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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Gruppenstunde | Alter: 6-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Gerade die Adventzeit ist für viele eine der stressigsten Zeiten im Jahr. Es wird gebastelt, Geschenke werden ausgesucht, Wunschzettel geschrieben, es wird gebacken und vieles mehr. Da kann es spannend sein, sich mit den Kindern mit den wesentlichen, inhaltlich wichtigen Themen rund um Weihnachten zu beschäftigen

 

Adventkalender im Gruppenraum


Das Material dafür könnte in einer Rausgehaktion in den nächsten Park gesammelt oder von den Kindern von zu Hause mitgebracht werden. Die Kinder sammeln/bringen 25 kleine Steinchen, dazu auch Rindenstücke, schöne trockene Halme, Zapfen, Zweige, Moos, trockene Blüten und so weiter. Außerdem werden noch Knetmasse, zwei Schilder (Zettel) und 4 Kerzen benötigt.

Unser Adventkalender befindet sich auf einer breiten Fensterbank oder einem in der Adventzeit nicht benötigten Tisch. Ganz links klebt/steht ein Schild mit Nazareth, ganz rechts ist Betlehem. Aus der Modelliermasse werden Maria und Josef geformt, für jeden Tag bis zum 24. Dezember legen wir einen Stein zwischen Nazareth und Betlehem, sodass ein Weg entsteht.

Jeder Adventsonntag oder jeder Tag, an dem bis Weihnachten eine Gruppenstunde stattfindet, wird mit einer Kerze markiert. Jedes Mal wenn Gruppenstunde ist, wandern Maria und Josef um so viele Steine weiter, wie Tage vergangen sind, dazu kann als Einstieg in die Gruppenstunde die Geschichte des Weges erzählt werden, den die beiden zurücklegen.

Licht und Dunkel


Gerade wenn die Zeit kommt, wo es am Nachmittag schon finster wird, lassen sich diese beiden Gegensätze gut mit den Kindern wahrnehmen.

Dazu könnt ihr:


Über Licht und Dunkel sprechen: Ein Plakat mit einer gelben und einer dunkelblauen Hälfte, die Kinder bekommen Post-Its in 2 verschiedenen Farben , auf die sie gute und schlechte Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse schreiben können. Wer möchte kann auch darüber erzählen.

Beobachten, was man nicht mehr erkennen kann, wenn es schon fast dunkel ist: Wenn ihr Glück habt und es während eurer Gruppenstunde gerade dunkel wird, könnt ihr diese Methode am Besten verwenden. Dazu zeichnet ihr ein Plakat. Je nachdem, ob die jeweiligen Dinge noch sichtbar sind oder nicht, bekommen sie einen Klebepunkt. Diese Methode kann sich durch eine ganze Gruppenstunde ziehen (und auch von anderen Methoden/Spielen unterbrochen werden).

Versuchen, sich im Dunkel zurecht zu finden (essen, trinken, von A nach B gehen): Zuerst werden auf Kärtchen von den Kindern gewünschte Methoden aufgeschrieben. Eventuell müssen noch einige Materialien (je nach dem, was die Kinder ausprobieren möchten) hergerichtet werden, dann kann es los gehen. Ein Kind ist der oder die Lichtwächter/in, er/sie ist dafür zuständig, dass auf ein bestimmtes Signal hin (wenn ein Kind sich im Dunkeln nicht mehr wohlfühlt) sofort das Licht aufgedreht wird. Nach der Reihe können Kinder nun Kärtchen ziehen und diese Dinge mit deiner Hilfe ausprobieren.

Eine Kerze anzünden und zuschauen, wie sich das Licht verbreitet Es gibt einen sehr schönen Satz aus der Bibel zum Thema Licht aus dem Psalm 119: "Dein Wort ist wie Licht in der Nacht das meinen Weg erleuchtet."
Zu diesem Satz können spannende Gespräche entstehen. Impulse dazu: Was bedeutet es, wenn man von Worten als Licht spricht? Dafür könntest du zum Beispiel verschiedene Aussagen auf Kärtchen schreiben, die die Kinder nacheinander aufdecken. ("Heute war ein schöner Tag, weil es sehr fein war, mit dir wieder Zeit zu verbringen!", "Es wird alles wieder gut werden, mach dir keine Sorgen.", "Du bist dauernd unfair und garstig zu mir- ich kann dich echt nicht ausstehen.",...). Du hast eine Kerze auf den Tisch gestellt und ein schwarzes Tuch/Papier. Die Kinder ordnen die Kärtchen zu.

Wie kann ich für andere "Licht" sein? Wer ist für mich "Licht"? Zu diesen beiden Fragen könnten die Kinder kleine Rollenspiele vorbereiten, die dann einander vorgespielt werden.

