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Ich werde Feuerwehrmann

Gruppenstunde | Alter: 9-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Grisu, der kleine Drache will Feuerwehrmann werden. Ganz im Gegensatz zu seinem Vater, der viel lieber hätte, wenn der Sohn auch so ein Furcht einflößender, Feuer speiender Drache wie er werden würde. Eine TV-Kinderserie rund um die unterschiedlichen Erwartungen von Eltern und ihren Kindern.
Erfahrungen, die wohl auch jedes Kind macht - da gibt es die wildesten Phantasien, Wünsche und Träume die nach und nach einem realistischeren Bild weichen. In dieser Gruppenstunde kannst du dich mit deinen Kindern mit dem Thema Beruf & Berufung beschäftigen.

Material

  • findest du bei den einzelnen Elementen

 

Einstieg - Scharade


Material: Kärtchen mit Begriffen, eventuell Verkleidungsmaterial

Kennst du das Spiel "Berufe raten", bei dem Kinder einander pantomimisch einen Beruf vorführen, den die anderen Kinder erraten müssen? Das war gestern - Scharade ist heute!

Das Spiel funktioniert nach den gleichen Spielregeln, nur verwendest du statt echten Berufen Phantasieberufe. Die Kinder ziehen einfach verdeckt eine Karte und führen ihren "Beruf" vor. Wenn ihr Verkleidungsmaterial zur Verfügung habt, lassen sich einige Begriffe vielleicht leichter erraten.

Nimm auch ein paar leere Kärtchen mit, sodass sich die Kinder auch noch eigene Phantasieberufe ausdenken und diese vorspielen können.

Ein paar Beispiele für solche "Berufe":

  • Zitronenfalter
  • Wolkenmaler
  • Schmutzfänger
  • Bürosesseldreher
  • Gabelstapler
  • Spaghettiträger
  • Sattelschlepper
  • Mitesser
  • Seifenspender
  • Kerzenhalter
  • Kernspalter
  • Hosenträger

Wer macht warum was?


Material: Plakate, Pins (kleine Zettel), Stifte

In diesem Schritt soll es darum gehen, möglichst viele Berufe zu sammeln und diese zu sortieren. Du brauchst dafür Pins und ein Plakat, auf dem du das Ergebnis gut zusammenfassen kannst.

Die Kinder schreiben möglichst viele "echte" Berufe, die ihnen einfallen, auf Zettel und legen diese gut sichtbar am Boden auf. Im Anschluss geht ihr daran, die Berufe zu sortieren und sie zusammenzufassen. Oberbegriffe können beispielsweise "Sozialberufe", "technische Berufe", "Handelsberufe", "Wissenschaft & Forschung" "Medizinische Berufe", "Landwirtschaftliche Berufe" etc. sein.

Außerdem könnt ihr die Berufe alphabetisch von A-Z sortieren und euch gemeinsam (Phantasie-) Berufe für die Buchstaben überlegen, die noch frei sind.

Du wirst vielleicht mal...


Material: A4-Zettel, Tixo, Stifte

Um einen Beruf ausüben zu können, brauchst du eigentlich "nur" eine Ausbildung - sollte man meinen. Für viele Berufe trifft das sicher zu, für viele jedoch auch ganz sicher nicht. Menschen haben oft ein spezielles Talent, eine Gabe, die sich für einen Beruf eignet. In diesem Zusammenhang spricht man auch gern von "Berufung". Viele unserer Talente liegen im Verborgenen, schlummern in uns bis sie eines Tages geweckt werden. Unsere Mitmenschen können uns dabei helfen, unsere besonderen Fähigkeiten zu entdecken.

In diesem Schritt bekommen alle Kinder einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf dem steht
"Du wirst vielleicht mal... denn du..."

