• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Wer muss nachgeben?

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Ziel

Die Kinder sollen erfahren, dass es in Konfliktsituationen viele Handlungsmöglichkeiten gibt und diese gut abzuwägen sind.

Material

  • Korinth-Material-Paket (siehe Seite X), zusätzlich:
  • 4 Bildgeschichten und das Paulusbild von http://www.jungschar.at

Aufbau

Nach einem lebendigen Einleitungsspiel werden Erfahrungen des Über- und Unterlegen seins genauer betrachtet. Bildgeschichten mit zeitlosem Charakter stellen Streifragen dar, für die in Kleingruppen Lösungen gesucht werden. Die gefundenen Lösungen (bei denen nicht nur die Kinder immer nachgeben müssen) werden anschließend anhand der Aussagen in 1 Kor 10,23-24 überprüft. Spiele am Ende der Gruppenstunden zeigen, dass gegenseitige Rücksicht und anderen zu helfen wichtig sind.

 

Begrüßung
Zu Beginn der Gruppenstunde begrüßt du die Kinder als Josephus oder Josepha, ein/e Fischerin aus Korinth. Du erzählst den Kindern ein bisschen von der Stadt, in der immer sehr viel los ist. Wo viele Menschen zusammen kommen, wird es auch schnell mal laut und man kann einander kaum noch verstehen — wie laut das sein kann, zeigt ein Spiel...

Einstieg - Schreiwand
Die Kinder deiner Gruppe teilen sich in drei Gruppen. Zwei Gruppen stellen sich mit einigem Abstand gegenüber auf, die dritte platziert sich dazwischen. Sie bildet eine Schreiwand, indem sie möglichst viel Krach (mit der eigenen Stimme, mit Gegenständen, auf die geklopft wird oder die auf den Boden geklopft werden,...) macht. Nun versucht eine Gruppe der anderen Gruppe eine wichtige Mitteilung in Form eines Wortes oder Satzes zu machen, indem sie diese einander lauter oder weniger laut zuschreien. Die Schreiwand wird lauter und leiser, sodass die Kinder testen können, ab welcher Lautstärke noch Kommunikation möglich ist. Die Rollen werden nach einiger Zeit gewechselt.

Überleitung
Das Spiel hat gezeigt, dass es oft schwer ist zu Wort zu kommen, gehört und verstanden zu werden. Vielleicht fallen deinen Kindern spontan ein paar Gelegenheiten ein, in denen es ihnen auch so geht. Bei Streitereien oder hitzigen Diskussionen beispielsweise werden schnell mal Meinungen überhört.

Auch in Korinth hat es ernste Auseinandersetzungen gegeben. Josephus/Josepha erzählt den Kindern von mehreren Geschichten, die er/sie selbst miterlebt hat:

Bildgeschichten — zum Download unter http://www.jungschar.at

1. Verstecken-Spiel bei der Töpferwerkstatt
1. Bild: Kinder beim Auszählen für ein Versteckspiel, im Hintergrund ist die Töpferwerkstatt zu sehen
2. Bild: ein Kind, das "einschaut"; ein anderes im Versteck zwischen Töpfen bzw. bei einem Regal mit frischen Vasen
3. Bild: (Jason) schickt die Kinder weg
4. Bild: Kind spricht mit Jason

2. Hausmauer anmalen
1. Bild: eintönige Häuserzeile
2. Bild: ein Kind streicht eines der Häuser neu
3. Bild: Der/die Maler/in hat Mittagspause, ein anderes Kind verziert die Hauswand mit einer Blume
4. Bild: Der/die Maler/in kommt zurück, die beiden treffen aufeinander

3. Zwei Kinder spielen "Murmeln"
1. Bild: Kinder spielen miteinander mit kleinen Glaskugeln
2. Bild: ein besonders schöner Wagen kommt ins Bild, umringt von neugierigen Leuten; eines der Kinder bemerkt dies
3. Bild: das Kind verlässt das Spiel und geht auch zum Wagen um ihn genauer anzusehen. Das zweite Kind bleibt alleine beim Spielen zurück
4. Bild: das zweite Kind möchte weiterspielen, läuft dem anderen nach und versucht, es zurückzuhalten

