spricht mit Hilfe des Zauberstabes eine Zauberformel dazu, die ihr euch vorher gemeinsam überlegt habt, z.B. "Abrakadabra Bravissima!"

für Ältere
Die Kids haben nun die Möglichkeit, ihre Ideen mit Hilfe verschiedener Materialien symbolisch darzustellen oder auf bunte Kärtchen zu schreiben. Wünsche, die nicht alle hören sollen, können symbolisch auf weiße Kärtchen gezeichnet werden. Je nach Stimmung könnt ihr dabei gemütlich Plaudern oder aber jede/r für sich mit einer ruhigen Hintergrundmusik über die eigenen Wünsche nachdenken.

Wer hat eine Idee...?


Im nächsten Zauberschritt geht es nun darum herauszufinden, ob nicht der eine oder andere Wunsch, den sich ein Kind gerne durch Zauberei erfüllen würde, vielleicht sogar ganz ohne Zauberei erfüllbar ist! (Fliegen ist eine ganz schön komplizierte Sache, aber was wäre einmal mit einem Tandemflug beim Paragleiten?)

für Jüngere
Sind alle Kärtchen im Hut, wird nun ein Wunsch nach dem anderen gezogen. Jedes Kind kann, wenn es möchte, zu seinem Zauberwunsch noch etwas sagen oder seine Zeichnung erklären. (Die unterschiedlichen Farben machen es möglich, dass jedes Kind zumindest einmal drankommen kann.)

Nun steht ihr als Zauberei-Expert/innen vor der Aufgabe zu überlegen, ob euch zu dem gerade gezogenen Wunsch eine Lösung einfällt. Wenn ihr Vorschläge habt, so kann das Kind, dem der Wunsch gehört, entscheiden, ob die Ideen für ihn/sie passend sind. Die für gut befundenen Lösungen werden (von dir) auf die Papier-Zauberstab-Streifen geschrieben und gemeinsam auf einen großen Zauberstab gehängt, sodass am Schluss ein großes Wunsch-Mobile entsteht.

Die Wünsche, für die euch im Moment nichts einfällt, und die Wünsche auf den weißen Kärtchen, die euch wichtig sind, aber heute nicht zur Sprache kommen, werden auf den Zauberumhang gehängt.

für Ältere
Wenn alle fertig sind, könnt ihr einander von euren Wünschen erzählen und dabei Vorschläge einholen, wie diese Wünsche möglicherweise in Erfüllung gehen könnten. Die Wünsche werden anschließend zu einem großen Zauberwunsch-Mobile verbunden, das ihr mit Hilfe von Fäden und Holzstäbchen an einen großen Zauberstab anknüpft. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch die Vorschläge als Symbole in das Mobile einbauen.

Die Wünsche, für die euch im Moment nichts einfällt, und die Wünsche auf den weißen Kärtchen, die euch wichtig sind, aber heute nicht zur Sprache kommen, werden auf den Zauberumhang gehängt.

Zum Abschluss...


Sophie und der Tarnumhang - eine Rundumgeschichte für Jüngere
Als Abschluss der Stunde könnt ihr gemeinsam eine Gechichte erfinden, in der es ums Zaubern gehen wird. Dazu setzt ihr euch gemütlich in einen Kreis, du setzt den Zauberhut auf und beginnst folgende Geschichte: "Eines Tages wachte Sophie schon früh am Morgen auf und hatte das Gefühl, dass es ein ganz besonderer Tag werden würde. Und sie sollte recht behalten. Als sie aus dem Bett und in ihr Gewand schlüpfen wollte, stellte sie fest, dass jemand auf ihren Sessel einen TARNUMHANG gelegt hatte. Sofort schlüpfte sie hinein und siehe da - sie war unsichtbar!" Nun können die Kinder, die möchten, ebenfalls den Hut aufsetzen und jeweils ein Stück des Tagesablaufs von Sophie erfinden. (Wenn ein Kind deiner Gruppe Sophie heißt, dann nimm bitte einen anderen Namen.)

Ein Zaubercocktail - für Ältere
Als Abschluss der Stunde könnt ihr nun gemeinsam einen Zaubercocktail brauen, z.B. den "Paradiesvogel" mit 6cl Ananassaft, 6cl Maracujasaft, 6cl Orangensaft, 1cl Zitronensaft, 3 Eiswürfeln und 1 Ananasstück zum Dekorieren.

Autor/in: Christine Anhammer,Bernhard Binder,Andrea Jakoubi

Publikation: Kumquat_1/01

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Schlagwörter: Phantasie, Ich