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Eine Botschaft und ihre Folgen

Gruppenstunde | Alter: 10-13 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Paulus ruft in der Gemeinde in Erinnerung "Euch aber hat Gott zur Gemeinschaft mit Jesus Christus berufen" (1,30a). Um diese Gemeinschaft zu werden und sein zu können, musste sich in Korinth immer wieder die Auseinandersetzung mit der Botschaft Jesu neu ergeben - genauso, wie wir uns auch heutzutage immer wieder mit dem Wort Jesus auseinander setzen sollten. Für diese Stunde haben wir, um das den Kindern deutlich und konkret machen zu können, ein bestimmtes Jesus-Wort ausgewählt.

Ziel

Eine Situation in Korinth soll uns als Anstoß dienen, über eine Aussage von Jesus und seine konkrete Verwirklichung in unserem Alltag nachzudenken.

Material

  • Viele Gegenstände für Kinder: Lokomotive, Fahrrad, CD, Schachspiel, T-Shirt, Tischtennisschläger, Wecker, Rollschuhe, Strickzeug, Polster, Umhängetasche, Haube, Lupe, Liedermappe, bunte Stifte, Spielkarten, Jonglierbälle, etc., auf jeden Fall doppelt so viele Gegenstände, als Kinder vorhanden sind;
  • Papierrolle mit Jesus-Wort (siehe Was Jesus meint); weiße und schwarze Chips aus Papier, großer Papierstreifen (siehe Straßendiskussion)

 

Ich brauche, bitte...
Wenn alle Kinder da sind, verstreust du die mitgebrachten Gegenstände in die Mitte des Raumes kunterbunt. Nun könnt ihr darüber plaudern, wer welchen von den herumliegenden Gegenständen selbst zu Hause hat. Wenn sich die Kinder genug ausgetauscht haben, lädst du sie zum folgenden Spiel ein, für das alle Kinder einen Gegenstand brauchen. Jedes Kind soll nun versuchen, seinen Gegenstand mit einem anderen Kind zu tauschen, dabei sollen besonders lustige und kreative Argumente eingebracht werden, warum man jetzt unbedingt diesen Gegenstand brauchen könnte: z.B. eine Haube, damit beim Duschen die Haare nicht nass werden, etc.

Das hast du jetzt davon - Der heutige Fall in Korinth
Nun lädst du deine Kinder wieder zum Niedersetzen ein und erzählst von folgender Geschichte:

Paulus hat in seinen Briefen immer wieder in Erinnerung gerufen, dass die Menschen in Korinth zur Gemeinschaft mit Jesus berufen sind. Aber diese haben sich immer wieder gefragt, was das, was Jesus gesagt hat, konkret für ihren Alltag heißt. Hier ein Beispiel:
Ein junger Mann sitzt mit seinen Freunden in der Mittagshitze im Schatten und sie haben sich unterhalten. Eine Mutter ist mit ihren Kindern vorbei gekommen und hat gesehen, dass dieser Mann zwei Krüge neben sich stehen hat und sie hat ihn gebeten, ob er ihr die Krüge nicht borgen könnte, denn dann könnte sie das Wasser zum Kochen gleich jetzt auf dem Heimweg vom Brunnen mitnehmen und müsste nicht noch einmal extra zurücklaufen und die Kinder noch dazu alleine zu Hause lassen.
Das sieht der junge Mann natürlich ein und borgt ihr die Krüge. Sie wird sie am Abend zurück bringen. Sie ist erst ein paar Schritte weg, als die Kinder zum Streiten anfangen, der Mutter dabei ein Krug aus der Hand fällt und vollkommen zerbricht.
"Was hat du ihn ihr auch geborgt?" fragt ihn ein Freund. "Naja, Jesus hat gesagt, wenn einer von dir etwas leihen möchte, dann borg es ihm." "Ja, und? Was hast du jetzt davon? Dein Krug ist kaputt. So kann er das doch nicht gemeint haben, dass man sich seine Sachen kaputt machen lassen soll." "Aber das habe ich doch vorher nicht wissen können, dass ihr der Krug aus der Hand rutschen wird." "Aber geh, das hättest du dir doch denken können!" "Aber hätte Jesus das von mir erwartet? Wem borge ich denn dann überhaupt noch etwas, wenn ich so denke?"