4. Besuch
1. Bild: Kinder spielen, Besuch kommt und wird begrüßt
2. Bild: Kinder spielen, Erwachsenen reden
3. Bild: Erwachsene sagen Kindern, das sie ruhig sein sollen
4. Bild: Kinder hören auf zu spielen und reden mit Erwachsenen

Du legst den Kindern (je nach Gruppengröße) mehrere Bildgeschichten vor und ihr bildet zu jeder Geschichte eine Kleingruppe. Besprich mit den Kindern kurz, worum es in ihrer jeweiligen Geschichte geht.
Ihr seht eine Situation, in der es leicht zu Streit kommen kann. Was könnten diese Menschen zueinander sagen? Wie könnten diese Szenen weitergehen? Schreibt in die leeren Sprechblasen, was die Menschen zueinander sagen könnten.
Wenn die Kleingruppen damit fertig sind, kommen wieder alle zusammen und erzählt euch kurz von euren Ergebnissen. Spielt anschließend den jeweils anderen Gruppen eben eure kurze Szene vor und zeigt, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, wie die Geschichte ausgehen kann.

Der Brief des Paulus
Josephus/Josepha ist sehr dankbar für die vielen Ideen, die von den Kindern gebracht wurden. Er/Sie ist sich sicher, dass solche Probleme in Zukunft viel besser gelöst werden können. Josephus/Josepha hat den Kindern auch noch etwas mitgebracht, ein Bild von Paulus (Download unter www.jungschar.at). Er/Sie liest vor, was Paulus den streitenden Korinthern schreibt und überlegt, was Paulus zu den Vorschlägen (was die Menschen in den Sprechblasen sagen) sagen würde. Wenn euch jetzt bessere Ideen einfallen, schneidet einfach neue Sprechblasen aus und überklebt die vorigen.

Abschluss
Beim Spiel "Jamaquak" bilden etwa zwei Drittel der Gruppe einen Kreis und geben einander die Hände. Die restlichen Kinder spielen die Jamaquaks. Sie schließen ihre Augen, umfassen mit den Händen ihre Knöchel und gehen rückwärts. Der Kreis ist die Höhle der Jamaquaks — diese hat nur einen Ausgang — zwei im Kreis stehende Kinder lassen die Hände los. Die Kinder im Kreis halten sich so an den Händen, dass die Jamaquaks gut erkennen können, wenn sie an eine Höhlenwand stoßen. Sobald die Jamaquaks aus ihrer Höhle herausgefunden haben, sind sie im Sonnenlicht (sie öffnen ihre Augen) und helfen durch lautes Gequake den noch Suchenden, den Ausgang zu finden.

Das Spiel "Hilfe" ist ein Fangspiel, in dem sich die Mitspieler/innen gegenseitig schützen können.
Ein Kind ist das Fängerkind, das die anderen zu berühren versucht. Wird ein Kind vom Fängerkind berührt, ist es das neue. Die Kinder können dem Gefangen-Werden nicht nur durch weglaufen entgehen. Sobald ein Kind "Hilfe!" ruft, kommt ein zweites Kind dazu und reicht ihm die Hand. Wenn zwei Kinder beisammen sind, können sie nicht gefangen werden. Ist das Fängerkind nicht mehr in ihrer Nähe, können sich die beiden wieder von einander trennen. Das Fängerkind hat beispielsweise ein Tuch in der Hand, das es fallen lassen kann, sobald es nicht mehr fangen will. Das Kind, dass das Tuch als nächstes aufhebt, wird zur/m neuen Fänger/in.

Autor/in: Dominik Mach

Publikation: Kumquat Tatort Korinth

Share |