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Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes — Amen

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

In jeder Kirche unseres Landes liegt es auf, meistens werden die Lieder mit der Orgel begleitet und besonders die älteren Menschen einer Gemeinde können sehr viele Texte auswendig mitsingen. Die Rede ist vom Gotteslob. Dieses erste gemeinsame Gebet- und Gesangsbuch wurde 1975 von den deutschsprachigen katholischen Bistümern Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg verfasst. Neben dem Stammteil (nummeriert von 1 — 791) enthalten die verschiedenen Gotteslob-Ausgaben Diözesananhänge mit regional beliebten Liedern und Gebeten.

Im folgenden Modell findest du Ideen und Anregungen, wie du mit deinen Kindern dem Gotteslob ein bisschen auf die Spur kommen kannst, sodass das Gotteslob nicht mehr nur ein verstaubtes Buch ist, das in der Kirchenbank liegt, sondern ein interessantes Objekt, in dem man viele interssante Details und Überraschungen finden kann.

Material

  • Gotteslöber
  • zerschnittene A3 Kopien von diversen Gebeten (z.B. Vater unser, Glaubensbekenntnis)
  • Fragen über das Gotteslob
  • A4 Kopien von "Stille Nacht" (alle 6 Strophen)
  • Stifte und leere Zettel
  • Gebetsstreifen (Kopierte Kindergebete auf bunten Papierstreifen)
  • ruhige Musik

 

Zum Einstieg in die Gruppenstunde, kannst du den Kindern erzählen, dass es heute um ein besonderes Buch geht, das es schon seit vielen Jahren in unseren Kirchen gibt. Heute macht ihr euch gemeinsam auf Erkundungstour durch dieses Buch.

Gebetspuzzle


Im Gotteslob sind auf den ersten Seiten bekannte und weniger bekannte Gebete abgedruckt. Kopiere einige Texte auf A3 und zerschneide sie. Nun bekommt jedes Kind ein Puzzleteil und durch gemeinsames Überlegen, Vergleichen und Lesen sollen die richtigen Gebete zusammengesetzt werden. Hierzu eigenen sich besonders gut das Vater Unser (2, 4), das Glaubensbekenntnis (2, 5), oder etwas unbekanntere Gebete wie sie zum Beispiel in der Nummer 22 im Gotteslob zu finden sind.

Anschließend an das Puzzle bekommen alle Kinder ein Gotteslob. Vielleicht haben es einige Kinder zum ersten Mal in der Hand. Gib ihnen Zeit, in diesem Werk zu schmökern.

Angeschaut


Dazu durchsuchen die Kinder das Gotteslob auf Fragen, wie z.B.: Welches ist das kürzeste Lied?, das mit den meisten Strophen?, das älteste Lied?, das jüngste Lied?, Welches hat die meisten komischen/unbekannten Wörter?, etc. Dafür kannst du auch eine Zeitvorgabe geben (also: Sucht das kürzeste Lied, dass ihr in eineinhalb Minuten finden könnt.) oder jede Kleingruppe bekommt nur einen bestimmten Abschnitt.

ZDF — Zahlen, Daten Fakten


Um die Hardfacts zum Gotteslob etwas zu erkunden, gibt es jetzt ein Ratespiel für die Kinder. Dazu stellst du Fragen, auf die die Kinder gemeinsam durch Raten lösen können. Wenn du magst, kannst du auch jeweils drei verschiedene Antwortmöglichkeiten auf folierte Kärtchen schreiben. So ist es für die Kinder einfacher und die richtigen Antworten können auf einem Plakat noch eine Zeit lang im Gruppenraum hängen bleiben.