Korinthische Abstimmung
Wir haben hier eine ganze Menge Sachen liegen. Machen wir einmal eine Abstimmung, wie sie damals in Korinth auch hätte gemacht werden können. Wir haben hier weiße und schwarze Chips. Jeder von uns überlegt sich jetzt zu jedem Gegenstand, ob er ihn herborgen würde, wenn er ihm gehörte. Wer die jeweilige Sache herborgen würde, der legt eine weiße Bohne dazu, wer den Gegenstand nicht herborgen würde, der legt eine schwarze Bohne daneben.
Nun können wir schauen, welche Gegenstände wir eher und welche wir gar nicht herborgen würden.

Was Jesus meint
Nun hängst du die Rolle mit dem Jesus-Wort auf: "Wenn einer dich um etwas bittet, dann gib es ihm; wenn einer etwas von dir borgen will, dann leih es ihm."
Damit haben schon die Leute in Korinth ihre Probleme gehabt und das hat sich bis heute nicht verändert. Das was Jesus sagt, hört sich einfach an, aber das ist in Wirklichkeit gar nicht so leicht.

Straßendiskussion la Korinth
Gemeinsam nehmt ihr nun jene sechs Gegenstände, die bei der Abstimmung am meisten schwarze Bohnen bekommen haben. Dann bittest du die Kinder drei Kleingruppen zu bilden. Jede Gruppe nimmt sich nun zwei von diesen sechs Gegenständen und sucht sich eine ruhige Ecke im Gruppenraum.
Die Kinder sollen sich nun überlegen, unter welchen Umständen und Bedingungen sie diese Gegenstände doch herborgen würden.
Nach einer Beratungszeit kommen die Gruppen zusammen und tragen ihre Bedingungen vor. Dazu hast du einen Papierstreifen mit folgendem Satz vorbereitet: "Wir borgen das her, wenn..." Hinter diesem Plakat stellt sich jeweils eine Gruppe auf. Jeder aus der Gruppe berichtet zu einem Gegenstand: "Ich würde das herborgen, wenn...". Wenn jeder aus der Gruppe zu dem Gegenstand seine Meinung gesagt hat, können die anderen Kinder ihre Meinung dazu sagen. Danach kommt die nächste Gruppe an die Reihe.

Wenn alle Kinder fertig sind und ihre Meinung geäußert haben, könnt ihr euch noch einmal kurz überlegen, was wir den dazu beitragen können, wozu uns Jesus auffordert. Es ist klar, dass es immer Situationen geben wird, wo uns das nicht gelingt: z.B. ich möchte mein Fahrrad nicht herborgen, weil ich weiß, dass meine Freundin nicht gut fahren kann und es vielleicht kaputt wird. In solchen Situationen könnte ich zum Beispiel meiner Freundin das Fahren beibringen, dann könnte ich das Rad auch herborgen.
Vielleicht gibt es noch ein paar solcher Situationen, zu denen euch Lösungsvorschläge einfallen.

Bushaltestelle
Beim Herborgen und bei der Aussage von Jesus geht es ja darum, anderen Menschen zu vertrauen und grundsätzlich davon auszugehen, dass sie Dinge nicht willentlich kaputt machen. Als Abschluss könnt ihr dazu folgendes Spiel ausprobieren:
Es stellen sich alle in einem Kreis auf, fassen sich an den Händen und gehen soweit nach außen, bis die Arme gespannt sind. Auf diese Weise erhält man einen einigermaßen kreisrunden Kreis. Dann lassen alle die Hände los und auf Kommando gehen alle einen Schritt in Richtung Kreismitte. Dies geht solange, bis alle Schulter an Schulter stehen. Dann drehen sich alle um 90 nach rechts und gehen dann noch einen Schritt zur Seite in Richtung Kreismitte. Jetzt sollten alle dicht hintereinander in einem Kreis stehen. Auf Kommando gehen dann alle solange in die Knie, bis sie auf den Knien der Person dahinter sitzen können.

Hanni Traxler

Publikation: Kumquat Tatort Korinth

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Schlagwörter: Bibel, Religiöses, Kreativität