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Gemüse-Obst-Konferenz

Gruppenstunde | Alter: 10-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Im Rahmen des Kumquatthemas "Grün" kannst du dich mit deinen Gruppenstunden hier spielerisch und hoffentlich mit viel Spaß dem Thema Obst und Gemüse widmen. Prinzipiell eignet sich das Programm für ältere und jüngere Jungscharkinder, natürlich ist es immer wichtig die Stunde an deine Gruppe anzupassen und nötige Veränderungen vorzunehmen.

Material

  • für jedes Kind ein Kärtchen mit einem Namen für ein Obst oder ein Gemüse
  • Beschwerdebrief von Herrn/Frau Apfel/sine
  • für jedes Kind ein Kärtchen mit einer Rollenbeschreibung
  • Zetteln
  • Stifte
  • Mehrere Kärtchen mit jeweils einer Aussage, die an der allgemeinen Situation von Obst und Gemüse geändert gehört
  • eventuell Obst und Gemüse für den Abschluss zum Essen

Aufbau

Als Starkoch/Starköchin Karotti/a von Parmesan begrüßt du deine Jungscharkinder und führst sie durch diese Gruppenstunde. Gemeinsam setzt ihr euch im Rahmen eines Rollenspieles mit den ‚Problemen’ von Obst und Gemüse auseinander. Ihr tauscht euch über ihre Situation im Handel aus. Danach versucht ihr die Probleme, die das Obst und das Gemüse untereinander haben, mittels Briefe schreiben zu lösen.

 

Einleitung


Starkoch/Starköchin Karotti/a von Parmesan hat ein Problem: Er/sie muss für heute Abend seinen/ihren weltberühmten Gemüse-Obst-Auflauf für ein riesiges Galadinner vorbereiten. Leider spielen das Gemüse und das Obst nicht mit, da sie mit ihrer Lebenssituation nicht zufrieden sind. Sie wollen nicht in den Kochtopf, wenn sich nicht bald etwas ändert.

Aus diesem Grund ruft Karotti/a von Parmesan eine Konferenz ein, um über die Probleme zu sprechen und sie so schnell wie möglich zu lösen, damit das Dinner stattfinden kann.

Zu Beginn der Stunde zieht jedes Kind ein Kärtchen, auf dem ein Gemüse oder ein Obst steht und schlüpft für die Gruppenstunde in die Rolle der jeweiligen Frucht.

Obst- und Gemüsesalat


Zum Einstieg und damit sich alle Obst- und Gemüsefrüchte besser kennenlernen, spielt ihr das Spiel Obstsalat, das ihr einfach zu einem Obst- und Gemüsesalat erweitert.
Die Kinder sitzen oder stehen im Kreis, ein Kind steht in der Mitte. Jedes Kind nennt reihum sein/e Obst/Frucht, das/die auf dem gezogenen Kärtchen steht, damit alle die Früchte der anderen kennen lernen. Das Kind, das in der Mitte steht, ruft nun einen der Fruchtnamen und versucht, das Kind mit der genannten Frucht zu berühren. Dieses kann sich davor schützen, indem es schnell eine andere Frucht ruft, die es nun zu berühren gilt. Die Kinder im Kreis bleiben dabei auf ihren Plätzen stehen. Wird ein Kind berührt, bevor es eine andere Frucht gerufen hat, ist es das neue Fängerkind. Ruft ein Kind irrtümlich die Frucht des Fängerkindes, so wird es selbst zum/zur Fänger/in.
Mag das Kind in der Mitte nicht mehr fangen, ruft es Obst- und Gemüsesalat und reiht sich wieder in den Kreis ein. Ein anderes Kind, das mag, übernimmt die Rolle des Kindes in der Mitte.
Variante: Wenn ihr das Spiel im Sitzen spielt: Ruft das Kind in der Mitte "Obst- und Gemüsesalat", suchen sich die sitzenden Kinder und das Fängerkind neue Sitzplätze. Das Kind, das keinen Sessel findet, ist das neue Fängerkind.

Ich wär gerne krumm


Nach dem gemeinsamen Spiel liest von Parmesan allen einen Brief vor von Herrn/Frau Apfel/sine die/der sich darüber aufregt, dass sich alle Obst- und Gemüsefrüchte in der Küche streiten. Sie/er kommt erst wieder in die Küche zurück, wenn die Stimmung wieder besser ist.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass du oder dein Co-Leiter/in die Rolle des Herr/Frau Apfel/sine übernimmt und anstelle des vorgelesenen Briefes selbst erzählt, was ihn/sie stört.

Jedes Kind bekommt nun ein Kärtchen mit einer Rollenbeschreibung, passend zum Obst/Gemüse-Kärtchen, dass er/sie schon bekommen hat. Darauf könnte z.B. stehen: "Karotte: Sie mag nicht mehr so lange und spitz sein, sondern lieber krumm wie die Banane. Sie ist total neidisch auf sie. Außerdem mag sie kein grünes Gemüse.", "Grünkohl: Er möchte auch eine schöne Schale wie der Apfel haben. Er mag keine Zitrusfrüchte, weil die es viel wärmer haben als er!"

