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Alarm! Ohr verstopft

Gruppenstunde Spiele | Alter: 8-15 | Aufwand: niedrig

Material

  • Liedertexte
  • CDs
  • Verkleidungen (z.B.: weiße Hemden, Namensschilder)

Aufbau

Im Folgenden findest du eine Spielekette mit "lauten Spielen", die durch eine Spielgeschichte zusammengefügt sind. Natürlich kannst du die einzelnen Spiele auch unabhängig voneinander mit deinen Jungscharkindern spielen.

 

Vielleicht hattest du schon einmal ein verstopftes Ohr und konntest deswegen nicht so gut hören? Da braucht es natürlich Mittel, damit das Ohr wieder frei wird und du ungestört allen Geräuschen um dich herum lauschen kannst.

Du erzählst deinen Kindern, dass ihr eine Gruppe von jungen Ärzt/innen seid, die in eine Ohrenklinik gerufen wurde. Dort herrscht höchste Dringlichkeitsstufe, da gerade eine enorme Anzahl an Patient/innen eingeliefert wurde, deren Ohren aus unerklärlichen Gründen verstopft sind, und die geheilt werden müssen.

Als erstes müssen natürlich wie bei jeder Untersuchung die Reflexe der Patient/innen getestet werden. Ideal eignet sich dafür:

"Klatsch nach"


Alle stellen sich im Kreis auf. Nun beginnt eine Person, einer anderen in die Augen zu schauen und ihr zuzuklatschen. Diese Person klatscht wieder der nächsten zu, so lange, bis allen einmal zugeklatscht wurde. Das "Klatschen" wird in dieser Reihenfolge weitere Runden herumgegeben.
Um es schwieriger zu machen, könnt ihr gleichzeitig eine zweite Runde mit einem anderen Geräusch eröffnen.
Eine Variante wäre auch, dass die Geräusche ohne fixe Bahn schnell und spontan weitergegeben werden.

Da nun die Reflexe getestet wurden und offenbar gut funktionieren, können jetzt weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Um auf die Ursachen der verstopften Ohres zu kommen, empfiehlt es sich, ein paar Patient/innen-Gespräche zu führen. Die Betroffenen erzählen ihre Geschichte, wann sie denn plötzlich schlecht gehört haben, bzw. was am Tag davor passiert ist:.

Geschichte erzählen


Als erstes beginnt der/die Gruppenleiter/in eine Geschichte zu erzählen, danach kann auch ein Kind in die Rolle des/der Patienten/in schlüpfen und von seinen/ihren Erfahrungen berichten.
Da die betroffene Person ja schlecht hört, müssen nun die Ärzt/innen die Geschichte ganz laut synchronisieren, das heißt, alle Geräusche, die in der Geschichte vorkommen, nachahmen, sodass der/die Patient/in weiß, dass ihn/sie alle verstanden haben. Eine Geschichte könnte lauten: "Ich ging gerade durch den Dschungel als plötzlich ein blauer Eisbär vor mir stand,..." (Die anderen machen dazu z.B. Dschungel-Geräusche und das Brüllen eines Eisbären nach.)
Da man mehrere Patient/innen-Gespräche durchführen muss, können noch weitere Kinder ihren Bericht erzählen. Eine/r könnte plötzlich auf einer Afrikasafari ein verstopftes Ohr bekommen haben, ein/e andere/r bei einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich ein Yeti vor ihm/ihr gestanden ist.

Nun müsst ihr als Ärzt/innenteam eure Erfahrungen und Testgespräche diskutieren und beraten, welche Heilmethode am besten wäre:

Ärzt/innenkonferenz


Der/die Gruppenleiter/in stellt sich als "Oberarzt/-ärztin" vor und teilt die Kinder in 4 Gruppen von Ärzt/innen. Jede Gruppe überlegt sich ein Wort oder einen kurzen Satz, welche Heilungsmethode sie vorschlägt (z.B.: Akupunktur, Ohrenmassage,...). Die Gruppe wiederholt während der "Diskussion" nun immer wieder dieses eine "Argument". Der/die Oberarzt/-ärztin zeigt nun — quasi als Dirigent/in eines Orchesters — an, welche der Gruppen jeweils gerade ihre Argumente vorbringen können, welche leiser bzw. lauter werden. Dazu sollte im Vorhinein für alle klar sein, welches Zeichen des/der Oberarztes/-ärztin was bedeutet. (z.B.: Hände in die Höhe bedeutet lauter werden,...)

Nun habt ihr euch zu folgender Therapie entschlossen:

"Musiktherapie"


Nun sind alle Kinder Patient/innen und du als Gruppenleiter/in der/die behandelnde Arzt/Ärztin. Du erklärst ihnen, dass Musik und Singen eine heilende Wirkung auf die Ohren haben kann, durch die sich die Ohrverstopfung lösen sollte.
Nun teilst du den Patient/innen (je 2-3 Kindern zusammen) Texte bekannter Lieder aus. Die Patient/innen sollen nun auf dein "Kommando" zu singen beginnen. Leider wurden aber den Gruppen unterschiedliche Texte zugeteilt. Da sie allerdings schlecht hören, fällt das natürlich nicht sofort auf, d.h. die Kinder versuchen bei diesem Spiel, gleichzeitig unterschiedliche Lieder zu singen und sich nicht "rausbringen" zu lassen.

Da nun diese Methode versagt und die Schulmedizin keinen Rat mehr weiß, muss eine Alternativmethode her:

"Ohrenschmalz"


Die Kinder teilen sich in drei Gruppen. Zwei davon stellen sich mit einigem Abstand gegenüber auf, die dritte platziert sich dazwischen. Diese bildet eine Schreiwand, das störende Ohrenschmalz, indem sie möglichst viel Krach macht, um so den Gehörgang zu stören.
Nun versucht die eine Gruppe, der anderen Gruppe einen magischen Spruch mitzuteilen, indem sie diesen lauter oder weniger laut zuruft. Erst, wenn die andere Gruppe diese Mitteilung verstanden hat, und beide äußeren Gruppen den Zauberspruch gemeinsam schreien, verliert das Ohrenschmalz seine Kraft und löst sich auf.
Damit auch sicher keine/r mehr Ohrenschmalz in den Ohren hat, sollten sich die Gruppen abwechseln.

Um nun zu überprüfen, ob auch alle Patient/innen geheilt wurden, muss noch ein letzter Test durchgeführt werden:

"Glucksbauch"


Alle legen sich im Kreis auf den Boden, sodass der Kopf einer Person auf dem Bauch der anderen liegt. Danach beginnt eine/r zu lachen und den Bauch zu bewegen. Die Person, deren Kopf auf diesem Bauch liegt, wiederholt die Bewegung und beginnt zu lachen. Dies geht so lange, bis alle gemeinsam lachen und die Bäuche "glucksen".

Zum Schluss bedankst du dich bei allen Patient/innen für ihr Mittun und bei allen Ärzt/innen für ihren Einsatz!
Viel Spaß!

Autor/in: Johannes Kemetter

Publikation: kumquat "laut" 3/2007

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Schlagwörter: Spiel, Kreativität, Körper, Spaß, Sinne