  • Wie alt ist das Gotteslob? Das Gotteslob ist 36 Jahre alt.
  • Wann wurde das Gotteslob verfasst? Das Gotteslob wurde nach dem zweiten vatikanischen Konzil verfasst (genau 1975).
  • Wo gab es das Gotteslob als erstes? Am Anfang hatten nur die Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein das Gotteslob.
  • Wie heißt der besodere Teil im Gotteslob, der regional unterschiedlich ist? Diözesanteil
  • Wieviele Gebete und Lieder gibt es im Gotteslob? Im Gotteslob stehen mehr als 920 Gebete und Lieder.
  • Was steht eigentlich im Gotteslob? Im Gotteslob stehen alle wichtigen Gebete, die während der Messe gesprochen werden.
  • Wie schwer ist das Gotteslob? Das Gotteslob wiegt rund 400 Gramm.
  • Wieviele Seiten hat die Ausgabe vom Wiener Gotteslob? Das Gotteslob der Erzdiözese Wien hat 982 bedruckte Seiten.
  • ...


Nachdem die Hardfacts über das Gotteslob nun bekannt sind, wird’s konkret. Jetzt ist eure Kreativität gefragt! Die Lieder im Gotteslob sind teilweise schon mehr als 200 Jahre alt. Da wird es Zeit, dass mal ein bisschen neuer Schwung reinkommt. Gemeinsam textet ihr nun eine neue, frische Strophe zu einem österreichischen Lied aus dem Jahre 1819.

Neue Strophen


Es gibt einige sehr lange, vielstrophige Lieder im Gotteslob. Wirklich bekannt sind davon meist nur die ersten 1-3 Strophen. Kopiere die Strophen von "Stille Nacht" (nicht Nr. 145, sondern die Version aus dem Wiener Diözesananhang, Nr. 911) auf A4-Zettel und teile sie den Kindern aus. Die ersten Strophen sind wahrscheinlich bekannt, die letzten drei, die kaum gesungen werden, kennen deine Kinder vielleicht gar nicht. Lest gemeinsam die Strophen und überlegt euch anschließend eine neue Strophe für das altbekannte Weihnachtslied. Anschließend könnt ihr das Lied in seiner vollen Länge, mit allen Strophen einmal durchsingen. Wie lang ihr dafür wohl braucht? Vielleicht geht das noch schneller oder langsamer?

Nach dem kreativ-musikalischen Teil wird es jetzt Zeit für ein bisschen Aktivität. Dazu könnt ihr folgendes Spiel spielen.

Liederkette


Das Gotteslob ist hinuntergefallen und hat alle seine Lieder verloren. Jetzt sammelt es sie wieder ein um wieder eine vollständige Ausgabe zu sein. Dazu wird ein Kind zum Gotteslob erklärt (Fänger/in) und die restlichen Kinder sind die Lieder (zu Fangende). Der/die Fänger/in bekommt ein Gotteslob in die Hand, das es weglegen kann, wenn es keine Lust mehr hat, in dieser Rolle zu bleiben und um besser erkannt zu werden. Wenn alle Lieder wieder zusammen sind, kann das Gotteslob von neuem hinunterfallen und ihr könnt eine neue Runde spielen.
Variante: Wenn bereits einige Lieder wieder eingesammelt sind und das Fangen schwieriger oder vielleicht langweilig wird, kann jede/r der/die will "neues Gotteslob" rufen. Die Liederkette löst sich dann auf und der/die Rufende, ist das neue Gotteslob, das seine Lieder zusammensucht.

Ein gemeinsamer Abschluss der Gruppenstunde könnte euch noch mal in die ersten Seiten des Gotteslobs führen.

Gebetsstreifen


Im Vorderteil des Gotteslobs findet ihr Gebete für verschiedene Personengruppen. Unter Anderem gibt es auch für Kinder besondere Gebete. Kopiere die verschiedenen Gebete der Nummer 22 auf bunte Papierstreifen und hänge sie an einer Schnur im Raum auf. Die Kinder lesen nun, begleitet von ruhiger Musik, die Gebete und suchen sich den Streifen aus, der ihnen am besten gefällt. Hänge auch einige leere Streifen dazu, dass Kinder ihre Lieblingsgebete aufschreiben können. Die Streifen dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen.

Viel Spaß!

Autor/in: Nika Fürhapter

Publikation: kumquat "platsch!" 4/2011

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Schlagwörter: Gottesdienst, Pfarrgemeinde, Musik