Die Kinder lesen sich die Kärtchen durch, ohne dass jemand anderer es mitlesen kann. Jede/r bekommt kleine Zetteln und einen Stift und zieht sich daraufhin in einen anderen Raum bzw. Teil des Raumes zurück, dass er/sie möglichst wenig Gelegenheit bekommt, mit anderen zu reden. Die Kinder versuchen nun mittels Briefe schreiben zuerst herauszufinden, welche Meinungen die anderen haben und danach die Konflikte zu lösen. Der/die Gruppenleiter/in spielt dabei den/die Briefträger/in und bringt die Briefe zu den richtigen Kindern. Die Kinder sollen versuchen kreativ zu argumentieren und Kompromisse zu schließen. Es kann auch ruhig unrealistisch sein. Wie z.B. dass grünes Gemüse vorher mittels Lebensmittelfarbe eingefärbt wird, damit die Karotte zufrieden ist, oder dass der Grünkohl eine Beautykur machen darf, damit seine "Haut" schöner wird. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache alle vertragen sich wieder.
Hier ist es wichtig, dass ihr euch Regeln ausmacht, dass Schimpfwörter und Beleidigungen keinen Platz in diesen Briefen haben.
Am Ende können sich nochmal alle zusammensetzen und jede/r darf von seinen Briefwechseln und Lösungen berichten.

Das passt mir nicht


Nachdem ihr nun eure Uneinigkeiten aus dem Weg räumen konntet und gemerkt habt, dass ihr alle im selben Boot sitzt, seid ihr nun bereit euch den allgemeinen Problemen von Obst und Gemüse in der Welt zu widmen. Dazu spielt ihr eine Variante von "Rotes Sofa".
Im Raum stehen drei Sessel nebeneinander (oder eine Sitzbank). Ein/e Spieler/in setzt sich auf den mittleren der drei Sessel und beginnt das Spiel, indem er/sie sagt, was ihm/ihr nicht an der Situation vom Obst und Gemüse oder speziell an dem Obst oder Gemüse, das sie verkörpern, stört, z.B.: "Mir geht es am Nerv, dass man Obst spritzt" oder "Ich will nicht in Folie eingepackt werden, wenn ich im Geschäft gelagert werde!". Die anderen Spieler/innen überlegen sich nun ebenfalls solche Situationen. Zwei andere Spieler/innen können nun die Plätze links und rechts einnehmen und ihre Forderung äußern: "Ich möchte vollkommen bio sein!", "Ich möchte täglich zweimal poliert werden!". Das Kind in der Mitte sucht sich die Forderung, die ihm/ihr am wichtigsten erscheint aus und verlässt mit diesem/r Spieler/in die Sessel. Der/die Dritte setzt sich nun auf den mittleren Sessel und stellt nochmals seine Forderung vor, womit eine nächste Runde beginnt.

Im Vorfeld kannst du einige Aussagen schon auf Zetteln vorbereiten, sodass deine Kinder falls ihnen nichts einfällt, einige Aussagen ziehen können und diese dann nur vorlesen brauchen.
Hier sind noch einige Ideen: "Ich möchte nicht weggeschmissen werden!", "Ich möchte es warm haben!", "Ich möchte reif gepflückt werden!", "Ich möchte Käfer glücklich machen!" "Ich will frische gegessen werden und nicht in den Kühlschrank!", "Ich will fair gehandelt sein!", "Ich möchte nicht im Geschäft mit Kunstlicht beleuchtet werden!"

Auflauf


Nachdem ihr nun alle Uneinigkeiten aus dem Weg räumen konntet, und sich alle wieder versöhnt haben, spielt ihr das Spiel Auflauf!

Alle Früchte laufen im Raum herum, eine Frucht versucht nun die anderen in den Topf zu holen, und ihnen "aufzulaufen", indem es sie an die Hand nimmt. Gemeinsam versuchen sie wiederum das andere Gemüse und Obst zu fangen, damit der Auflauf gelingen kann. Wenn eine/r findet, dass die Gemüse/Obstkette nicht so passt, wie sie ist, ruft er/sie "falsches Rezept!" und die Kette löst sich auf und die rufende Person versucht nun aufs neue alle für den Auflauf zusammen zu finden.

Zum Abschluss bedankt sich Karotti/a von Parmesan sehr bei allen, dass sie es geschafft haben die Probleme zu lösen und sie nun mit voller Freude beim Auflauf mitmachen!

Vielleicht hat er/sie für die Kinder noch Obst und Gemüse zum Essen vorbereitet, dass ihr gemeinsam zum Ausklang verzehren könnt.

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "grün" 1/2010

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Schlagwörter: Essen, Spaß, Sinne, Natur