Weitere Spiele zum Thema:


Einander Licht geben: Die Kinder stellen sich in einer Reihe auf, jedes Kind hat eine Kerze in der Hand. Wie lange dauert es, bis das Licht durch Anzünden der Nachbarskerze bis an das andere Ende der Reihe gelangt ist?
Einen bestimmten Weg mit einer brennenden Kerze in der Hand gehen, ohne dass die Kerze erlischt.

In einen dicken Wulst aus Knetmasse eine Reihe von Streichhölzern eng aneinander stecken, dann das erste anzünden und beobachten, wie sich alle Streichhölzer nacheinander entzünden.

Achtung!! Bei Spielen und Gruppenstunden bei denen offenes Feuer verwendet wird, ist es besonders wichtig, auf Sicherheit zu achten. Das bedeutet: lange Haare werden zusammengebunden, lange Ärmel aufgekrempelt und alle vom Gewand abstehenden und herunterhängenden Dinge zusammengebunden oder entfernt. Es wird in großem Abstand zu Möbeln und Vorhängen gespielt und es sollten immer ein Wasserkübel, eine Löschdecke und ein Feuerlöscher bereit stehen.

Warten und Erwarten


Die Zeit vor dem ersehnten Weihnachtsfest zieht sich besonders für kleinere Kinder oft sehr lange. Daher ist das Thema "Warten" allen Kindern besonders in dieser Zeit ein naher Begriff.

In der Gruppenstunde könnt ihr:


  • Miteinander sammeln/aufschreiben/aufzeichnen, worauf ihr im Leben warten müsst, daraus könnte ein kleines Wartealbum gestaltet werden.
  • Überlegen, was ihr tun könntet, um die Wartezeit zu überbrücken.
  • gemeinsam Spiele für ein oder zwei Personen sammeln, mit denen man sich in Wartezeiten beschäftigen kann (diese Sammlung könnte für jedes Kind kopiert werden)
  • Vor allem im Alten Testament hören wir oft vom Warten auf den Messias, auf Jesus. Um den Kindern die lange Zeit zu verdeutlichen, die seit den ersten Prophezeiungen bis zur Geburt Jesus vergangen ist, könntet ihr eine Zeitleiste erstellen (je größer die Leiste gestaltet wird, umso anschaulicher ist es für die Kinder).


Spiele zum Thema Warten:


Zeitkerzenspiel: Auf einer dünnen Kerze (es sollte nicht zu lang dauern, bis sie hinunter gebrannt ist) werden in unterschiedlichen Abständen mit einem Edding Striche gezogen. Ihr macht euch mit euren Kindern aus, was ihr bei den jeweiligen Strichen machen wollt (alle steigen auf einen Sessel, singen ein Lied,...). Dann heißt es warten...

Wie lange dauert...?: Im Rahmen von 1-3 Minuten werden bei diesem Spiel die inneren Uhren getestet. Die Kinder sitzen in einem Raum ohne Uhr und geben auch ihre Armbanduhren, etc. weg. Danach wird eine Zeitspanne vereinbart. Der/die Gruppenleiter/in schaut auf die Uhr. Wenn die Kinder glauben, dass die Zeit vorbei ist, stehen sie auf oder heben die Hand. Ihr werdet staunen, wie lang eine Minute dauern kann.

Adventnachmittag:


Eine weitere Idee um den Kindern das Warten zu verkürzen ist das gestalten des Nachmittages des 24. Dezembers. Ihr könntet euch gemeinsam in der Pfarre treffen und dann 1-2 Stunden mit Spielen, Geschichten, Kekse backen und Liedern verbringen. Auch für die Eltern ist dieses Angebot eine Erleichterung, da sie die letzten Stunden vor dem Fest ungestört mit letzten Vorbereitungen verbringen können. Falls es in eurer Pfarre eine Kindermette gibt, könnte diese den Abschluss eurer vorweihnachtlichen Runde bilden.

Buch- und Behelfstipps:


  • Gundhild Sehlin: Marias kleiner Esel und die Flucht nach Ägypten.
    Urachhaus-Verlag. Ein Buch, das die Geschichte der Wanderung Marias und Josefs erzählt.
  • Volker Ufertinger: Warum feiern wir Weihnachten. DVA- Verlag
  • Im Jungscharbüro findest du viele Bücher zum Thema Advent und Weihnachten, unter anderem eine große Sammlung an Krippenspielen.

Autor/in: Sara Dallinger

Publikation: kumquat "Sprache" 4/2014

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Jahreskreis: Advent

Schlagwort: Advent/Weihnachten