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Feiern wie die Urchrist/innen

Messmodelle Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Das Christentum ist schon sehr alt und hat sich im Lauf seiner Geschichte sehr stark verändert. Diese Bausteine laden dich ein, den Beginn des Christentums, die Zeit nachdem Jesus gelebt hat zu entdecken und gemeinsam eine Art urchristlichen Gottesdienst zu feiern! Diese Feiern waren geprägt vom sich Zeit nehmen und gemeinsam sein, essen, trinken, sich unterhalten und sich überlegen, wie man gut gemeinsam weiter tun kann.

Material

  • Merkzetterl für die Kinder und Eltern, falls die Gruppenstunde woanders stattfindet, spezielles mitgenommen werden soll oder länger dauert, das schon in der Stunde vorher ausgeteilt wird.
  • Essen (Brot, Datteln, Oliven, Feigen, Schafs- Ziegenkäse,...) und Getränke (Wasser)
  • Instrumente oder Utensilien für die Unterhaltung
  • Stifte, Zetterl

Aufbau

Ihr kommt gemeinsam zu einem Fest zusammen, begrüßt euch, redet miteinander, verkostet Speisen aus der Zeit des Urchrist/innentums, spielt bzw. zeigt euch gegenseitig etwas, das ihr gerne macht und schenkt euch zum Abschied noch etwas kleines.

 

Bibelstellen

Vorüberlegung - Der Ort


Im frühen Christentum gab es noch keine Kirchen. Die Menschen, die an Jesus glaubten, mussten andere Räumlichkeiten finden und trafen sich für ihre Feiern bei jemandem zu Hause. Du könntest deine Jungscharkinder eventuell zu dir nach Hause einladen. Ihr könntet gemeinsam vom Pfarrzentrum hinfahren. Wichtig ist, ihnen rechtzeitig Bescheid zu geben, falls die Gruppenstunde länger dauern soll. Ihr könnt natürlich auch in euren Jungscharräumlichkeiten bleiben.

Die Begrüßung


Vieles war zur Zeit des Urchistentums anders als heute: Die Menschen waren anders gekleidet, sie sprachen verschiedene Sprachen, auch solche die heute nicht mehr gesprochen werden, wie zum Beispiel altgriechisch, es gab viel weniger technische Errungenschaften — kein Internet, Fernsehen, Handy, Telefon. Um miteinander zu sprechen, um zu kommunizieren, musste man sich treffen und sich wirklich sehen. Wenn man sich also sah, tauschte man alle Neuigkeiten aus.

Beginnt eure Feier, indem ihr euch begrüßt und euch erzählt, was in der Zeit, seitdem ihr euch das letzte Mal gesehen habt, passiert ist. Habt ihr Schularbeiten oder Tests gehabt? Wart ihr an einem Ort, der euch besonders gefallen hat? Habt ihr etwas Neues entdeckt? Vielleicht ein neues Spiel ausprobiert oder Buch gelesen? Oder habt ihr etwas Interessantes im Fernsehen gesehen? Habt ihr auch Dinge erlebt, die euch nicht so gut gefallen haben? Vielleicht habt ihr euch mit jemanden gestritten?

Geht herum und sprecht miteinander. Zu zweit oder zu mehrt. Wenn ihr nicht so viele seid, könnt ihr euch natürlich auch gemeinsam unterhalten.

Nachdem ihr miteinander geredet habt, den Tratsch ausgetauscht habt, erzählst du deinen Kindern, dass in der ganz frühen Zeit des Christentums, die Christ/innen auch so zusammengekommen sind, wir ihr heute: Gemütlich plaudernd bei jemanden zu Hause.

Die Verpflegung


Nun gibt es schon Essen aber was bei einer Feier auch sehr wichtig sein kann, ist das Rahmenprogramm, die Unterhaltung.

Wenn die frühen Christ/innen sich trafen, hat jede/r von ihnen etwas zur Feier beigetragen. Das kann man in der Bibel nachlesen: Im ersten Brief von Paulus an die Korinther/innen steht in Vers 14: "Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas mitgebracht: Der eine singt ein Lied, ein anderer legt die Heiligen Schriften aus. Wieder ein anderer spricht in Sprachen des Geistes, und ein anderer hat eine Erklärung dazu."

Jede/r kann etwas, weil jede/r von uns etwas Bestimmtes sehr gerne macht: Manche lesen gerne, andere machen gerne Musik, manche jonglieren, andere turnen,... Vielleicht kann jemand von euch noch eine andere Sprache sprechen? Oder einen Witz erzählen? Überlegt euch in der Gruppenstunde vor der Feier, was ihr gerne tut, und nehmt dann zu eurer Feier, falls nötig, die Materialien — zum Beispiel Musikinstrument, Ball, Geschichte zum Vorlesen,... — mit. Am besten du teilst den Kindern einen "Merkzettel" in der Gruppenstunde vorher aus, damit sie die Sachen dann auch mithaben.

Während dem Essen und Trinken kann nun jede und jeder den anderen zeigen, was sie bzw. er mitgebracht hat.

Die Verabschiedung


Habt ihr genug gegessen, geredet, getrunken, gefeiert, wird es Zeit, sich voneinander zu verabschieden. Vielleicht habt ihr Lust, euch ein Geschenk mit auf den Weg zu geben? Dazu schreibt jede/r seinen/ihren Namen auf ein Papier und legt es auf einen bestimmten Platz. Nun bekommt jede/r soviele Zettel wie Leute da sind und ihr könnt auf den Zettel ein nettes Wort schreiben, das ihr jemand anderem schenken wollt. Der Zettel mit dem Wort kommt mit der Schrift nach unten zum passenden Namen und wenn alle fertig sind, könnt ihr eure Geschenke "öffnen" und lesen. Dann könnt ihr euch mit den Geschenken auf den Weg nach Hause, zurück in die heutige Zeit machen!

Autor/in: Bettina Zelenak

Publikation: kumquat "Autsch!" 3/2010

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