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Sachen zum Lachen

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Ziel

In dieser Gruppenstunde sollen die Kinder dazu angeregt werden, darüber nachzudenken, wann es angebracht ist zu lachen und wann nicht. Außerdem wird thematisiert, wie es sich anfühlt, wenn in einer unangebrachten Situation gelacht wird und was man tun kann, wenn jemand ausgelacht wird.

Material

  • 2 große Handpuppen (Karli und Tina)
  • Kärtchen mit den Lach - Situationen aus Karlis und Tinas Geschichten (plus einige leere Kärtchen)
  • 1 Plakat mit grünem, lachendem Smiley
  • 1 Plakat mit rotem, ernstem Smiley
  • Blaue Kärtchen mit Rufzeichen (min. genau so viele, wie Situationen für das rote Smiley vorhanden sind)

Aufbau

In einem Spiel zu Beginn lacht ihr alle gemeinsam. Dann bekommt ihr Besuch von Karli, der heute auch schon sehr viel gelacht hat, aber leider nicht versteht, warum er manchmal der einzige war, der etwas lustig gefunden hat. Ihr besprecht gemeinsam Karlis Erlebnisse und teilt sie in Momente, in denen es okay ist zu lachen und jene, in denen es nicht okay ist ein. Außerdem besucht euch auch Tina, die heute einen Tag hatte, wo eher die anderen ohne sie gelacht haben. Auch ihre Situationen besprecht ihr. Abschließend überlegt ihr, dass es nicht gut anfühlt, wenn man ausgelacht wird und was man tun kann, wenn jemand ausgelacht wird. Diese möglichen Lösungen notiert ihr auch noch. Zum Schluss spielt ihr noch Glucksbauch.

 

Lachender Löwe


Zu Beginn verwandelt ihr euch alle in die glücklichste und fröhlichste Löwenherde auf der ganzen Welt. Leider liegt ein Zauber auf dieser Löwenherde und keiner ist mehr fröhlich und lacht. Da die Löwen nur noch Kraft haben, betrübt in der Savanne zu liegen, legen oder setzen sich alle Kinder im Raum verteilt hin. Aber Gott sei Dank ist ein Löwe vom Zauber verschont geblieben und hat außerdem herausgefunden, dass wenn man einen verzauberten Löwen zum Lachen bringt, der Zauber aufgehoben wird. Deshalb zieht dieser eine lachende Löwe von Kind zu Kind und versucht es zum Lachen zu bringen. Wenn er das geschafft hat, schließt sich der andere Löwe ihm an und unterstützt ihn, die gesamte Herde wieder fröhlich zu machen.

Lachen oder nicht lachen, das ist hier die Frage


Du hast eine große Handpuppe mitgebracht und stellst sie den Kindern als Karli vor (Achte bitte darauf, dass dieser und alle folgenden Namen nicht von Kindern in deiner Gruppe getragen werden.) Karli hatte heute einen Tag, an dem er sehr viel gelacht hat und möchte nun den Kindern davon erzählen. Das einzige was sehr seltsam an seinem Tag war, dass er ziemlich oft als einziger gelacht hat und sonst niemand. Vielleicht habt ihr schon eine Idee, warum manchmal niemand mit Karli gelacht hat?

Karli erzählt:
"Also, mein Tag hat schon sehr, sehr lustig angefangen, denn in der Früh beim Aufstehen hat sich mein Bruder den Kopf auf Stockbett angestoßen und da hab ich gleich voll lachen müssen. Später dann beim Frühstück hat er sich auch noch den Kakao über den Pullover geleert, was natürlich auch ur zum Lachen war. Und das aller beste am Frühstück war, dass Papa heute als er mir mein Frühstück gebracht hat, einen lustigen Witz erzählt hat und dann mussten wir alle sehr lachen. Später in der Schule ging es auch wirklich lustig weiter, denn in der Früh haben wir Deutsch gehabt und eine Geschichte in verteilten Rollen gelesen, wo alle ihr Stimmen extra lustig verstellt haben. Leider weiß ich nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist, weil am Schluss alle nur mehr gelacht haben. Anschließend ist noch etwas sehr lustiges passiert, denn die Riki aus meiner Klasse konnte eine voll einfache Frage nicht beantworten und dann hab ich ur lachen müssen darüber. ..."
(Du kannst die Geschichte noch beliebig mit passenden und unpassenden Situationen zum Lachen fortsetzen, z.B. Karlis Mannschaft gewinnt beim Völkerball und freut sich, die Klasse schaut sich die Fotos an vom letzten Ausflug und erinnert sich an die lustigen Sachen, die sie gemacht haben, jemand rutscht beim Turnen aus, etc.)

