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Winter-Outdoor-Ideen

Gruppenstunde Ausflug | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

In der kalten Jahreszeit ist das Wetter oft unberechenbar. Mal bleibt es bis kurz vor Weihnachten spätherbstlich schön, mal fällt schon Ende Oktober der erste Schnee und besonders oft ist es irgendwo dazwischen: 5-10 °C, Nebel und viel viel Regen. Da ist man als Gruppenleiter/in leicht dazu verleitet, Programm für drinnen anzubieten und zu warten, bis es wieder "schön" ist, um mit den Kindern nach draußen zu gehen. Doch auch für diese Jahreszeit gibt es im Freien — sei es nun in der Stadt oder auf dem Land — viel zu erleben und zu entdecken.

Material

  • findest du bei den einzelnen Methoden und Spielen

Aufbau

Hier findest du eine kleine Sammlung an Methoden und Spielen, die man in der kalten Jahreszeit ohne großen Vorbereitungs- oder Materialaufwand ausprobieren kann — und das draußen, in einem Park, auf der Straße oder auf dem Platz vor eurer Kirche...

 

Bei halbwegs trockenem Wetter:

Archäologischer Stadtrundgang


Eigentlich wäre dies ein ganz normaler Stadtrundgang, würdet ihr nicht plötzlich ein paar Jahrhunderte in die Zukunft gebeamt und in Archäolog/innen verwandelt werden.

Während ihr die Straße(n) durchstreift, haltet ihr nach interessanten Gegenständen Ausschau, die herumliegen/-stehen/etc., wie z.B. Blechdosen, Kronkorken, Regenschirme,... Ihr bewegt euch aber wie gesagt in der Zukunft und alle Aufzeichnungen über diese Gegenstände sind verlorengegangen. Ihr habt folglich keinerlei Anhaltspunkte, was ihr da in Händen haltet oder betrachtet.

Wer also einen Gegenstand findet, versucht ihn zu deuten. Danach haben die Übrigen des Ausgrabungsteams die Gelegenheit, den anderen jeweils ihre Lösungen des Rätsels mitzuteilen. Je verrückter und irrwitziger die Interpretationen, desto besser. Nur der — aus heutiger Sicht — Wahrheit dürfen sie nicht Nahe kommen. Wenn ihr einen Gegenstand "enträtselt" habt, setzt ihr eure Expedition fort und entdeckt weitere Objekte einer vergangenen Epoche.

Beschattung


Bei diesem Spiel versucht ihr, einen vorher vereinbarten Weg nur auf Schattenflächen zurückzulegen (gehen, rennen, springen,...). Hierbei ist es besonders spannend, wenn ihr auf einem belebteren Gehsteig spielt, da ihr dann auch bewegliche Schatten (von vorbeigehenden Menschen oder vorbeifahrenden Autos) für eure Fortbewegung nutzen könnt.

Haben das alle einmal ausprobiert, könnt ihr versuchen, euch nur auf Sonnenflecken zu bewegen. Verwendet dazu wieder den Streckenbereich von vorhin oder sucht euch einen besser geeigneten. Je nachdem welche Strecke ihr euch aussucht, kann das leichter oder auch ziemlich schwierig sein.

Varianten:
Wenn ihr schon etwas geübter in dieser Fortbewegungsart seid, könnt ihr auch vereinbaren, dass jeweils nach einer Minute auf ein bestimmtes Zeichen hin zwischen der Fortbewegung auf Schattenflächen und Sonnenflecken gewechselt wird.
Sollte sich die Sonne gerade hinter einer Wolkendecke verstecken und es hat vielleicht eben aufgehört zu regnen, könnt ihr statt Sonne und Schatten auch trockene und nasse Flecken verwenden.

Wenn schon Schnee liegt:

Schneeskulpturen


Schneemänner bauen ist ein Klassiker — doch mit der Zeit ein bisschen unkreativ, oder? Überlegt euch doch einmal, was für Schneemann-Variationen euch noch einfallen. Zu Beginn könnt ihr euch an einer ganzen Schnee-Familie versuchen mit Schneemann, -frau, -kind(ern), vielleicht auch ein Schneebaby,...

Eine Idee wäre es auch, dass ihr euch zuvor ein Thema aussucht, zu dem ihr dann die verschiedensten Skulpturen baut. Hier einige Vorschläge, was so ein Thema sein könnte: Bauernhof, Urwald, Zoo, Monster, Lieblingsessen, Was es im Badezimmer gibt, Stadt,...

Licht ausknipsen


Für dieses Spiel braucht ihr ein oder besser mehrere kleine Schneegebäude (Haus, Burg,...). Eine einfache Wand reicht auch, wenn ihr schon vorher beim Schneeskulpturen bauen eure Kreativität spielen habt lassen und gleich anfangen wollt. Das Gebäude oder die Wand, die ihr benötigt, sollte ungefähr 2 Hände hoch sein und mindestens so breit, dass man sie mit 2 Händen umspannen kann.

Falls ihr ein Haus oder eine Burg verwenden wollt, solltet ihr darauf achten, kein Dach darauf zu setzen. Innen stellt ihr nämlich auf den Boden bzw. hinter die Wand ein angezündetes Teelicht. Abwechselnd versucht ihr nun, mit Schneebällen das Licht auszuknipsen. Je nachdem wie weit entfernt ihr euch für eure Versuche aufstellt, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad variieren.

Achtung: Ihr braucht für dieses Spiel viele Teelichter, da die ausgeknipsten vom Schnee nass werden und nicht mehr brennen!

Schlangenslalom


Hierfür braucht ihr einen Hügel o.Ä. mit leichtem Gefälle (nicht zu steil!), und mindestens soviele Plastiksackerl oder Müllsäcke wie Kinder. Oben auf dem Hügel legt ihr euch alle mit dem Bauch auf das Sackerl und haltet euch mit den Händen an den Schuhen der Person vor euch fest. Sind alle miteinander verbunden, schiebt sich der/die erste in der Schlange mit den Armen ein bisschen an und schon rutscht die Schlange den Berg hinunter.

Nach ein etwas Übung kann man sich an den Schlangenslalom wagen. Die Slalomstrecke wird mit Hauben oder Schals markiert. Ganz vorne und ganz hinten sollten entweder die Gruppenleiter/innen oder ältere Kinder sein, denn in der Schlange können nur diese beiden wirklich lenken. Die übrigen steuern nur per Gewichtsverlagerung mit.

Organisatorisches:


Da es für Aktionen im Regen oder Schnee auch wichtig ist, dass die Kinder passend angezogen sind, ist es wichtig, die Eltern rechtzeitig zu informieren. Oft weiß man aber erst ein zwei Tage vorher wirklich, wie das Wetter wird. Deshalb habe ich immer im Herbst einen Elternbrief geschrieben, in dem unter anderem stand, dass immer die Möglichkeit besteht, dass wir spontan hinausgehen und dass die Kinder sich dem Wetter entsprechend anziehen sollen.

Dadurch steht auch Last-Minute-Aktionen nichts mehr im Wege.

Autor/in: Sandra Fiedler

Publikation: kumquat "quer" 4/2008

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