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Das Sommerfest der Waldfeen

Gruppenstunde Ausflug Lager | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Material

  • Lampions oder Fackeln in der Anzahl der Kinder
  • Kuverts mit Rollenbeschreibungen in der Anzahl der Kinder
  • 4 Fläschchen oder Behälter gefüllt mit: Blüten oder ätherischen Ölen; Kräutertee oder Heu; Apfelschalen; Gewürznelken und Zimt
  • Text des Liedes "LALELU"
  • Holzkiste oder Schachtel mit Stoff-, Holz- oder Gummitier
  • Entspannungsmusik oder leise Hintergrundmusik für das Erscheinen der Fee
  • Verkleidung für Waldgeister und Fee
  • eventuell Verkleidung für Trolle (= Kinder)

Aufbau

Kinder ziehen in Gruppen — in welcher jedes Kind die Rolle eines Trolls übernimmt — in den Wald und suchen die Waldgeister (= Gruppenleiter/innen oder ältere Kinder), die sich entlang des Weges im Wald aufhalten. Bei jedem Waldgeist erfüllen die Trolle, die zuvor Geheimbotschaften erhalten haben, eine Aufgabe und erhalten dafür einen Lampion oder eine Fackel, die sie für das Sommerfest der Waldfeen brauchen. Wenn alle Kinder am "Feenplatz" (großer Platz oder Lichtung am Ende der Spielstrecke) eingetroffen sind, werden alle Lampions und Fackeln erleuchtet, und ein Fest wird gefeiert.
Zu beachten:
Bei Gruppen mit jüngeren Kindern ist es auf jeden Fall nötig eine/n Gruppenleiter/in mitzuschicken. Die Gruppen werden in Abständen von ca. 5 Minuten losgeschickt. Damit sich die wartenden Kinder nicht langweilen, könnt ihr gemeinsam etwas singen, eine Geschichte lesen oder ein paar Spiele spielen. Wenn ihr eine Route im Kreis plant, könnt ihr natürlich alle gleichzeitig wegschicken und die Kindern ziehen im Radl von einer Station zur nächsten. Der Endtreffpunkt sollte nach der letzten Station dann aber trotzdem für alle gleich weit erreichbar sein.

Bei Nachtaktionen ist es besonders wichtig, dass die Kinder bzw. die Begleiter/innen den Weg und die Grenzen des Spielgebietes genau kennen! Die Route sollte so gestaltet werden, dass Verirren nicht möglich ist. Bitte vergesst nicht, dass nachts viele Orientierungshilfen nicht zu sehen sind, und die Kinder sehr kreativ in der Interpretation von vermeintlichen Hinweisen sind.

Ideal wären 7 Gruppenleiter/innen, das Spiel ist aber auch mit weniger "Waldgeistern" durchführbar!

 

Die Geschichte


"Die Feen möchten wie jedes Jahr ihr bekanntes Sommerfest — den Höhepunkt jeden Sommers - begehen. Sie haben zwar schon fast alles, was sie zu diesem Fest brauchen, aber sie können ihre Lampions nicht finden.

Die Waldgeister haben die Lampions stiebizt und sich wie jedes Jahr damit im Wald versteckt. Daher brauchen die Feen die Hilfe der Trolle, denn nur die Trolle können die Waldgeister finden und die Lampions wieder von ihnen einsammeln, um sie anschließend zum Festplatz zu bringen.

Dabei haben die Trolle allerlei Aufgaben zu bewältigen, sie müssen schlau sein, vorsichtig, mutig, leise, und sie dürfen sich auch ein bisschen fürchten, aber sie brauchen keine Angst zu haben, denn der Wald wird voller Trolle sein."

Es ist wichtig, dass du den Kindern vermittelst, dass Trolle liebe Wesen sind, die sich zwar manchmal fürchten, sich dafür aber nicht schämen zu brauchen und niemals allein im Dunkeln unterwegs sein müssen.

Nachdem die Geschichte erzählt wurde, werden Gruppen von 6 bis 8 Kindern gebildet, in der Gruppe übernimmt nun jedes Kind die Rolle eines Trolls. Jede Gruppe erhält ein Kuvert, in dem Informationen für die Trolle enthalten sind (siehe "Botschaften für die Trolle"). Es kann für die Kinder sehr spannend sein, wenn du ihnen erklärst, dass diese Botschaft nur für sie und daher geheim ist. Dies erhöht einerseits die Identifikation mit der Rolle und verleiht dem Kind das Gefühl, bei diesem Spiel wichtig zu sein. Es ist aber natürlich nicht verboten, dass sich die Trolle auch gegenseitig helfen, bzw. dass sie die Rollen gemeinsam besprechen!

Ist den Kindern nun klar, welche Aufgabe sie als Troll zu erfüllen haben, machen sie sich auf den Weg, um die Waldgeister zu suchen. Nachdem sie die entsprechenden Aufgaben bei den Waldgeistern gelöst haben, erhalten sie von jedem Waldgeist einen Lampion oder eine Fackel für das Fest und die Richtung, wo sie die nächste Station finden.

Waldgeister - Stationen


Kasimir


Waldgeist Kasimir sagt seinen Namen immer verkehrt rum — "RIMISAK". Er hilft den Trollen erst, nachdem sie seinen Namen richtig ausgesprochen haben und probiert haben, auch ihre eigenen Namen verkehrt herum zu sagen. (ist die Geheimbotschaft von Troll Jema).

