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Lautstark

Gruppenstunde | Alter: 9-11 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Manche Situationen machen uns wütend. Manchmal fühlen wir uns so wütend, dass wir meinen, wir könnten platzen. Wir müssen dann unbedingt etwas rauslassen. Wut ist wichtig und gut. Wut ist eine starke Kraft, die uns zeigt, wie es uns mit Situationen geht, was wir ändern wollen. Schwierig wird es dann, wenn Wut sich gegeneinander richtet, für andere verletzend wird oder wenn Kinder in den Gruppenstunden "ausrasten".
Wir lernen schon ganz früh, Gefühle unter Kontrolle zu bringen, Gefühle nicht zu zeigen, uns zu beherrschen. Mit Wut so umzugehen, dass wir "abkühlen" können, etwas rauslassen können, ohne dass es andere verletzt, kann man lernen. Die folgenden Bausteine setzen sich mit dem Thema "wütend sein" auseinander und geben Tipps, wie ausrasten möglich sein kann, wie wir Energie ablassen und starke Gefühle ausdrücken können, ohne andere oder uns selbst zu verletzen.
Weitere Kraft Raus Tipps findest du hier...

Material

  • Papier
  • Stifte
  • "das macht mich soooo wütend" - Plakat

Aufbau

Zuerst verwandelt ihr euch in Tiere und probiert aus, wie es sich anfühlt, tierisch wütend zu sein. Dann überlegt ihr euch Situationen, die euch wütend machen und stellt euch eure Reaktion gegenseitig vor. Zum Schluss der Stunde probiert ihr eine Übung aus, bei der man ganz viel Kraft rauslassen kann, ohne andere zu verletzen.

 

Brüllen und Fauchen!


Am Beginn der Stunde stellt ihr euch vor, ihr verwandelt euch zu wilden Tieren: zu Schlangen, Elefanten, Löwen, Tiger... Ihr geht im Raum herum und jede und jeder von euch sucht sich ein Tier aus und macht dann die passenden Bewegungen: ihr könnt brüllen, fauchen, wie Tiger springen, wie Schlangen zischen, stampfen wie Elefanten, heulen wie Wölfe,...

Nach einiger Zeit teilt ihr den Raum in unterschiedliche Zonen oder Tiergehege, überlegt euch wo sich welches Tier befindet. Je nachdem in welcher Zone ihr euch befindet, macht ihr die passenden Laute und Bewegungen. Probiert auch aus, welche Bewegungen und Laute ihr macht, wenn ihr so richtig wütend werdet. Wichtig ist, dass alle genug Platz haben, damit sie Bewegungen machen, die die anderen nicht verletzen.
Habt ihr genug Wut rausgelassen, schüttelt das Tier ab, indem ihr euch kräftig ausschüttelt und werdet so wieder zu Menschen.

Rasend vor Wut!


Nicht nur Tiere werden wütend sondern auch wir Menschen. Jede/n von uns machen ganz unterschiedliche Situationen oder Aussagen oder Begebenheiten wütend. Und wir reagieren unterschiedlich. Wichtig ist, die Wut auch zeigen und rauslassen zu dürfen.
Überlegt euch, welche Situationen euch ärgern, wütend gemacht haben. Malt oder schreibt sie auf. Ihr könnt euch Sätze aufschreiben, die ihr immer wieder hört und die euch wütend machen.
Nachdem ihr einige Situationen und Sätze gesammelt habt, schaut euch gemeinsam das "Das macht mich soooo wütend" Plakat an. Auf dem Plakat hast du folgendes aufgeschrieben:

das macht mich soooo wütend, dass ich am liebsten...
...platzen würde
...Tisch und Sessel umwerfen würde
... schreien würde
... weinen würde
... weglaufen würde
... schimpfen würde
... mich verstecken würde

Überlegt, ob euch Reaktionen fehlen und schreibt diese noch dazu.
Legt nun die Situationen und Sätze, die ihr mit den anderen teilen wollt, in ein Tuch und zieht nun einen Satz nach dem anderen. Nach jeder Situation überlegt euch, wie ihr in dieser Situation reagieren würdet und stellt eure Reaktion pantomimisch dar. Schaut euch in der Runde um. Ihr werdet sehen, dass ihr unterschiedlich reagieren würdet, unterschiedlich wütend werdet. Das ist wichtig zu wissen: Wir reagieren ganz unterschiedlich aber all diese Reaktionen sind wichtig. Man darf wütend sein und das auch zeigen, wenn wir uns und andere dabei nicht verletzen.

Boxen


Zum Abschluss der Stunde probiert ihr noch etwas aus, das euch hilft, Wut und Kraft rauszulassen ohne andere zu verletzen. Stellt euch dazu zu zweit gegenüber und beginnt zu kämpfen, ohne euch zu berühren. Ihr könnt Schläge austeilen und die andere Person kann darauf reagieren. Auch hier ist es wie schon beim ersten Teil sehr wichtig, genug Platz zu haben.

Autor/in: Betti Zelenak

Publikation: kumquat "Autsch!" 3/2010

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