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Museumsraub

Gruppenstunde Lager | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

In dieser Spielaktion können die Kinder spielerisch die Arbeit von Agent/innen ausprobieren.

Material

  • 3 Kunstgegenstände (bemaltes Häferl, Stofftier, Kaleidoskop, Zeichnung,...)
  • Photos von den Kunstgegenständen
  • 3 Waagen (oder 1 große, auf die die Kunstgegenstände gestellt werden können)
  • Material zum Fälschen
  • Zettel in 2 Farben (Berührungssensoren)
  • Küchenwecker
  • (rote) Wolle (Lasersystem)
  • Verlängerungskabel
  • Lampe
  • eventuell Glöckchen

Aufbau

Die Kinder sind Agent/innen in einer Fälscherwerkstatt und erhalten den Auftrag, Kunstwerke zu fälschen. Anschließend werden die Werkstücke in ein Museum geschmuggelt und gegen die echten Kunstwerke ausgetauscht. Haben die Agent/innen die Aufgabe bewältigt, erhalten sie ihren Lohn.

 

In der Fälscherwerkstatt


Du heißt die Kinder willkommen und erklärst ihnen, dass ihr euch heute als Agent/innen in einer Fälscherwerkstatt befindet. Es ist sehr nett, wenn man in einer vorhergehenden Stunde ein Agent/innentraining durchführt, bei dem die Kinder in den wichtigsten Disziplinen (Geheimschriften und Codes, Täuschen und Tarnen, Beschatten und unauffällige Übergaben) ausgebildet werden. Tipps dazu findest du z.B. in KiK 100: Mission Possible.

Der Auftrag


Du hast einen Brief erhalten, den du nun gemeinsam mit den Kindern liest. Darin erhaltet ihr den Auftrag, drei Kunstgegenstände zu fälschen und gegen die echten aus einem Museum einzutauschen.


Sehr geehrte Agenten und Agentinnen!Ich weiß von 3 wertvollen Kunstgegenständen, die sich im Museum befinden. Diese haben einen großen Eindruck auf mich gemacht. So sehr, dass ich sie gerne für meine Sammlung ... sagen wir mal ... ausborgen will.Anbei befinden sich die Photos von den Kunstgegenständen und die Beschreibung der Sicherheitsanlagen.Viel Glück!

Die Kinder bilden nun 3 Gruppen, die jeweils ein Bild eines Kunstgegenstandes, den sie durch eine Fälschung ersetzen sollen, erhalten. Diesen sollen sie versuchen nachzubauen. Dabei ist Kreativität gefragt, und es kommt nicht darauf an, dass der Gegenstand wirklich genau so aussieht, d.h. ein bemalter Porzellanteller kann auch aus Pappe nachgebildet werden und mit Filzstiften bemalt sein.

Ab ins Museum


Bei großen Gruppen ist es günstig, die 3 Gruppen von vorher beizubehalten. (Diese Variante ist im Folgenden formuliert.) Bei kleineren Gruppen bietet es sich an, die Sicherheitssysteme alle gemeinsam zu überwinden.

Sind die Gruppen mit ihrem Kunstwerk fertig, wird festgelegt, welche Gruppe für welches Sicherheitssystem zuständig ist. Die ersten zwei Sicherheitssysteme befinden sich in zwei extra Räumen oder z.B. am Gang etc. Erst wenn diese beiden Systeme außer Gefecht gesetzt wurden, ist es möglich, sich in den Ausstellungsraum — und damit zum dritten Sicherheitssystem — vorzuwagen.

Die Sicherheitssysteme


Es ist sinnvoll, wenn jede Gruppe von einem/einer Gruppenleiter/in betreut wird.

Laser — System


Es sind Fäden quer durch den Raum gespannt, die Laserstrahlen darstellen (diese sind eventuell mit Glöckchen versehen). Durch diese muss sich die eine Gruppe durchschlängeln, ohne sie zu berühren. Hinter den Laserstrahlen befindet sich der erste Sicherheitsmechanismus. Er besteht aus einem Verlängerungskabel, das in einer Steckdose steckt. Das Verlängerungskabel geht in den Ausstellungsraum. An ihm hängt eine Lampe. Wenn diese ausgeschalten ist, weiß die dritte Gruppe, dass dieses Sicherheitssystem außer Gefecht ist!
Der Stecker darf erst gezogen werden, wenn alle Agent/innen die Laserstrahlen überwunden haben.

Berührungssensoren


Am Boden sind Zettel (A4) in zwei verschiedenen Farben geklebt (= Sensoren). Es darf z.B. nur auf die weißen Sensoren getreten werden. Würde man die anderen Sensoren oder den Boden berühren, dann würde der Alarm ausgelöst werden. Hinter diesem Hindernis befindet sich der Schalter zum Deaktivieren dieses Sicherheitssystems. Dieser Schalter wird von einem Küchenwecker dargestellt. Sobald alle Agent/innen die Berührungssensoren passiert haben, wird das System lahm gelegt (= Küchenwecker ausschalten). Durch das Klingeln des Küchenweckers wird der dritten Gruppe signalisiert, dass dieses Sicherheitssystem deaktiviert ist.

Ausstellungsraum


Die dritte Gruppe besitzt die gefälschten Kunstgegenstände. Nachdem die zwei Sicherheitssysteme außer Kraft gesetzt wurden (Licht aus & Läuten), kann sie sich in den Ausstellungsraum hineinwagen. Jeder der zu raubenden Kunstgegenstände befindet sich auf einer Waage (= 3. Sicherheitssystem, Gewichtssensoren). Die Agent/innen müssen nun als erstes feststellen, wie schwer die Kunstgegenstände sind. Sie haben nun (z.B.) 2 Minuten Zeit, die Originalgegenstände zu entwenden, die Fälschungen auf die Waagen zu legen und das Originalgewicht mittels anderer Gegenstände (z.B. Wasser, Kieselsteine,...)) wiederherzustellen.
Wenn dies geglückt ist, geht’s ab zurück ins Hauptquartier.

Auftrag erledigt — die Übergabe


Nachdem die Kinder den Auftrag erfolgreich erledigt haben, erhalten sie noch einen Brief, in dem der Ort der Übergabe angegeben ist. Wenn sie die geraubten Kunstgegenstände an diesem Ort deponieren, finden sie einen Hinweis, wo sie sich ihren Lohn (z.B. Schokotaler) abholen können.

Autor/in: Stefan Jakoubi und Monika Speil

Publikation: Kumquat_2/01

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Lager-Kategorie: Fang, Schleich und Bewegungsspiele

Schlagwörter: Spiel, Kunst/Kultur, Lager