Alle Kinder bekommen einen Stift und schreiben sich nun gegenseitig etwas auf den Zettel. Sinn ist es, den Satz zu vervollständigen und dabei die Person einzuschätzen.
Auf dem Zettel könnte dann zum Beispiel stehen:

  • Krankenschwester, weil du super Menschen trösten kannst. oder
  • Polizist, weil du Ungerechtigkeit gar nicht magst.


Dadurch, dass der Zettel am Rücken klebt, wird es für die Kinder leichter, einander ehrlich zu sagen/schreiben, was sie aneinander schätzen, was ihnen am Gegenüber positiv aufgefallen ist. Zum Schluss kann vielleicht jedes Kind auch noch selbst überlegen, ob ihm/ihr noch etwas einfällt, und das auf den eigenen Zettel dazuschreiben.

Als Gruppenleiter/in solltest du gut darauf achten, dass sich die Kinder gegenseitig nur positive Dinge auf den Rücken schreiben. Wenn du schon im Vorfeld mit den Kindern geklärt hast, dass es hier darum gehen soll, die Stärken der anderen zu sehen, kommen sie vielleicht gar nicht auf die Idee, etwas Negatives zu schreiben.

Die Welt ist gerettet - das Tarinkulum ist da!!


Material: Kärtchen mit Berufen

Eure Gruppe hat ja immer schon gewusst, wie alle Probleme der Welt auf einem Schlag zu lösen wären - mit einem Tarinkulum. Was das wohl sein könnte? Nun, ein Tarinkulum kann einfach alles, wirklich alles. Bis auf eine Kleinigkeit - es ist leider sehr vergesslich. Deshalb braucht es immer genug Fachleute um sich herum, die es wieder daran erinnern, was es alles kann. Die Fachleute muss das Tarinkulum aber erst fangen!

Bei diesem Fangspiel brauchst du Kärtchen mit Berufen (z.B. die vom Berufe-Alphabet), so viele wie Kinder minus eins.

Ein Kind meldet sich freiwillig, um das Tarinkulum zu spielen, die anderen Kinder bekommen je ein Kärtchen mit einem der verschiedenen Berufe ausgeteilt. Die Berufe, die du ausgewählt hast, schreibst du auf ein Plakat und hängst es groß und gut sichtbar im Raum auf. Alternativ kannst du sie auch am Anfang jeder Runde laut vorsagen.
Die Kinder lesen ihre Karte, wissen nun ihren Beruf, verstecken die Karte aber gut vor den anderen Mitspieler/innen und besonders vor dem Tarinkulum.
Das Tarinkulum beginnt, indem es sich einen Beruf aussucht, z.B. den Feuerwehrmann. "Ein Tarinkulum konnte mal Feuer löschen, jetzt braucht es einen Feuerwehrmann!" ruft das Tarinkulum und macht sich auf die Suche nach einem. Das Kind, das die Rolle des Feuerwehrmanns hat, will sich aber dem Tarinkulum nicht gleich anschließen und versucht zu entkommen. Dabei kann das Kind versuchen wegzulaufen, es kann aber einfach auch so tun, als ob es gar kein Feuerwehrmann wäre und so versuchen, das Tarinkulum zu verwirren.

Fängt das Tarinkulum nun ein Kind, kontrolliert der/die Spielleiter/in oder das Tarinkulum selbst, ob es sich um den richtigen Beruf handelt oder nicht.
War die Suche des Tarinkulums erfolgreich, begleitet das gefangene Kind nun den/die Fänger/in wie beim Spiel Kettenfänger. Die zwei suchen sich also einen neuen Beruf aus und gehen auf die Suche nach dem richtigen Kind.

Sobald sich das Tarinkulum zweimal geirrt hat (also ein Kind mit dem falschen Beruf gefangen hat), ist es leider völlig verwirrt und vergisst alles, das heißt die Kette löst sich auf und ein anderes Kind kann von neuem beginnen, Tarinkulum zu spielen.

Autor/in: Dominik Mach

Publikation: kumquat "abseits" 2/2008

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