Jetzt hast du alle Situationen, die Karli geschildert hat, auf Kärtchen vorbereitet. Jedes Kind bekommt von dir außerdem eine Karte, die auf einer Seite Grün und auf der Anderen Seite Rot ist. Du liest nun eine Situation vor und jedes Kind darf die Seite der Karte hochhalten, die es für richtig hält. Also Grün, wenn es okay ist, da zu lachen und Rot, wenn es eher nicht in Ordnung ist. Dieses Stimmungsbild besprichst du kurz (vor allem wenn es nicht einheitlich ist oder eher in Richtung auslachen geht) und klebst dann die Situation auf das Plakat mit dem passenden Smiley (rot oder grün).

Nun stellst du den Kindern noch die zweite Besucherin heute vor, nämlich Tina. Sie hatte auch einen Tag, an dem viel gelacht wurde, aber leider hat sie nicht immer mit lachen können. Tina erzählt:
"Heute in der Früh beim Anziehen habe ich offenbar nicht so gut geschaut, deswegen hatte ich zwei verschiedene Socken an, als ich zum Frühstück gekommen bin. Das hat meine Schwester sehr lustig gefunden und hat gelacht. Dann beim Frühstück gab es Nutella und ich habe mir aus Nutella einen Bart ins Gesicht gemalt. Da hat dann meine ganze Familie mit mir lachen müssen. Am Weg zur Schule haben wir im Bus dann einen Wettbewerb gemacht, wer die lustigsten Grimassen schneiden kann, und bei meinen haben dann alle immer am meisten lachen müssen. Nur habe ich vor lauter lachen beim Aussteigen aus dem Bus die riesige Gatschlacke übersehen und bin voll hineingestiegen. Das haben die anderen auch wieder sehr lustig gefunden. ..."
(Auch diese Geschichte kannst du natürlich noch ergänzen.)

Nun sprecht ihr darüber, in wie sich Tina gefühlt haben könnte, in den Situationen, die ihr so passiert sind. Dazu hast du Tinas Erlebnisse wieder auf Zettelchen vorbereitet und ihr verwendet wieder die rot/grünen Karten, um eure Meinung kundzutun. Die Situationen, in denen sie sich gut gefühlt hat, klebt ihr auf das grüne Smiley, die in denen sie sich nicht so gut gefühlt habt, auf das rote.

Mittlerweile habt ihr eine ziemlich große Sammlung an Lach-Momenten und Eher-Nicht-Momenten. Wenn euch noch zusätzliche Einfallen, dann könnt ihr sie noch auf das jeweilige Plakat dazu kleben.

Jetzt nehmt ihr euch noch einmal das Plakat mit dem roten Smiley. Du erklärst den Kindern, dass ihr zwar jetzt wisst, wann es nicht in Ordnung ist zu lachen, aber manchmal passiert es doch, dass jemand eben ausgelacht wird. Und da wäre es ja toll, wenn man da etwas dagegen machen könnte. Dazu hast du blaue Kärtchen mit Rufzeichen mitgebracht. Nun könnt ihr euch gemeinsam zu jeder Situation überlegen, was man dagegen tun könnte, damit der- oder diejenige nicht mehr ausgelacht wird. Das schreibt ihr auf die Rufzeichenkärtchen und klebt es zu den passenden Situationen.

Jetzt verabschieden sich Karli und Tina wieder und bedanken sich bei den Kindern, dass sie ihnen so gut geholfen haben zu erkennen, wann es okay ist, zu lachen und was man tun kann, wenn in einer Situation gelacht wird, in der es unangenehm ist.

Glucksbauch


Abschließend spielt ihr das Spiel Glucksbauch.
Alle Kinder liegen auf dem Boden. Jedes hat seinen Hinterkopf auf dem Bauch eines anderen Kindes liegen. Ein Kind fängt nun an zu glucksen und zu lachen. Wenn das nächste Kind den Bauch, auf dem sein Kopf liegt, in Bewegung spürt, fängt es ebenfalls an zu glucksen, bis schließlich alle Kinder glucksen oder lachen.
Ihr könnt es auch mit verschiedenen "Arten von Lachen" ausprobieren und versuchen nachzuspüren, ob es sich anders anfühlt wenn man schnell "hihihi" oder tief "hohoho" lacht.

Autor/in: Veronika Schippani

Publikation: kumquat "lol" 4/2013

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Schlagwörter: Spaß, Gefühle