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Streif-Lichter

Gruppenstunde Ausflug | Alter: 10-15 | Aufwand: mittel

Ziel

Ideen zum Thema "Streifen"

Material

Aufbau

 

Weinbergstreifen


Du hast einen Weinberg in deiner Nähe? Wenn ja, dann wunderbar, denn so ein Weinberg zieht Streifen in die Landschaft, die du mit deiner Gruppe für ein "Weinbergkino" gebrauchen könntest. Du kennst vielleicht ein Daumenkino, also so einen kleinen Papierblock, auf dessen aufeinander folgenden Seiten leicht unterschiedliche Bilder gedruckt sind, sodass beim schnellen Durchblättern der Eindruck eines Films entsteht. Ähnlich funktioniert auch eine andere "Kinoform", bei der die Bilder auf einer sich drehenden Trommel angebracht sind, die man durch einen Streifen beobachtet.
Und wie funktioniert nun so ein "Weinbergkino"? Einige Mitglieder deiner Gruppe stellen sich wie in der Skizze angegeben in einem Weinberg auf, wobei sich von einem zum Nächsten jeweils kleine Unterschiede in der Stellung ausmachen lassen sollten. Die anderen fahren sodann mit einem Leiterwagerl, einem Fahrrad oder sonstwie am Weinberg vorbei und schauen, ob bzw. bei welchem Fahrtempo sich der Kinoeffekt einstellt. (Der Weg am Rande des Weinbergs muss natürlich so beschaffen sein, dass deine Kids während der Fahrt ruhig den Kopf ein wenig zur Seite drehen können.)
Die Kids können natürlich auch Skulpturen bauen oder Textplakate in die Höhe halten, während die anderen ausprobieren, wie schnell sie fahren müssen, damit der Zeitstreifen (also jene Zeit, in der sie den Weinbergstreifen sehen) ausreicht, um zu erkennen, was dargestellt oder gezeigt wird.

Zwischen Ganz-Berühren und Nicht-Berühren


Den Übergang zwischen Ganz-Berühren und Nicht-Berühren nennt man "streifen". Bekannt ist wohl aus dem Western die Formulierung "Streifschuss", also jener Schuss, der nicht daneben ging, aber auch kein Volltreffer, ein "Durchschuss" war. Ab wann fühlt man sich aber berührt, wo liegt die Grenze, wenn mir zum Beispiel jemand anderer nahe kommt? Ist das erst dann der Fall, wenn zwischen uns beide kein Blatt mehr passt?
Das könnt ihr natürlich einmal während einer Gruppenstunde ausprobieren. Jeweils drei Kids finden sich zu einer Kleingruppe zusammen. Eine/r schließt die Augen, streckt einen Arm gerade aus und winkelt die Hand ab, als ob er/sie eine Wand wegdrücken wollte. Ein zweites Gruppenmitglied nähert sich nun langsam mit seiner Handfläche jener des/der Ersten. Der/die Dritte beobachtet das Ganze von der Seite. Das erste Gruppenmitglied berichtet nun, ab wann es den/die andere/n spürt, der/die Dritte gibt kund, ob - und wenn ja wie viel - Abstand zwischen den beiden Händen ist. Ähnliches könnt ihr auch ausprobieren, indem ihr mit euren Unterarmen "entlang streift".

Umfrage in der U-Bahn/S-Bahn


Ein guter Platz für Umfragen ist eine U- oder eine S-Bahn-Station. Dort sind meist etliche Menschen, die oft auch Zeit für eine kurze Befragung haben, da sie soundso auf den nächsten Zug warten.
Hier findest du mögliche Fragen für ein (eher skurriles) Interview. Es geht dabei nicht um eine statistische Auswertung der Fragen, sondern um die Erlebnisse bei der Beantwortung.

  • Warum heißen Streifenpolizist/innen so, wie sie heißen? (Und: Was heißt "auf Streife gehen"...)
  • Ist die gelbe Linie vorm Bahngleis eine Linie, ein Streifen oder ein Balken? Und was ist überhaupt der Unterschied zwischen diesen drei Dingen?
  • Falls die Boden-Unebenheiten, die Sehbehinderten den sicheren Gang durch Stationen ermöglichen sollen, in dieser Station vorhanden sind: Wozu sind diese gravierten Streifen gut?
  • Mögen Sie Kaugummi lieber in Streifen oder in Dragees?
  • Wieso heißt die Skirennpiste in Kitzbühl "Streif"?
  • Streifen werden in der Natur ja oft als Warnsignal eingesetzt, wie zum Beispiel bei Wespen. Daher wird auch überlegt, die Uniformen der Polizei auf gelb-schwarz-quergestreift umzustellen. Finden Sie diese Idee gut?



Auf Streifzug


Das Thema "Streifen" eignet sich natürlich wunderbar, um mit dem Photoapparat auf Streifzug zu gehen. Für Jüngere kann die Vorgabe ausreichend sein, Streifen in der Natur, auf der Straße oder an Gebäuden zu suchen und zu photographieren. Ältere können thematisch mehr gefordert werden, indem sie zum Beispiel Aspekte aus dem "Streifzug durch die Kulturgeschichte der Streifen und des Streifens"auf Seite XX (Geralds Zeug) untersuchen oder sich einer der folgenden Fragen bzw. Ideen widmen:

  • Wo werden Streifen als Grenze eingesetzt, wo schränken sie Menschen ein?
  • Wo streift die Natur die/den vom Menschen geschaffene/n Stadt/Ort?
  • Streifen an der Kirche
  • Streifen, die man sonst nicht sieht

Autor/in: Helmut Habiger

Publikation: Kumquat_2/99

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Schlagwörter: Spaß, Spiel