Lirum


Waldgeist Lirum verrät zwar seinen Namen, er hilft den Trollen aber erst dann weiter, wenn sie ihm den Refrain von "LALELU - nur der Mann im Mond schaut zu" vorgesungen haben. Lirum könnte ein sehr musikalischer Waldgeist mit Gitarre sein! (ist die Geheimbotschaft von Troll Gideon)

Merlin


Waldgeist Merlin hat viele Gläser mit Düften, die Trolle dürfen daran riechen und sollen erkennen, in welchem Glas der Duft des Frühlings (Blüten, oder ätherische Öle), des Sommers (Kräutertee/Heu), des Herbstes (Apfelschalen) und des Winters (Gewürznelken und Zimt) ist. Den weiteren Weg erklärt Merlin aber erst, wenn die Trolle Merlins Lieblingsjahreszeit wissen (ist die Geheimbotschaft von Troll Quentin).

Ying und Yang


Sind Waldgeister und Wächter/innen der Brücke (oder einem ähnlichen, abgegrenzten Geländestück). Sie helfen nur durch oder über den Bach (oder eine geeignete Stelle, die vielleicht wie ein Bach aussieht), wenn sie Brückenzoll erhalten. Sie verraten aber nicht, dass dies fünf verschiedene Dinge aus dem Wald sein müssen (Moos, Blätter, Bockerl, ...), die die Kinder sammeln (Geheimnis von Troll Jurin).

Kalintin


Dieser Waldgeist versteckt sich ein wenig, ruft aber, sobald er eine Trollgruppe hört, mehrmals "Kuckuck", wodurch ihn die Kinder leicht finden werden. Er verlässt sein Versteck aber erst, wenn die Kinder den folgenden Vers rufen "Einen Kuckuck hör ich schrei`n — das kann doch nur Kalintin sein." (Geheimnis von Troll Momo)

Odin


Waldgeist Odin hat ein Tuch (oder eine Schachtel mit Holzwolle). Darin befindet sich ein Stoff- oder Holztier, das die Kinder ertasten und erfühlen sollen. Odin erklärt den Trollen, dass sie keine Angst vor seinen Tieren haben müssen und diese absolut nichts Böses tun. Die Trolle müssen ertasten, welches Tier unter dem Tuch bzw. in der Schachtel ist. Infos bekommen sie erst, wenn sie auch den Namen der Tiere sagen — du nennst sie Lisa 1, 2 und 3 (weiß nur Troll Rischka). Eine andere Möglichkeit wäre mit einer Taschenlampe und einem weißen Tuch die Schatten von drei Stofftieren darzustellen (diese müssen dann aber sehr klare Umrisse haben, damit sie die Kinder auch gut erkennen können!).

Botschaften für die Trolle


Jeder Troll bekommt eine der 6 Rollen. Gibt es in einer Gruppe mehr als 6 Trolle, werden Rollen doppelt vergeben.

Troll Jema


Du bist Troll Jema. Du weißt, dass der Waldgeist Kasimir seinen Namen immer verkehrt herum ausspricht — überlege dir, welchen Namen er also sagen wird, und sag seinen richtigen Namen, wenn ihr auf ihn trefft.

Troll Gideon


Du bist Troll Gideon. Du weißt, dass der Waldgeist Lirum euch erst dann weiter hilft, wenn ihr ihm gemeinsam das folgende Lied vorsingt:
LALELU — nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babys schlafen — drum schlaf auch du.

Troll Quentin


Du bist Troll Quentin, du weißt, dass die Lieblingsjahreszeit des Waldgeistes Merlin der Sommer ist.

Troll Rischka


Du bist Troll Rischka und du weißt, dass Odin seine Tiere "Lisa 1, Lisa 2 und Lisa 3" nennt.

Troll Jurin


Du bist Troll Jurin, du sollst 5 verschiedene Dinge aus dem Wald (z.B. Moos, Blätter, Bockerl...) sammeln. Die Sachen wirst du als Bezahlung brauchen, damit euch die Waldgeister Ying und Yang über die Brücke helfen. Heb sie gut auf.

Troll Momo


Du bist Troll Momo. Du musst gut aufpassen, denn wenn du während des Spieles einen Kuckuck hörst, dann weißt du, dass der Waldgeist Kalintin in der Nähe ist. Rufe ihn mit den Worten:
"Einen Kuckuck hör ich schrei`n — das kann doch nur Kalintin sein."

Spielende


Am Ziel — dem Feenplatz — steht bereits der/die "Wächter/in des Feenplatzes" und empfängt die einzelnen Gruppen. Der Platz kann mit im Halbkreis angeordneten Fackeln (Kerzen) geschmückt sein. Eine leise "Entspannungsmusik" dient als Beruhigung, und während ihr auf andere Gruppen wartet, gibt es etwas zu trinken: Nachdem alle Gruppen eingetroffen sind, werden nach und nach alle mitgebrachten Lampions, Fackeln und Kerzen angezündet. Wenn alle versammelt sind, kann eine festliche Musik gespielt werden und die Feen werden begrüßt.

Eine (weißgeschmückte) Fee tänzelt grazil und zierlich durch die Reihen und übergibt den Teilnehmer/innen ein Geschenk und Dankeschön dafür, dass die Trolle die Lampions wieder zurückbracht haben und das Sommerfest beginnen kann (z.B. Schokolade,...).

Die Feen könnten den Kindern aber auch eine Einladung zu einem Sommerfest, das in den nächsten Tagen statt findet, überreichen, so habt ihr für einen anderen Abend auch noch ein Programm!

Autor/in: Bernhard Binder

Publikation: Kumquat_2/01

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Schlagwörter: Geländespiel, Phantasie, Nacht, Lager